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AUS/049/2025
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Informationsvorlage
Betrifft:
Sechster Bericht zum Ratsbeschluss „ Saubere Luft für Düsseldorf - Reduzierung von
NOx-Emissionen vorantreiben
Fachbereich:
19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ordnungs- und
Verkehrsausschuss
15.04.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Umwelt-,
Klima- und Verbraucherschutz
16.04.2026 Kenntnisnahme
Rat 07.05.2026 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Zur Chronologie
Im Juni 2021 wurde der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH)
und dem Land NRW bezüglich des Luftreinhalteplans (LRP) Düsseldorf aus 2/2019
beendet. Die DUH, das Land NRW und die beigeladene Stadt Düsseldorf einigten sich
in einem außergerichtlichen Vergleich auf ein umfangreiches Paket von
Minderungsmaßnahmen zur langfristigen und dauerhaften Absenkung der Belastung
mit luftverunreinigenden Stoffen unter die Ziel- und Grenzwerte, insbesondere
bezogen auf den Grenzwert von Stickstoffdioxid (NO 2 ) von 40 µg/m³ pro
Kalenderjahr.
In der Vorlage RAT/467/2021 - „ Luftreinhaltung: Abschluss der DUH-Klage mit
Vergleich " wurde zu den vereinbarten Maßnahmen berichtet.
Aus dem Abschluss des Vergleichs ergab sich die Pflicht zur Aktualisierung des
bisherigen LRP ' s aus 2/2019.
In der Vorlage AUS/085/2021 - „ Vierte Fortschreibung des LRP ' s Düsseldorf:
Offenlage des Entwurfs " wurde hierzu berichtet.
Seit 6/2022 ist die vierte Fortschreibung des aktuell gültigen LRP ' s Düsseldorf
rechtskräftig.
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Umsetzung der Maßnahmen der bisherigen und des aktuellen LRP
Nicht vollständig abgeschlossene Maßnahmen früherer LRP ' e wurden entweder
vollständig oder in leicht abgeänderter Form in das Maßnahmebündel des Vergleichs
sowie in den darauf aufbauenden, aktuell gültigen LRP übernommen.
Da es sich um einen besonders wirkungsstarke Maßnahmen handelt, ist zunächst das
Projekt VinDUS (Verkehrsinformation und Dynamische Umweltsensitive
Verkehrssteurung) zu erwähnen. Das vom Bund geförderte Modellvorhaben wird auf
der Merowinger und der Corneliusstraße eingesetzt. Je nach Witterungsbedingungen
erlaubt das System unterschiedliche Verkehrsmengen, mit dem Ziel einer
passgenauen NO 2 -Grenzwerteinhaltung. Seit Mai 2023 wird das System im
Realbetrieb auf der Straße eingesetzt. Konkrete, methodische Details sind der
Vorlage OVA/086/2023 - „ Sachstandsbericht Förderprogramm Verkehrsinformation
und Dynamische Umweltsensitive Steuerung (VinDUS) " zu entnehmen.
Die übrigen Maßnahmen des aktuell gültigen LRP ' s wirken mehrheitlich in ihrer
Gesamtheit und haben eine eher stabilisierend-unterstützende Funktion.
Viele dieser Maßnahmen sind mittlerweile vollständig umgesetzt. So sind
beispielsweise 80% der Lichtsignalanlagen (LSA) mit einer Bevorrechtigung für den
ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) ausgestattet worden. Damit gilt das
Potenzial zur Beschleunigung des ÖPNV mittels spezieller LSA in der Kernstadt als
ausgeschöpft.
Aber auch für die hochkomplexen Maßnahmen, deren vollständige Umsetzung
naturgemäß eine gewisse Zeit braucht, konnten im vergangenen Jahr gute
Fortschritte verzeichnet werden, so etwa die RadLeitRouten 1 und 2 (RLR 1 und 2)
oder der Bau der U-Bahn-Linie U81.
