Informationsvorlage Aktenzeichen SCHUA/030/2026

Wiedereinführung des Schokotickets ab dem Schuljahr 2026/2027

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 16. April 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Ausgangslage Auf Grundlage der Runderlasse der zuständigen Ministerien vom 27. Februar 2026 besteht für Schulträger weiterhin die Möglichkeit, am Modell Deutschlandticket teilzunehmen. Dieses sieht vor, dass anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Schülerfahrkostenverordnung ein Deutschlandticket erhalten und Selbstzahlende dieses zu einem vergünstigten Preis erwerben können. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Schulträgers zur Teilnahme sowie die Bereitschaft, die sich aus dem Modell ergebenden finanziellen Verpflichtungen zu übernehmen. Dabei gilt, dass im Falle höherer Kosten gegenüber dem bisherigen System der Differenzbetrag durch den Schulträger aus eigenen Haushaltsmitteln zu tragen ist.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 16. April 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Vorgang · SCHUA/030/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 8

    Schulausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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Title: Informationsvorlage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00584065.pdf Published Time: 2026-04-28T10:21:00.000Z Number of Pages: 4 Markdown Content: SCHUA/030/2026 X öffentlich nicht öffentlich # Informationsvorlage Betrifft: Wiedereinführung des Schokotickets ab dem Schuljahr 2026/2027 Fachbereich: 40 - Amt für Schule und Bildung Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Schulausschuss 12.05.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Ausgangslage Auf Grundlage der Runderlasse der zuständigen Ministerien vom 27. Februar 2026 besteht für Schulträger weiterhin die Möglichkeit, am Modell Deutschlandticket teilzunehmen. Dieses sieht vor, dass anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Schülerfahrkostenverordnung ein Deutschlandticket erhalten und Selbstzahlende dieses zu einem vergünstigten Preis erwerben können. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Schulträgers zur Teilnahme sowie die Bereitschaft, die sich aus dem Modell ergebenden finanziellen Verpflichtungen zu übernehmen. Dabei gilt, dass im Falle höherer Kosten gegenüber dem bisherigen System der Differenzbetrag durch den Schulträger aus eigenen Haushaltsmitteln zu tragen ist. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat von dieser Möglichkeit seit dem Schuljahr 2023/2024 Gebrauch gemacht und das Deutschlandticket anstelle des bisherigen Schokotickets eingeführt. Für das Schuljahr 2026/2027 ff wird die Landeshauptstadt Düsseldorf nicht mehr am Modell Deutschlandticket Schule teilnehmen und stattdessen zum bisherigen Modell Schokoticket im Schülerverkehr zurückkehren. Aktueller Sachstand Mit Stand März 2026 nutzen 7.883 anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler sowie rund 23.090 Selbstzahlende dieses Angebot, sodass insgesamt etwa 31.000 Nutzerinnen und Nutzer erreicht werden. Das Deutschlandticket bietet dabei insbesondere den Vorteil einer deutschlandweiten Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Seite 2 Diesen Vorteilen stehen jedoch erhebliche finanzielle Belastungen gegenüber. Durch die Bereitstellung des Deutschlandtickets wurde bereits in den Schuljahren 2024/2025 und 2025/2026 eine zusätzliche Kostenbelastung in Höhe von rund 151.500 Euro beziehungsweise 409.115 Euro festgestellt. Diese konnten bisher aus dem Amtsbudget gedeckt werden. Hierbei zeigt sich eine kontinuierliche Steigerung der Aufwendungen, wodurch die zunehmende Belastung des Haushalts deutlich wird. Die Betrachtung der Vorjahre macht nachvollziehbar, dass es sich nicht um eine einmalige Entwicklung handelt, sondern um einen anhaltenden Trend steigender Kosten. Mit der Erhöhung des Ticketpreises ab dem 01.01.2026 sowie eine prognostizierte weitere Preissteigerung zum 01.01.2027 ergibt sich für das Schuljahr 2026/2027 ein Gesamtfinanzierungsvolumen für das Deutschlandticket in Höhe von 6.125.091 Euro . Dem gegenüber müsste der Schulträger für die Bereitstellung des Schokotickets pro Schuljahr eine Summe in Höhe von 5.598.619 Euro aufbringen. Zum jetzigen Zeitpunkt ergibt sich für das Schuljahr 2026/2027 demnach ein Mehraufwand für das Deutschlandticket in Höhe von 526.472 Euro , womit die Kosten des