Beschlussvorlage Aktenzeichen JHA/066/2019

Präventionskonzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Düsseldorf

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 13. November 2019veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Beschlussdarstellung“

Der Jugendhilfeausschuss beschließt das Präventionskonzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Düsseldorf und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Sachdarstellung“

In Düsseldorf existiert seit vielen Jahren eine umfangreiche und hervorragende familienfreundliche Infrastruktur. Dort, wo Eltern alleine nicht für einen genügenden Schutz und geeignete Förderung ihrer Kinder sorgen können, greifen – über die familienfreundliche Infrastruktur hinaus - präventive Ansätze der Jugendhilfe. In der Vielzahl der Präventionsansätze wird deutlich, dass in Düsseldorf bereits seit vielen Jahren hervorragende Kooperationsstrukturen und integrierte Handlungsansätze zwischen den verschiedenen Ämtern, Fachbereichen und freien Trägern bestehen. Um sicherzustellen, dass notwendige Unterstützung möglichst früh und gezielt bei Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ankommt, müssen die vorhandenen Kräfte und Angebote gebündelt und ggfs. bestehende Angebotslücken geschlossen werden.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 13. November 2019. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Title: 00363036.pdf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00363036.pdf Published Time: Tue, 28 Jan 2020 14:51:55 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: JHA/066/2019 X öffentlich nicht öffentlich # Beschlussvorlage Betrifft: Präventionskonzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Düsseldorf Fachbereich: 51 - Jugendamt Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Jugendhilfeausschuss 21.01.2020 Entscheidung Beschlussdarstellung: Der Jugendhilfeausschuss beschließt das Präventionskonzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Düsseldorf und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Sachdarstellung: In Düsseldorf existiert seit vielen Jahren eine umfangreiche und hervorragende familienfreundliche Infrastruktur. Dort, wo Eltern alleine nicht für einen genügenden Schutz und geeignete Förderung ihrer Kinder sorgen können, greifen – über die familienfreundliche Infrastruktur hinaus - präventive Ansätze der Jugendhilfe. In der Vielzahl der Präventionsansätze wird deutlich, dass in Düsseldorf bereits seit vielen Jahren hervorragende Kooperationsstrukturen und integrierte Handlungsansätze zwischen den verschiedenen Ämtern, Fachbereichen und freien Trägern bestehen. Um sicherzustellen, dass notwendige Unterstützung möglichst früh und gezielt bei Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ankommt, müssen die vorhandenen Kräfte und Angebote gebündelt und ggfs. bestehende Angebotslücken geschlossen werden. Das Präventionskonzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (Anlage 1) stellt die Düsseldorfer Jugendhilfe in den Mittelpunkt der Abläufe. Sie agiert bisher in Düsseldorf auch als zentraler Akteur im Programm "Präventionsketten NRW". Das Konzept orientiert sich entsprechend an den Vorgaben des § 80 SGB VIII und weist dem Jugendamt bzw. der Jugendhilfeplanung eine Gesamtplanungsverantwortung innerhalb der Jugendhilfe zu. Seite 2 Anlagen: Anlage 1 - Präventionskonzept Düsseldorf
Anlage 1 - Präventionskonzept Düsseldorf als Text anzeigen