Die dritte Kategorie sind verstetigte Daueraufgaben. So wird beispielsweise der
Fahrradverkehr durch den stetigen Radwegeausbau und die wachsende Zahl von
Radabstellanlagen, wie Bügel sowie Einzel- und Sammelboxen, sicherer und
attraktiver. In 2025 ist die Zahl der Mobilststationen weiter gestiegen. Sie werden
gut angenommen und die Nachfrage steigt, was zur Planung des weiteren Ausbaus
des Mobilstationen-Netzes führt. Dazu gehören aber auch die Fortschritte der
Arbeitsgruppe „ Kompetzenzregion Wasserstoff: Düsseldorf. Rhein.Wupper. " . Im Mai
2025 hat die H2 MOBILITY GmbH gemeinsam mit der Stadtwerke Düsseldorf AG
Europas größte Wasserstofftankstelle auf dem Tankstellengelände Höherweg in
Düsseldorf eröffnet. Die technische Auslegung der neuen Hochleistungstankstelle
bietet die Möglichkeit, täglich über 100 Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu betanken; u.a.
betankt dort die Rheinbahn bereits jetzt ihre 20 Brennstoffzellenbusse. Weitere
werden im Zuge Ausbaus der fortschreitenden Elektrifizierung der Rheinbahn-
Busflotte folgen.
Weitere Details zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen des aktuell gültigen LRP ' s
sind der Anlage 1 zu entnehmen.
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Entwicklung der Luftqualität
Im Jahr 2024 ist es im fünften Jahr in Folge gelungen, den Grenzwert für NO 2 gemäß
derzeitiger 39. BImSchV von 40 µg/m³ an allen Düsseldorfer Messstellen
einzuhalten.
An der bislang kritischen Messstelle Corneliusstraße wurde im Jahr 2024 eine NO 2 -
Belastung von 32 µg/m³ gemessen; damit wurde der maßgebliche Grenzwert um 20
Prozent unterschritten. Am Passivsammler an der Merowinger Straße 77 wurde der
Wert von 34 μ g/m³ erreicht. Das kontinuierliche Messgerät an der Merowinger
Straße 75/77 verzeichnete eine Belastung von 32 μ g/m³. Die Differenz zwischen
Passivsammler und kontinuierlichen Gerät auf der Merowinger Straße lag im Bereich
der Messungenauigkeit.
Details zu den übrigen Düsseldorfer Messstellen und den weiteren Luftschadstoffen
sind der Vorlage AUS/041/2025 „ Luftqualität 2024 " zu entnehmen.
Die Minderung geht zurück auf ein Zusammenspiel von in dieselbe Richtung
wirkenden Faktoren, wie günstige Wetterbedingungen, die kontinuierliche
Flottenmodernisierung sowie die im Luftreinhalteplan festgesetzten und nun
kontinuierlich umgesetzten Minderungsmaßnahmen. Konkrete Minderungsbeiträge
der einzelnen Maßnahmen sind mit den Möglichkeiten der Stadt nicht darstellbar, da
sie in komplexen Abhängigkeiten zu einander stehen.
Es deutet sich zum jetztigen Zeitpunkt bereits an, dass sich die positiven Tendenzen
der letzten Jahre auch in 2025 fortgesetzt haben werden. Abschließende Aussagen
zur Entwicklung und Beurteilung der Luftqualität in 2025 können allerdings erst
getroffen werden, wenn valide, abschließend geprüfte Messwerte vorliegen.
Anlagen:
Anlage 1 Umsetzungsstand der Maßnahmen 12_2025
Anlage 1 Umsetzungsstand der Maßnahmen 12_2025 als Text anzeigen
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Anlage zur Vorlage AUS / 049 / 2025
Umsetzungsstand der Maßnahmen der vierten Fortschreibung des Luftreinhalteplans Düsseldorf: Dezember 2025
Teilpaket 1: Verkehrliche Maßnahmen
142
Umweltsensitive
Verkehrssteuerung zur Entlastung
des Belastungsschwerpunkts
Merowingerstraße
Die Maßnahme ist seit Mai 2023 mit der Einrichtung der automatisierten dynamischen
Schaltungen umgesetzt.
143
Umweltsensitive
Verkehrssteuerung zur Entlastung
des Belastungsschwerpunkts
Corneliusstraße
Die Maßnahme ist seit Mai 2023 mit der Einrichtung der automatisierten dynamischen
Schaltungen umgesetzt.
144
Höchstgeschwindigkeit auf der
Merowingerstraße auf Tempo 30
Die Maßnahme ist umgesetzt.
145.1
Höchstgeschwindigkeit auf
Hauptverkehrsstraßen auf Tempo
30
Das gemeindliche Einvernehmen für die als unproblematisch eingestuften Straßenzüge
wurde in 2022 eingeholt. Die Maßnahme ist umgesetzt.
