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Title: Vorlage 70/ 23/2019
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00342248.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 15:08:51 GMT
Number of Pages: 12
Markdown Content:
Vorlage 70/ 23/2019
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> RSD Vorlage
X öffentlich nicht öffentlich
Beschlussvorlage
Betrifft:
Garath 2.0 Den Wandel gestalten. Frei:Raum – Konzept für Freiraum und ergänzendes Wohnen in Garath
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Stadt beschließt das Konzept „Frei:Raum – Konzept für Frei raum und ergänzendes Wohnen in Garath“ (Anlage 1) im
Programmgebiet der Sozialen Stadt Düsseldorf-Garath und beauftragt die Verwaltung: Vorlage 70/ 23/2019
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I. zum Thema Freiraum
a. die Ziele und Maßnahmen umzusetzen (siehe Sachdarstellung Punkt 1),
b. die in Garath ansässigen Wohnungsunternehmen bei der Ertüchtigung ihres Wohnumfeldes in direkter Nachbarschaft zum öffentlichen Raum zu unterstützen,
II. zum Thema Ergänzendes Wohnen
c. die städtischen Flächen entsprechend der dargestellten Priorisierung und Vorgehensweise im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit vertieft zu untersuchen (siehe Sachdarstellung Punkt 2.2 a),
d. Gespräche mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) zu führen mit dem Ziel, konkrete Umsetzungskonzepte für die SWD-Flächen zu entwickeln und
e. die in Garath ansässigen Wohnungsunternehmen bei der Ertüchtigung ihrer dortigen Wohnungsbestände zu unterstützen.
> Sachdarstellung:
Der Rat der Stadt hat am 06.04.2017 das Integrierte Handlungskonzept
“Garath 2.0 – Den Wandel gestalten“ (Vorlagennummer 61/23/ 2017) und
das Ergänzende Exposé zur Antragsstellung „Starke Quartiere – starke
Menschen“ (Vorlagennummer 01/86/2017) beschlossen.
Auf der Grundlage einer entsprechenden Bewerbung hat das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (heute Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) das Quartier Garath in
das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Zur
Begründung hat das Ministerium ausgeführt, dass das Handlungskonzept einschließlich des Ergänzenden Exposés und die Einbettung des Exposés in die gesamtstädtischen Handlungsansätze geeignet sind, das Quartier im Sinne der Zielsetzungen zu stabilisieren und aufzuwerten. Damit ist die Basis für eine Finanzierungsbeteiligung des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen oder/und der Europäischen Union vollzogen. Bestehende Förderzugänge werden ausgeschöpft.
Gegenstand dieser Beschlussvorlage sind die im Handlungskonzept/Ergänzenden Exposé benannten Maßnahmen
Freiraumkonzept (Nr. 3.1 des Handlungskonzepts)
Wohnungsneubau (Nr. 2.2 des Handlungskonzepts) und
Ökologische Revitalisierung des Straßenbegleitgrüns (Ergänzendes Exposé). Vorlage 70/ 23/2019
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Das Freiraumkonzept
ist notwendige Voraussetzung für die Konkretisierung der Maßnah me „Umgestaltung / Neubau Freiraum – öffentliche Flächen“
(Nr.3.2 des Handlungskonzepts)
und schafft die Grundlagen für die Maßnahme
„Umgestaltung Fre iraum auf privaten halböffentlichen Flächen“
(Nr.3.3 des Handlungskonzepts).
Die Umsetzung der konkreten Maßnahmen im Sinne von Nr. 3.3 des Handlungskonzepts erfolgt auf der Grundlage noch festzulegender kommunaler Förderrichtlinien, die zum gegebenen Zeitpunkt den politischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.
Frei:Raum – Konzept für Freiraum und ergänzendes Wohnen in Garath
Anlass und Einleitung
Das Konzept Freiraum und ergänzendes Wohnen in Garath ist unter der Federführung des Gartenamtes in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt und in Abstimmung mit dem Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Verkehrsmanagement, Stadtentwässerungsbetrieb, Schulamt, Sportamt, Umweltamt, Wirtschaftsförderungsamt, Kriminalpräventivem Rat, Bezirksverwaltungsstelle und Vertretern der ansässigen Wohnungsunternehmen durch das beauftragte Planungsbüro Foundation 5+ Landschaftsarchitekten + Planer aus Kassel sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung AG aus Haan erarbeitet worden.
Es ist eine Schlüsselmaßnahme des Integrierten Handlungskonzeptes Garath 2.0 und soll die Entwicklung der Freiräume Garaths steuern. Damit ist es gleichzeitig einer von mehreren Bausteinen, die in einem umfassenden Prozess die bauliche und soziale Entwicklung des Stadtteils über die nächsten Jahrzehnte lenken sollen.
Der Stadtteil Garath ist maßgeblich durch die in den 1960er bis 1970er Jahren erbauten Wohnsiedlungen geprägt. Eingefasst von großzügigen Freiräumen wird der Siedlungsbereich von Verkehrsachsen zerschnitten. Innerhalb der Wohnquartiere sind die Freiflächen durch private, meist öffentlich zugängliche, von Bäumen, Strauchgruppen und Hecken strukturierte Rasenflächen sowie öffentliche Grünverbindungen und -wege mit Spiel- und Bolzplätzen charakterisiert. Daher zählt das Grün zu den Stärken Garaths – sowohl innerhalb der Siedlung selbst als auch in der umgebenden Landschaft – und damit das Wohnen im Grünen. Nach 50 Jahren besteht hier jedoch Erneuerungsbedarf, um geänderten Anforderungen gerecht zu werden – allerdings nicht im Sinne einer kompletten Umgestal tung, sondern entlang des Verständnisses von „2.0“.
Es gilt, das aufzugreifen, was vorhanden ist und auf dieser Basis eine Vorlage 70/ 23/2019
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Weiterentwicklung gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern zu schaffen.