Title: Final-Stand 30.10. Bausteine Präventionskonzept Düsseldorf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00363866.pdf Published Time: Mon, 18 Nov 2019 12:51:33 GMT Number of Pages: 8 Markdown Content: # ITLEABEHBLGDIUNZEIHGNERUNHEUDEGSITKonzept Prävention U27 1 Präventionskonzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Düsseldorf: Auf dem Weg zu einer lückenlosen Präventionskette Zusammenfassung: Vier wesentliche Bausteine und ihre sukzessive zeitliche Einführung werden in diesem Konzept vorgestellt, mit dem Ziel, allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Düsseldorf ein gelingendes und möglichst chancengerechtes Aufwachsen zu ermöglichen. Baustein 1: Präventionsdatenbank Baustein 2: Lenkungs- und Fachgruppe Prävention U27 Baustein 3: Integrierte Präventionsplanung Baustein 4: Präventionsleitbild Einführung Kinder sind unsere Zukunft. Sie zu schützen und in ihrer Entwicklung zu fördern ist oberstes Ziel der meisten Eltern. Dabei reicht die Jugendhilfe Eltern und Familien partnerschaftlich die Hand, um allen Kindern ein gelingendes und möglichst chancengerechtes Aufwachsen zu ermöglichen. Hierbei unterstützt die in Düsseldorf seit vielen Jahren existierende familienfreundliche Infrastruktur (siehe auch Audit familiengerechte Kommune 1 ) durch grundlegende und flankierende Maßnahmen. Dort, wo Eltern alleine nicht für genügenden Schutz und geeignete Förderung ihrer Kinder sorgen können, greifen – über die familienfreundliche Infrastruktur hinaus - präventive Ansätze der Jugendhilfe. So wurden der Kinderschutz nach §8a SGB VIII und entsprechende Mechanismen verlässlich ausgebaut. Im Rahmen der Frühen Hilfen bestehen besondere Programme wie „Zukunft für Kinder“ und viele weitere Präventionsansätze. Die Vielzahl der vorhandenen Ansätze gilt es nun zu ordnen und zu systematisieren, sodass eventuell vorhandene Präventionslücken sichtbar und systematisch geschlossen werden können. Das nun vorliegende Präventionskonzept stellt dafür den Rahmen zur Verfügung und schafft die Grundlage, diese Aufgabe zu meistern. In der Vielzahl der Präventionsansätze wird deutlich, dass in Düsseldorf bereits seit vielen Jahren hervorragende Kooperationsstrukturen und integrierte Handlungsansätze zwischen den verschiedenen Ämtern, Fachbereichen und freien Trägern bestehen. Es wird deshalb in diesem Präventionskonzept darauf verzichtet, eine aufwändige neue Konferenzstruktur einzuführen, mit der das > 1Siehe https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/duesseldorf-darf-das- > zertifikat-familiengerechte-kommune-nun-dauerhaft-fuehren.html (Aufruf 24.10.2019) 2 wichtige Querschnittsthema „Präventionsketten“ in Düsseldorf organisiert und bearbeitet werden soll. Das Konzept beschränkt sich vielmehr auf die wesentlichen Ergänzungs- und Umsteuerungsnotwendigkeiten, die - ausgehend von der Jugendhilfeplanung im Jugendamt - unter Beteiligung der bestehenden Arbeitsgemeinschaften nach § 78 SGB VIII , Arbeits-, Fach- und Steuerungsgruppen und bestehenden Konferenzen (z.B. der Gesundheits- oder die Bildungskonferenz), entwickelt werden sollen. Ein Einbezug sämtlicher städtischer Ämter sowie stadtweiter Partner, die im Thema Prävention U27agieren, wird damit sichergestellt. Vier wesentliche Bausteine werden in diesem Konzept identifiziert, mit denen die vorhandene präventive Infrastruktur - in Bezug auf ein gelingendes Aufwachsen -so strukturiert, analysiert, erweitert und verstetigt wird, dass eine lückenlose Präventionskette für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Düsseldorf zur Verfügung steht sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Begleitung des breit angelegten und wichtigen Themas Präventionskette gesamtstädtisch erfolgt und verankert wird. Zum jetzigen Zeitpunkt wird ausdrücklich auf eine Darstellung der vielfältigen bestehenden fördernden und präventiven Angebote und Dienste