Alarmierungen
Feuerwehr und Rettungsdienst 2025
Düsseldorf Radar · Themenportal
Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz in den aktuellen politischen Beratungen.
Inhaltlich geprüft:
Datenlage
Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und kommunaler Ordnungsdienst haben verschiedene Aufgaben und Datensysteme. Die aktuelle Seite zeigt nur amtlich belegte Leistungsdaten; ein PKS-Modul folgt erst mit gesicherter Düsseldorfer Detailtabelle.
Feuerwehr und Rettungsdienst 2025
Leitstelle 2025
Parken und Geschwindigkeit; kein Gesamtmaß der Sicherheit
Öffentliche Sicherheit entsteht durch mehrere Institutionen mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Landespolizei verfolgt Straftaten und übernimmt Gefahrenabwehr. Die kommunale Feuerwehr und der Rettungsdienst reagieren auf Brände, medizinische Notfälle und technische Hilfe. Das Ordnungsamt kontrolliert kommunale Regeln, Gewerbe, Lärm, Sondernutzungen und Teile des Verkehrs.
Diese Zuständigkeiten dürfen nicht vermischt werden. Der Stadtrat kann Personal und Ausstattung kommunaler Dienste, Präventionsprojekte oder die Gestaltung öffentlicher Räume beeinflussen. Die Polizei ist dagegen eine Landesbehörde. Eine Ratsvorlage zur Sicherheit ist deshalb nicht automatisch eine Entscheidung über Polizeiarbeit.
2025 wurden Feuerwehr und Rettungsdienst insgesamt 176.903-mal alarmiert. Davon entfielen 159.802 Alarmierungen auf den Rettungsdienst und 17.101 auf die Feuerwehr. Die große Mehrheit der Einsätze betrifft damit medizinische Hilfe.
Alarmierungen sind keine Zahl eindeutiger Patienten. Mehrere Fahrzeuge können zu einem Ereignis gerufen werden, ein Mensch kann mehrmals im Jahr Hilfe benötigen, und Einsatzdefinitionen folgen der internen Statistik. Die Größenordnung zeigt die Belastung des Systems, nicht unmittelbar den Gesundheitszustand der Bevölkerung.
Der Jahresbericht nennt 4.533 Brandeinsätze und 8.317 technische Hilfeleistungen. Technische Hilfe reicht von Verkehrsunfällen über Unwetterschäden bis zu Türöffnungen und anderen Gefahrenlagen. Brände bilden somit nur einen Teil der Feuerwehrarbeit.
Bei Vegetationsbränden stieg die Zahl von 78 im Jahr 2024 auf 181 im Jahr 2025. Der deutliche Jahresanstieg ist relevant, aber noch kein belastbarer Langzeittrend. Wetter, Trockenheit, Einsatzdefinition und kleine Brandereignisse können die Zahl stark beeinflussen. Für eine Klimaeinordnung wären mehrere Jahre und meteorologische Daten nötig.
In der Leitstelle gingen 2025 insgesamt 477.640 Anrufe ein, darunter 188.081 über die Notrufnummer 112. Die 112-Anrufe sind Teil der Gesamtzahl und dürfen nicht addiert werden. Die durchschnittliche Annahmezeit lag bei 7,5 Sekunden.
Annahmezeit ist eine wichtige Leistungskennzahl, aber nur der Beginn der Kette. Für eine umfassende Bewertung wären außerdem Dispositionszeit, Eintreffzeit, Verfügbarkeit von Rettungsmitteln und regionale Unterschiede nötig. Ein stadtweiter Mittelwert kann besondere Belastungen einzelner Tageszeiten oder Stadtteile verdecken.
Das Ordnungsamt ahndete 2025 insgesamt 550.307 Parkverstöße und 330.892 Geschwindigkeitsverstöße. Die Zahlen zeigen ein großes Vollzugsvolumen. Sie sind aber kein direktes Maß dafür, wie häufig sämtliche Verstöße tatsächlich vorkamen.
Mehr Kontrollen, zusätzliche Messstellen oder längere Einsatzzeiten können die registrierte Zahl erhöhen, auch wenn sich das Verhalten nicht verschlechtert. Umgekehrt können weniger registrierte Fälle aus geringerer Kontrolle entstehen. Für die politische Bewertung sollten deshalb Kontrolldichte, Orte und Ziel der Maßnahmen mit veröffentlicht werden.
Parkraumüberwachung betrifft zudem nicht nur Ordnung, sondern auch Verkehrssicherheit und Zugänglichkeit. Zugeparkte Gehwege, Kreuzungen oder Rettungswege haben eine andere Bedeutung als eine geringfügige Überschreitung in einem wenig belasteten Bereich. Eine reine Gesamtsumme unterscheidet diese Situationen nicht.
Der Open-Data-Katalog enthält detaillierte Düsseldorfer Polizeidaten für 2020. Die Metadaten wurden später aktualisiert, das Berichtsjahr der eigentlichen Daten bleibt jedoch 2020. Eine aktuelle Seite darf diesen Satz nicht als PKS 2025 ausgeben.
Für 2025 wurden lokale Gesamtwerte öffentlich vorgestellt und in Medien wiedergegeben. Die vollständige amtliche Düsseldorfer Detailtabelle beziehungsweise der Polizeibericht konnte für die Produktionsdaten noch nicht gesichert werden. Deshalb verzichtet Düsseldorf Radar vorerst auf eine scheinpräzise aktuelle Deliktsgrafik.
Sobald die Primärquelle verfügbar ist, soll das Modul mindestens unterscheiden:
Die Polizeiliche Kriminalstatistik misst das polizeilich bekannte Hellfeld. Anzeigeverhalten, Kontrollen und Erfassung beeinflussen die Werte. Sie ist weder eine vollständige Abbildung aller Straftaten noch eine direkte Messung des subjektiven Sicherheitsgefühls.
Die aktuellen Vorlagen und Sitzungen auf dieser Seite zeigen kommunale Entscheidungen. Die Dateneinordnung verhindert, dass unterschiedliche Aufgaben in einer einzigen pauschalen Aussage über „Sicherheit“ verschwinden.
Zeigt die 20 neuesten von 1442 Vorlagen.
Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.