Parallel wird das Thema ergänzendes Wohnen in den bestehenden Siedlungsflächen untersucht. Ausgangspunkt sind dabei die Ergebnisse
des Integrierten Handlungskonzeptes „Garath 2.0 – Den Wandel
gestalten“. Danach stellt sich in Garath aufgrund einer geringen Fluktuation und einem hohen Senioren-Anteil ein Bedarf an seniorengerechten, barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen dar. Zudem besteht Bedarf an familiengerechten Wohnungen, um im Sinne einer stärkeren sozialen Vielfalt den Zuzug von jungen mittelständischen Familien zu fördern. Da es kaum Leerstand gibt, lässt sich dies nur mit der Realisierung von neuen Wohnungen ermöglichen. Dies führt im Ergebnis dazu, dass Umzugsketten in Gang gesetzt werden und durch einen Umzug von Senioren in neue, seniorengerechte Wohnungen deren bisherige, häufig relativ große Wohnungen für Familien zur Verfügung gestellt werden könnten. Es geht dabei nicht um Nachverdichtung in größerem Maßstab, sondern um eine auf die Bedürfnisse Garaths abgestimmte Konzeption.
Zielsetzung
Das Freiraumkonzept und die zu entwickelnden Maßnahmen haben das Ziel, die Freirauminfrastruktur und Nutzungsangebote unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner zu optimieren. Neben der reinen Nutzung und Gestaltung der Grünflächen wird besonderes Augenmerk auf ihre klimatische und ökologische Schutzfunktion gelegt. Dabei soll das Zusammenspiel von öffentlichem und privatem Grün gefördert werden. Ferner finden die beiden an den Stadtteil angrenzenden Landschafts- und Er holungsräume „Urdenbacher Kämpe“ und „Stadtwald“ Berücksichtigung.
Zielsetzung in der Untersuchung für ergänzendes Wohnen ist die Anpassung des Wohnungsbestandes an die aktuellen Anforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Eine ergänzende Bebauung soll sich behutsam in die vorhandene Freiraumstruktur einfügen.
Partizipation
Dem Freiraumkonzept ging bereits ein umfangreicher Beteiligungsprozess bei der Erstellung des Integrierten Handlungskonzeptes für das Programm Soziale Stadt voraus. Die Ergebnisse sind in der Konzepterstellung berücksichtigt worden.
Der Erarbeitungsprozess des Konzeptes Frei:Raum wurde darüber hinaus von drei Planungsworkshops mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Garaths begleitet.
Im ersten Planungsworkshop sind die Themen „Freiraum“ und „Ergänze ndes Woh nen“ diskutiert und die Sicht und Wünsche der
Bewohnerinnen und Bewohner erfasst worden. Im zweiten Planungsworkshop sind zwei Grünzüge sowie zwei potenzielle Bauflächen
behandelt worden. Zusätzlich ist das Thema „Hundeauslaufflächen in Garath“ als ein stadtteilrelevantes Thema aus dem ersten Planungsworkshop vertieft worden. Die potenzielle Baufläche „Am Kapeller Vorlage 70/ 23/2019
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Feld 60“ wurde im dritten Planungsworkshop diskutiert, ebenso wie die
Frage nach „Garaths Gesicht von Morgen“ in Bezug auf die Gestaltung
neuer Wohngebäude.
Die Planungsworkshops waren grundsätzlich auch für Kinder und Jugendliche offen. Um diese aber zielgerichtet anzusprechen, hat das Jugendamt zusätzlich an den Garather Schulen eine gesonderte Beteiligung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden von den Jugendlichen in den zweiten Planungsworkshop eingebracht und fließen in das Freiraumkonzept ein.
Im Freiraumkonzept wie auch in der Untersuchung für ergänzendes Wohnen wurde maßnahmenbezogen auf die Wünsche und Vorschläge der Bürgerbeteiligung Bezug genommen. Die Inhalte und Ergebnisse der drei Bürgerworkshops sind in gesonderten Dokumentationen ausführlich dargestellt. Sie sind bereits veröffentlicht und in der Anlage 2 zur Information beigefügt.
Es ist beabsichtigt, Kinder und Jugendliche auch bei der Entwurfsplanung der für sie relevanten Maßnahmen in geeigneten Beteiligungsformaten mitwirken zu lassen. So wurde im Herbst dieses Jahres eine erfolgreiche Beteiligung für den Entwurf des Spielplatzes an der Emil-Barth-Straße (Maßnahme 5) durchgeführt.
1. Der Freiraum – Ergebnis und weiteres Vorgehen
Das zukünftige Erscheinungsbild von Garath knüpft an das ursprüngliche Leitbild an.
Entsprechend werden folgende Leitziele formuliert:
Qualifizierung der Grünzüge
Weiterentwicklung des fließenden Grüns
Akzentuierung der Übergänge von der Siedlung in die Landschaft
Stärkung der Zentren
Differenzierung des Spielplatzangebotes
Förderung der Biodiversität und Stärkung des Biotopverbunds
Den Grünzügen der vier Wohnquartiere kommt in Verbindung mit den dort konzentrierten Einrichtungen – überwiegend Spielplätze –, dem engmaschigen Rad- und Fußwegenetz und den angrenzenden Nebenzentren eine besondere Bedeutung zu. Sie sind für die vier Wohnquartiere charakteris tisch und bilden für diese das „grüne Rückgrat“
aus. Dem Fuß- und Radwegenetz fehlt allerdings eine klare Hierarchie; die Wege sind stellenweise zu schmal dimensioniert und die Wegedecken sanierungsbedürftig. Darüber hinaus entspricht ihre Entwässerung nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Mit einer durchgehenden Wegetypologie der Hauptwegeverbindung sollen die bislang in Größe und Material verschiedenen Wege geordnet, die Orientierung gestärkt und die Nutzbarkeit der Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer verbessert werden. Die Typologie variiert mit der Breite der bestehenden Erschließung, Baumreihen aus Bestandsbäumen und Neupflanzungen bilden das verbindende Element. Vorlage 70/ 23/2019
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Beim Ausbau der Wege wird deren Oberflächenentwässerung dem neuesten Stand angepasst. Darüber hinaus wird die stellenweise sensible Auslichtung/Verjüngung überalterter Vegetationsbestände an den Hauptwegen die soziale Kontrolle bzw. die Kriminalprävention fördern. Zusammen mit dem Spielplatzkonzept für Garath und Schaffung von generationsübergreifenden Angeboten werden die Grünzüge im Zusammenhang mit der Anbindung an die Nebenzentren in ihrer Identität stiftenden Funktion gestärkt.
