Originale durchsuchen
Dokumenttexte
Beschlussvorlage als Text anzeigen
Title: 00352249.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00352249.pdf
Published Time: Thu, 05 Mar 2020 12:35:15 GMT
Number of Pages: 4
Markdown Content:
OVA/002/2019
X öffentlich nicht öffentlich
# Beschlussvorlage
Betrifft:
Mobilitätsplan D: Beschluss des Zielkonzeptes und des Entwurfes des Evaluationskonzeptes
Fachbereich:
66 - Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ordnungs - und
Verkehrsausschuss
27.11.2019 -
Ordnungs - und
Verkehrsausschuss
06.11.2019 Entscheidung
Bezirksvertretung 2 03.09.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 1 11.10.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 3 08.10.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 4 09.10.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 5 10.09.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 6 11.09.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 7 24.09.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 8 01.10.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 9 13.09.2019 Anhörung
Bezirksvertretung 10 24.09.2019 Anhörung
Beschlussdarstellung:
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschließt das vorgelegte Zielkonzept und den beiliegenden Entwurf des Evaluationskonzeptes zum Möbilitätsplan D. Seite 2
Sachdarstellung:
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am 30. August 2017 (Vorlage 66/ 48/2017) die Verwaltung mit der Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes, dem sogenannten Mobilitätsplan D , beauftragt und in seiner Sitzung am 28. Februar 2018 (Vorlage 66/ 26/2018) das Konzept des Aufstellungsprozesses im Sinne eines zweistufigen Verfahrens beschlossen.
Vor diesem Hintergrund wurde in der Stufe 1 des Aufstellungsprozesses unter dem Leitbild: Mobilität gestalten. Menschen bewegen. Stadt erleben. das vorliegende Zielkonzept erarbeitet, welches die Leitlinien und Zielsetzungen der verkehrlichen Entwicklung Düsseldorfs bis zum Jahr 2030 beschreibt, um auf diesem aufbauend in der anschließenden Stufe 2 Teilkonzepte mit konkreten Maßnahmenvorschlägen für verschiedene Handlungsfelder zu entwickeln.
Wesentliche Zielrichtung bei der Erarbeitung des Mobilitätsplan D ist, unter Berücksichtigung der globalen Entwicklungen und Trends, wie die Demographische Entwicklung, der Klimawandel, die Luftreinhaltung und Ressourcenknappheit, ein Konzept vorzulegen, das den erforderlichen Wandel im Verkehrsverhalten unterstützt, den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen heute und in Zukunft Rechnung trägt sowie die Lebensqualität in der Stadt Düsseldorf und ihrem Umland erhöht. So soll eine funktionierende, aber auch ökologische, ökonomische sowie sozial verträgliche und somit nachhaltige Mobilität generiert werden.
Da Verkehrs- und Stadtentwicklung eng miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig beeinflussen, werden der Mobilitätsplan D und das Raumwerk D, das städtebauliche Entwicklungskonzept der Stadt Düsseldorf, bewusst gemeinsam und in enger Abstimmung erarbeitet.
Gekennzeichnet ist der Erarbeitungsprozess des Zielkonzeptes zum Mobilitätsplan D durch eine frühzeitige und intensive Beteiligung der Stadtgesellschaft. Konzipiert wird er federführend im Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf. Als Gutachterbüro unterstützte Planersocietät aus Dortmund und als Kommunikations- und Moderationsbüro TOLLERORT aus Hamburg den Aufstellungsprozess der Stufe 1.
Begleitet wurde der Erarbeitungsprozess kontinuierlich durch eine eigens eingerichtete Fachgruppe Mobilität, die einen akteurs- und fachübergreifenden Austausch ermöglichte. Sie tagte in fünf Sitzungen und wirkte wesentlich an der Erstellung des Zielkonzepts mit. Neben Fachämtern der Stadtverwaltung wurde sie durch verschiedene Institutionen, Verbände und Organisationen der Stadtgesellschaft vertreten. Zudem wurden die Inhalte über einen Steuerungskreis regelmäßig mit den Vertreterinnen und Vertretern der politischen Fraktionen des Ordnungs- und Verkehrsausschusses sowie des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung abgestimmt.
Die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit fand über drei Dialogveranstaltungen und zwei thematisch korrespondierenden Online-Beteiligungsplattformen statt, in denen sich die Bürgerschaft und interessierte Fachleute persönlich einbringen konnten.
1. Verkehrsforum (11.10.2017);
Thema: Zukünftige Mobilität- und Verkehrsentwicklung in der Stadt Düsseldorf
2. Verkehrsforum (30.11.2018); 1. Online-Dialog (03.12.2018 – 15.01.2019)
Thema: Zukunftsvisionen für die Mobilität in Düsseldorf
3. Öffentliche Dialogveranstaltung Mobilität trifft Raum (17.05.2019); 2. Online-Dialog (13.05.2019 – 02.06.2019); Seite 3
Gemeinsame Veranstaltung zur Verstetigung und Verstärkung der inhaltlichen Verknüpfung der beiden Konzepte Mobilitätsplan D und Raumwerk D;
Thema: Vorstellung und Bewertung des Entwurfs des Zielkonzepts zum
Mobilitätsplan D; Gesprächskreise „Mobilität und Raum im Dialog“ –
Wie können Mobilität und Stadtentwicklung klug zusammenwirken?
Das vorliegende Zielkonzept wurde auf Grundlage einer detaillierten Bestandsanalyse, bestehenden Konzepten und aktuellen Verkehrs- und Stadtentwicklungsdaten sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus den verschiedenen Beteiligungsverfahren erarbeitet. Es setzt einen übergeordneten Rahmen für das verkehrspolitische Handeln und wird weitestgehend von allen Fachgruppenmitgliedern mitgetragen.
Auf Basis des übergeordneten Leitbildes des Zielkonzeptes wurden nachfolgende vier Zieldimensionen abgeleitet, denen jeweils zwei bis drei der insgesamt zehn Handlungsziele zugeordnet sind:
Neue Mobilitätskultur etablieren. Kfz-Fahrten verlagern.
