Beschlussvorlage Aktenzeichen KUA/140/2026

Sammlungsleitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft“

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 21. September 2026veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Beschlussdarstellung“

Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die Sammlungsleitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft - Leitlinie der Museen und Stiftungen der Landeshauptstadt Düsseldorf 2026-2031".

Weitere Einordnung im Original: Aus „Sachdarstellung“

1. Kurzdarstellung Die Sammlungsleitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft" wurde 2026 von den Museen und Stiftungen der Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam erarbeitet. Sie formuliert erstmals sammlungsübergreifende Grundsätze für die Entwicklung, Bewahrung, Erforschung und Zugänglichmachung der mehr als vier Millionen Objekte umfassenden Sammlung. Durch den Beschluss des Kulturausschusses wird die Leitlinie zur verbindlichen Grundlage für die weitere Umsetzung der Transformationsprozesse „Sammlung der Zukunft" und „Museum der Zukunft" und die aus ihnen hervorgehenden Konzepte und Maßnahmenpakete.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 21. September 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Vorgang · KUA/140/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Weitere Unterlage

    Anlage 1_Sammlungsleitlinie_Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Ursprüngliche Vorlage

    Beschlussvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 6.3

    Kulturausschuss. Amtlicher Vermerk: „zurückgestellt“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Originale durchsuchen