Die Leitidee des fließenden Grüns nach dem damaligen städtebaulichen Leitbild ist heute nicht mehr unmittelbar wahrnehmbar. Abgrenzungen durch Zäune, Baum- oder Strauchpflanzungen, mangelnde Pflege und überalterte Pflanzungen mindern die ursprünglichen Qualitäten und den Grundcharakter des Quartiers. Die wohnungsnahen Grünflächen entlang der öffentlichen Freiräume sind Übergangsräume, die entweder ungenutzt oder durch private oder hausgemeinschaftliche Aneignungen belegt sind. Letztere grenzen sich folglich zum Schutz der Privatsphäre baulich oder durch Vegetation zum öffentlichen Raum ab. Durch Stabilisierung und sensible Verjüngung des öffentlichen und privaten Vegetationsbestandes soll das Bild eines durchgrünten Stadtraumes langfristig gesichert werden. Ergänzend zur Neugestaltung der öffentlichen Grünzüge wird den Wohnungsunternehmen vorgeschlagen, vornehmlich ihre daran angrenzenden Freiflächen ebenfalls umzugestalten.
Die Nachbarschaft zu den vielfältigen Naherholungsräumen ist ein wesentlicher Faktor der Lebensqualität in Garath. Diese Räume dienen nicht nur der Naherholung von erwachsenen und älteren Menschen mit den klassischen Aktivitäten wie Spazierengehen, Radfahren oder Joggen, sie sind als weitgehend beobachtungsfreier Raum auch ein wichtiger Spiel-und Lernort für Kinder. Gleichzeitig reagieren diese Räume - insbesondere das Naturschutz- und FFH-Gebiet - sensibel gegenüber intensiven Nutzungen. Daher sind im Konzept nur an bestimmten und geeigneten Punkten bzw. Schnittstellen zwischen Siedlungsbereich und Landschaft Maßnahmen vorgeschlagen worden. Dazu gehören einerseits die Aufwertung der Wegeverbindungen zwischen Wohnquartier und Landschaftsraum, um die Erfahrbarkeit unterschiedlicher Landschaftstypen auf kurzem Wege zu ermöglichen und andererseits die Gestaltung dieser Übergänge, um die Orientierung und auch die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Die Nebenzentren unterliegen einem Funktions- und Nutzungswandel, dem aber die städtebauliche Bedeutung im Stadtteil und im Freiraumgefüge sowie ihre Funktion als Ort der Identifikation entgegenstehen. Dem soll durch ihre konsequente Anbindung an die Grünzüge begegnet werden. Über die schrittweise Aufwertung der Hauptwegeverbindungen, die bis an die Nebenzentren herangeführt werden, soll ihre Attraktivität gestärkt und die Orientierung erleichtert werden. Vorlage 70/ 23/2019
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Die Spielflächenversorgung in Garath ist als gut bis sehr gut einzustufen. Einhergehend mit einer thematischen Differenzierung des Spielplatzangebotes ist eine punktuelle Zusammenlegung von Spielplätzen möglich und sinnvoll. So soll in jedem der vier Wohnquartiere ein zentraler Spielplatz neu gestaltet und mit einem typischen Motto belegt werden –
der Wasserspielplatz in Nordwest, der Farbenspielplatz in Nordost, der Seilspielplatz in Südost und der Mobilitätsspielplatz in Südwest. Ergänzend dazu werden fünf ausgewählte Spielplätze entlang der Landschaftsräume am Thema Natur und Naturerfahrung ausgerichtet und unter dem Motto einer jeweils dort beheimateten Tierart umgestaltet – der Salamanderspielplatz am Garather Mühlenbach, der Ameisenspielplatz und der Buntspechtspielplatz am Rand des Urdenbacher Altrheins, der Rotfuchsspielplatz am Garather Forst und der Libellenspielplatz im Schlosspark Garath.
Zur Förderung der Biodiversität und Verbesserung des Biotopverbunds bieten sich die umfangreichen Verkehrsgrünflächen entlang der Erschließungsstraßen wie Frankfurter Straße, Koblenzer Straße und Ringstraßen der Wohnquartiere an. Sie sind heute überwi
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Dokumentation Planungsworkshop vom 02.03.2018 als Text anzeigen
Title: Frei:Raum – Garath 2.0 – Planungsworkshop 1
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00342392.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 19:10:45 GMT
Number of Pages: 16
Markdown Content:
rei: Raum
Düsseldorf
Nähe trifft Freiheit
Garath 2.0
Planungsworkshop 1 Ergebnisse vom 2. März 2018 Freiraum und Wohnungen für Garath – aber wo? Anlage 2 zu Vorlage 70/23/2019 2
Auftraggeber Landeshauptstadt Düsseldorf
Garten- Friedhofs- und Forstamt Kaiserswerther Straße 390 40474 Düsseldorf Ansprechpartnerin Louisa Schoberth Telefon 0211 89-28111 E-Mail [email protected] Stadtplanungsamt Brinckmannstraße 5 40225 Düsseldorf Ansprechpartnerin Claudia Kaiser Telefon 0211 89-96926 E-Mail [email protected]
Moderation und Koordination ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH
Zur Pumpstation 1 42781 Haan Jochen Füge Telefon 02129 566209-0 E-Mail [email protected] Claudia Dick Telefon 02129 566209-44 E-Mail [email protected]
Referenten Michael Herz
foundation 5 + landschaftsarchitekten + planer
Harald Wennemar
Bund Deutscher Architekten (BDA) Düsseldorf
Karten und Luftbilder Landeshauptstadt Düsseldorf Stand: 8. März 2018 3
Seite
Einleitung 4Zeitpunkt, Ort und Teilnehmende 4Zielsetzung der Veranstaltung 5Begrüßung und Einführung 5
Auswertung des offenen Eingangs 6
Impulsvortrag 7Kleingruppenarbeit 8Zusammenfassung im Plenum 15 Fazit und Ausblick 15
# Inhalt 4
# inleitung
Mit dem integrierten Handlungskonzept Garath 2.0 – Den Wandel gestalten hat die Landeshauptstadt Düs-seldorf im Jahr 2016 ein wichtiges Projekt initiiert, um den grünen Stadtteil Garath zu stärken und zukunfts-fähig zu machen. Auf dieser Grundlage wurde Garath in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Ein wichtiger Bestandteil in diesem Maßnahmen-paket ist die Erstellung eines Freiraumkonzepts für den gesamten Stadtteil. Zu den Stärken Garaths zählt das Grün – sowohl innerhalb der Siedlung selbst als auch in der umgebenden Landschaft – und damit das Wohnen im Grünen. Nach 50 Jahren besteht hier jedoch Erneuerungsbedarf, um geänderten Anforderungen gerecht zu werden. Das Konzept soll unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewoh-
ner Aussagen treffen, wie der vorhandene Freiraum
ertüchtigt und weiterentwickelt werden kann und gleichzeitig untersuchen, wo und wie dringend benö-tigter neuer und auf die Bedürfnisse Garaths abge-stimmter Wohnraum integriert werden kann, ohne die Freiraumqualitäten zu beeinträchtigen. Die Erarbeitung des Freiraumkonzepts startete Anfang 2018. In drei Workshops im März, Mai und August 2018 haben die Bewohnerinnen und Bewoh-ner des Stadtteils mit den Experten der städtischen Fachämter und der beauftragten Planungsbüros Foundation 5+ Landschaftsarchitekten + Planer aus Kassel sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung AG aus Haan intensiv diskutiert und konkrete Ideen und Gestaltungsvorschläge eingebracht. Die Inhalte und Ergebnisse der einzelnen Workshops sind in den jeweiligen Dokumentationen zusammengestellt.
