Informationsvorlage Aktenzeichen KUA/116/2026

Evaluation der Kulturentwicklungsplanung (KEP) der Landeshauptstadt Düsseldorf - Abschlussbericht

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 15. Juni 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt den Evaluationsbericht zu ausgewählten Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung zur Kenntnis.

Weitere Einordnung im Original: Aus „antrag“

1SMART steht für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.

Kultur- ausschuss 21.05.2026 KUA/044/2026 Evaluation der Kulturentwicklungsplanung (KEP) der Landeshauptstadt Düsseldorf - Zwischenbericht Informations- vorlage 1. Kurzdarstellung: Die Verwaltung legt dem Kulturausschuss den Evaluationsbericht (Abschlussbericht) zu ausgewählten Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung (KEP) vor. Die Evaluation wurde von einem externen Evaluationsteam durchgeführt.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 15. Juni 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Themen

Vorgang · KUA/116/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Weitere Unterlage

    Anlage 1 Evaluation ausgewählter Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf - Abschlussbericht · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 7.17

    Kulturausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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Dokumenttexte

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Title: Informationsvorlage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00589910.pdf Published Time: 2026-06-17T12:32:00.000Z Number of Pages: 4 Markdown Content: KUA/116/2026 X öffentlich nicht öffentlich # Informationsvorlage Betrifft: Evaluation der Kulturentwicklungsplanung (KEP) der Landeshauptstadt Düsseldorf - Abschlussbericht Fachbereich: 41 - Kulturamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Miriam Koch Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Kulturausschuss 02.07.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt den Evaluationsbericht zu ausgewählten Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung zur Kenntnis. Beschlusslage: Gremium Datum Vorlagen- nummer Titel Beschlussart Rat 04.12.2014 01/252/2014 Änderungsantrag der Ratsfraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP zum Haushaltsplanentwurf 2015 Änderungs- antrag Rat 10.10.2017 41/55/2017 Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf (Abschlussbericht) Beschluss- vorlage Rat 10.10.2017 01/192/2017 Änderungsantrag der Ratsfraktionen SPD, BÜ90/GRÜ und FDP: Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf (Abschlussbericht) Änderungs- antrag Seite 2 > 1SMART steht für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Kultur- ausschuss 21.05.2026 KUA/044/2026 Evaluation der Kulturentwicklungsplanung (KEP) der Landeshauptstadt Düsseldorf - Zwischenbericht Informations- vorlage 1. Kurzdarstellung: Die Verwaltung legt dem Kulturausschuss den Evaluationsbericht (Abschlussbericht) zu ausgewählten Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung (KEP) vor. Die Evaluation wurde von einem externen Evaluationsteam durchgeführt. Ziel der Evaluation ist es, den bisherigen Umsetzungsstand sowie die erzielten Wirkungen zentraler Maßnahmen systematisch zu analysieren. Daraus abgeleitet erhält die Verwaltung Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der KEP hin zu einer wirkungs- und gemeinwohlorientierten Kulturstrategie. 