ÖPNV, Fuß- und Fahrradverkehre vorrangig ausbauen und fördern
Inter- und Multimodalität fördern, Sharing-Angebote ausweiten
Chancen der Digitalisierung für die Verkehrswende nutzen
Wettbewerbsfähigkeit stärken. Erreichbarkeit sichern.
Stadt- und umweltverträgliche Erreichbarkeit regional und überregional verbessern
Effizienten und umweltschonenden Wirtschaftsverkehr fördern
Verkehrsbedingte Belastungen senken. Gesunde Lebensräume schaffen.
Lärm- und Luftschadstoffbelastungen senken
Energiewende im Verkehr vorantreiben
Barrieren abbauen. Straßenräume aufwerten.
Verkehrssicherheit und subjektive Sicherheit erhöhen
Gesellschaftliche Teilhabe sichern und Barrierefreiheit ausbauen
Straßenraum zugunsten der Nahmobilität umverteilen und Parken im öffentlichen Raum neu ordnen
Alle Zieldimensionen und Handlungsziele sind zunächst gleichberechtigt zu betrachten. In der Stufe 2 können diese aber beispielsweise je nach Funktion und Lage einer Straße und des Raumes eine unterschiedliche Priorisierung erhalten, sofern dies aufgrund von Zielkonflikten notwendig wird und ein unmittelbares
Funktionieren des Systems „Verkehrs“ dies erfordert.
Das beiliegende und von Anfang an begleitend konzipierte Evaluationskonzept baut auf dem vorliegenden Zielkonzept auf. Es beinhaltet je Handlungsziel der Zieldimensionen verschiedene Indikatoren, anhand derer Maßnahmen beurteilt sowie Erfolge der Zielerreichung bemessen werden können. Diese erfolgt periodisch in Evaluationsberichten im 5-Jahres-Rhythmus.
Mithilfe des Evaluationskonzepts wird der Umsetzungsstand als auch die Wirkungsbilanz des Mobilitätsplan D fortlaufend überprüft und analysiert. Es liefert wesentliche Erkenntnisse, ob die aufgestellten Ziele durch die in der anschließenden Stufe 2 des Aufstellungsprozesses erarbeiteten Maßnahmen erreicht werden, oder ob gegebenenfalls Bedarf zur Nachsteuerung besteht. Hierzu dienen quantifizierte Messwerte, die den Indikatoren zugeordnet sind. Seite 4
Das bis hierhin entwickelte Evaluationskonzept ist als ein erster Aufschlag zu verstehen, der fortlaufend auf Passgenauigkeit und Handhabbarkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst werden muss. Hier ist neben den Fachleuten, auch der Input aus der Stadtbevölkerung gefragt sowie die strategische Diskussion in dem Steuerungskreis mit den Politikerinnen und Politikern des Rates. Denn aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, neuer technologischer Entwicklungen und Trends kann die Aufnahme weiterer Indikatoren notwendig werden. Außerdem kann es erforderlich werden, einzelne Indikatoren zu verändern oder zu ersetzen, wenn bestimmte Grundlagendaten oder Messwerte nicht oder nur mit großem Aufwand gewonnen werden können.
Ausblick:
Auf Grundlage des beschlossenen Zielkonzeptes beginnt mit der im Herbst anschließenden Stufe 2 des Mobilitätsplan D die konkrete Ausarbeitung von Maßnahmenvorschlägen für verschiedene Handlungsfelder. Die Maßnahmen werden in mehreren Teilkonzepten ausgearbeitet und fortlaufend mit der Stadtgesellschaft, der Fachgruppe Mobilität und dem politischen Steuerungskreis diskutiert und abgestimmt.
Zur Begleitung des Erarbeitungsprozesses der 2. Stufe sollen neben einem fachkundigen Koordinationsbüro 4 Fachplanungsbüros beauftragt werden. Dabei soll das Koordinationsbüro bei der Prozessorganisation, Durchführung der Beteiligungsbausteine und Moderation des Prozesses unterstützen. Die 4Fachplanungsbüros bei der Entwicklung fachspezifischer Maßnahmen für die Teilkonzepte.
Zudem ist die beiliegende Richtlinie für das Förderprogramm der Landesregierung für vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement in Kraft getreten. Diese umfasst u.a. die Förderung von Mobilitätskonzepten. Die Stadtverwaltung sieht vor, für die 2. Stufe des Mobilitätsplan D einen Förderantrag einzureichen. Die Finanzierung des Eigenanteils ist gegeben.