# eitpunkt, Ort und Teilnehmende
• 2. März 2018 von 17.30 bis 20 Uhr
• Norbertsaal, Josef-Kleesattel-Straße 2, Düsseldorf Garath
• Moderation und Dokumentation: Jochen Füge und Claudia Dick ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH
# Z
# B
Rund 60 Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und
Politiker sowie Kollegen aus der Fachöffentlichkeit
folgten der Einladung zur Beteiligung. 5
# ielsetzung der Veranstaltung
Die Bürgerinnen und Bürger werden über das Projekt Frei:Raum für Garath informiert und lernen die Ak-teure kennen. Inhalte und Ziele des Freiraumkonzepts werden vorgestellt. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wird erarbeitet, welche Freiräume sie sich für Garath wünschen und wo zusätzliche Woh-nungen entstehen könnten.
# egrüßung und Einführung
Bürgermeister Thomas Geisel begrüßte die circa 60 anwesenden Bürge-rinnen und Bürger. Die Moderatoren Claudia Dick und Jochen Füge vom Büro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan begrüßten ebenso und stellten das Pro-gramm der Veranstaltung vor:
• Begrüßung
• durch den Oberbürgermeister Thomas Geisel
• durch Doris Törkel, Leiterin des Garten-Friedhof- und Forstamtes und durch Ruth Orzessek-Kruppa, Leiterin des Stadt-planungsamtes
• Das Projekt Frei:Raum für Garath
• Einführung
• Planungsworkshops
• Impulsvortrag
Garath wächst – Impulse für lebendige Quartiere
• Arbeit in Kleingruppen an Thementischen
• Präsentation der Ergebnisse
• Ausblick. 6
# uswertung des
# offenen Eingangs
Vor Beginn der Veranstaltung erhielten die Besucher jeweils eine blaue sowie eine grüne Karte mit der Bitte, die folgenden Fragen zur beantworten.
• Garath braucht Freiräume, die…
• Garath braucht Wohnungen, die… Das Ergebnis wurde gemeinsam von den Modera-toren und den Leiterinnen der beiden Fachämter, Doris Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamts der Landeshauptstadt Düsseldorf und Ruth Orzessek-Kruppa, Leiterin des Stadtplanungsamts der Landeshauptstadt Düsseldorf, vorgestellt. Darüber hinaus waren die Besucherinnen und Be-sucher gebeten, ihren Wohnort auf einem Plan von Garath mit einem grünen Punkt zu markieren. Hierbei war zu erkennen, dass aus allen Teilen Garaths Teil-nehmende zur Veranstaltung gekommen sind.
Beiträge zu den Fragestellungen des
offenen Eingangs
Garath braucht Freiräume, die…
• „der Parkplatz an der Carl-Friedrich-Gördeler-Straße braucht dringend zwei Papierkörbe“
• „Auslauf für Hunde“
• „Hund Auslauf/große Autos vor den Häusern“
• „Platz für das Miteinander von Alt und Jung, … und Zugezogene bieten“
• „im menschlichen Maßstab dimensionierbar sind… die spannungsvoll sind“
• „die für alle – Jung und Alt – zugänglich sind – alle sollen sich wohlfühlen!“
• „Erhalt von Veranstaltungsräumen – barrierefreier Zugang zu allen Einrichtungen und Behörden“
• „barrierefrei sind und für jedermann da sind“
• „sozial überwacht sind.“
Garath braucht Wohnungen, die…
• „bezahlbar und barrierefrei sind“
• „groß genug für Familien sind und auch kleinere für Rentner oder Studenten“
• „auch noch deutschen Bürgern gefallen“
• „in erster Linie barrierefrei für ältere Menschen, 2- bis 3-Raum-Wohnung zur Miete und zum Kauf!“
• „bezahlbar und barrierefrei müssen sie sein“
• „barrierefrei und für junge Familien erschwinglich sind“
• „durch Lage beziehungsweise Anbindung zur Uni und der Gesamtstadt überzeugen.“
Einführung in das Freiraumkonzept
Herr Herz stellte die Themen und Zielsetzungen des Freiraumkonzepts für Garath vor.
# I7
Um welche Themen geht es?
• Grünverbindungen
• Stadtplätze
• Parkanlagen
• Spielplätze
• Sportanlagen
• Nachbarschaftsgrün
• ökologische Anreicherung des Straßenbegleitgrün
• Urban Gardening
• Wohnen.
