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JHA/077/2026
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Informationsvorlage
Betrifft:
Aktionswoche für Alleinerziehende 2026
Fachbereich:
51 - Amt für Soziales und Jugend
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Jugendhilfeausschuss07.10.2026Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Alleinerziehende und getrennt erziehende Eltern leisten einen wesentlichen Beitrag zur
Gestaltung des Familienlebens und tragen dabei häufig eine besondere Verantwortung für
die Organisation des Alltags, die Betreuung und Erziehung der Kinder sowie die
Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit.
In Düsseldorf ist mittlerweile etwa jeder fünfte Familienhaushalt ein Alleinerziehenden-
Haushalt. Gleichzeitig besteht bei vielen allein- und getrennt erziehenden Eltern der Wunsch
nach Austausch mit anderen Eltern, nach niedrigschwelliger Beratung und nach
Unterstützung bei konkreten Fragen des Familienalltags.
Vor diesem Hintergrund führt das Amt für Soziales und Jugend (Abteilung
Familienförderung) gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen die
Aktionswoche für Alleinerziehende durch.
Die Aktionswoche findet im Jahr 2026 vom 14. bis 22. November statt.
1. Zielsetzung
Mit der Aktionswoche sollen die bestehenden Angebote für allein- und getrennt erziehende
Eltern sichtbar gemacht und zugleich niedrigschwellige Zugänge zu Unterstützung,
Beratung, Begegnung und Vernetzung geschaffen werden.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere:
ï‚· die Stärkung von Alleinerziehenden in ihrem Familienalltag,
ï‚· die Förderung von Austausch und gegenseitiger Unterstützung,
ï‚· die Vermittlung von Informationen und Beratungsangeboten,
ï‚· die Unterstützung bei Fragen zu Familie, Beruf, Ausbildung und sozialen Leistungen,
ï‚· die Förderung von Selbstfürsorge und eigenen Ressourcen,
ï‚· die Verbesserung der Zugänge zu bestehenden Unterstützungsangeboten sowie
ï‚· die Vernetzung der beteiligten Fachstellen, Einrichtungen und Träger.
Die Aktionswoche versteht Alleinerziehende dabei ausdrücklich nicht ausschließlich als
Menschen mit Unterstützungsbedarf. Im Vordergrund stehen ebenso ihre Kompetenzen,
Erfahrungen und Ressourcen.
2. Umsetzung
Die Aktionswoche wird stadtweit und in Kooperation mit unterschiedlichen Akteur*innen der
Familienförderung, Jugendhilfe, Beratung, Familienbildung bzw. den Familien- und
Stadtteiltreffs und weiteren Unterstützungsbereichen durchgeführt.
Auftakt der Aktionswoche ist ein Familienvormittag am 14.11.2026 in den Räumen der efa -
Evangelische Familienbildung, Zentrum für Familien, Hohenzollernstraße 24, Stadtmitte. Bei
einem offenen Frühstück ist Zeit für Austausch und Begegnungen, dazu gibt es Beratung
und viele Infos rund um den Familienalltag.
Das Programm 2026 umfasst unter anderem:
ï‚· offene Treff- und Frühstücksangebote,
ï‚· Austausch- und Vernetzungsangebote,
ï‚· Beratungsangebote zu Familien- und Sozialleistungen,
ï‚· Informationen zu Ausbildung und beruflichem (Wieder-)Einstieg,
ï‚· Angebote zu Teilzeitberufsausbildung,
ï‚· Angebote zu Gesundheit, Resilienz und Selbstfürsorge,
ï‚· kreative und sportliche Angebote,
ï‚· gemeinsame Aktivitäten für Eltern und Kinder sowie
ï‚· Angebote mit Kinderbetreuung.
Damit werden sowohl alltagspraktische als auch soziale, persönliche und berufliche Themen
aufgegriffen.
Ein wesentliches Merkmal ist die Niedrigschwelligkeit. Alle Angebote sind kostenfrei, bei
verschiedenen Veranstaltungen ist keine vorherige Anmeldung erforderlich. Kinder werden
entweder ausdrücklich in die Angebote einbezogen oder können während der Veranstaltung
betreut werden. Dadurch werden typische Zugangshürden für Alleinerziehende,
insbesondere fehlende Betreuungsmöglichkeiten und zeitliche Belastungen, berücksichtigt.
