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Title: Ö
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00581361.pdf
Published Time: 2026-03-26T13:20:00.000Z
Number of Pages: 3
Markdown Content:
AGS/031/2026
X öffentlich nicht öffentlich
# Beschlussvorlage
Betrifft:
Verlängerung der Mitgliedschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf im European Healthy
Cities Network der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Teilnahme an Phase VIII (2026-
2030)
Fachbereich :
53 - Gesundheitsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Miriam Koch
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für Gesundheit und
Soziales 21.04.2026 Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss 27.04.2026 Vorberatung
Rat 07.05.2026 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die Verlängerung der Mitgliedschaft im
WHO European Healthy Cities Network zur Teilnahme an der laufenden Phase VIII (2026-
2030).
Beschlusslage:
Gremium Datum Vorlagennummer mit
Titel
Beschlussart
Rat der
Landeshauptstadt
Düsseldorf
10.12.2015 (50/ 65/2015)
WHO Ratsbeschluss
Healthy Cities
Mitgliedschaft Netzwerk
Entscheidung
Rat der
Landeshauptstadt
Düsseldorf
03.02.2022 AGS/095/2021
Mitgliedschaft der
Landeshauptstadt
Düsseldorf im European
Healthy Cities Network der
WHO (World Health
Organisation)
Entscheidung Seite 2
Sachdarstellung:
1. Kurzdarstellung
Das WHO European Healthy Cities Netzwerk ist eine zentrale Initiative der WHO, die Städte
dabei unterstützt, Gesundheit, Chancengleichheit und nachhaltige Entwicklung systematisch
in allen Politikfeldern zu verankern („Health in All Policies“).
Für die Stadtverwaltung bietet die Mitgliedschaft strategische Orientierung, fachliche
Unterstützung bei der Entwicklung integrierter Konzepte und Effizienzgewinne durch den
Zugang zu erprobten Maßnahmen.
Für die Stadtbevölkerung ergeben sich langfristig positive Effekte durch verbesserten
Gesundheitsschutz (z. B. Hitzeschutz), gesundheitsfördernde Lebensbedingungen (z. B. in
den Bereichen Mobilität und Umwelt) und eine stärkere Berücksichtigung gesundheitlicher
Belange in kommunalen Entscheidungen. Die Mitgliedschaft leistet damit einen Beitrag zur
Steigerung der Lebensqualität und zur Gesundheitsvorsorge für alle Bürgerinnen und
Bürger.
Um dem Verlust des Zugangs zur WHO-Expertise, einem Wegfall internationalen
Austauschs, einer Reputationsminderung sowie einer Abschwächung der Sichtbarkeit des
Themas Gesundheit in kommunalen Prozessen entgegenzuwirken, ist die Verlängerung der
Mitgliedschaft im WHO European Healthy Cities Network durch die Bewerbung für die
laufende Phase VIII (2026-2030) erforderlich.
2. Ausgangslage
Die Landeshauptstadt Düsseldorf (LHD) ist auf Grundlage des Ratsbeschlusses vom
10.12.2015 (50/ 65/2015) dem WHO European Healthy Cities Network beigetreten.
Die Stadt hat erfolgreich an den Programmphasen VI (2014–2018) und VII (2019–2025)
teilgenommen und trägt den Status einer zertifizierten WHO Healthy City .
Aufgrund der Auszeichnung als Healthy City und der damit einhergehenden Bekenntnis zu
den gesundheitlichen Definitionen und gesundheitsförderlichen und präventiven
Zielsetzungen der Weltgesundheitsorganisation, konnte die LHD beispielsweise erfolgreich
am Projekt Plan °C teilnehmen und Fördermittel generieren. Als Resultat verfügt die Stadt
nun über einen Hitzeaktionsplan (HAP) mit evidenzbasierten Handlungsempfehlungen,
beruhend auf einer WHO-Richtlinie, welcher maßgeblich zum Gesundheitsschutz der
Düsseldorfer Bevölkerung beiträgt.
Darüber hinaus ermöglichte die Mitgliedschaft die Beteiligung an internationalen Netzwerken
und Arbeitsgruppen. Erst 2025 ist die LHD dem WHO Netzwerk Age-friendly Cities and
Communities beigetreten, um ihr Engagement für eine generationenfreundliche
Stadtentwicklung zu stärken.
Für die Verlängerung der Mitgliedschaft und die Möglichkeit zur Bewerbung für Phase VIII
(2026–2030) ist die Einreichung des Ratsbeschlusses sowie einer Interessensbekundung
des Oberbürgermeisters beim WHO European Cities Sekretariat erforderlich.
3. Geplante Maßnahmen
Die Mitgliedschaft ermöglicht die direkte Anbindung an aktuelle gesundheitspolitische
Entwicklungen der WHO. Sie gewährt den Zugang zu evidenzbasierten Strategien, Leitlinien
und Best-Practice-Beispielen. Sie bietet die Teilnahme an themenspezifischen
Arbeitsgruppen, die aufgrund ihrer Internationalität immenses Potential bündeln. Sie initiiert
zudem fachlichen Austausch mit europäischen Kommunen ähnlicher Größe und Struktur.
Unter Inanspruchnahme der benannten Vorzüge der Mitgliedschaft ist Folgendes in der
Phasenlaufzeit (2026-2030) geplant: Seite 3
1. Situationsanalyse:
Darstellung und Betrachtung der aktuellen gesundheitsbezogenen Strukturen,
Angebotslandschaft und Maßnahmen innerhalb der Stadt und Ermittlung von
prioritären Themen für Phase VIII.
2. Erstellung eines Aktionsplans:
Auf Grundlage der Analyse wird ein Aktionsplan entsprechend der erforderlichen
Maßnahmen formuliert.
3. Umsetzung des Aktionsplans:
Strategien werden entwickelt, Projekte konzipiert und Maßnahmen umgesetzt.
4. Evaluation:
Die Umsetzung des Aktionsplans wird systematisch be- und ausgewertet und ggf.
angepasst.
4. Finanzielle Auswirkungen
☒ Ja ☐ Nein
Die Kosten der Mitgliedschaft belaufen sich 2026 auf 6.000 US-Dollar. Die Kosten für die
darauffolgenden Jahre erhöhen sich jährlich um je 250 US-Dollar. Die
Beträge sind bereits im Haushalt des Gesundheitsamtes aufgeführt.
Kontierung:
Sachkonto: 5431 0000 Geschäftsaufwendungen
Produkt Gesundheitsschutz und -pflege: 4141401
5. Weiteres Vorgehen
Nach Beschlussfassung durch den Rat sind die nächsten Schritte:
1. Einreichung des Ratsbeschlusses und die Interessensbekundung des
Oberbürgermeisters bei dem WHO European Healthy Cities Sekretariat.
2. Nach positivem Bescheid erfolgt die Erstellung und Einreichung der Bewerbung für
Phase VIII.
3. Nach positivem Bescheid erhält die LHD die Rezertifizierung als WHO Healthy City
und Zugang zu allen netzwerkinternen Informationen, Veranstaltungen und
Arbeitsgruppen.