# mpulsvortrag
Garath wächst – Impulse für lebendige Quartiere
Harald Wennemar vom Büro Konrath und Wennemar aus Düsseldorf und Vertreter des BDA Düsseldorf stellte einige Beispiele für bauliche Ergänzungen von Wohngebäuden in bestehenden Quartieren vor und
betonte die Bedeutung der öffentlichen Räume für
den Zusammenhalt und die Lebendigkeit in einem Wohnquartier. 8
# leingruppen arbeit
Innerhalb von 3 Arbeitsphasen á 15 bis 20 Minuten hatten die Teilnehmenden der Veranstaltung die Möglichkeit, an unterschiedli-chen moderierten Themenständen ihre Anregungen und Ideen zu Freiräumen und neuen Wohnungen in Garath zu diskutieren. Die Moderation der The-menstände erfolgte durch das Moderationsbüro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan. Ergänzend waren Vertreter der Fachämter an den Thementischen vertreten. Im Folgenden werden die Anregungen und Ideen, die in den jeweiligen Themengruppen aufgenommen wurden, zusammenfassend dargestellt.
Thementische
• drei Runden (15 Minuten/10 Minuten/10 Minuten)
• erste Station nach Zufallsprinzip vorgegeben
• zwei weitere Stationen nach Wahl
• mit Nutzungsplättchen wurden die Ergebnisse/ Diskussionen auf dem Plan festgehalten.
Quartier Süd-West Quartier Nord-West Quartier Süd-Ost Quartier Nord-Ost Zentrum 112 13 10 11 32658794
9
Garath Nord-Ost und Wittenberger Weg
Welche Freiräume wünschen Sie sich für Garath?
• Abgrenzung von privaten und öffentlichen Frei
räumen, zum Beispiel an der Stettiner Straße 1
• Erhalt des Freiraums an der Rostocker Straße gegenüber der Apollonia-Zahnklinik , auch 2 wenn hier Bedarf für zusätzliche Parkplätze besteht;
Vorschläge: Treffpunkt, Urban Gardening, grünes
Entrée für den Stadtteil; Stapeln der benötigten Parkplätze oder Unterbringung an anderer Stelle, zum Beispiel im Gewerbebereich zwischen Frank-furter Straße und Autobahn (Heizkraftwerk) 3
• neue Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Neustrelitzer Straße und Peenemünder Straße 4
• Jogging- und Fahrradstrecke entlang des Buchhol-zer Busches 5
• bisher nicht genutzte Grünfläche zwischen
Autobahn und Frankfurter Straße zugänglich und nutzbar machen; Vorschläge: Urban Gardening, Hundewiese 6
• neue Anbindung an den Wittenberger Weg für Fußgänger und Radfahrer als Durchstich oder Überführung über/unter der Autobahn. 7
Wo können neue Wohnungen entstehen?
• Schallschutz-Bebauung entlang der Autobahn 8
• Modernisierung des Wohnungsbestands am Wittenberger Weg unter Beibehaltung niedriger Mieten 9
• Erweiterung der Wohngebäude Neustrelitzer Straße 7 und 9 nach Norden, der heute hier vorhandene Spielplatz wird wenig genutzt, attraktivere Spiel-plätze in der Nachbarschaft sind vorhanden 10
• Neubauten zwischen Freizeitstätte Garath und Heizkraftwerk 11
• Neubau am Buchholzer Busch/Stettiner Straße, auch ein Waldkindergarten wird hier angeregt 12
• barrierefreie Wohnungen im Zentrum (heute viel Leerstand). 13
Weitere Themen
• Parkplätze stapeln oder unter die Erde bringen, damit mehr Platz für Freiräume und Neubauten ist
• zusätzliche Wohnungen und Parkplätze auf bereits versiegelten Flächen anordnen
• mehr Bänke und Papierkörbe im Garather Forst
• Begrünung von Flachdächern
• Flächen entsiegeln, zum Beispiel auf Parkplätzen
Asphalt durch Rasenfugenpflaster ersetzen • solare Wärmepumpen zur Minderung der Energie-kosten einsetzen
• Stärken des Zentrums
• Sicherung der Arbeitsplätze.
Folgende Themen für eine weitere Ausarbeitung können zum Beispiel aus der Arbeit in dieser Kleingruppe abgeleitet werden
• Radweg und neue Wohnungen am Buchholzer Busch 5 12
• Aufwertung/Nutzung/bauliche Ergänzungen an der Frankfurter Straße 6 3 11
• Aufwertung/neue Nutzungen im Zentrum 13
• Gestaltung/Nutzung der Grünfläche gegenüber
der Apollonia Zahnklinik. 210
Garath Süd-Ost
> 112 13 10 11 32658794
Welche Freiräume wünschen Sie sich für Garath?
• Schaffung von ausreichenden Sitzmöglichkeiten in
den Grünanlagen
• Aufwertung der Grünflächen Am Kapeller Feld im
Übergang zum Garather Forst 1
• Schaffung von Sitzmöglichkeiten entlang der
Grünflächen am Garather Mühlenbach 2
• Aufwertung der Gestaltung Unterführung im
Süden des Planbereichs, Schaffung von Sicherheit
durch entsprechende Maßnahmen (Beleuchtung?) und barrierefreien Zugang 3
• Hundewiese im Bereich der Frankfurter Straße, 4alternativ Am Kapeller Feld 1
• Hundewiese Ecke Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße/Am Kapeller Feld. 5
Wo können neue Wohnungen entstehen?
• Ecke Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße/Frankfurter Straße 6
• Ecke Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße/Am Kapeller Feld (Seniorengerecht) 7
• nördlich des Schloss Garath im Bereich der Hof-anlage 8
• Am Kapeller Feld. 9
Weitere Themen
• Schaffung von Fahrradwegen im Quartier, insbe -sondere Am Kapeller Feld 10
• Schaffung von Parkraum für LKW und/oder LKW
an der Frankfurter Straße 11
• Schaffung von Parkraum im Bereich AdamSte -gerwald-Straße, derzeit wird die Wendeanlage oftmals zugeparkt, was die Müllabfuhr behindert 12
• Müllcontainer im Bereich Adam-Stegerwald-Straße
• Blickbeziehung zum Schloss, Verbindung erhalten und stärken .13
Folgende Themen für eine weitere Ausarbeitung können aus der Arbeit in dieser Kleingruppe abgeleitet werden
• Schaffung von ausreichenden Sitzmöglichkeiten
und Aufwertung der Grünanlagen
• bauliche Ergänzungen an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße sowie Am Kapeller Feld –6 9
• Schützenplatz an der Frankfurter Straße durch weitere Nutzungen bespielen 11
• Radwegeverbindungen stärken und schaffen. Garath Süd-West
11
> 110 11 332265588879999444
Welche Freiräume wünschen Sie sich für Garath?