2. Ausgangslage: Die Verwaltung hat bereits in der Sitzung des Kulturausschusses am 21. Mai 2026 (KUA/044/2026) eine Informationsvorlage mit dem Zwischenbericht zur Evaluation der KEP eingebracht und darin zum Hintergrund und Methodik der KEP-Evaluation und sowie zu Ergebnissen informiert. Bei der Evaluation wurden fünf ausgewählte KEP-Maßnahmen genauer betrachtet („Tiefenbohrung“). Diese sollen eine Abdeckung von vier zukunftsrelevanten Transformationsfeldern (Dialog und Vernetzung von Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturakteur*innen; Kulturelle Stadtentwicklung; Sichtbarkeit und Kommunikation; Kulturelle Teilhabe und Diversität) sicherstellen sowie die zentralen Ziele und Handlungsfelder der KEP stellvertretend abdecken. Die Ergebnisse der Einzelanalysen der Maßnahmen können dem beiliegenden Evaluationsbericht (Anlage 1) entnommen werden. An dieser Stelle werden übergeordnete Beobachtungen und Handlungsempfehlungen vorgestellt. Kurzdarstellung der übergeordneten Befunde und Herausforderungen: Als strukturelle Herausforderungen bei der Umsetzung der KEP wurden folgende Punkte genannt:  Fehlende SMARTe 1 Ziele und Indikatoren : Die zu erreichenden Ziele der KEP wurden nicht SMART angelegt, was eine systematische Umsetzung erschwert hat und Erfolge nicht messbar macht. Es wurden keine Indikatoren definiert, was ein Monitoring oder eine Wirkungsmessung in den verschiedenen Bereichen verunmöglicht.  Fehlende Gesamtstrategie : Zahlreiche Aktivitäten in den zu untersuchenden Bereichen konnten festgestellt werden, jedoch attestiert der Bericht eine fehlende Verzahnung derselben im Sinne einer Gesamtstrategie mit klaren Zuständigkeiten und Prioritäten. Dies führt dazu, dass es zum Teil Doppelstrukturen gibt und ähnliche Prozesse parallel nebeneinander herlaufen.  Fehlende Steuerungsmöglichkeiten : Um Maßnahmen konsequent umzusetzen, fehlt es oft an verbindlichen Steuerungsmöglichkeiten, welche zum Teil kulturpolitisch beschlossen werden müssen. Zum aktuellen Zeitpunkt werden Fortschritte nur durch diejenigen mitgetragen, die bereit sind, sich zu beteiligen. Daneben wurden strukturelle Defizite in der Zusammenarbeit benannt:  Fehlende Abstimmungsroutinen : Es fehlt an Abstimmungsroutinen zwischen Kulturszene, Kulturpolitik und Kulturverwaltung.  Nur projektbezogener ämterübergreifender Austausch : Der ämterübergreifende Austausch ist aktuell nur projektbezogen vorhanden. Hier fehlt es oftmals an langfristigen und verbindlichen Strukturen für eine strategische Zusammenarbeit. Seite 3 Als erkennbare Fortschritte wurden folgende Punkte benannt:  Haltungswandel : Innerhalb der Kulturverwaltung, der städtischen Kulturinstitute und Beteiligungsgesellschaften ist ein Haltungswandel und eine Offenheit gegenüber Veränderung zu erkennen.  Zukunftsthemen wurden gesetzt : Zukunftsrelevante Themen wie kulturelle Stadtentwicklung oder kulturelle Teilhabe und Diversität wurden durch die Kulturverwaltung in aktuellen Debatten gesetzt und sind als Schwerpunktthemen erkennbar.  Intensivierte Kooperationen und Dialog : Kooperationen wurden intensiviert und der Dialog insbesondere zwischen Kulturverwaltung und Kulturakteur*innen verbessert, auch durch die Neuschaffung von Schnittstellenfunktionen. Hier gibt es jedoch eine Einschränkung: Auch wenn Kooperationen als Notwendigkeit für kulturelle Zukunftsfähigkeit erkannt werden, fehlt es diesen Netzwerken und Kooperationen häufig noch an dauerhaft institutionalisierten Strukturen mit klaren Zuständigkeiten. Aktuell sind sie vor allem projektbezogen und dadurch fragil. Verbleibender Handlungsbedarf besteht außerdem im Bereich Kulturelle Teilhabe und Diversität : Er ist aktuell strukturell zu wenig abgesichert und muss weiter gestärkt werden. Kurzdarstellung der Handlungsempfehlungen für die zukünftige Kulturarbeit: Das Evaluationsteam gibt folgende Handlungsempfehlungen für die weitere strategische Kulturarbeit:  Priorisierung : Einige wenige zukunftsrelevante Themen sollten priorisiert behandelt werden. Eine Reduzierung der Komplexität ist anzustreben. Ein strategisches Zielbild muss von der Kulturverwaltung entwickelt und anschließend von den städtischen Kulturinstituten, Beteiligungsgesellschaften und den Zuschussnehmer*innen mitgetragen werden.  Politische Legitimation : Die strategischen Schwerpunkte müssen kulturpolitisch getragen, abgesichert und beschlossen.  Ziele und Verantwortlichkeiten definieren : Zukünftig sollten klare SMARTe Zielsysteme, mit nachvollziehbaren Kriterien zur Wirkungsmessung eingeführt werden, genauso wie damit klar verbundene Verantwortlichkeiten beziehungsweise Zuständigkeiten.  