der unterschiedlichen Systeme und Träger in einer Tabelle im Anhang verzichtet. Dies ist in einer Großstadt wie Düsseldorf mit rund 650.000 Einwohner*innen 2 bisher kaum leistbar, systematisch nur schwer darstellbar und zum Zeitpunkt der Fertigstellung schon nicht mehr aktuell. Künftig wird eine solche Darstellung – bezogen auf verschiedene Auswahlkriterien - jedoch möglich sein (siehe Baustein 1, Seite 4). Zu diesen Auswahlkriterien gehört die Unterscheidung der Präventionsansätze nach Zugehörigkeit zu den vier Dimensionen Gesundheit, Erziehung , Bildung und Teilhabe als strukturierende Überschriften. Definition von Prävention und Ziel der Präventionskette Allgemein wird der Begriff „Prävention“ laut Duden verstanden als Vorbeugung und Verhütung. Häufig ist der Begriff aus dem Gesundheitswesen bekannt. Dort werden damit Strategien bezeichnet, die der Vorbeugung und Verhütung von Krankheiten dienen. Prävention wird ebenso oftmals in Verbindung mit Gesundheitsförderung beschrieben. Gesundheitsförderung beschäftigt sich im Sinne des salutogenetischen Ansatzes mit der Frage: Was hält uns gesund? Was fördert unsere Schutzfaktoren? Was stärkt gesunde Lebensbedingungen? Das Präventionsziel in der Dimension Gesundheit ist demnach ganz allgemein, krankheitsvorbeugende Maßnahmen für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Düsseldorf zu installieren – oder positiver formuliert –gesundheitsfördernde Ansätze so zu platzieren, dass alle Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und nicht zuletzt die Eltern daran partizipieren können. Hierbei betrachten wir sowohl die körperliche als auch die seelische Gesundheit. Dies geschieht in Düsseldorf partnerschaftlich zwischen Jugend- und Gesundheitshilfe. > 2Für die geschlechtergerechte Sprache wird in diesem Text das Gendersternchen * genutzt. 3 In der Dimension Erziehung stellen die „Frühen Hilfen 3“ (0-3 Jahre) bereits wichtige Präventionsbausteine dar. Hier gilt es oft, Überforderungen der Eltern vorzubeugen, die zu schwierigen Familiensituationen führen können, und frühzeitig Unterstützung anzubieten. Erziehungsfördernde Ansätze reichen daher von individuellen Hilfen in Familien (z.B. Familienhebammen) bis zu familienbildenden Seminaren (z.B. Pikler-Kurs, Elterngruppe zum Thema Pubertät oder das Seminar Starke Eltern – Starke Kinder). Gleiche Bildungschancen für alle Kinder ist seit vielen Jahren in ganz Deutschland ein großes Thema. Im Rahmen der Präventionsdimension Bildung geht es dementsprechend darum, benachteiligten Kindern besondere Förderung anzubieten und die Übergänge in den Bildungsinstitutionen gezielt zu begleiten. Die in Kindertagesstätten und Schulen tätigen Personen (Erzieher*innen, Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen oder OGS-Betreuer*innen) sind dabei wichtige Akteure. Das Schulverwaltungsamt stellt eine sehr zentrale Schnitt-stelle mit der Jugendhilfe dar, aber auch in Sport, Gesundheit und Kultur sind wesentliche Partner zu finden. Teilhabeförderung zielt darauf ab, dem Ausschluss von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien aus gesellschaftlichen Zusammenhängen vorzubeugen. Risikolagen führen zu finanziell benachteiligten Lebenssituationen oder begünstigen körperliche und/oder seelische Beeinträchtigungen. Beratungsleistungen und Schulungen des Sozialamtes zur Nutzung des Bildungs-und Teilhabepaketes stellen hier beispielsweise einen wichtigen Präventions-ansatz dar, den es mit den Leistungen der Jugendhilfe zu verzahnen gilt. Chancengerechtes Aufwachsen und Prävention sind eng gekoppelt mit dem Thema Armut (von Kindern, Jugendlichen und Familien) und vor allem den Armutsfolgen, die in den vier