145.2
Höchstgeschwindigkeit auf Tempo
30 für den Nachtzeitraum nach
Lärmaktionsplan II
Die Maßnahme ist vollständig umgesetzt.
145.3
Prüfung der Reduzierung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit
auf Tempo 30 nach
Lärmaktionsplan III
Die Prüfung der im Vergleich aufgeführten Straßenabschnitte ist abgeschlossen. Die
verkehrsrechtliche Anordnung erfolgte in 2022.
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145.4
Prüfung der Reduzierung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit
auf Tempo 30 für weitere
Straßenabschnitte
Das Thema wird im Rahmen der Erarbeitung des Mobilitätsplans D aufgegriffen. Die
verkehrsrechtliche Anordnung weiterer Straßenabschnitte bzw. Tempo-30-Zonen erfolgt
auf Basis der notwendigen straßenverkehrsrechtlichen Einzelfallprüfung und
entsprechender politischer Beschlussfassungen als dauerhafter Prozess.
145.5
Höchstgeschwindigkeit vor
sensiblen Einrichtungen auf Tempo
30
Die straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen zur Luftreinhaltung sind abgeschlossen. Die
Verwaltung konzentriert sich bei der verkehrsrechtlichen Anordnung von Tempo 30
maßgeblich auf die Belange der Verkehrssicherheit (Stichwort: sensible Einrichtungen)
und Lärmschutz, ohne die Luftreinhaltung negativ zu beeinflussen. Eventuelle
Neuregelungen der Straßenverkehrsordnung werden berücksichtigt, wenn diese
vorliegen. Von den seitens der Verwaltung als sensibel eingestuften Einrichtungen liegen
bereits 80% an einer Straße mit Tempo 30.
146
Optimierung der Signalanlagen für
die Ludenberger Straße hinsichtlich
ÖPNV-Beschleunigung und
Verkehrsfluss
Der Großteil der Lichtsignalanlagen entlang der Bergischen Landstraße ist mit einer
ÖPNV-Beschleunigung ausgestattet. Angebotsverbesserungen im Busverkehr, die über
die bereits umgesetzten Maßnahmen des „RheinTakt" gehen, sollen im Rahmen der
Neuaufstellung des Nahverkehrsplans geprüft werden. Die Neuaufstellung des
Nahverkehrsplans wird voraussichtlich im ersten Quartal 2026 starten und soll etwa drei
Jahre in Anspruch nehmen. Die Errichtung eines P+R-Angebots im Bereich der Bergischen
Kaserne wird ebenfalls im Rahmen des Nahverkehrsplans betrachtet. Die Akzeptanz eines
P+R-Angebots im Bereich der Bergischen Kaserne ist zum einen abhängig von einer
leistungsfähigen, schnellen und stauunabhängigen ÖPNV-Anbindung. Zum anderen sind
die Auswirkungen des Deutschland-Tickets einzubeziehen, die den bisherigen tariflichen
Attraktivitätsvorteil von P+R-Anlagen innerhalb des Düsseldorfer Stadtgebiets reduzieren
und P+R-Angebote bereits in den Umlandgemeinden (noch) sinnvoller machen.
147
Aufbau einer kooperativen,
intelligenten Verkehrsinfrastruktur
(CITS)
Im Rahmen abgeschlossener Förderprojekte wurde die verkehrstechnische Infrastruktur
ertüchtigt, um Anwendungen des automatisierten und vernetzten Fahrens zu
unterstützen. Ein großer Bestandteil ist dabei die zeitnahe und plausible Bereitstellung
von Verkehrsdaten sowie maschinenlesbaren Versorgungsdaten und Signallageplänen.
Die Umsetzung des Versorgungsdatenservers wurde im zweiten Quartal 2023
abgeschlossen. Durch den Versorgungsdatenserver werden Lichtsignalanlagen (LSA)-
Versorgungsdaten zentral verwaltet und allen angebundenen Systemen zur Verfügung
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gestellt. Diese Daten werden zur Versorgung der LSA und des Verkehrsrechners, aber
auch zur Nachbildung der Steuerung, z.B. im Rahmen der Grünzeitprognose, genutzt
werden. Kleine Änderungen an den LSA können mit diesem Server direkt ins Feldgerät
gebracht werden. Hierdurch können Zeit und Kosten gespart werden.