Zusammenarbeit organisieren : Der ämter- und institutsübergreifende sowie interdisziplinäre Austausch muss in Hinblick auf die ausgewählten Ziele gestärkt und verstetigt werden.  Von anderen lernen : Ein systematischer Vergleich mit erfolgreichen Modellen aus anderen Kommunen wird empfohlen.  Wirkung überprüfen : Eine regelmäßige Evaluation und Berichterstattung sollten eingeführt werden. 3. Finanzielle Auswirkungen: ☒ Ja ☐ Nein Die Mittel für die Evaluation durch das externe Evaluationsteam in Höhe von schätzungsweise 33.000 Euro stehen im Produkt 2528101 (Kulturamt) auf dem Konto 52910000 (Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen) zur Verfügung. 4. Weiteres Vorgehen: Der Evaluationsbericht erhält sein finales Layout und wird dann veröffentlicht. Auf Grundlage des finalen Evaluationsberichts wird die Verwaltung an einer Weiterentwicklung einer wirkungs- und gemeinwohlorientierten Kulturstrategie arbeiten und dabei die drei Schritte einhalten, die im Evaluationsbericht vorgeschlagen sind: Seite 4 1. Entwicklung einer integrierten Kulturstrategie 2. Prozess zur Priorisierung von ein bis drei Schwerpunktthemen 3. Analyse der Akteurslandschaft und Entscheidungen für Beteiligungsprozesse und Informationskanäle. Anlagen: Anlage 1 Evaluation ausgewählter Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf - Abschlussbericht
Anlage 1 Evaluation ausgewählter Maßnahmen der Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf - Abschlussbericht als Text anzeigen
Title: 00589963.pdf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00589963.pdf Published Time: Mon, 15 Jun 2026 11:34:45 GMT Number of Pages: 39 Markdown Content: Evaluation ausgewählter Maßnahmen der # Kulturentwicklungsplanung für die # Landeshauptstadt Düsseldor f – # Abschlussbericht 1 # Inhalt 1 Executive Summary ................................ ................................ ................. 2 1.1 Was wurde erreicht? ................................ ................................ ..................... 2 1.2 Wo liegen zentrale Herausforderungen? ................................ ....................... 3 1.3 Was folgt daraus für die Zukunft? ................................ ................................ .. 3 2 Vorgehen bei der Untersuchung ................................ ............................... 5 3 Entwicklungskontext und Rahmenbedingungen für die Evaluation ........... 8 4 Ergebnisse der Maßnahmen -Analyse ................................ ..................... 10 4.1 Maßnahme Gründung eines „Rats der Künste“ ................................ ............ 10 4.2 Maßnahme “Modellprojekt „Kulturquartier am Bahnhof“ als dauerhaften, alternativen Kulturknoten etablieren und damit Düsseldorf ein zusätzliches kulturelles Gesicht geben” ................................ ................................ ................. 13 4.3 Maßnahme “Dauerhafte Arbeitsgruppe/Netzwerk zur inter - beziehungsweise transkulturellen Öffnung kultureller Einrichtungen und Projekte beziehungsweise zum Thema Teilhabe insgesamt etablieren” ................................ ...................... 16 4.4 Maßnahme “Die Museums -, Ausstellungs - und – wo möglich/sinnvoll – auch Galerienlandschaft Düsseldorfs gemeinsam sichtbar machen, stärker koordinieren und vernetzen” ................................ ................................ ............. 19 4.5 Maßnahme “Entwicklung einer digitalen Strategie für die gebündelte Kommunikation über Kunst und Kultur in Düsseldorf” ................................ ........ 22 5 Zentrale Muster und Befunde aus der Gesamtbetrachtung ..................... 25 6 Zentrale Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe für die zukünftige Kulturarbeit ................................ ................................ ................................ .29 7 Fazit ................................ ................................ ................................ ........ 33 Empfehlungen zur strategischen Fokussierung ................................ ................. 33 Transfer der Erkenntnisse in die Praxis ................................ ............................. 35 Anhang ................................ ................................ ................................ ...... 36 Liste der Teilnehmenden an den Fokusgruppen ................................ ........ 36 Impressum ................................ ................................ ................................ .38 2 # 1 Executive Summary ## 1.1 Was wurde erreicht? Bekanntheit Insgesamt ist die Kulturentwicklungsplanung (KEP) im Kreis der Stakeholder*innen in Düsseldorf breit bekannt. Fast drei Viertel der Teilnehmenden an der Online -Befragung kennt die KEP der Landeshauptstadt Düsseldorf zumindest dem Namen nach. Darüber hinaus ist rund neun von zehn Befragungsteilnehmenden mindestens eine der KEP -Maßnahmen inhaltlich bekannt. Der Rat der Künste ist laut Online -Befragung die bekannteste der Maßnahmen der KEP . Seine Einrichtung wird insgesamt positiv bewertet. Das Potenzial als dialogorientiertes Gremium in der Düsseldorfer Kulturlandschaft ist deutlich erkennbar. Kulturelle Stadtentwicklung Im Bahnhofsquartier ist es gelungen, einzelne Orte erfolgreich als kulturelle Ankerpunkte zu etablieren. Für das Quartier ist eine deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität durch die kulturelle Nutzung zu erkennen. Sensibilisierung Die Bemühungen um eine inter - bzw. transkulturelle Öffnung haben eine Sensibilisierung innerhalb vieler Kulturinstitutionen hervorgebracht. Dies ist vor allem im Bereich der Vermittlung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Programme festzustellen. Sichtbarkeit Im Kontext der Sichtbarkeit speziell der Muse ums -, Ausstellungs - und Galerienlandschaft wurden gemeinsame Marketinginstrumente und öffentlichkeitswirksame Formate wie das Kulturportal oder ganz aktuell das Art:walk Festival entwickelt. Eine Verbesserung und Modernisierung der digitalen Kulturkommunikation wurde n erreicht. Besonders positiv werden die Sichtbarkeit auf Social Media und weitere Instrumente , wie die Newsletter des Kulturamts und eigenständige Webseiten für die städtischen Museen gesehen. Offenheit Insgesamt wurden die dialogorientierte Öffnung der Verwaltung sowie die verbesserte Kommunikation und Koordination zwischen Kulturamt und Kulturszene als positive Entwicklung infolge der KEP hervorgehoben. Auch die Stärkung der Rolle der Kultur innerhalb d er Stadtentwicklung wird teilweise positiv hervorgehoben. 3 ## 1.2 Wo liegen zentrale Herausforderungen? Laut den Ergebnissen der Online -Befragung liegen die kulturpolitischen Herausforderungen der Landeshauptstadt vor allem in den Bereichen kulturelle Infrastruktur und Stadtentwicklung, gefolgt von den Bereichen Kulturelle Teilhabe und Partizipation sowie Förderkonze pte. Stadtgesellschaft Für das Bahnhofsquartier wurden unter anderem Zielkonflikte zwischen kulturellen Nutzungen, sozialen Herausforderungen, Sicherheitsfragen und städtebaulichen Anforderungen festgestellt. Für den Kontext von Teilhabe und Diversität ist festzustellen, dass es häufig an verbindlichen Zielsystemen, langfristigen Ressourcen und vor allem an systematischer Erfolgskontrolle mangelt. Im Bereich der Sichtbarkeit von Kulturangeboten in der Landeshauptstadt Düsseldorf lässt sich in erster Linie eine fehlende Gesamtstrategie im Sinne der gebündelten Kommunikation – auch für den digitalen Raum – feststellen. Gesamtsteuerung Die Herausforderung liegt nicht unbedingt in einzelnen operativen Versäumnissen , sondern in der fehlenden Gesamtsteuerung und der mangelnden langfristigen Absicherung von Entwicklungen. Viele Prozesse laufen parallel ohne ausreichende Vernetzung und wichtige Themen wie Diversität oder kulturelle Stadtentwicklung basieren oft auf kurz fristigen Projekten oder individuellem Engagement statt auf verbindlichen Strukturen. Es fehlt an einer konsistenten Strategie, messbaren Zielen und einer institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Kulturszene. Rat der Künste Beim Rat der Künste ist die fehlende Klarheit über Aufgaben, Mandat und Rolle des Rat s sowie die fehlende verbindliche Einbindung in politische