Dokumenttexte

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KUA/140/2026 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Sammlungsleitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft„ Fachbereich: 41 - Kulturamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Miriam Koch Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Kulturausschuss15.10.2026Entscheidung Beschlussdarstellung: Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die Sammlungsleitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft - Leitlinie der Museen und Stiftungen der Landeshauptstadt Düsseldorf 2026-2031". Beschlusslage: GremiumDatumVorlagennummer mit TitelBeschlussart Kulturausschuss02.07.2026KUA/118/2026mehrheitlich Antrag Ratsfraktionen CDU beschlossen und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Museum und Sammlung der Zukunft Sachdarstellung: 1. Kurzdarstellung Die Sammlungsleitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft" wurde 2026 von den Museen und Stiftungen der Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam erarbeitet. Sie formuliert erstmals sammlungsübergreifende Grundsätze für die Entwicklung, Bewahrung, Erforschung und Zugänglichmachung der mehr als vier Millionen Objekte umfassenden Sammlung. Durch den Beschluss des Kulturausschusses wird die Leitlinie zur verbindlichen Grundlage für die weitere Umsetzung der Transformationsprozesse „Sammlung der Zukunft" und „Museum der Zukunft" und die aus ihnen hervorgehenden Konzepte und Maßnahmenpakete. 2. Ausgangslage Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf hat die Kulturverwaltung in seiner Sitzung am 02.07.2026 mit den Transformationsprozessen „Sammlung der Zukunft" und „Museum der Zukunft" beauftragt. Die Prozesse wurden bereits vorher durch die Verwaltung im Rahmen der Gesamtstrategie „Zukunft Kultur" als Teilprojekte erarbeitet und auch gestartet. Ziel dieser beiden Teilprojekte ist die Entwicklung einer neuen, Synergien schöpfende und ressourcenschonende Organisationsform für die städtischen Spezialmuseen und das Etablieren von gemeinsamen Standards für Sammlungs- und Museumsarbeit. So wird die Resilienz gegenüber aktuellen und zukünftigen Herausforderungen erhöht und eine stärkere Wirkkraft im Sinne der Gemeinwohlorientierung gewonnen. Die Transformationsprozesse werden vom Projektbeirat „Gemeinsam Kultur gestalten" begleitet. Als erster Meilenstein liegt nun die Leitlinie „Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft" vor. 3. Entwicklung der Leitlinie, wesentliche Inhalte und weitere Maßnahmen Entwicklung der Leitlinie: Die Erarbeitung der Sammlungsleitlinie erfolgte in den vergangenen Monaten als gemeinsamer Prozess der beteiligten Museen und Stiftungen. Ziel war es, einen gemeinsamen fachlichen Rahmen zu entwickeln, der die unterschiedlichen Sammlungsprofile und institutionellen Voraussetzungen berücksichtigt und zugleich eine übergreifende Perspektive auf die Sammlung der Landeshauptstadt Düsseldorf ermöglicht. Beteiligt waren Filmmuseum, Heine-Institut und Schumann-Haus, Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schifffahrtmuseum, Stadtmuseum und Theatermuseum Düsseldorf. Als assoziierte Partner haben zudem Aquazoo - Löbbecke Museum, Kunstpalast, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Goethe-Museum mit Stiftung Kippenberg und Stiftung Schloss und Park Benrath am Entstehen der Leitlinie mitgewirkt. Die Stabstelle Provenienzforschung, das Stadtarchiv und das RED - Restaurierungszentrum Düsseldorf waren als interne Fachexpert*innen, die Museumsberatung des Landschaftsverbands Rheinland als externe Fachberatung beteiligt. Gegenstand der Leitlinie: Die Leitlinie nimmt gezielt eine übergeordnete Perspektive ein und betrachtet die Sammlung als Gesamtheit über die Grenzen einzelner Institutionen, Sammlungsbereiche und Objektgattungen hinweg. Ihre Grundsätze beziehen sich dabei ausdrücklich sowohl auf Sammlungsbestände im Eigentum der Landeshauptstadt Düsseldorf als auch auf Bestände in ihrem Besitz, beispielsweise Dauerleihgaben. Sie ist das erste, sammlungsübergreifende Dokument dieser Art für die Landeshauptstadt Düsseldorf und definiert grundlegende Standards für den gesamten Sammlungsbestand. Die Sammlungsleitlinie beschreibt das gemeinsame Selbstverständnis der