Anlagen:
Anlage 1 - Mobilitätsplan D: Zielkonzept Anlage 2 - Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzeptes Anlage 3 - Förderprogramm für vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement
Anlage 1 - Mobilitätsplan D: Zielkonzept als Text anzeigen
Title: 06_08_2019 Anlage_1 OVA_002_2019 Zielkonzept.indd
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00350504.pdf
Published Time: Thu, 08 Aug 2019 14:34:29 GMT
Number of Pages: 16
Markdown Content:
# Mobilitäts
Anlage 1 zur Vorlage OVA/002/2019
# lan D Düsseldorf Nähe triff t Freiheit
# Phase 1 Zielkonzept Mobilität gestalten. Menschen bewegen. Stadt erleben. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist eine gut vernetz-te, pulsierende Großstadt inmitten einer der bevölke-rungsreichsten Regionen Europas. Die Metropole ist bedeutender Dienstleistungs- und Produktionsstandort sowohl in der Region als auch im nationalen und inter-nationalen Vergleich und somit ein Anziehungspunkt für Unternehmen und Menschen aus aller Welt. Aus dieser Ausgangslage entsteht die Verantwortung, dass Düssel-dorf sich den gewandelten modernen urbanen Mobi-litätsansprüchen stellt und die Mobilität von Morgen plant. Unter dem Leitbild: Mobilität gestalten. Menschen bewegen. Stadt erleben. beschreibt der Mobilitäts-plan D die Leitlinien und Zielsetzungen der verkehr-lichen Entwicklung Düsseldorfs in den kommenden Jahren. Mobilität gestalten heißt, sich den aktuellen und künfti-gen Herausforderungen bewusst zu werden, die Chan-cen für eine sinnvolle Veränderung zu erkennen und aktiv die entsprechenden Schritte in die Wege zu leiten, die zum Erreichen der festgelegten Ziele erforderlich sind. Dabei sollen und dürfen die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen nicht eingeschränkt werden. Menschen bewegen sich, physisch von Ort zu Ort, aber auch ge-danklich hin zu einem veränderten Mobilitätsverhalten. Eine gesunde, sozial gerechte, umweltfreundliche und funktionale Gestaltung der Mobilität macht die Stadt als lebenswert und attraktiv erlebbar. Der Mobilitätsplan D wird in zwei Stufen erarbeitet. Die erste Stufe bildet das Zielkonzept, in der zweiten Stufe werden Teilkonzepte mit Maßnahmen zu unterschiedli-chen Handlungsfeldern erarbeitet. Das nachfolgende Zielkonzept der Stufe 1 gliedert sich in vier Zieldimensionen mit jeweils zwei bis drei Hand-lungszielen. Den Zielen sind grundsätzliche Prämissen vorangestellt. Es ist im intensiven Dialog mit zahlreichen Akteuren der Stadtgesellschaft, der Politik und den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt worden. Zuletzt hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Mai 2019 die Gelegenheit sowohl bei der öffentlichen Dialogveranstaltung Mobilität trifft Raum, als auch im Online-Dialog ihre Anmerkungen zum Zielkonzept ein-zubringen. Zudem wurde es abschließend in der Fach-gruppe Mobilität und im politischen Steuerungskreis abgestimmt. Mobilitätsplan D und Raumwerk D, das neue städte-bauliche Entwicklungskonzept der Stadt Düsseldorf, werden dabei bewusst als Tandem erarbeitet.
# Einleitung
34
# Prämissen des Zielkonzepts
Das aufgestellte Leitbild Mobilität gestalten. Menschen bewegen. Stadt erleben. und die Zieldimensionen werden in den nächsten Jahren Grundlage für alle verkehrsrelevanten Planungen in der Stadt sein. Sie sollen als Leitlinien die Verkehrsentwicklungsplanung der Landeshauptstadt für einen langfristigen Zeitraum mitsteuern. Aufzustellende Meilensteine und Zwischen-schritte zu den einzelnen Zielen sollen die Umsetzung des Zielkonzepts strukturieren und sicherstellen. Düsseldorf verändert sich. Die Mobilitätsgewohnheiten der Menschen in und um Düsseldorf ändern sich. Dies ist Anlass und Chance, die Weichen für die Mobilität der Zukunft zu stellen. Der Mobilitätsplan D unterstützt den Wandel der Mo-bilität in der Landeshauptstadt und der Gesamtregion Düsseldorf. Ziel ist, die Stadt lebenswert und attraktiv für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, für Einpen-delnde, Touristen, aber auch für die städtische Logistik und den Wirtschaftsverkehr zugestalten. Damit der Mobilitätsplan D einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Stadt leisten kann, ist ein abgestimm-tes, gemeinsames Vorgehen in der Stadt unabdingbar. Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung darf daher nicht isoliert betrachtet werden. Die im Mobilitätsplan D aufgestellten Ziele müssen auch in die Planungen der Stadtentwicklung und die weiteren verkehrsbezoge-nen Fachplanungen miteinbezogen werden. Dadurch ergeben sich für die Verkehrsplanung prozessuale und zugleich ergebnisorientierte Handlungserfordernisse. Stadtentwicklung und Verkehrsplanung sind integriert und aufeinander abgestimmt zu behandeln. Infrastruk-turen müssen auf städtebauliche Dynamiken reagieren und gegebenenfalls mitwachsen. Maßnahmen im Be-reich der Verkehrsplanung sind nicht nur von der Stadt Düsseldorf, sondern gemeinsam mit weiteren Akteurin-nen und Akteuren, vor allem auch den regionalen Part-nern, umzusetzen. Daher ist ein akteursübergreifender Austausch wichtig, einerseits innerhalb der Verwaltung sowie zwischen Stadt, Unternehmen und wichtigen Akteurinnen und Akteuren der Stadtgesellschaft, an-dererseits aber auch zwischen Stadt und Region. Die Stadt Düsseldorf will mit dem Mobilitätsplan D den Austausch mit den Akteuren verstetigen, sie frühzeitig einbinden und auch Projekte gemeinsam mit anderen Akteuren anstoßen. Eine besondere Verantwortung sieht die Stadt Düssel-dorf zudem in der Kommunikation mit der