In den kommenden 10-15 Jahren sollen die LSA und der zentrale Verkehrsrechner
ertüchtigt werden, um die Kommunikation im CITS-Standard zu etablieren. Hierdurch
wird die gegenwärtige LSA-Beeinflussung durch Bahnen und Busse mittels analogem LSA-
Datenfunk im VDV-Standard abgelöst. Hintergrund ist die Aufkündigung der für die
Technik zur Verfügung gestellten Funkfrequenzen. In Kooperation mit der Rheinbahn soll
zunächst in einer Machbarkeitsstudie auf Grundlage der Erkenntnisse aus
vorangegangenen Projekten die Anwendbarkeit möglicher Systeme auf Düsseldorf und
den lokalen Nahverkehrsbetrieb Rheinbahn untersucht werden. Weiterhin soll im Projekt
eine Konzeptstudie für eine flächendeckende Einführung der CITS-Dienste im
Öffentlichen Verkehr in Düsseldorf durchgeführt werden. In der Studie sollen
insbesondere die Herausforderungen und Hindernisse einer solchen identifiziert und
Lösungen entwickelt werden.
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Teilpaket 2: Förderung Umweltverbund
148
Erstellung von innovativen
Mobilitätskonzepten im
Zusammenhang mit der Planung
städtebaulicher
Entwicklungsflächen
Innovative Mobilitätskonzepte werden bei allen größeren städtebaulichen Planungen
regelmäßig eingefordert und erarbeitet. Damit ist die Maßnahme umgesetzt.
149
Pendlerportal Die Plattform, die sich an Landesbedienstete richtet, ist eingerichtet. Sie wurde in 2024
neugestaltet, zudem wurde die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert. Es registrieren sich
zunehmend Nutzende und es ergeben sich weitere Mitfahrgelegenheiten. Damit ist die
Maßnahme stabil verstetigt und als umgesetzt einzustufen.
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Teilpaket 3: Förderung Radverkehr
150
Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz
des Landes NRW
Der nordrhein-westfälische Landtag beschloss das Gesetz in 11/2021.
151
Beschleunigter Ausbau der
Radinfrastruktur in Düsseldorf
In 2021 und 2022 standen jeweils 3,5 Millionen Euro an konsumtiven Mitteln und 4
Millionen Euro an investiven Mitteln zur Verfügung.
In 2022 wurde das Thema Radverkehr zunächst in Form einer Projektstruktur und als
Stabsstelle direkt unter der Amtsleitung neu aufgestellt. Im April 2023 wurde für die
Thematik eine eigene Abteilung ‚Radverkehr' eingerichtet. Mittlerweile arbeiten in dieser
Abteilung 21 Personen sowohl an der Planung des Ausbaus sowie der Verbesserung der
Radinfrastruktur, als auch an strategischen Neuerungen und Optimierungen für die
Radverkehrsförderung. Hierzu gehören unter anderem beispielsweise der sukzessive
Ausbau des Radhauptnetzes, der Bau der Radleitrouten (siehe auch M 7 / 154) und die
Einführung eines Knotenpunktnetzes als Radleitsystem, welches im Jahr 2024 vollständig
ausgebaut wurde. Zudem werden mit dem Programm zur Radverkehrsförderung neben
den infrastrukturellen Verbesserungen auch weitere Themenfelder wie Sicherheit,
Service, Kommunikation, Verhaltensänderungen sowie Flex & Share angegangen, die das
Radfahren in Düsseldorf zusätzlich attraktiver machen sollen.
152
Förderung des Radverkehrs auf der
Achse Werstener Straße und
Optimierung des Rad- und
Gehweges entlang der
Witzelstraße
Die Radverkehrsachse entlang der Werstener- und Witzelstraße ist eingerichtet. Damit ist
die Maßnahme umgesetzt.
153
Kombinierte Rad- und Busspur
Prinz-Georg-Straße
Eine kombinierte Rad- und Busspur auf der Prinz-Georg-Straße ist eingerichtet. Damit ist
die Maßnahme umgesetzt.