• Hundeauslaufflächen fehlen fast vollständig, hierzu
wurden sowohl Flächen im Westen (Naturschutz-gebiet!) als auch im Osten an der Koblenzer Straße
vorgeschlagen , auf 1 dieser Fläche befindet sich
ein Gehölzbestand, der auch für andere Nutzungen
geöffnet werden soll • generell wird das Angebot an Spielplätzen und Flächen für Sport als zu gering angesehen, oder die Qualität der Ausstattungselemente wird bemängelt 2
• für bestimmte Ecken (beispielsweise Unterführung, Fassaden) wird eine freundlichere Gestaltung gewünscht 3
• durch fehlende oder unzureichend gestaltete Rampen stellen sich viele Bereiche als nicht barrierefrei dar 4
• es fehlen Treffpunkte im Freiraum, Vorschläge
kamen hier für den zentralen Bereich des Quartiers 5
• die Rad- und Fußwegeverbindungen sollen gestal-terisch so aufgewertet werden, dass ihre Funktion klar zu erkennen ist und Sichtbeziehungen zu den umgebenden Siedlungsbereichen ermöglicht werden, hierdurch soll ebenfalls das Thema Treffen
gestärkt werden 6
• auch das Angebot für altersgerechte Ausstattung im zentralen Bereich wurde als mangelhaft erkannt. 7
Wo können neue Wohnungen entstehen?
• neue Wohnungen können primär durch Auf-stockung der vorhandenen, teils einstöckigen, Bebauung erfolgen 8
• zudem werden für Neubauten auch die
Gemeinschaftsgrünflächen zwischen den Gebäude
blöcken benannt, hier ist zu beachten, dass dieser Vorschlag kontrovers diskutiert wurde 9
• auch eine Überbauung auf (nicht genutzten) Parkplätzen wurde erwähnt 10
• für das Pflegeheim wurde eine Nutzung als
Studentenwohnheim angedacht. 11
Weitere Themen
• der Stadtteil wird besonders von älteren Menschen als schmutzig empfunden, es fehlen Mülleimer und Hundekot-Beutel-Spender
• es fehlt Gastronomie im zentralen Bereich
• die ÖPNV-Anbindung wird als zu schlecht ange-sehen
• die Fahrradanbindung an die Innenstadt und zur Uni ist nicht hochwertig
• bestehende Gebäude sind oftmals in einem schlechten Zustand, insbesondere die Barriere-freiheit ist nicht gegeben (Modernisierung, Anbau Fahrstühle)
• „Rotes Ghetto“ aufkaufen und hier durch einen Neubau eine Aufwertung herbeiführen. 12
> 110 11 32658794
Folgende Themen für eine weitere Ausarbeitung können aus der Arbeit in dieser Kleingruppe abgeleitet werden
• Stärkung des zentralen Bereiches durch Frei-raumplanung, Stadtplanung und Modernisierung (Architektur) sowie neue Nutzungskonzepte (Gastronomie, Studentenwohnheim), die den
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Dokumentation Planungsworkshop vom 04.05.2018 als Text anzeigen
Title: Frei:Raum – Garath 2.0 – Planungsworkshop 2
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00342393.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 19:10:47 GMT
Number of Pages: 18
Markdown Content:
rei: Raum
## Düsseldorf
## Nähe trifft Freiheit
Garath 2.0
Planungsworkshop 2 Ergebnisse vom 4. Mai 2018 Freiraum und Wohnungen für Garath – ganz konkret? Anlage 3 zu Vorlage 70/23/2019 2
Auftraggeber Landeshauptstadt Düsseldorf
Garten- Friedhofs- und Forstamt Kaiserswerther Straße 390 40474 Düsseldorf Ansprechpartnerin Louisa Schoberth Telefon 0211 89-28111 E-Mail [email protected] Stadtplanungsamt Brinckmannstraße 5 40225 Düsseldorf Ansprechpartnerin Claudia Kaiser Telefon 0211 89-96926 E-Mail [email protected]
Moderation und Koordination ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH
Zur Pumpstation 1 42781 Haan Jochen Füge Telefon 02129 566209-0 E-Mail [email protected] Claudia Dick Telefon 02129 566209-44 E-Mail [email protected]
Referenten Michael Herz
foundation 5 + landschaftsarchitekten + planer
Michael Hein
Landeshauptstadt Düsseldorf, Jugendamt
Karten und Luftbilder Landeshauptstadt Düsseldorf Stand: 15. Mai 2018 3
Seite
Einleitung 4Zeitpunkt, Ort und Teilnehmende 4Zielsetzung der Veranstaltung 4Ablauf 5Ergebnisse der Kleingruppenarbeit 8
# Inhalt 4
# inleitung
Mit dem integrierten Handlungskonzept Garath 2.0 – Den Wandel gestalten hat die Landeshauptstadt Düs-seldorf im Jahr 2016 ein wichtiges Projekt initiiert, um den grünen Stadtteil Garath zu stärken und zukunfts-fähig zu machen. Auf dieser Grundlage wurde Garath in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Ein wichtiger Bestandteil in diesem Maßnahmen-paket ist die Erstellung eines Freiraumkonzepts für den gesamten Stadtteil. Zu den Stärken Garaths zählt das Grün – sowohl innerhalb der Siedlung selbst als auch in der umgebenden Landschaft – und damit das Wohnen im Grünen. Nach 50 Jahren besteht hier jedoch Erneuerungsbedarf, um geänderten Anforderungen gerecht zu werden. Das Konzept soll unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewoh-
ner Aussagen treffen, wie der vorhandene Freiraum
ertüchtigt und weiterentwickelt werden kann und gleichzeitig untersuchen, wo und wie dringend benö-tigter neuer und auf die Bedürfnisse Garaths abge-stimmter Wohnraum integriert werden kann, ohne die Freiraumqualitäten zu beeinträchtigen. Die Erarbeitung des Freiraumkonzepts startete Anfang 2018. In drei Workshops im März, Mai und August 2018 haben die Bewohnerinnen und Bewoh-ner des Stadtteils mit den Experten der städtischen Fachämter und der beauftragten Planungsbüros Foundation 5+ Landschaftsarchitekten + Planer aus Kassel sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung AG aus Haan intensiv diskutiert und konkrete Ideen und Gestaltungsvorschläge eingebracht. Die Inhalte und Ergebnisse der einzelnen Workshops sind in den jeweiligen Dokumentationen zusammengestellt.
