Informationsvorlage Aktenzeichen JHA/043/2026

Projekt: „Düsseldorf fragt nach – mehr Beteiligung wagen'' „Beteiligung von Armutsbetroffenen, Expertise zur Armutsbekämpfung sowie Sozialplanung in Nordrhein-Westfalen'' (Förderaufruf des MAGS)

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 21. April 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

In Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität und der Hochschule Düsseldorf wurde im Zeitraum 01.08.2025 bis 31.12.2025 das Projekt „Düsseldorf fragt nach - mehr Beteiligung wagen“ durchgeführt.

Im Mittelpunkt stand die Fragestellung, wie eine politische Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung gestaltet werden kann. In diesem Zusammenhang wurden partizipative Grundlagen für die Entwicklung eines Konzepts zur Einbindung armutsbetroffener Menschen in lokale Verwaltungs- und politische Entscheidungsprozesse in Düsseldorf erarbeitet.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 21. April 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Themen

Vorgang · JHA/043/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Weitere Unterlage

    Abschlussbericht „Düsseldorf fragt nach – mehr Beteiligung wagen'' inklusive Anhänge · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 5.1

    Jugendhilfeausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

  4. Weitere Unterlage

    Präsentation · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  5. Weitere Unterlage

    Präsentation zum Vortrag TOP 10 · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  6. Sitzung · TOP 10

    Ausschuss für Gesundheit und Soziales. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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Dokumenttexte