Deutschlandticket-Modells deutlich über denen des bisherigen Schokoticket-Modells liegen. Abrechnung 2025/2026 Prognose 2026/2027 Prognose 2027/2028 Berechnung aus bestehenden Vertrag Schoko- ticket mit dem VRR auf Grundlage des Basisjahres 2024 inkl. Preissteigerung 4,5 % 5.343.124 € 5.598.619 € 5.844.706 € Deutschlandticket (Anspruchsberechtigte x Monatspreis x 12 Monate) Abrechnung 2025/2026 Prognose 2026/2027 Prognose 2027/2028 Anspruchsberechtigte jeweils zum 1. Oktober eines Schuljahres 7.869 7.883 7.883 Preis D-Ticket August – Dezember Januar - Juli 58 € 63 € 63 € 66 € 66 € 69 € ergibt Kosten für D-Ticket inkl. Preissteigerung 4,5 % 5.752.239 € 6.125.091 € 6.408.879 € Mehraufwand 409.115 € 526.472 € 564.173 € Eine Fortführung des Deutschlandtickets wäre ab dem Haushaltsjahr 2027 ff nur durch die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel möglich. Seite 3 Ausblick Unter der Annahme einer kontinuierlichen und gleichlaufenden Preissteigerung beider Modelle in Höhe von jährlich etwa 4,5 % ist festzustellen, dass das Deutschlandticket dauerhaft ein höheres Kostenniveau aufweist als das Schokoticket. Aufgrund der bereits bestehenden Kostendifferenz führt auch eine parallele Preisentwicklung nicht zu einer Annäherung, sondern verstetigt vielmehr den bestehenden Abstand, sodass das Deutschlandticket-Modell auch langfristig die kostenintensivere Variante bleibt. Die finanziellen Risiken werden durch die Regelungen des vorliegenden Ergänzungsvertrages weiter verschärft. Dieser regelt, dass Teile der Kosten zum Deutschlandticket in einen zentralen Fonds auf Ebene des Verkehrsverbundes abgeführt werden, aus dem unter anderem Preisnachlässe für Selbstzahlende finanziert werden. Reichen die Mittel dieses Fonds nicht aus, können zusätzliche Zahlungsverpflichtungen entstehen. Damit beteiligt sich der Schulträger an einem Umlagesystem, dessen finanzielle Entwicklung weder vollständig beeinflussbar noch verlässlich kalkulierbar ist. Damit w ird ein System etabliert, in dem die Landeshauptstadt Düsseldorf nicht nur für eigene Kostensteigerungen (steigende Schülerzahlen) einsteht, sondern mittelbar auch Risiken eines verbundweiten Umlagesystems trägt. Die Mittelverwendung entzieht sich weitgehend der kommunalen Steuerung, während gleichzeitig Zahlungspflicht bei steigenden Kosten besteht. Eine verlässliche Kalkulation der zukünftigen Haushaltsbelastung ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht möglich. Der Ergänzungsvertrag ist bis zum 29. Mai 2026 zu unterzeichnen und bindet den Schulträger grundsätzlich bis zum 31. Juli 2028, wobei eine Kündigung nur zum Schuljahresende 2026/2027 möglich ist. Gleichzeitig steht die Vereinbarung unter dem Vorbehalt des Fortbestands und der auskömmlichen Finanzierung des Deutschlandtickets insgesamt, sodass zusätzliche Unsicherheiten bestehen. Im Falle einer Nichtunterzeichnung erfolgt automatisch die Rückkehr zum Schokoticket. Das Schokoticket eröffnet Schülerinnern und Schülern eine besonders flexible und umfassende Mobilität im gesamten Gebiet des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Das Schokoticket geht deutlich über die Vorgaben der Schülerfahrkostenverordnung (SchfkVO) hinaus, da es nicht nur den reinen Schulweg abdeckt, sondern auch eine flexible Nutzung in der Freizeit bietet. Es können alle Verkehrsmittel des Nahverkehrs genutzt werden, was eine einfache, unabhängige und spontane Fortbewegung ohne zusätzlichen Ticketkauf ermöglicht. Darüber hinaus gewährleistet dieses eine stabile, kalkulierbare und deutlich risikoärmere Kostenstruktur. Insgesamt sorgt das Schokoticket somit für eine verlässliche und nutzerfreundliche Mobilitätslösung, die den Fokus klar auf Alltagstauglichkeit legt. Für freiwillige Selbstzahlende, welche gegenwärtig das Deutschlandticket vergünstigt für 43 Euro im Monat beziehen, bedeutet dies eine Rückkehr zum Schokoticket mit einem aktuellen Monatspreis von 47,25 Euro. Infolgedessen entsteht für die Selbstzahlenden eine monatliche Preissteigerung von 4,25 Euro. Preisgünstigere Alternativen bieten weder die Rheinbahn AG noch der VRR-Verbund an. Seite 4 Fazit Vor dem Hintergrund der dargestellten erheblichen finanziellen Risiken für die Landeshauptstadt Düsseldorf, der fehlenden Kostenkontrolle sowie der langfristig nicht kalkulierbaren Haushaltsbelastungen ist eine weitere Teilnahme am Modell Deutschlandticket Schule aus haushaltswirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen SCHUA/030/2026