Museen und Stiftungen als eine städtische Sammlung und formuliert die Vision der „Sammlung der Zukunft". Sie schafft damit einen übergreifenden Orientierungsrahmen für die Entwicklung, Bewahrung, Erforschung und Zugänglichmachung der Bestände. Im Zentrum stehen Gemeinwohlorientierung, gesellschaftliche Verantwortung, Offenheit und Teilhabe. Die Sammlung soll als vernetztes Gesamtgefüge weiterentwickelt und stärker mit den Lebenswelten der Menschen verbunden werden. Dabei sollen unterschiedliche Perspektiven einbezogen und bislang unterrepräsentierte Lebenswelten stärker berücksichtigt werden. Seite 2 Die Leitlinie benennt zudem das Ziel, in einem gemeinsamen Sammlungszentrum die Bewahrung der heute dezentral gelagerten Bestände langfristig und nachhaltig zu sichern. Es soll nicht nur der sachgemäßen Konservierung der Sammlung und der Arbeit mit dem Sammlungsbestand dienen, sondern sich als Ort der Begegnung mit der Sammlung als Ort des Wissens und Erfahrungsraum fungieren. In fünf prägnanten Leitsätzen formuliert die Leitlinie gemeinsame Grundsätze für Sammlungsentwicklung und -bewertung, Partizipation und Kooperation, nachhaltiges und ethisch verantwortliches Sammeln und Entsammeln sowie die physische und digitale Zugänglichkeit der Sammlung mit dem erklärten Ziel der digitalen Öffnung der Sammlung. Weitere Maßnahmen: Mit der Verabschiedung der Sammlungsleitlinie wird der gemeinsame strategische und fachliche Rahmen für die weitere Transformation zur Sammlung und dem Museum der Zukunft gesteckt. Auf dieser Grundlage werden im nächsten Schritt die für die Umsetzung erforderlichen Konzepte und konkreten Maßnahmen entwickelt. Dazu gehören Konzepte für die zukünftige Organisationsstruktur von Sammlung und Museen, für Prozesse des Sammelns und Entsammelns, des Sammlungsmanagements, der Vermittlungs- und Programmarbeit sowie für Museumsstandorte und Sammlungszentrum. 4. Finanzielle Auswirkungen Ja X Nein Der Beschluss hat keine finanziellen Auswirkungen. Anlagen: Anlage 1_Sammlungsleitlinie_Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft Seite 3
Anlage 1_Sammlungsleitlinie_Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft als Text anzeigen
Gemeinsam für eine Sammlung der Zukunft Leitlinie der Museen und Stiftungen der Landeshauptstadt Düsseldorf 2026-2031 Präambel Die Landeshauptstadt Düsseldorf verfügt über ein reiches kulturelles, kunsthistorisches, naturkundliches und historisches Erbe, das unterschiedliche Sammlungsbereiche abdeckt und über Generationen hinweg von sich wandelnden Institutionen bewahrt und entwickelt wurde. Der Sammlungsbestand umfasst heute mehr als 4 Millionen Objekte verschiedenster Gattungen, Herkunft, Materialien und Epochen. Dazu gehören Einzelobjekte und Konvolute, darunter umfangreiche Archivbestände und eine wachsende Zahl an digitalen Objekten. Trotz seines großen Umfangs und der thematischen Vielfalt, weist er auch Lücken auf: So haben z. B. neuere Zuwanderungsgeschichte und diverse Lebenswelten bisher nur wenig Eingang in den Sammlungsbestand gefunden. Diese Sammlungsleitlinie beschreibt unser gemeinsames Selbstverständnis als eine Sammlung. Sie definiert Entwicklungsziele, die wir gemeinschaftlich verfolgen und handlungsleitende Prinzipien, die wir unserer Arbeit mit der Sammlung zugrunde legen. Kurz, sie beschreibt unsere Vision der Sammlung als Sammlung der Zukunft. Unsere Sammlungsleitlinie schafft Orientierung für die künftige Entwicklung, Bewahrung, Erforschung und Zugänglichmachung der Sammlung. Auf ihr aufbauend entstehen Konzepte und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung. Dabei nehmen wir gezielt eine übergeordnete Perspektive ein und betrachten die Sammlung in ihrer Gesamtheit - über die Grenzen von Institutionen, Sammlungsbereichen und Objektgattungen hinweg. Wir wenden die in unserer Leitlinie formulierten Grundsätze nicht nur auf Sammlungsbestand im Eigentum der Landeshauptstadt, sondern auch in unserem Besitz an. Sie gilt also ausdrücklich auch z.B. für Dauerleihgaben an uns. Unsere Leitlinie entstand im ersten Halbjahr 2026. Sie wurde im Auftrag der Beigeordneten für Kultur, Integration und Gesundheit gemeinsam von den Museen und Stiftungen der Landeshauptstadt erarbeitet und von internen sowie externen Expert*innen begleitet. Sie