Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 41/ 34/2004

Derendorfer Bahnhof/ Orte der Erinnerung

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Friedrich-Ebert-Straße 43 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 22. März 2004veröffentlicht

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Ö Vorlagen - Nr. 41/ 34/2004 Seite 1 von 2 Beschlussvorlage Betrifft: Derendorfer Bahnhof/ Orte der Erinnerung Beschlussdarstellung: Der Kulturausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis. Sachdarstellung: Siehe Bericht in der Anlage Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Bezirksvertretung 1 26.03.2004 -/- 2 Kulturausschuss 01.04.2004 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Anlagen: Nr. Ort Anlage 1 beigefügt Bericht mit Begründung Alternative: Keine Amt: Stadtmuseum Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Grosse-Brockhoff RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT Ö Vorlagen - Nr. 41/ 34/2004 Seite 2 von 2 Orte der Erinnerung an die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk (Gestapo-Bezirk) Düsseldorf: Derendorfer Güterbahnhof und Schlachthof Das Gelände um den früheren Bahnhof Derendorf und den Schlachthof Rather Straße sind von zentraler Bedeutung für die Deportation der Juden aus dem Gestapo-Bezirk Düsseldorf 1941 bis 1944 gewesen und wichtige Orte der Stadt- und Regionalgeschichte. Drei Orte spielten bei den Deportationen eine zentrale Rolle: ƒDer Schlachthof war Sammellager am Vortag/Vorabend der Deportationen. Hier hatten sich die Betroffenen jeweils an einem Sonntag einzufinden (Montags bis Samstags wurde weiterhin Vieh geschlachtet). ƒDie ersten Deportationszüge in Personenwagen 1941 gingen von der sog. Augustarampe ab. Von der Tussmannstraße führte eine kleine Straße, die Augustastraße, zu dieser Rampe. ƒSpätere Deportationen wurden von einer Rampe im Bereich der heutigen Schirmerstraße/ Schinkelstraße gesteuert. Die Erschließung der Orte im Rahmen der Stadtentwicklung wird zu unterschiedlichen Zeiten abgeschlossen. Deswegen strebt die Verwaltung ein mehrschrittiges Verfahren an: ƒDer Bereich Schirmerstraße/ Schinkelstraße wird als erster erschlossen. Im Bereich des Zugangs zu der entstehenden Grünanlage soll eine Gedenk-/Informationstafel aufgestellt werden. ƒBei der künftigen Neugestaltung und Nutzung des Schlachthof-Geländes an der Rather Straße werden die historischen Gegebenheiten in die Planung mit einbezogen. ƒFür den Bereich der früheren Augusta-Rampe sollen Schienen, Schwellen und Prellböcke, die von der Bahn AG derzeit gesichert werden, die Deportationen auf eindringliche, aber unspektakuläre Weise veranschaulichen. Mit der Bebauung und gartenarchitektonischen Detailplanung dieses Bereichs wird voraussichtlich erst 2005 begonnen. Erste Überlegungen zur Gestaltung dieses Bereichs werden von den Planern auch noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Im Übrigen beschäftigt sich ein Gesprächskreis "Orte der Erinnerung" der Bezirksvertretung 1 mit diesem Thema.

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 41/ 34/2004