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Title: Informationsvorlage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00584373.pdf Published Time: 2026-04-22T16:17:00.000Z Number of Pages: 3 Markdown Content: JHA/043/2026 X öffentlich nicht öffentlich # Informationsvorlage Betrifft: Projekt: „Düsseldorf fragt nach – mehr Beteiligung wagen'' „Beteiligung von Armutsbetroffenen, Expertise zur Armutsbekämpfung sowie Sozialplanung in Nordrhein-Westfalen'' (Förderaufruf des MAGS) Fachbereich: 51 - Amt für Soziales und Jugend Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Jugendhilfeausschuss 13.05.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Gesundheit und Soziales 19.05.2026 Kenntnisnahme Hintergrund Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat im Jahr 2025 finanzielle Mittel zur Umsetzung von „Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und für den sozialen Zusammenhalt“ bereitgestellt. Als zuständiges Amt für das Handlungsfeld „Bekämpfung von Armutsfolgen“ im Rahmen des Düsseldorfer Nachhaltigkeitsprozesses ist das Amt für Soziales und Jugend dem Förderaufruf des Ministeriums gefolgt und hat einen Antrag für den Baustein 1 „Stärkung der politischen Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung“ eingereicht. Dieser Antrag wurde positiv beschieden. Sachdarstellung In Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität und der Hochschule Düsseldorf wurde im Zeitraum 01.08.2025 bis 31.12.2025 das Projekt „Düsseldorf fragt nach - mehr Beteiligung wagen“ durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Fragestellung, wie eine politische Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung gestaltet werden kann. In diesem Zusammenhang wurden partizipative Grundlagen für die Entwicklung eines Konzepts zur Einbindung armutsbetroffener Menschen in lokale Verwaltungs- und politische Entscheidungsprozesse in Düsseldorf erarbeitet. Seite 2 In fünf sozialen Einrichtungen, die von unterschiedlichen Zielgruppen armutsbetroffener Menschen besucht werden, wurden Workshops durchgeführt. Im Rahmen dieser Workshops wurden folgende drei unterschiedliche Beteiligungsformate als mögliche Modelle für eine eigene Beteiligung vorgestellt und gemeinsam diskutiert: 1. der Beirat , 2. die Stadtteilkonferenz sowie 3. das Vorbereitungstreffen als Austausch- und Schulungsformat. Drei Leitfragen standen im Mittelpunkt:  Wie sollte das jeweilige Format ausgestaltet sein?  Welche Themen sollten behandelt werden?  Aus welchen Gründen beziehungsweise unter welchen Voraussetzungen würden Bürger*innen an einem solchen Format teilnehmen? Als Ergebnis der Workshops lässt sich festhalten, dass keine eindeutige Empfehlung für ein bestimmtes Beteiligungsformat abgeleitet werden kann, da alle diskutierten Formate Vor- und Nachteile aufweisen. Dabei konnten sowohl formatübergreifende Gelingensfaktoren in Form von Anreizen als auch Hemmnissen für eine erfolgreiche Partizipation identifiziert werden. Hemmnisse der Beteiligung armutsbetroffener Menschen >  Viele Betroffene empfinden Scham oder Unsicherheit, ihre Lebenssituation öffentlich zu thematisieren. Ohne einen sensibel gestalteten, geschützten Raum wird dies zur Teilnahmebarriere. >  Sprachbarrieren und die Annahme, gute Deutschkenntnisse seien Voraussetzung, können abschreckend wirken. Übersetzungsangebote, einfache Sprache und unterstützende Begleitung sind notwendig. >  Fehlende zielgruppenspezifische Formate und unzureichend zugängliche bestehende Gremien erschweren die Beteiligung. >  Unterschiedliche Bedürfnisse der Zielgruppen erfordern flexible Formate. >  Beteiligung ist erschwert, wenn keine langfristige strukturelle Verankerung und stabile Rahmenbedingungen bestehen. Anreize, die zur Beteiligung motivieren >  Das Erleben von Gemeinschaft und Austausch motiviert zur Teilnahme: Menschen möchten Gleichgesinnte treffen, sich vernetzen und Unterstützung erfahren. >  Materielle Anerkennung wie Carepakete, Gutscheine oder gemeinsames, kulturell sensibles Essen wird als Wertschätzung wahrgenommen und schafft Zugehörigkeit. >  Die Teilnahme wird erleichtert, wenn zeitliche Freistellungen von Arbeit oder anderen Verpflichtungen möglich sind. Fazit Die nächsten Schritte bestehen darin, folgende Fragestellungen weiter zu behandeln:  Wie können armutsbetroffene Menschen durch bestehende Angebote der sozialen Infrastruktur besser erreicht und einbezogen werden?  Wie können bestehende Beteiligungsformate so ausgestaltet und beworben werden, dass auch armutsbetroffene Menschen eine Chance zur aktiven Mitwirkung erhalten – beispielsweise durch eine Kandidatur in Gremien wie Jugend-, Senioren- oder Behindertenrat sowie in Schulpflegschaften oder Elternbeiräten?  Wie kann das Thema Beteiligung mit den öffentlichen, niedrigschwelligen Begegnungsräumen, den „Sozialen Orten“, verknüpft werden, um Zugänge zur Mitwirkung zu erleichtern? Seite 3 Darüber hinaus ist festzuhalten, dass die am Projekt beteiligten armutsbetroffenen Menschen Interesse an einem weiteren Austausch haben. Für einen großen Teil der Workshop-Teilnehmenden wäre eine eigene Beteiligung sehr viel einfacher, wenn dafür ein geschützter Raum („Safe Space“) zur Verfügung stünde. Ein Beteiligungsformat, das sich ausschließlich an armutsbetroffene Menschen richtet, ähnlich dem „Vorbereitungstreffen“, könnte einen solchen geschützten Raum bieten und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Teilhabe und politischer Handlungsfähigkeit leisten. Sofern seitens des MAGS ein erneuter Förderaufruf erfolgt, bestünde die Möglichkeit, ein entsprechendes Anschlussprojekt zu beantragen und die begonnenen Ansätze systematisch weiterzuentwickeln. Anlagen: Abschlussbericht „Düsseldorf fragt nach – mehr Beteiligung wagen'' inklusive Anhänge

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen JHA/043/2026