ist das erste, sammlungsübergreifende Dokument dieser Art für die Landeshauptstadt Düsseldorf. Gleichzeitig soll sie entwicklungsfähig bleiben: Wir überprüfen sie regelmäßig, schreiben sie fort und tragen dabei veränderten fachlichen, gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen Rechnung. Unsere Sammlung und ihre Geschichte Die Sammlung der Landeshauptstadt Düsseldorf besteht aus historisch gewachsenen und institutionell unterschiedlich verankerten Beständen. Ihre Entwicklung lässt sich als langfristiger Prozess beschreiben, in dem Bestände zu Kunst, Kultur, Natur, Literatur, Musik, Darstellenden Künsten, Film, Geschichte, Technik und Alltagskultur über Jahrhunderte hinweg aufgebaut, erweitert und geschärft wurden. Ausgangspunkt waren zunächst kurfürstliche und später vor allem bürgerschaftliche Initiativen, private Schenkungen, wissenschaftliche Sammlungen, kommunale Erwerbungen und kulturpolitische Entscheidungen, die zu individuellen Profilen der verschiedenen Bestände geführt haben. Unsere Sammlung geht in ihrem Ursprung auf die kurfürstlichen Sammlungen (Gemäldegalerie, sog. Galérie Électorale, ab 1709 und Bibliothek) zurück. Kunstmuseum und Historisches Museum entstanden im 19. Jahrhundert, weitere Bestände kamen im 20. und 21. Jahrhundert dazu, Institutionszuschnitte und Betriebsformen haben sich im Lauf der Zeit verändert. Die wechselvolle Sammlungsgeschichte und die fortwährende dynamische Entwicklung unserer Institutionen spiegelt sich im Sammlungsbestand wider. An ihm lässt sich die Entwicklung Düsseldorfs als Residenzstadt, Bürgerstadt, Kunst- und Kulturstadt, Wirtschaftsstandort, Messe- und Ausstellungsstadt ablesen. Zugleich beleuchtet die Sammlung in vielen Bereichen nicht allein Aspekte der Stadt-, sondern auch der regionalen, der Landes-, der west- und bundesdeutschen, der europäischen und globalen Geschichte. In ihr sind nicht nur herausragende Objekte und Überlieferungen dokumentiert, sondern auch Alltagskultur, soziale und politische Veränderungen, technische Entwicklungen, Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge, Wissenschaftsgeschichte, kulturelle Transfers und internationale Verflechtungen. So ist eine Sammlung entstanden, die unsere Stadt schon jetzt aus verschiedenen Perspektiven erzählt und sich durch ihre Vielschichtigkeit und weitreichende Vernetztheit auszeichnet. Die Sammlung bildet den Kern unserer Arbeit. Unsere Sammlungsleitlinie bildet daher nicht nur die Grundlage für die Weiterentwicklung der Sammlung zur Sammlung der Zukunft. Sie ist auch der Ausgangspunkt für einen programmatischen und institutionellen Entwicklungsprozess, den wir gemeinsam mutig gestalten werden - die Transformation zum Museum der Zukunft. Unsere Mission Unsere Sammlung verstehen wir als Wissens- und Erfahrungsspeicher. Ihre Bestände gehören zum gemeinsamen kulturellen, naturkundlichen und historischen Gedächtnis der Landeshauptstadt, das in seiner Vielfalt erhalten und weiterentwickelt werden soll. Wir verpflichten uns dazu, physische und digitale Sammlungsobjekte dauerhaft und sicher zu bewahren, nachhaltig zu pflegen und im Sinne unseres öffentlichen Auftrags treuhänderisch zu verwalten. Wir tragen zur Erweiterung dieses Wissensschatzes bei, indem wir Wissen über Bestände sammeln und aktiv erweitern. Unsere wichtigste Aufgabe besteht in der Kontextualisierung, der Vermittlung und Zugänglichmachung der Bestände und somit darin, die Interaktion und Resonanz zwischen der Sammlung und den Menschen möglich zu machen. Wir schaffen so die Voraussetzungen für einzigartige Begegnungen mit der Sammlung und bieten Orte und Gelegenheiten für vielfältige Erfahrungen. Als Sammlung öffentlicher, hier: kommunaler Trägerschaft nehmen wir diese Verantwortung besonders ernst. Gesellschaftliche Verantwortung und Gemeinwohlorientierung stehen daher im Zentrum unserer Arbeit. Die enge Beziehung der Sammlung zur Stadt und den Menschen ist ein prägender Bestandteil unserer Sammlungsgeschichte und bietet das größte Potential für die Entwicklung von Sammlung und Museum der Zukunft. Vielfalt und Multidimensionalität zeichnen unsere Sammlung aus. Die Offenheit für neue Perspektiven ist Teil unserer Tradition. Mit Sammlung und Museum der Zukunft knüpfen wir daran an, in der festen Absicht, neue