Bevölkerung. Viele Bestrebungen, wie ein höherer Anteil von Wegen mit Verkehrsmitteln des Umweltverbunds, zielen auch auf eine Veränderung des individuellen Mobilitäts-verhaltens ab. Daher soll im weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess das Thema Kommunikation in allen Teilkonzepten sowie bei den umzusetzenden Maßnah-menpaketen integriert behandelt werden und eine hohe Priorität besitzen. Eine Beteiligung der Bürgerschaft von Anfang an zu gewährleisten, ist dabei eine besondere Herausforde-rung, da das öffentliche Interesse zumeist erst in späten Planungs- oder Umsetzungsphasen konkret wird und dann geringere Möglichkeiten der Einflussnahme und somit integrierten Ausgestaltung von Planungen und Projekten bestehen. Daher gilt es, den eingeschlagenen offenen und transparenten Weg des Planungsdialogs zu verstetigen und so zu strukturieren, dass die verschie-denen Akteursgruppen in allen Phasen zusammen an der Zukunft des Düsseldorfer Verkehrs arbeiten und die ambitionierten Ziele des Mobilitätsplan D schrittweise erreicht werden können. Nach der politischen Beratung und dem Beschluss des Zielkonzeptes beginnt mit der Phase 2 des Mobilitäts-plan D die konkrete Ausarbeitung und Festlegung von Maßnahmen in Teilkonzepten. Die Rückmeldungen zu den bisher durchgeführten öffentlichen Beteiligungs-foren des Mobilitätsplan D unterstreichen den Willen nach mehr Mut und Progressivität bei der Umsetzung. So entwickelt sich die Landeshauptstadt Düsseldorf im Einklang mit ihren Menschen als lebenswerter Raum der Zukunft. Mobilitätsplan D – Zielkonzept 5Zielkonzept
# Das Zielkonzept
Das Zielkonzept wurde auf Grundlage einer detaillierten Bestandsanalyse, bestehenden Konzepten und aktuel-len Verkehrs- und Stadtentwicklungsdaten sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus den verschiede-nen Beteiligungsverfahren erarbeitet. Auf Basis des übergeordneten Leitbildes wurden vier Zieldimensionen abgeleitet. Jeder Zieldimension sind mehrere der insgesamt zehn Ziele zugeordnet. Die dargestellte Abbildung verdeutlicht die Struktur des Zielkonzeptes. Die Ziele sind handlungsleitend und werden auf den nachfolgenden Seiten beschrieben. Die Zieldimensionen und Handlungsziele setzen den übergeordneten Rahmen für die weiteren Baustei-ne des Mobilitätsplan D. Alle Zieldimensionen und Handlungsziele sind dabei zunächst gleichberechtigt zu betrachten. In der zweiten Stufe können diese jedoch beispielsweise je nach Funktion und Lage einer Straße und des Raumes eine unterschiedliche Priorisierung erhalten, sofern dies aufgrund von Ziel-konflikten notwendig wird und ein unmittelbares Funktionieren des Systems Verkehr dies erfordert. Die Handlungsziele der Zieldimensionen werden jeweils mit Indikatoren untersetzt, die der Wir-kungsabschätzung dienen und die Umsetzungsfort-schritte aufzeigen. So wird eine spätere Evaluation der Ziele sichergestellt. Die Indikatoren ersetzen jedoch keine ausführliche, qualitative Evaluation und Umsetzungsanalyse der Handlungsziele.
ÖPNV, Fuß- und Fahrradverkehre vorrangig ausbauen und fördern Inter- und Multimodalität fördern, Sharing-Angebote ausweiten Chancen der Digitalisierung für die Verkehrswende nutzen Stadt- und umweltverträgliche Erreich-barkeit regional und überregional verbessern Effizienten und umweltschonenden den Wirtschaftsverkehr fördern Lärm- und Luftschadstoff -belastungen senken Energiewende im Verkehr vorantreiben Verkehrssicherheit und subjektive Sicherheit erhöhen Gesellschaftliche Teilhabe sichern und Barrierefreiheit ausbauen Straßenraum zugunsten der Nahmobilität umverteilen und Parken im öff entlichen Raum neu ordnen
> Abbildung: Zielkonzept mit Leitbild, 4 Zieldimensionen und ihren untergeordneten Handlungszielen
6
# Neue Mobilitätskultur etablieren, Kfz-Fahrten verlagern
Düsseldorf ist eine wachsende Großstadt mit steigen-den Mobilitätsansprüchen. Die Landeshauptstadt ist in vielen Bereichen Vorbild für eine moderne, urbane Met-ropole. Im Bereich der urbanen Mobilität muss sich Düs-seldorf dies erst erarbeiten. Der Verkehr in Düsseldorf verzeichnet im Verhältnis zu anderen Großstädten einen hohen Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) am Gesamtverkehrsaufkommen. Dies ist mit temporä-ren Kapazitätsengpässen und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in Düsseldorf verbunden. Eine wachsende Stadt lässt ohne Gegensteuern einen steigenden Kfz-Verkehr erwar-ten, der kaum oder nicht mehr abzuwickeln wäre. Hier besteht für die Landeshauptstadt ein großes Potenzial, sich umwelt- und gesundheitsfreundlicher aufzustellen und die Chancen der derzeitigen Mobilitätsumbrüche zu nutzen. Die Verkehrsmittel des Umweltverbunds (Fuß, Rad und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)) sind bereits heute in Düsseldorf von hoher Bedeutung. Ziel der Landeshauptstadt Düsseldorf ist es, den Verkehrs-mitteln des Umweltverbunds mehr Raum und Mittel zur Verfügung zu stellen, um Düsseldorfs Mobilität zukunftsorientiert, im Sinne der Verkehrswende, zu gestalten. Eine Erhöhung der Angebotsdichte und -qualität sowie ein Ausbau der Infrastruktur sind dabei wesentliche Ziele, um die Attraktivität des Umweltver-bundes im Verhältnis zum Personenkraftwagen (Pkw) weiter zu erhöhen. Für den ÖPNV, mit dem bereits heute in Düsseldorf und der Region viele hunderttausend Menschen täglich unterwegs sind, bedeutet dies, dass weitere Kapazitätssteigerungen bei der Verkehrsinfrastruktur nötig sind. Auf den zentralen Achsen muss der ÖPNV, vor allem mittels Stadtschnell (S)-Bahn und Stadtbahn, schnell, direkt