154
Schneller Bau von
zusammenhängenden Radachsen
Mit Beschluss vom 16.12.2021 hat der Rat der Stadt Düsseldorf dem Bedarf der Erstellung
einer Planung für die Radleitroute Nord-Süd (RLR 1) von der Alten Flughafenstraße in
Lohausen bis zum Südring in Bilk zugestimmt. Des Weiteren wurde die Vorbereitung des
Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses (AuF) für die RLR 1 beschlossen. Die
Verwaltung hat daraufhin die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM)
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mit der Planung und dem Bau der RLR 1 sowie einer barrierefreien Fußverkehrs- und
Fahrradrampe am Joseph-Beuys-Ufer beauftragt. Diese wurde in Stahlbauweise am
05.09.2022 eröffnet. Der Rat hat in seiner Sitzung am 07.09.2023, vorbehaltlich der
haushaltsneutralen Finanzierung und vorbehaltlich der Zustimmung des
Zuwendungsgebers zum zuwendungsunschädlichen Maßnahmenbeginn die Ausführung
und Finanzierung der Maßnahme „Nord-Süd-RadLeitRoute 1" mit einer Gesamtsumme
von 21.778.500 EUR (brutto) beschlossen und der Abwicklung durch die Immobilien
Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) zugestimmt.
Zur effizienteren baulichen Umsetzung der gesamten Trasse wurde die Radleitroute 1 in 4
Bauabschnitte und diese wiederum in einzelne Teilabschnitte unterteilt. Der 1.
Bauabschnitt erstreckt sich vom Südring bis zur Rheinkniebrücke, der 3. Abschnitt reicht
von der Reeser Straße bis Lohausen. Beide befinden sich im Bau. Der 1. Bauabschnitt wird
voraussichtlich im 3. Quartal 2026 fertiggestellt (ohne den Knotenpunkt Vöklinger Straße/
Fährstraße). Die Fertigstellung für den 3. Bauabschnitt ist für 2027 vorgesehen.
Mit Beschluss vom 23.06.2022 hat der Rat zudem dem Bedarf der Erstellung einer
Planung für die Radleitroute West-Ost (RLR 2) von der Hansaallee / Böhlerstraße in Heerdt
/ Lörick bis zum Neusser Tor in Gerresheim zugestimmt. Mit gleichem Beschluss wurde
der Vorbereitung eines AuF-Beschlusses RLR 2 zugestimmt. Auch für die RLR2 hat die
Verwaltung die IPM mit der Planung und dem Bau beauftragt. Die Ausführung und
Finanzierung der Maßnahme „RadLeitRoute 2, West-Ost, Teil 1" mit einer Gesamtsumme
von 5.515.000 EUR (brutto) und der Abwicklung durch die Immobilien Projekt
Management Düsseldorf GmbH (IPM) wurde vom Stadtrat am 27.06.2024 beschlossen.
Auch die Radleitroute 2 wurde zur effizienteren baulichen Umsetzung in 4 Bauabschnitte
und diese wiederum in Teilabschnitte unterteilt. Der 1. Abschnitt umfasst die
Streckenführung zwischen dem AREAL Böhler und dem Luegplatz. Mit der baulichen
Umsetzung des 1. Teilabschnittes wurde am 10.06.2025 begonnen; die Fertigstellung des
kompletten 1. Abschnittes ist 2026 geplant. Der 2. Abschnitt beginnt an der
Cantadorstraße und reicht bis Dieselstraße/Hellweg. Der Baubeginn für diesen Abschnitt
ist für das 2. Quartal 2026 vorgesehen.
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155.1
Fahrradparken in Düsseldorf In 2025 wurden insgesamt 1000 zusätzliche Fahrradstellplätze in den Stadtbezirken 1, 2,
3, 6, 8, 9 und 10 geschaffen. Weitere Fahrradständer wurden bereits für die Umsetzung in
2026 beauftragt. Es ist damit zu rechnen, dass eine ähnlich hohe Zahl von
Fahrradstellplätzen auch in 2026 neu geschaffen werden wird.
Stetig werden weitere Wünsche nach Fahrradabstellmöglichkeiten geprüft und geplant.
Die Umsetzung erfolgt auf Bürger*innen-Wunsch und auf Hinweis der
Bezirksvertretungen. Hinzu kommen noch weitere Fahrradabstellanlagen, welche im Zuge
anderer Maßnahmen der Stadt und Bauvorhaben Dritter errichtetet werden.