Entscheidungsprozesse ein Hindernis für die Wirksamkeit des Rat s im kulturpolitischen Diskurs. ## 1.3 Was folgt daraus für die Zukunft? Die Kulturverwaltung sollte ihre Ressourcen konsequent auf wenige, gemeinsam definierte Zukunftsziele konzentrieren – dabei sollte Priorisierung vor Breite stehen . Messbarkeit Strategische Verankerung ist entscheidend. Konkret bedeutet das: SMAR T1- Ziele definieren, klare Zuständigkeiten festlegen und politische Beschlüsse sowie Haushaltsplanungen darauf ausrichten. > 1S–Spezifisch : Das Ziel ist eindeutig und konkret beschrieben. M–Messbar: Der Fortschritt bzw. die > Zielerreichung kann anhand von Kriterien oder Kennzahlen überprüft werden. A–Attraktiv / Akzeptiert (auch: > Ausführbar): Das Ziel ist motivierend, realistisch erreichbar und von den Beteiligten mitgetragen. 4 Kulturstrategie Es wird empfohlen, in einer integrierten Kulturstrategie verbindliche Ziele mit klar definierten und wirkungsorientierten Maßnahmen , ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie kontinuierliches Lernen abzusichern. Hier sollten besonders für die Kultureinrichtungen verbindliche und konsequent umzusetzende Zielvereinbarungen geschaffen werden. Kooperation und Monitoring Abteilungsübergreifende Kooperationen soll ten stärker auf die strategischen Schwerpunkte ausgerichtet werden, um unterschiedliche Lebensrealitäten einzubeziehen. Lernen und Monitoring sollten als kontinuierliche und verbindliche Aufgaben in Arbeitsabläufe veranker t werden. Systematisches Benchmarking mit anderen Städten sowie kontinuierliche Evaluationen können Erfolge und Herausforderungen dokumentieren, um Strategien fortlaufend zu optimieren. > R–Realistisch (oder Relevant): Das Ziel ist sinnvoll, umsetzbar und steht im Zusammenhang mit den > übergeordneten Zielen. T–Terminiert: Für die Zielerreichung ist ein klarer Zeitrahmen festgelegt .5 # 2 Vorgehen bei der Untersuchung Im November 2025 wurden Inez Boogaarts, Sandra Czerwonka und Anke von Heyl vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf mit der Evaluation der KEP be auftragt .2 Aus der Vielzahl der im Rahmen der KEP erarbeiteten Maßnahmen wurden fünf exemplarische Maßnahmen für die Evaluation ausgewählt („Tiefenbohrung“). Die fünf Maßnahmen gehören systematisch zu den zentralen Transformationshebeln der gesamten KEP. Sie markieren jeweils Knotenpunkte, an denen andere Maßnahmen ansetzen und von denen aus die Kulturentwicklung insgesamt in Bewegung gebrach t werden kann. Sie sind in der KEP mit hoher Priorität beschrieben worden .3 • Die Maßnahme „Gründung eines Rats der Künste” gehört zum ersten Handlungsfeld „ Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturförderung “ - einem zentralen Governance -Thema. • Die Maßnahmen „Modellprojekt Kulturquartier am Bahnhof” und "Museums - und Ausstellungs - sowie Galerienlandschaft gemeinsam sichtbar machen, stärker koordinieren und vernetzen” beziehen sich auf die „ Kulturelle Infrastruktur und Konzepte “. • Die Maßnahmen „Arbeitsgruppe/Netzwerk zur inter - bzw. transkulturellen Öffnung kultureller Einrichtungen und Projekte” sowie „Entwicklung einer digitalen Strategie für eine gebündelte Kommunikation über Kunst und Kultur” liegen im Handlungsfeld „Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation “, also einem wichtigen Transformationsfeld der KEP. Die Auswahl der Maßnahmen deckt alle drei Handlungsfelder der KEP ab, die den strategischen Rahmen für einen kulturpolitischen Veränderungsprozess vorgeben. Diese sind: • Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturförderung – Grundlagen für eine nachhaltige Kulturentwicklung schaffen • Kulturelle Infrastruktur und Konzepte – Kunst und Kulturarbeit in Düsseldorf dauerhaft stärken und modellhafte Ansätze ermöglichen • Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation – Transkulturelle Öffnung, Vermittlung und Sichtbarkeit durch Vernetzung und Ermächtigung ermöglichen. Der vorliegende Bericht bewertet die ausgewählten Maßnahmen der KEP und analysiert deren Erfolge sowie bestehende Herausforderungen für die zukünftige Ausrichtung der Kulturarbeit. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen > 2„Die Kulturentwicklungsplanung (KEP) Düsseldorf ist ein kulturpolitisches Planungsverfahren, mit dem die > Landeshauptstadt ab 2016 ihre Kulturpolitik neu aufgestellt hat und einen weitreichenden > Veränderungsprozess der Kultur in der Stadt angestoßen hat. Ent wickelt wurden Lösungsansätze, die es > ermöglichen, nachhaltig auf gesellschaftspolitische Herausforderungen der Gegenwart zu reagieren. “ > Siehe https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt41 -Zoll/kulturamt/pdf/KEP/Kep - > Duesseldorf_Abschlusbericht_ -_bf.pdf ). Unterschiedliche u nd /o der vergleichbare Kulturentwicklungspläne > gibt es auch z. B. in Duisburg, Bochum, Köln, Wiesbaden , Frankfurt a. M. etc. ( siehe > auch https://www.strategische -kulturplanung.lwl.org/de/kulturentwicklungsplanung/kulturplanungen - > westfalen -lippe/ . > 3Folgende Maßnahmen wurden zur Priorisierung vorgeschlagen :Gründung „Rat für die Künste“ -Fortführung > der KEP -Koordination -Masterplan Kulturbauten und -orte -Verwaltung 2020 -Zeitgemäßes Nutzungskonzept > KAP 1 -Museums -und Aus stellungslandschaft sichtbar machen, koordinieren und vernetzen -Transkulturelle > Öffnung -Digitale Strategie . 6 werden am Ende des Abschlussberichts in einem Fazit strategische Empfehlungen formuliert. Online -Befragung Mit einer vom 27. Februar 2026 bis zum 18. März 2026 verfügbaren Online - Befragung von insgesamt 169 4 Betei ligten und /oder Adressat*innen der KEP wurde eine breite empirische Grundlage geschaffen und übergreifende Einschätzungen und Wahrnehmungen innerhalb der Kulturlandschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf sichtbar gemacht. Die Online -Befragung bestand aus 25 Fragen, die folgende Bereiche abdecken: • Bekanntheit der KEP • Bekanntheit der fünf ausgewählten Maßnahmen • Zufriedenheit mit den jeweiligen Maßnahmen sowie Bewertung bzgl. Umsetzung und Zielerreichung • Einschätzung der Effektivität der KEP und ihrer Maßnahmen sowie allgemeines Feedback zur KEP • Wahrnehmung der Landeshauptstadt Düsseldorf als Kulturstadt • Einschätzung zu kulturpolitischen Themen in der Landeshauptstadt Düsseldorf . Darüber hinaus wurden die Befragten gebeten, Angaben zu ihrer beruflichen Praxis / institutionellen Zugehörigkeit durch Auswahl vorgegebener Antwortoptionen zu machen sowie die Einwilligung zur Datenverarbeitung zu bestätigen. Die insgesamt 445 Adressat*innen der Befragung wurden von der Kulturverwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgewählt und lassen sich den Bereichen Kommunalpolitik, Kommunalverwaltung, Städtisches Kulturinstitut, Beteiligungsgesellschaft oder Einrichtung des Landes NRW, Kultureinrichtung in freier Trägerschaft / Kulturverein / K ulturfestival, Freischaffende*r Künstler*in, Kreativwirtschaft / Tourismus, Stiftung / Freundeskreis und Sonstige zuzuordnen. Im Vergleich der relativen Häufigkeiten der in der G esamtheit der Adressat*innen vorkommenden oben genannten Gruppen mit denen der tatsächlichen Befragungsteilnehmenden zeigt sich, dass die Gruppe “Kommunalverwaltung” überrepräsentiert ist, während die Gruppen “Freischaffende Künstler*in” und “Kreativwirtsc haft / Tourismus” unterrepräsentiert sind. 5 Ansonsten entsprechen die Anteile der genannten Gruppen innerhalb der tatsächlichen Befragungsteilnehmenden in etwa ihrer relativen Häufigkeit innerhalb der Gesamtheit der Adressat*innen. > 4Von 445 Adressat*innen haben 169 Personen die Befragung abgeschlossen (38 %), was als > zufriedenstellender Rücklauf zu bewerten ist. > 5Der Anteil der vom Kulturamt Düsseldorf als „Kommunalverwaltung“ kategorisierte n Adressat*innen an allen > Adressat*innen der Befragung entspricht 9,44 %, während der Anteil der Befragungsteilnehmer*innen, die sich > selbst der Gruppe „Kommunalverwaltung“ zuordnen bzw. aufgrund ihrer Angabe unter „Sonstiges“ der Gruppe > „Kommunalverwaltung zugeordnet werden können (korrigierte Zahl), unter allen Befragun

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen KUA/116/2026