und in dichtem Takt sowie auch zu Nachtzeiten verkehren. Zubringerlinien müssen best-möglich in das System eingebunden werden, um mög-lichst viele Menschen zu erreichen. Metrobusse sollen das Angebot ergänzen und insbesondere tangentiale Verbindungen stärken oder als Zwischenszenarien für einen späteren Stadtbahnausbau fungieren. Zukunfts-gerichtete ÖPNV-Konzepte, wie autonom fahrende, jederzeit abrufbare öffentliche Busse (on-demand), können das Angebot besonders für die kleinräumige Erschließung verbessern. Das Gesamtsystem wird folglich vom Regionalex-press bis hin zu den Erschließungslinien innerhalb der gesamten Region Düsseldorf weiter optimiert und qualitativ verbessert. Dabei gilt es, sowohl die großen Verkehrserzeuger in der Stadt, aber auch die Sied-lungsschwerpunkte in den Rand- und Nachbarschafts-lagen von Düsseldorf attraktiv mit der Kernstadt und untereinander zu verbinden. Ziel ist es, der Bevölke-rung ein gut abgestimmtes Angebot bereitzustellen, um diese zum Umstieg vom eigenen Pkw auf den Umweltverbund zu motivieren. Die Kundengewinnung schließt dabei Themen des Leistungsangebots, der Fahrzeug- und Haltestellenqualität, der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, des Tarifs sowie des Kundenser-vices und der Fahrgastinformationen mit ein. Insbeson-dere auf den Hauptachsen geht es um eine Erhöhung der Bedienungsqualität sowie der Kapazitäten, aber auch um eine Beschleunigung des ÖPNVs. Auch auf ÖPNV-Verbindungen, die sich den Straßenraum voll-ständig oder teilweise mit dem MIV teilen, ist sicher-zustellen, dass die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNVs
## ÖPNV, Fuß- und Fahrradverkehre vorrangig ausbauen und fördern
Mobilitätsplan D – Zielkonzept 7sicher, störungsfrei, zuverlässig und zügig an ihr Ziel kommen. Dabei sind jedoch langfristig Zielkonflikte zum Beispiel im Hinblick auf andere Verkehrsmittel oder Anwohnerinnen und Anwohner zu vermeiden. Ein gut ausgebauter ÖPNV entlastet die hoch belasteten Straßen Düsseldorfs und erhöht so die Qualität aller Verkehrsmittel. Neben dem ÖPNV sollen auch die Qualitäten für Fuß-gängerverbindungen und den Fahrradverkehr deutlich ausgebaut beziehungsweise verbessert werden. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) hat sich Düsseldorf bereits das Ziel gesetzt, die Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit in der Stadt deutlich zu erhöhen. Die Stadt gilt bereits heute als Stadt der kurzen Wege, über 50 Prozent der Wege sind kürzer als 3 Kilometer. So weist Düsseldorf bereits einen hohen Anteil an Zufußgehenden auf. Die Stadt setzt sich daher das Ziel, den Fußverkehr stärker in das Bewusstsein aller Beteiligten zu rücken. Sichere und attraktive Fußwege, direkte Wegeverbindungen und fußgängerfreundliche Querungsmöglichkeiten sollen in Düsseldorf eine Geh-Kultur fördern. Der Fußverkehr soll dabei getrennt vom Kfz- und Fahrradverkehr seinen eigenen Raum bekom-men, der allen Personengruppen zugänglich ist. Neben dem infrastrukturellen Ausbau und der Aufwertung von Fußwegen kann durch Kommunikation und Partizipation der Stellenwert des Fußverkehrs gesteigert werden. Auch das Fahrrad erfreut sich immer größerer Beliebt-heit. Potenziale können sowohl im Kurzstreckenbereich als auch (mit Hilfe von Elektro (E)-Bikes) im Bereich von Pendlerdistanzen von bis zu 20 Kilometern erschlossen werden. Mit dem Ziel, sich als besonders fahrradfreund-liche Großstadt zu positionieren, stärkt Düsseldorf die Investitionen in eine schnelle, sichere und komfortable Radverkehrsinfrastruktur, sowohl auf lokaler und städti-scher Ebene, als auch im Rahmen von interkommunalen Projekten. Der Fahrradverkehr soll dabei von Tür zu Tür betrachtet werden. Daher wird die Landeshauptstadt auch die Anzahl der Fahrradabstellanlagen deutlich erhöhen – wo nötig, auch unter dem Aspekt der Neuauf-teilung des öffentlichen Raums, bis hin zur Inanspruch-nahme öffentlicher Parkplätze, wo keine Alternativen be-stehen. Die Abstellanlagen sollen dabei hohe Standards einhalten und den steigenden Ansprüchen des Fahrrad-verkehrs genügen, beispielsweise eine entsprechende Ausgestaltung der Anlagen für Pedelecs. Zudem soll der Stellenwert des Fahrradverkehrs in der öffentlichen Wahrnehmung durch Kommunikation und Ser
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Anlage 2 - Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzeptes als Text anzeigen
Title: 00350505.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00350505.pdf
Published Time: Thu, 08 Aug 2019 14:34:56 GMT
Number of Pages: 9
Markdown Content:
Anlage 2 zur Vorlage Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
1
# Evaluationskonzept
Ein Plan ist immer nur so gut, wie er auch umgesetzt werden kann. Daher ist eine Pro-gramm-Evaluation sehr bedeutsam. Dieser Evaluationsgedanke soll beim Mobilitätsplan D von Anfang an mitgedacht werden. Das vorliegende Evaluationskonzept baut auf dem bis-herigen Zielkonzept auf. Es beinhaltet je Handlungsziel verschiedene Indikatoren, anhand derer Maßnahmen beurteilt und Erfolge der Zielerreichung bemessen werden können.
Für die Indikatoren sind nach Möglichkeit quantifizierte Ist-Werte (derzeitige Situation) und Soll-Werte (anzustrebender Zielzustand für 2030) angegeben. Diese sind unter an-derem vor dem Hintergrund eines handhabbaren Ansatzes sowie eines vertretbaren Er-hebungsaufwandes ausgewählt worden. Den 10 Handlungszielen sind jeweils mehrere Indikatoren zugeordnet, um möglichst die gesamte Breite der Zielfelder bzw. der Maß-nahmenwirkungen analysieren zu können.