genannten Dimensionen sichtbar werden. Sie gilt es gleichermaßen, mit einer lückenlosen Präventionskette aufzufangen. Prävention gelingt dann am besten, wenn Risikofaktoren in den jeweiligen Entwicklungsphasen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gemindert und Schutzfaktoren gestärkt werden. Soziale Integration und Resilienz schützen dabei einen Mensch in schwierigen Situationen am besten. Resilienz wiederum wird gestärkt, wenn es Menschen gelingt, die jeweiligen Entwicklungsaufgaben positiv zu bewältigen. Neben der Stärkung des Einzelnen erfordert es von Seiten der Fachkraft immer auch den Blick auf das System Familie und auf die Kooperationen im Hilfesystem. > 3„Frühe Hilfen bilden lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen.“ (Auszug aus der Definition des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen > https://www.fruehehilfen.de/grundlagen-und-fachthemen/grundlagen-der-fruehen-hilfen/fruehe-hilfen- > begriffsbestimmung-und-leitbild/ am 25.09.2019) 4 Bausteine zur Zielerreichung 1) Präventionsdatenbank Bisher wurden die vielfältigen Präventionsansätze in Düsseldorf nur anlass-bezogen gebündelt und dargestellt, die Übersichten konnten jedoch nicht nachgehalten werden. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten, die vielen verschiedenen Akteure und Träger und die differenzierten Angebotsformate lassen sich in diesem Umfang nicht mehr in einer statischen Datei erfassen und darstellen. Einen zentralen Schritt zur Sammlung und Systematisierung aller Ansätze stellt eine dynamische, webbasierte Datenbank dar, auf die alle Fachkräfte jederzeit zugreifen können. Ein niederschwelliger Zugang über den Browser und die einfache Bedienung der Datenbank ist hierbei besonders wichtig, damit Fachkräfte alle Maßnahmen aktuell zur Information für ihre Arbeit nutzen können (Weitervermittlung, Entwicklung neuer Angebote etc.). Eine webbasierte Datenbank wurde bereits durch das Jugendamt beauftragt. Sie wird hauptsächlich strukturiert durch die vier beschriebenen Präventions-dimensionen (siehe Seite 2 und 3), Alterskategorien, Setting 4, Angebotsformat, Träger sowie Verortung in der Stadt. Ist die Datenbank programmiert, muss eine systematische, zentrale Erfassung aller aktuell implementierten Präventionsmaß-nahmen und -angebote in Düsseldorf, der freien Träger und der Stadt Düsseldorf, erfolgen. Neben der zentralen Erfassung ist vor allem die ständige Pflege und Aktualisierung der Daten ein entscheidender Aspekt für das Gelingen einer Präventionsdatenbank. Der Datenbestand kann nur dann eine hohe Qualität aufweisen, wenn sich alle Träger der Jugendhilfe sowie sämtliche Partner, die in den vier Präventionsdimensionen Angebote für junge Düsseldorfer*innen entwickeln und umsetzen, zur Beteiligung und stetigen proaktiven Information über neue Angebote und Maßnahmen bereit erklären. Die Dateneingabe und -pflege erfolgt zunächst ausschließlich durch die Jugendhilfeplanung, wird aber zur Nutzung allen Fachkräften aus der Jugendhilfe sowie den anderen Fachämtern zu Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird die Datenbank sukzessive mit einem Bewertungsschema zu den einzelnen Präventionsansätzen hinterlegt, in dem Qualitätskriterien für die einzelnen Ansätze aufgelistet werden, z.B. Evaluation liegt vor etc.. Über die rein quantitative Erfassung und Darstellung der Glieder der Präventionskette geht es künftig auch darum, die besten Ansätze zu filtern und diese auszuweiten. Zeitstruktur: - Vorstellung der webbasierten Datenbank im Jugendhilfeausschuss im Februar 2020 - Füllen der Datenbank ab März 2020 > 4Definition siehe Duden: „Gesamtheit von Merkmalen der Umgebung, in deren Rahmen etwas stattfindet (...).