# eitpunkt, Ort und Teilnehmende
• 4. Mai 2018 von 17.30 bis 20 Uhr
• Norbertsaal, Josef-Kleesattel-Straße 2, Düsseldorf Garath
• Moderation und Dokumentation: Jochen Füge und Claudia Dick, ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH
Rund 60 Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und
Politiker sowie Kollegen aus der Fachöffentlichkeit
folgten der Einladung zur Beteiligung.
# ielsetzung der Veranstaltung
Die Bürgerinnen und Bürger werden über den aktu-ellen Arbeitsstand im Projekt Frei:Raum für Garath informiert und können in Kleingruppen Ideen für
# A
konkrete Projekte entwickeln und diskutieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen des bundesweiten Tages der Städtebauförderung statt. 5
• 18.20 Uhr – 5 Projekte für Garath
• Kurzvorstellung der Arbeitsgruppen.
• 18.30 bis 19.15 Uhr – Kleingruppenarbeit
• 19.20 Uhr – Zusammenfassung im Plenum
• Zusammenfassung der Kleingruppen durch Moderatoren
• Ergänzungen aus dem Plenum, Anregungen werden aufgenommen.
• 19.50 Uhr – Fazit/Ausblick
• Frau Törkel und Frau Orzessek-Kruppa danken für die Teilnahme und die vielen Ideen und erläutern das weitere Vorgehen
• Hinweis auf Veröffentlichung der Ergebnisse auf
der Homepage der Stadt Düsseldorf.
• circa 20 Uhr – Ende der Veranstaltung
Offener Eingang ab 17.30 Uhr bis 18 Uhr
• Ausstellung der Ergebnisse des Workshop I
• Ausstellen der Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung (Stadtteilsitzung am 25. April zu gesamt Garath)
• Ergänzung des Plakats von Workshop I: Wo wohnen Sie? Um 18 Uhr begrüßten Frau Orzessek-Kruppa, Leiterin des Stadtplanungsamtes und Frau Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, die Bürgerin-nen und Bürger. Die Moderatoren Claudia Dick und Jochen Füge vom Büro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan begrüßten ebenso und stellten das Programm der Veranstaltung vor:
• 18 Uhr – Begrüßung
• 18.10 Uhr – Das Projekt Frei:Raum für Garath
• Planungsprozess und Ziel des heutigen Abends
• kurzer Bericht über den 1. Planungsworkshop
• kurzer Bericht über die Kinder- und Jugend-beteiligung (Jugendamt, Herr Hein)
• aktueller Projektstand (Foundation 5+).
# blauf
Vorbereitung Analyse Planungs-workshop I 2. März 2018 Planungs-workshop II 4. Mai 2018 Entwurf Freiraum-konzept Fertig -
stellung Freiraum-konzept Umsetzung
# →→→→ →6
Begrüßung Information 9
Kinder-und Jugend-beteiligung 8
# rgebnisse der Kleingruppenarbeit
Innerhalb einer Arbeitsphase von 45 Minuten hatten die Teilnehmenden der Veranstaltung die Möglich-keit, an unterschiedlichen moderierten Themen-ständen ihre Anregungen und Ideen zu 5 konkreten Vertiefungsbereichen zu diskutieren. Je nach Thema standen unterschiedliche Plangrundlagen und Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Die Moderation der Themenstände erfolgte durch das Moderationsbüro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan. Ergänzend waren Vertreter der Fachämter und vom Planungsbüro Foundation 5+ an den Themen-tischen vertreten. Im Folgenden werden die Anregungen und Ideen, die in den jeweiligen Themengruppen aufgenommen wurden, zusammenfassend dargestellt.
Projekttische
• Kleingruppenarbeit 45 Minuten
• Projekttisch nach Wahl
• Ideen der Kinder und Jugendlichen wurden zu Be-ginn der Gruppenarbeit am Projekttisch vorgestellt
• Wechsel der Projekttische wurde nicht vorgege-ben, waren aber nach Wunsch jederzeit möglich.
Hunde in Garath
Der Thementisch zu Hunde in Garath wurde direkt zu Beginn von 6 Personen aufgesucht, im Rahmen der weiteren Diskussion kam immer wieder der ein oder andere Bürger hinzu und hat ergänzende Aspekte eingestreut. Aus den Quadranten Garath Süd-West und Süd-Ost waren leider keine Anwohner am Tisch vertreten, sodass die erarbeiteten Inhalte schwer-punktmäßig für die Bereiche Nord-Ost und Nord-West gelten. Zu Beginn wurde festgestellt, dass heute in Garath keine Hundewiese/kein Hundeauslaufplatz vorhan-den ist. In ganz Düsseldorf gibt es 32 eingezäunte
Hundeauslauf- und vier offene Hundefreilaufplätze.
Die Anforderungen an Hundeauslaufplätze wurden vorgestellt. So müssen diese circa 1500 Quadrat-meter groß und umzäunt sein sowie eine abwechs-lungsreiche Gestaltung bieten. Grundsätzlich haben
die Halter bei solchen Hundeauslaufflächen immer
unmittelbar in der Nähe zu sein. Hinterlassenschaften der Hunde müssen jeweils mitgenommen werden. Gerne wird die Urdenbacher Kämpe als Hundeaus-laufgebiet genutzt. Da es sich hier aber um ein Natur-schutzgebiet handelt, besteht immer Leinenzwang. Seitens der Teilnehmer wurde ausgeführt, dass insbesondere im Quartier Garath Nord-West viele Hundebesitzer im Alter 70+ wohnen. Diese Hunde-besitzer wären sehr froh über eine wohnungsnahe
Hundeauslauffläche.