Mithilfe des Evaluationskonzepts wird der Umsetzungsstand als auch die Wirkungsbilanz des Mobilitätsplan D fortlaufend überprüft und analysiert. Es liefert wesentliche Erkennt-nisse, ob die aufgestellten Ziele durch die in der anschließenden Stufe 2 des Aufstel-lungsprozesses erarbeiteten Maßnahmen erreicht werden, oder ob gegebenenfalls Bedarf zur Nachsteuerung besteht. Hierzu dienen quantifizierte Messwerte, die den Indikatoren zugeordnet sind.
Das bis hierhin entwickelte Evaluationskonzept ist als ein erster Aufschlag zu verstehen, der fortlaufend auf Passgenauigkeit und Handhabbarkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst werden muss. Denn aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, neuer tech-nologischer Entwicklungen und Trends kann die Aufnahme weiterer Indikatoren notwen-dig werden. Außerdem kann es erforderlich werden, einzelne Indikatoren zu verändern oder zu ersetzen, wenn bestimmte Grundlagendaten oder Messwerte nicht oder nur mit großem Aufwand gewonnen werden können.
Die Evaluation anhand des Evaluationskonzepts erfolgt periodisch in Berichten und sollten alle 5 Jahre erfolgen. Auf diese Weise könnte auf die im 5-Jahres-Rhythmus stattfindende SrV-Haushaltsbefragung aufgebaut werden.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Indikatoren jeweils nach den 10 Handlungszielen. Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
2
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
ÖPNV, Fuß- und Fahrradverkehre vorrangig ausbauen und fördern
Anteil des Umweltver-bundes am Modal Split
Haushaltsbefragung (z. B. SrV)
alle 4-5 Jahre
IST-Werte 2013: Modal Split der Düsseldor-fer Bürgerschaft:
Referenzwerte Umwelt-verbundanteile:
Köln bis 2025: 67 %(ca. + 7 %-Punkte in 10 Jahren)
Dortmund bis 2030: 67 % (ca. + 14 %-Punkte in 12 Jahren)
Wien bis 2025: 80 %
(ca. + 7 %-Punkte in 10 Jahren)
Zusätzlich sinnvoll ist eine Auswertung des Modal Split nach Verkehrsleistung
Meilenstein 2025
Umweltverbund: 67%
MIV: 33%
davon:
Fahrer: 26% Mitfahrer: 7%
Umweltverbund:
davon
Fuß:
Fahrrad:
ÖV:
MIV:
davon
Fahrer:
Mitfahrer:
59 %
29 %
12 %
18 %
41 %
32 %
9 %
Umweltverbund:
MIV:
70 %
30%
Zähldaten des Kfz-Aufkommens im Netz
Dauerzählstellen an strategischen Stellen / Zähldaten
jährlich Daten an mehreren Kordonringen/Stellen vorhanden
Senkung der KFZ-Zahlen:
Innenstadtring:
Riegelviereck:
Fernring:
- 20 %
- 20 %
0 %
Zähldaten im Radverkehr
Dauerzählstellen für den Radverkehr
jährlich Daten an zentralen Radwegeverbindungen vorhanden
Steigerung des Radverkehrs-aufkommens: 120 %Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
3
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
Fahrgastzahlen im kommunalen ÖPNV, Entwicklung der Platz-Kilometer und Anteil der Düsseldorfer Zeitkartenbesitzenden
Daten der Rheinbahn jährlich Fahrgastzahlen (2017): 225 Mio.
Fahrgast-zahlen: 263 Mio. (+17 %)
Fahrgastzahlen in Wien:
+ 20% (2007-2017)
Rheinbahn:
Anstieg Fahrgastzahlen seit 2009 um 5 %,
Anstieg Platz-km seit 2009 um 12 %
Platz-km (2017): 6.233 Mio. Platz-km: 8.410 Mio.
Düsseldorfer mit Zeitkarte für den ÖV: 39 %
Düsseldorfer mit Zeitkar-te für den ÖV: 50 %
Pkw-Dichte der Düs-seldorfer Einwohnerin-nen und Einwohner
Amt für Statistik/KBA jährlich ca. 480 PKW je 1.000 EW Reduzierung der Pkw-Dichte: - 5 %
Inter- und Multi-modalität fördern, Sharing-Angebote ausweiten
Anzahl der Bike-Sharing auf Stadtbe-zirksebene
(ggf. durch weitere Sharing-Angebote (Roller) zu ergänzen)
Daten der Anbieter ca. alle 2 Jahre
Bike-Sharing-Räder/1.000 EW
(gesamtstädtisch): 3,52
Bike-Sharing-Räder/1.000 EW (gesamtstädtisch): 10
Frankfurt: 8,77
Vorw. Konzentration auf die Stadtbezirke 1-3
Verteilung auf alle Stadtbezirke
Anzahl von Stellplätzen und Auslastungsgrad von P+R Stellplätzen im Stadtgebiet und im Umland
Amt für Verkehrs-management,
Deutsche Bahn, Rheinbahn
(teilweise zu erhe-ben/ anzufragen)
jährlich Düsseldorf:
(NVP 2017)
13 Anlagen mit 1.803 Stellplätzen
Steigerung der Stellplatz-zahlen für P+R
Region: Daten an-zufragen bzw. Aus-lastung zu erheben
Erhöhung der Auslastung; Werktags: 60 - 90 %
Anzahl von B+R-Anlagen im Stadtge-biet, sowie Qualität
Amt für Verkehrs-management,
Rheinbahn, Test der B+R Anlagen anhand von Qualitätskriterien (Bsp.: ADAC Test 2017)
ca. alle 2 Jahre
Daten zu B+R Anlagen
Gute Anlagen laut ADAC Test: 3 von 10
Steigerung der Anzahl von B+R Stellplätze
gut bis sehr gut bewertete
Anlagen, die die Qualitätskriterien erfüllen
> 90 %Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
4
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
Anzahl Mobilstationen Amt für Verkehrs-management,
Rheinbahn,
Stadtwerke,
Eigene Erhebung
alle 2 Jahre
Es gibt noch keine Mobilstati-onen im Stadtgebiet
an SPNV-Halten
an großen Verkehrserzeuger
in Innenstadt-bezirken 1-3
in Stadtbezirken 4-10
> 90 %
100 %
> 1
≥ 1
Anzahl Nutzer einer übergreifenden Mobilitätsplattform
/ / / / Befindet sich in der Entwicklung/
wird vervollständigt
Chancen der Digitalisierung für die Verkehrs-wende nutzen
Zahl der gebuchten Handytickets
Rheinbahn jährlich / Anteil der Tickets die per Handy oder Online erworben wer-den: > 66 %
Online-/ Handytickets bei der Bahn:
davon:
Handytickets:
Onlinetickets:
45 %
28 Mio. (rund)
42 Mio.
(rund)
Erreichbarkeit der Innenstadt und ande-rer Ziele mit allen Verkehrsmitteln (Zahl der Einwohner, die die Innenstadt innerhalb von 20/30 min. mit ÖPNV/MIV/Rad erreichen können)
Verkehrsmodell mit VISUM/GIS – eigene Berechnung
alle 4-5 Jahre
Daten zu ermitteln Steigerung der Erreichbar-keit mit ÖPNV/Rad erhö-hen, z. B.:
Erhöhung der Erreichbarkeit der Innenstadt aus allen Stadt-bezirken mit dem ÖV:
i. Mittel um 10 %
An den Verkehrsrech-ner angeschlossene Lichtsignalanlagen (LSA)
Amt für Verkehrs-management
jährlich Anteil der LSA 90 % Anteil der LSA 100 % Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
5
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
Stadt- und um-weltverträgliche Erreichbarkeit regional und überregional verbessern
Reisezeitverhältnisse ÖV/MIV, Rad/MIV (in seiner Gesamtheit als Start-Ziel Wegekette ausgehend von festge-legten Punkten (z. B. Ortsteilzentren)
GIS, Berechnung anhand elektroni-scher Fahrplan- und Routenplaner
alle 4-5 Jahre
Daten an einem durchschnitt-lichen Werktag im belasteten Verkehrsnetz zu ermitteln
Reisezeitverhältnisse in Relation zum Pkw im
belasteten Netz
(z. B. donnerstags, 17 Uhr)
Es bietet sich an für jeden Stadtteil mehrere Relationen festzulegen.
Jede Relation sollte einen einzelnen Zielwert für 2030 bekommen.
Die Soll-Werte sind als Mittelwerte anzusehen
Stadtbezirk 1-3
Rad:
ÖPNV:
Angrenzende Stadtteile zu Stadtbezirken 1-3
Rad:
ÖPNV:
Restl. Stadtteile
Rad:
ÖPNV:
< 1,0
< 0,8
< 1,25 < 1,0
< 1,5
< 1,0
Modal Split des Ver-kehrs von/nach
Düsseldorf aus der Region
Haushaltsbefragung (ggf. Befragungen in Unternehmen) z. B. SrV 2013 (Region Kreis NE, Kreis ME)
alle 4-5 Jahre
Modal Split des Verkehrs von/nach Düsseldorf aus der Region:
Modal Split des Verkehrs von/nach Düsseldorf aus der Region:
MIV:
ÖPNV:
Rad/Fuß:
71 %
24 %
5 %
MIV:
Umweltverbund:
60 %
40 %
Pünktlichkeit im ÖPNV Rheinbahn, bereits erhoben
jährlich Pünktlichkeitskennzahlen
1. Halbjahr 2018:
Pünktlichkeitskennzahlen
Stadtbahn:
Straßenbahn:
Busse:
78 - 81 %
81 - 84 %
73 - 76 %
Stadtbahn:
Straßenbahn:
Busse:
> 90 %
> 90 %
> 85 %
Anteil emissionsfreier Güter- und Lieferfahr-zeuge (getrennt nach Lieferwagen, Schwer-lastverkehr > 3,5 t, etc.)
KBA jährlich Daten sind anzufragen 50 % emissionsfreie Fahr-zeuge über 3,5 t
betrifft in Düsseldorf gemeldete Fahrzeuge Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
6
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
Effizienten und umweltschonen-den Wirtschafts-verkehr fördern
Anteil des Einsatzes von Lastenrädern oder emissionsfreier Kleinst-Fahrzeuge (Street-scooter, Roboter etc.) auf der letzten Meile
z. B. Daten der KEP-Unternehmen
jährlich Daten sind anzufragen Steigerung des Anteils auf > 50 %
Anzahl der Lärmbe-troffenen in der Stadt
Lärmaktionsplanung ca. alle 4-5 Jah-re
Lärmbetroffene
(nachts > 55 dB (A)) durch:
Reduzierung der Zahl der Lärmbetroffenen durch:
Einwohnerzuwachs könnte Zahl der Lärm-betroffenen auch stei-gen lassen
(Wohnungsneubau sollte jedoch die Best-immungen hinsichtlich des Lärmschutzes erfül-len)
Straßenverkehr
Schienenverkehr
Straßen-/
Stadtbahnverkehr
Flugverkehr
68.000
29.000
25.000
1.100
Straßenverkehr um 50 %
Lärm- und Luft-schadstoff-belastungen senken
Entwicklung der Luft-schadstoffimmissionen an den acht gemesse-nen und berechneten Hotspots
Berechnungen mittels Simulations-programm IM-MISluft für NO 2
Sowie Prognose-Berechnungen des LANUV im LRP
jährlich Vorliegende Straßen-abschnitte für die
NO 2-Grenzwertwert-überschreitungen berechnet wurden
Straßenabschnitte mit berechneten NO2-Grenz-wertüberschreitungen
Bei künftiger gesetzli-cher Anpassung der Grenzwerte sind auch diese einzuhalten bzw. zu unterschreiten. Der Indikator ist entspre-chend neu zu fassen. 2017 12,1 km
(Gesamtlänge)
2024 ≤ 0 km
Verkehrsbedingte CO 2-Emissionen pro Kopf
Verkehrsmodellbe-rechnungen, Klima-schutzkonzept
ca. alle 2 Jahre
Verkehrs-bedingte CO 2-Emissionen
ca. 1,1 Mio. von 4,8 Mio. Tonnen
Senkung der verkehrsbe-dingten CO 2-Emissionen
EU-weite Reduktionszie-le aus Klimaschutzab-kommen der UN-Klimakonferenz in Paris (seit 04.11.2016 in Kraft)
bis 2030 (ggb. 1990)
bis 2050
~ 40 %
80-95 %Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
7
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
Energiewende im Verkehr vorantreiben