Um dem verstärkten Trend zum Lastenfahrrad nachzukommen, hat die Stadt
Lastenradstellplätze konzipiert und diese in die Planungen der laufenden Initiative
integriert. Erste Abstellbügel wurden bereits im Stadtgebiet ausgebracht und werden
zukünftig auch verstärkt an Standorten in der Nähe von Lebensmittelmärkten,
Grundschulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebracht.
Die Verwaltung hat die internen Prozesse in der Planung und Beauftragung von
Fahrradabstellanlagen optimiert, um eine schnellere Realisierung zu ermöglichen.
Aufgrund der Vielzahl von schon aufgestellten Fahrradständern und weiteren neuen
Standorten von Mobilitätsangeboten sind die verfügbaren Flächen in den hoch
verdichteten Räumen begrenzt. Das jährliche Ziel beläuft sich daher nun auf die Schaffung
von 500 Stellplätzen im Stadtgebiet.
In 2023 wurde die Insolvenz des Herstellers des Fahrradparkturms bekannt. Damit ist die
Basis für die Fertigstellung dieser Fahrradabstellanlage nicht mehr gegeben. Das bereits
fertiggestellte Fundament für den Fahrradparkturm wurde zwischenzeitlich zurückgebaut,
um die Fläche auf dem Vorplatz der Arcaden wiederherzustellen.
In Zusammenarbeit mit der Connected Mobility Düsseldorf (CMD), die derzeit auch die
Fahrradstationen für die Landeshauptstadt Düsseldorf realisiert, wird die
Landeshauptstadt ein entsprechendes alternatives Konzept erarbeiten und den Gremien
zur Beschlussfassung vorlegen. Dabei ist es erklärtes Ziel, Ersatzmaßnahmen zu finden,
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um das geplante Bike & Ride-Angebot am Bahnhof Bilk als ganzheitliches
Mobilitätskonzept zu verbessern.
Der Verwaltung ist bekannt, dass die Deutsche Bahn AG (DB) die Optimierung des
Empfangsgebäudes des Bahnhofs Bilk plant. Damit verbunden ist auch die Attraktivierung
des Radparkangebotes. Hier könnte eine aufeinander abgestimmte Lösung wegweisend
sein.
Ein Teil der Mobilstationen der Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD) sind
Fahrradstationen. Diese Sammelschließanlagen und überdachten Fahrradbügel als
attraktive Abstellmöglichkeiten für Fahrräder fördern das sichere Parken im Quartier.
An den vier Bahnhöfen Benrath, Eller-Süd, D-Flughafen-Fernbahnhof und Hellerhof gibt es
zudem Fahrradboxen, die insgesamt weitere 79 Plätze bieten. Die Fahrradboxen wurden
in 2023 mit dem von der CMD entwickelten Schließsystem ausgestattet und sind nun
ebenfalls über die App „FahrradStation" buchbar. Das einheitliche Schließsystem, das
auch für die Sammelschließanlagen genutzt wird, sorgt für mehr Nutzerfreundlichkeit. Zur
weiteren Stärkung der Kombination Radverkehr und SPNV (Schienengebundener
Personen Nahverkehr) werden aktuell Ideenskizzen zu Fahrradparkhäusern erarbeitet und
mit potentiellen Fördermittelgebern eruiert.
155.2
Bike&Ride/Mobilstationen
Insgesamt hat die Rheinbahn 14 moderne Bike+Ride-Anlagen an ausgewählten
Haltestellen in Düsseldorf und Meerbusch in Betrieb genommen. In Düsseldorf sind diese
an den folgenden Haltestellen insgesamt 160 Stellplätze in abschließbaren
Sammelanlagen entstanden: Wittlaer, Klemensplatz, Staufenplatz, Aachener Platz,
Holthausen / Bonner Straße, Werstener Dorfstraße / Kölner Landstraße entstanden.
Zusätzlich hat die Rheinbahn dort 88 Stellplätze an überdachten Bügeln und rund 360
neue Stellplätze ohne Überdachung geschaffen. Wie es mit weiteren geplanten
Fahrradsammelanlagen weitergeht, wird aktuell durch die Rheinbahn AG geprüft.
Und auch bei der Planung und dem Ausbau der Mobilitätsstationen, die die Stadt
gemeinsam mit der Connected Mobility Düsseldorf (CMD) umsetzt, werden Schnittstellen
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Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.