Dimensionen von Partizipation und Teilhabe zuzulassen und die Sammlung so zu entwickeln, dass sie auch bisher unterrepräsentierte Perspektiven und Lebenswelten abbildet. Wir suchen dafür den konstanten Dialog mit der Stadtgesellschaft und ihren Communities, entwickeln neue Formate der Beteiligung und Kooperation mit Institutionen und Akteur*innen aus Kultur, Forschung und Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Unsere Standards Bei unserer Arbeit folgen wir nationalen und internationalen Standards von insbesondere International Council of Museums (ICOM) und Deutschem Museumsbund, International Council on Archives (ICA) und Verband Deutscher Archivarinnen und Archivare (VDA), sowie European Confederation of Conservator-Restorers' Organisations (E.C.C.O.) und Verband der Restaurator:innen (VDR). Wir handeln im Einklang mit den einschlägigen rechtlichen Bestimmungen auf kommunaler, landes- und bundesrechtlicher sowie internationaler Ebene. Wir gründen unser Handeln zudem ausdrücklich auf das gemeinsam entwickelte Mission Statement Diversitätsentwicklung in der Düsseldorfer Kulturlandschaft und die Düsseldorfer Handlungsfelder Nachhaltigkeit zur Umsetzung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Unsere Vision Unsere Vision von der Sammlung der Zukunft ist die einer multidimensional vernetzten Sammlung mit konsequentem Bezug zu den Lebenswelten der Menschen. Als Sammlung von digitalen und physischen Beständen schlägt die Sammlung der Zukunft eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gemeinwohlorientierung wird maßgebliches Prinzip der Sammlung der Zukunft und bestimmt unsere Handlungen im Umgang mit der Sammlung. Weitreichende Kooperation (intern wie extern), intensiver Dialog, maximale Offenheit und Transparenz machen wir zu unserer Grundhaltung. Partizipation ist daher für uns nicht nur Experiment, sondern Auftrag: Partizipations- und Dialogformate begleiten alle unterschiedlichen Aspekte des Sammelns und unserer Arbeit mit der Sammlung. Die Sammlung selbst und unser Sammeln und Bewahren werden fester Bestandteil unserer Vermittlungskonzepte. Dabei binden wir alle Menschen in Düsseldorf ein - unabhängig von Alter, sozialer Herkunft, Migrationsgeschichte und Nationalität, sexueller Orientierung, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Religion und Weltanschauung sowie körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Das gilt auch für die Weiterentwicklung unserer Sammlung: Wir etablieren Beteiligungsformate und ermöglichen es so den Menschen - Individuen wie Communities - (Sammlungs-)Geschichte mitzuschreiben. Unser Verständnis der Sammlung als vernetzte Einheit setzen wir um, indem wir Sammlungsentscheidungen zielgerichtet und auf der gemeinsamen strategischen und organisatorischen Basis treffen, die im Zuge der Transformation zu Sammlung und Museum der Zukunft entsteht. Maßgeblich dafür ist die Sicht auf die Sammlung als gewachsenes Gesamtgefüge, das in Bewegung bleibt. Diese Perspektive hilft uns, Schwerpunktbereiche zu bilden, Bestandsgruppen auf ihre Bedeutung hin zu prüfen, fehlende Aspekte zu identifizieren und Sammlungslücken gezielt zu schließen. Unsere Vision von der Sammlung der Zukunft als Wissensspeicher und Erfahrungsraum beinhaltet außerdem maximale Zugänglichkeit des Sammlungsbestands selbst und der zugehörigen Kontextinformationen. Unsere Prinzipien von Offenheit und Transparenz und gelebter Teilhabe wenden wir sowohl im physischen wie auch im digitalen Raum an. Wir zeigen die Sammlung in Ausstellungen und online. Die vollständige digitale Erfassung, die Digitalisierung und möglichst umfassende digitale Bereitstellung des gesamten Sammlungsbestands sind Ziel unserer Sammlung der Zukunft. Mit der offenen Bereitstellung (Open Access) und transparenten Rechtekennzeichnung verleihen wir der Sammlung Sichtbarkeit und Reichweite und legen so den Grundstein für weitere Vernetzung und vielfältige Nachnutzung unserer Sammlung. Zugänglichkeit prägt auch unsere Vision für die Bewahrung der Sammlung der Zukunft: Ein zeitgemäßen Nachhaltigkeitsstandards entsprechendes Sammlungszentrum führt die heute dezentral und oft unter unzureichenden Bedingungen gelagerten Sammlungsbestände an einem Ort zusammen. Dieser dient nicht nur als Ort ihrer dauerhaften, sachgemäßen Konservierung und als Ort für unsere Arbeit mit der Sammlung: Das Sammlungszentrum ist auch ein Ort für die Begegnung mit der Sammlung, der sich allen Menschen öffnet, vielfältige Angebote bereithält und so selbst als Ort des Wissens und Erfahrungsraum fungiert. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, orientieren wir unser Handeln an gemeinsamen Prinzipien. Die folgenden Leitsätze beschreiben die Grundsätze, die unsere Entscheidungen prägen und die Transformation zur Sammlung der Zukunft in ihren zentralen Handlungsfeldern leiten. Leitsätze für eine Sammlung der Zukunft Wir reflektieren kontinuierlich Wert und Relevanz unserer Sammlung Der Wert eines Objekts oder Bestands für unsere Sammlung ergibt sich aus verschiedenen Dimensionen, nicht allein aus seiner Materialität oder Unikalität, sondern auch aus ideellen Faktoren. Es sind vor allem seine künstlerischen, historischen, naturkundlichen, gesellschaftlichen oder identitätsstiftenden Bezüge, die ihm Relevanz für unsere Sammlung verleihen. Diese lassen sich im Dialog zwischen Fachexpertise und Öffentlichkeit erkennen. Die kontinuierliche Prüfung der Relevanz unserer Bestände verstehen wir als fortlaufende Aufgabe. Dabei berücksichtigen wir auch, dass Relevanz und Wert sich im Lauf der Zeit wandeln. Unser Ziel ist eine Sammlung von hoher fachlicher und gesellschaftlicher Relevanz. Daher sind wir auch bereit, auf dieser Basis Neubewertungen von Objekten und Beständen vorzunehmen und diese im Wissen um unsere Verantwortung für kommende Generationen umzusetzen. Zugleich sind wir aktiv auf der Suche nach relevanten Aspekten im Rahmen unseres Profils, die von unserer Sammlung nicht oder nicht ausreichend behandelt werden. Wir leben Partizipation und pflegen langfristige Kooperationen Wir entwickeln die Sammlung im Dialog zwischen Fachexpertise und Öffentlichkeit, Herkunftsgemeinschaften und Communities. Dabei übernehmen wir bewusst auch eine Moderationsfunktion. Partizipation und langfristige, vertrauensvolle Allianzen erweitern die Perspektiven auf die Sammlung. Deutungskompetenzen verteilen wir auf mehrere Schultern. Unterschiedliche Wissensformen führen wir zusammen und erweitern damit den Kontext unserer Sammlung. Damit schaffen wir auch eine zusätzliche Wissensgrundlage für Entscheidungen, die in unserer fachlichen Verantwortung getroffen werden. Dies gilt für das Sammeln ebenso wie für das Entsammeln, für die wir gemeinsame Standards und partizipative Formate entwickeln. Sammeln heißt für uns, Verantwortung zu übernehmen Die Weiterentwicklung der Sammlung gehört zu unseren Aufgaben. Sie ist verbunden mit der Verpflichtung zur langfristigen Bewahrung, Erforschung und Zugänglichmachung der Bestände gemäß der jeweils geltenden Standards. Wir fokussieren deshalb beim Sammeln nicht ausschließlich auf Relevanz, sondern machen es zusätzlich zur Bedingung, Objekte und Bestände nur dann in unsere Sammlung aufzunehmen, wenn wir dieser Verpflichtung auch nachkommen können. Nachhaltigkeit ist aus diesem Grund ein verbindliches Prinzip für die Sammlung der Zukunft: Sie umfasst für uns den verantwortungsvollen und langfristig tragfähigen Umgang mit Ressourcen in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. Dieser Anspruch gilt für uns bei der Aufnahme neuer Objekte und Bestände ebenso wie in Infrastruktur, Depotmanagement, Konservierung und Restaurierung, Leihverkehr, Personal, Finanzierung und allen weiteren Bereichen der Sammlungs- und Museumsarbeit. Unsere Sammlungstätigkeit richten wir kontinuierlich ressourcenbewusst, klimaverträglich und generationengerecht aus. Unser Sammeln und die Arbeit mit der Sammlung folgen ethischen Grundsätzen. Besondere Sorgfalt gilt dabei unter anderem Sammlungsgütern, die ehemaligen Besitzer*innen im Kontext des Nationalsozialismus oder anderer Unrechtszusammenhänge entzogen wurden oder in kolonialen Kontexten stehen. Wir erforschen und dokumentieren die Herkunft von Sammlungsobjekten kontinuierlich und systematisch. Erkenntnisse aus der Provenienzforschung fließen in unsere Sammlungsentscheidungen ein und können zu Neubewertungen, Rückgaben oder anderen fairen Lösungen führen. Dabei folgen wir den einschlägigen nationalen und

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen KUA/140/2026