Kfz-Zulassungen nach Schadstoffklassen sowie Antriebsarten
KBA-Statistik jährlich 352.000 Kfz
(davon 308.000 Pkw)
EURO 6:
darunter
alternative Antriebe:
5 %weniger Pkw
20 % der Pkw (ca. 71.000)
Ziel des Bundes: 6 Mio. E-Fahrzeuge bis 2030 (entspricht ca. 13 %)
Shell-Studie: 2040 sind 6-13 % der Neuzulas-sungen E-Kfz und bis zu 7 % Brennstoffzellen-Kfz
bis einschl. EURO 4:
EURO 5:
EURO 6:
alternative Antriebe:
Gas:
Hybrid:
Elektro:
130.877
78.259
90.912
derzeit 1,7 %aller Kfz
3.482
2.179
404
Verfügbarkeit von Ladestationen bzw. Tankstellen für Elekt-ro- bzw. Wasserstoff-antriebe: Verhältnis E-Fahrzeuge pro La-destationen bzw. Was-serstoff-Fahrzeuge pro Tankstelle
KBA, Daten über Ladestationen/
Tankstellen vorhanden
ca. alle 2 Jahre
öffentliche zugängliche Ladesäulen:
Wasserstoff-Tankstelle:
2019:
ca. 300
1
Eröffnung Zweiter
Erreichung und
Beibehaltung eines Verhältnisses von:
min. 1 öffentl. Ladepunkt je 50 gemeldeter E-Fahrzeuge
in Anlehnung an EU-Richtlinie 2014/94/EU über den Aufbau der Infrastruktur für alter-native Kraftstoffe;
Wasserstofftankstellen sind entsprechend der Marktentwicklung des Antriebs in angemesse-ner Anzahl vorzuhalten (BMVI-Ziel: 1000 Tank-stellen D-weit bis 2030)
Verhältnis:
1 Ladepunkt je ca. 4 E/Hybrid-Fahrzeuge
1 Wasserstofftankstelle je 4 Brennstoffzellen-Fahrzeuge
Entspricht 2030:
öffentliche Ladepunkte:
davon
E-Kfz-Anteil:
Kfz-Zulassungs-zahlen:
~ 900
13 %
Stag-nation
Anteil der Kinder, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zur Schule kommen
Daten aus Haus-haltsbefragung (SrV), ggf. zusätzli-che Erhebungen an Schulen
alle 4-5 Jahre
Daten liegen ggf. vor bzw. werden ggf. aktuell (neu) erhoben
kontinuierliche Steigerung des Anteils des Umwelt-verbunds an den
Schulwegen
ggf. auch Freizeit-und sonstige Wege einbeziehen Mobilitätsplan D: Entwurf des Evaluationskonzept
8
Ziel Indikator Erhebungsart /Datenquelle
Erhe-bungs-
zyklus
IST-Wert SOLL-Wert
2030
Anmerkungen und z.T. Referenzwerte
Gesellschaftliche Teilhabe sichern und Barrierefrei-heit ausbauen
Anteil barrierefrei zu-gänglicher und ausge-statteter Haltestellen und Fahrzeuge im ÖPNV
Rheinbahn / Amt für Verkehrsmanage-ment
jährlich Daten der Fahrzeuge, die den jeweiligen Standards zur Barrierefreiheit entsprechen liegen bei Rheinbahn vor.
Fahrzeuge, die den jeweili-gen Standards zur Barrie-refreiheit entsprechen (in Abst. mit den Fachverbän-den) = 100 %
entspricht dem Ansatz des NVP 2017
§ 8 Abs. 3 PBefG
Anteil barrierefreier Haltestel-len laut NVP 2017:
Anteil barrierefreier Hal-testellen:
Bahnhaltestellen (128/335):
Bushaltestellen (493/1117):
38 %
45 %
Bahn-haltestellen:
Bushaltestellen :
100 %
100 %
Zufriedenheitsindika-tor: Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
eigene Erhebung (Verbände und Be-troffene, insb. Beirat für Menschen mit Behinderungen): Befragungen zur Zufriedenheit; u.a. Erreichbarkeit der Innenstadt und an-derer öffentlicher Orte, Ausstattung des öffentlichen Raumes, Einhaltung von Qualitätsstan-dards
ca. alle 2-3 Jah-re
zu erheben alle Hauptrouten des Fuß-verkehrs sind barrierefrei nach dem 2-Sinne-Prinzip
Hohe Zufriedenheitswerte
sollte im Rahmen eines Teilkonzepts weiter ausgearbeitet werden
Verkehrssicher-heit und subjekti-ve Sicherheit erhöhen
Getötete und Verletzte nach Verkehrsmittel und Personengruppen
Daten der Polizei jährlich 10 Tote und
358
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Anlage 3 - Förderprogramm für vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement als Text anzeigen
Title: Richtlienie_Förderung vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement_Landesregierung
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00350506.pdf
Published Time: Thu, 08 Aug 2019 14:35:31 GMT
Number of Pages: 3
Markdown Content:
> ,
9,5 Millionen Euro für vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement ... https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/land-foerdert-kommunen-9... 1 von 5 26.07.2019, 10:35 9,5 Millionen Euro für vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement ... https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/land-foerdert-kommunen-9... 2 von 5 26.07.2019, 10:35 9,5 Millionen Euro für vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement ... https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/land-foerdert-kommunen-9... 3 von 5 26.07.2019, 10:35