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Title: Informationsvorlage
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00588065.pdf
Published Time: 2026-06-19T07:00:00.000Z
Number of Pages: 2
Markdown Content:
KUA/090/2026
X öffentlich nicht öffentlich
# Informationsvorlage
Betrifft:
Goethe-Museum / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung - Ausstellungsprogramm 2.
Halbjahr 2026
Fachbereich:
41 - Kulturamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Miriam Koch
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Kulturausschuss 02.07.2026 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Sachdarstellung:
Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt Kenntnis vom
Ausstellungsprogramm des Goethe Museums / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung für
das zweite Halbjahr des Jahres 2026.
Fortsetzung Jubiläumsausstellung
Vom 03. Juni bis 06.12.2026
Aus dem Schatten. Katharina Kippenberg und Frauen der Goethezeit
Anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Goethe-Museums und des 150. Geburtstags von
Katharina Kippenberg zeigt die Ausstellung Frauen der Goethezeit und der Romantik, die
lange im Schatten der Überlieferung standen.
Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Übersetzerinnen, Journalistinnen und Unternehmerinnen
treten mit poetischen Werken, visionären Bildwelten sowie emanzipatorischen Texten und
politischen Debatten hervor. Werkmanuskripte, Briefe, Porträts und Bücher – darunter
zahlreiche unbekannte und erstmals gezeigte Objekte – werden erstmals systematisch
erschlossen und neu kontextualisiert. So eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf die
Kippenberg-Sammlung, eine der weltweit bedeutendsten literarischen Privatsammlungen.
Einen besonderen Bezugspunkt bildet Katharina Kippenberg (1876–1947), deren 150.
Geburtstag im Jahr 2026 Anlass der Ausstellung ist. Als Herausgeberin, Literatin und
Mitgestalterin des Insel-Verlags prägte sie das literarische Leben ihrer Zeit wesentlich mit.
Mit ihrem weitreichenden Netzwerk förderte sie die Sichtbarkeit von Autorinnen und öffnete
den Verlag für neue literarische Strömungen. Bereits 1914 kuratierte sie auf der
Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig die Abteilung „Die Frau
im Buchgewerbe“ – ein frühes Zeugnis ihres Engagements für Frauen im Verlagswesen und Seite 2
in der Buchkultur. Ihr Wirken blieb lange unterschätzt und erfuhr erst spät öffentliche
Anerkennung.
Mit der Ausstellung verbindet das Goethe-Museum erstmals die Geschichte Katharina
Kippenbergs mit einer breiteren Perspektive auf weibliche Autorschaft, kulturelle Netzwerke
und Formen weiblicher Teilhabe um 1800 und darüber hinaus.
Bis zum 28. August 2026
Alle brauchen Märchen. Goethes ›Märchen‹ heute .
Im Zentrum der Sonderausstellung steht Goethes 1795 entstandenes „Märchen“ als
Ausgangspunkt für Fragen nach Gemeinschaft, Utopie und Sinnsuche in Vergangenheit und
Gegenwart. Auf rund 150 m² präsentiert die Ausstellung historische Exponate, Leihgaben
aus Museen und Theatern sowie eigens für die Schau geschaffene großformatige
Illustrationen zu Goethes „Märchen“. Partizipative Angebote für verschiedene Altersgruppen
ergänzen die Präsentation.
Fortsetzung Sammlungsintervention
Bis auf weiteres können Besucher im Goethe-Museum eine Intervention des Künstlers
Christoph Westermeier mit dem Titel Abbild, Bild und Bilder sehen. Goethes Porträt gehört
seit dem 18. Jahrhundert zum festen Bildgedächtnis der Hochkultur. Doch was bedeutet
dieses ikonische Antlitz für einen Künstler der Gegenwart? Christoph Westermeier geht
dieser Frage in seiner Intervention nach. Seine vielschichtigen Tableaus und Collagen
verweben biografische Spuren Goethes mit der Geschichte des Düsseldorfer Goethe-
Museums und reflektieren die Wandelbarkeit fotografischer und skulpturaler Bildtraditionen.
Historische Referenzen, persönliche Fundstücke und museale Kontexte treten dabei in einen
offenen Dialog über die fortdauernde Aktualität eines kulturellen Bildsymbols.
Vom 28. August 2026 bis 11. Oktober 2026
Neue Kabinett-Ausstellung
Natur und Geister (Arbeitstitel )
in Kooperation mit dem Verein Düsseldorf – Palermo e. V.
Zum 10-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Düsseldorf – Palermo präsentiert das
Goethe-Museum die Ergebnisse des länderübergreifenden Open Calls Natur und Geister .
Ausgangspunkt war Goethes Zeichnung der „Geisterfiguren“ der Villa Palagonia bei Palermo
(1787). Eine Jury wählt zeitgenössische Positionen aus Düsseldorf und Palermo aus, die das
Spannungsfeld von Natur, Geist und Monstrosität neu interpretieren. Die Ausstellung macht
die künstlerische Vielfalt beider Partnerstädte sichtbar und wird nach derzeitigem Plan im
Spätherbst in Palermo weitergeführt. Die Eröffnung findet am 28.08.2026 im Rahmen des
Goethe-Sommerfests statt.