“ > https://www.duden.de/rechtschreibung/Setting_(am 01.10.2019). Der Begriff „Setting“ wird in verschiedenen > Fachdisziplinen verwendet (Psychologie, Soziale Arbeit, Pädagogik). Beispiele sind Tageseinrichtungen für Kinder oder Aufsuchende Arbeit. 5 2) Lenkungs- und Fachgruppe Prävention U27 Eine Kleine Kommission des Jugendhilfeausschusses, immer unter Beteiligung der Freien Träger, wird zum Aufbau der lückenlosen Präventionskette in Düsseldorf die Rolle einer Lenkungsgruppe übernehmen. Sie begleitet das Thema Prävention (auch in Verbindung mit dem Thema Kinderarmut) in der Jugendhilfe und wird als Lenkungsinstanz für die anstehenden Veränderungen und Erweiterungen entsprechend des Konzepts fungieren. Ihre Aufgabe wird es auch sein, den Rahmen für die Entwicklung eines Integrierten Leitbildes Prävention „Achtung Kinder Düsseldorf“ zu setzen und den Entstehungsprozess zu begleiten (siehe Baustein 4, Seite 7). Eine regelmäßig tagende, gesamtstädtische Fachgruppe Prävention U27 für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bündelt alle Präventionsthemen aus bereits bestehenden Arbeitsgremien und stimmt sich regelmäßig ab. Sie sollte sich nicht nur aus Vertreter*innen von Themenkreisen innerhalb der Jugendhilfe, wie zum Beispiel „Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ oder „Frühen Hilfen“ zusammensetzen, sondern auch Akteure aus bestehenden Präventionsfeldern umfassen, die außerhalb der Jugendhilfe angesiedelt sind. Zu nennen wären hier insbesondere das Bildungsbüro, die Schulpsychologie oder der Kriminalpräven-tive Rat Düsseldorf. Eine enge, abgestimmte Zusammenarbeit mit anderen wichtigen Systemen wie Gesundheitshilfe, Schule, Sport, Kultur, Jobcenter oder Stadtplanung ist grundsätzlich unabdingbar. Hinweise aus dieser Fachgruppe zu neuen Präventionsangeboten, themen-spezifischen Lücken in der Präventionskette, Veränderungsbedarfen, Verknüpfungsbedarfen etc. werden in die Präventionsdatenbank eingespeist. Anders herum werden Datenbankanalysen in der Fachgruppe Prävention U27 vorgestellt und diese von dort aus in die einzelnen Präventionsfelder weitergetragen. Zeitstruktur - 1 x pro Halbjahr wird die Lenkungsgruppe Prävention U27 einberufen; - „Kick Off“ der Fachgruppe Prävention U27 im 1. Halbjahr 2020; Tagungsrhythmus 1 x pro Halbjahr; 3) Integrierte Präventionsplanung Wie bereits benannt, gibt es in ganz Düsseldorf eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Präventionsangebote, die von verschiedenen Akteuren angeboten werden. Eine Herausforderung ist dabei, dass diese Angebote oft • nicht flächendeckend umgesetzt werden (können), • wenig systematisch bzw. aufeinander aufbauend sind • oder nicht da angeboten werden, wo der Bedarf am größten ist. 6 Der Abstimmungsbedarf ist sehr groß, die Zuständigkeit für konkrete Maßnahmenplanung und Koordinierung ämter- und trägerübergreifend nicht immer eindeutig. Eine (gesamt-)kommunale Planung und Steuerung der Prävention U27 ist aktuell nur unzureichend umgesetzt, da die Zuständigkeit für das Querschnittsthema „Prävention“ in unterschiedlichen Fachämtern liegt. Bei dem Ziel, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von ihrer Herkunft gute Chancen auf ein gelingendes Aufwachsen in Wohlbefinden, Bildung, Erziehung und Teilhabe zu ermöglichen, versteht sich die Kinder- und Jugendhilfe als ein zentraler Akteur. Seit 2012 gehört Düsseldorf zu den Landes-Modellkommunen im Programm „Kommunale Präventionsketten“ (vormals „Kein Kind zurücklassen“). Es wird im Verantwortungsbereich des Jugendamtes durchgeführt. Das Jugendamt trägt

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen JHA/066/2019