Das gesamte Programm ist online abrufbar unter https://www.duesseldorf.de/familie/alleine-
erziehen/aktionswoche
3. Sozialraumorientierung
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Die Angebote finden in unterschiedlichen Düsseldorfer Stadtteilen statt. Damit werden
vorhandene Strukturen vor Ort genutzt und Zugänge zu Familien erleichtert.
Die Aktionswoche knüpft insbesondere an die bestehenden Familien- und Stadtteiltreffs
sowie an bereits etablierte Angebote für Alleinerziehende an. Diese Einrichtungen sind als
Orte der Begegnung, Bildung und Beratung wichtige Bestandteile einer niedrigschwelligen
kommunalen Familienförderung.
Die Aktionswoche stellt damit keine isolierte Einzelmaßnahme dar, sondern ergänzt und
bündelt bereits vorhandene Strukturen.
4. Kooperation und Vernetzung
Die Umsetzung erfolgt mit Einrichtungen und Diensten der Landeshauptstadt Düsseldorf
sowie gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen der Düsseldorfer Familien- und
Stadtteiltreffs, Familienbildungseinrichtungen, Beratungsstellen sowie weitere
Kooperationspartnerinnen.
Durch die gemeinsame Planung und Durchführung werden bestehende Angebote und
Kompetenzen zusammengeführt. Gleichzeitig erhalten die beteiligten Einrichtungen die
Möglichkeit, ihre Angebote einer Zielgruppe bekannt zu machen.
Neben dem unmittelbaren Nutzen für die teilnehmenden Eltern ist daher insbesondere die
fachliche Vernetzung ein wichtiger Bestandteil der Aktionswoche.
5. Bedeutung für die kommunale Jugendhilfe und Familienförderung
Die Aktionswoche entspricht wesentlichen Grundsätzen einer präventiven und
niedrigschwelligen Familienförderung.
Sie setzt insbesondere dort an, wo Unterstützung möglichst frühzeitig, freiwillig und ohne
formale Zugangshürden angeboten werden kann. Gleichzeitig verbindet sie unterschiedliche
Handlungsfelder wie Familienbildung, soziale Beratung, berufliche Integration,
Gesundheitsförderung, Begegnung und Freizeit.
6. Weiterentwicklung und Evaluation
Die Aktionswoche soll nicht nur als Veranstaltungsformat betrachtet werden. Die
Erfahrungen aus der Durchführung können Hinweise darauf geben,
ï‚· welche Themen für Alleinerziehende aktuell besonders relevant sind,
ï‚· welche Veranstaltungsformate besonders gut angenommen werden,
ï‚· welche Zugangswege funktionieren,
ï‚· welche Zielgruppen bislang nur schwer erreicht werden,
ï‚· welche strukturellen Barrieren die Inanspruchnahme von Angeboten erschweren und
ï‚· an welchen Stellen weiterer Entwicklungs- oder Vernetzungsbedarf besteht.
Die Rückmeldungen der teilnehmenden Eltern sowie der beteiligten
Kooperationspartner*innen werden deshalb genutzt, um die Angebote für allein- und getrennt
erziehende Familien bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
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Für die Evaluation der Aktionswoche wird eine kurze, anonyme Befragung der
Teilnehmenden durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Zufriedenheit,
die Erreichbarkeit und Niedrigschwelligkeit der Angebote sowie der persönliche Nutzen für
die Teilnehmenden.
7. Fazit
Die Aktionswoche für Alleinerziehende bündelt und macht bestehende
Unterstützungsangebote sichtbar und schafft gleichzeitig zusätzliche niedrigschwellige
Möglichkeiten für Begegnung, Beratung und Vernetzung.
Durch die stadtweite und sozialraumorientierte Umsetzung sowie die Kooperation
verschiedener Akteur*innen werden unterschiedliche Lebenslagen und
Unterstützungsbedarfe von allein- und getrennt erziehenden Eltern berücksichtigt.
Die Aktionswoche leistet damit einen Beitrag zu einer präventiven, niedrigschwelligen und
ressourcenorientierten Familienförderung in Düsseldorf.
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