Ihre Ergänzungen und Anmerkungen
• Wohnungsnahe Hundewiese mit circa 1500 Quadratmeter in Nord-West und/oder Nord-Ost gewünscht
• Bänke gehören zu einem Hundeplatz dazu
• Hinterlassenschaften müssen immer weggeräumt werden
• freies Hundelaufen auf der Hundewiese/dem Hundeplatz
• an möglichst vielen Stellen im Quartier Hunde-beutelständer in der Verbindung mit Mülleimern aufstellen. Sodann hat die Diskussionsgruppe sich zu möglichen Hundeplätzen im Bereich Garath – schwerpunkt-mäßig Nord-West und Nord-Ost – ausgetauscht und mögliche Standorte festgehalten.
> Grünzug Garath Süd-West Grünzug Garath Nord-Ost Neue Nutzung an der Lüderitzstraße (bislang Jugendfrei-zeiteinrichtung – JFE) Carl-Friedrich-Gördeler-Straße Hunde in Garath
9
Ideen für mögliche Hundeplätze
• die Waldfläche an der Koblenzer Straße: diese
Fläche muss jedoch für die Hundebesitzer gut zu-gänglich gemacht und entsprechend hergerichtet werden, grundsätzlich wäre diese an einer geeig-neten Stelle gelegen
• die ehemalige Gastankstelle an der Höhe von Hermann-vom-Endt-Straße/Lüderitzstraße: diese liegt unmittelbar an der Ortsteilgrenze Garath, die Realisierung hängt ab von den Grundbesitz-verhältnissen
• an der Lüderitzstraße, für die es auch andere Nut-zungsüberlegungen gibt, wäre ein Hundeplatz aus Sicht der Arbeitsgruppe wünschenswert, da die Fläche sehr groß scheint, kann man sich hier auch
eine geteilte Nutzung mit anderen Freiflächennut -zungen gut vorstellen
• der „Sonnenplatz“ am Anne-Frank-Haus könnte, wenn die Kinder- und Jungendspielmöglichkeiten
bleiben, auch auf einer Teilfläche durch einen
Hundeplatz genutzt werden
• gegenüber der Apolloniaklinik besteht noch eine
große Freifläche,
welche sicherlich auch zu groß für einen möglichen Hundeplatz wäre, aber vielleicht ergänzend mit anderen
Freiflächen nutzungen
untersucht werden könnte.
Grünzug Garath Süd-West
Zunächst wurde ein Überblick über die Anwesenden
der Workshopgruppe geschaffen. Sowohl Vertreter
des Stadtplanungsamtes, des Bezirks und der Ju-gendarbeit als auch eine große Anzahl an direkten Anwohnern zeigten ihr Interesse an diesem Vertie-fungsbereich. Zwei Plakate wurden als Ergänzung im Zuge der Kinder- und Jugendbeteiligung aufgehängt. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der vorangegan-genen Kinder- und Jugendbeteiligung, die Aufgaben-stellung und das Plangebiet durch die Moderation vorgestellt. Der gesamte Grünzug zeichnet sich durch eine in die Jahre gekommene Ausstattung aus und verfügt über eine Vielzahl von Spielplätzen. Der hohe Grünanteil sowie der historische Baumbestand sind sehr prägnant und zieht sich durch den gesam-
ten südwestlichen Stadtteil. Angrenzend befinden
sich Gebäude aus den 1960er Jahren, die eine klare
Grundstücksabtrennung zu den öffentlichen Grünflä -chen aufweisen. Die Plakate der Kinder und Jugendli-chen beinhalten Ideen für Spielplätze und Begrünung, die den Grünzug aufwerten sollen. Ebenso sind hier Wünsche für attraktivere Spielgeräte sowie krea-tive Aufenthaltsbereiche dargestellt. Bereits im 1. Workshop kristallisierte sich der Wunsch nach einer Modernisierung sowie einer neuen Freiraumstruk-turierung des Grünzugs heraus, um eine qualitative Aufwertung herbeizuführen. Im nächsten Schritt wurde das weitere Vorgehen vorgestellt. Unter den Themen Wege, Beleuchtung,
Möblierung und Bepflanzung konnten die Anwesen -den die Verbesserungswünsche und Anliegen äußern. Auf einem ausgelegten Luftbild war es möglich mit Hilfe von Nutzungsplättchen die Anregungen zu verorten. Referenzbilder und Bestandsschnitte halfen, die Örtlichkeit besser vor Augen zu führen. Auch in diesem Workshop stellte sich klar heraus, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern die Moder-nisierung des Grünzugs ein großes Anliegen ist. Dies bezieht sich sowohl auf die Gebäudefassaden, als auch auf die Ausstattung (Möblierung, Beleuchtung, Abfallbehälter, Hundetoiletten, Spielgeräte). Zu Beginn der Diskussion wurde das Thema Spielplätze thematisiert und die Anregungen auf den Plakaten der Kinder aufgenommen. 10
Am Luftbild wurden die einzelnen Aspekte mit Hilfe von Nutzungsplättchen konkret verortet.
> 1
Verbesserung der Spielplätze
• Reduktion der Spielplatzanzahl, dafür attraktiver und größer mit mehr Highlights
• Austausch der heruntergekommenen Spielgeräte
• Themenspielplatz integrieren (Wiedererkennungs-wert), vor allem Wasser
• Spielangebot für mehrere Altersklassen an einem Ort.
Nachnutzung Spielplatz hinter der Willi-Fährmann-Gemeinschaftsgrundschule 1
• Umnutzung der Fläche aufgrund der geringsten Nutzung und des schlechtesten Zustands
• Generationsübergreifende Nutzung (wegen Neubau der Seniorenwohnanlage)
• Urban Gardening und Obstwiese
• Bebauung
• Skaterbahn, Beachvolleyballfeld, Bouleplatz. Aufbauend auf die Spielplatzdiskussion wurden die Plakatthemen diskutiert.
Wege im Grünzug Süd-West
• sind zweckmäßig, aber nicht schön – Sanierung wünschenswert
• Fußwege und Bürgersteige der Erschließung sind in einem schlechten Zustand
• sind „krumm, schief und kaputt“ – nicht barriere-frei
• Schlechte Orientierung/keine Beschilderung
• Orientierungspunkte für Kinder und Senioren fehlen
• taktiles Leitsystem direkt für neue Wege mit einplanen.
Beleuchtung im Grünzug Süd-West
• Beleuchtung (neue LEDs) wird unterschiedlich betrachtet: zum einen zu hell und nicht richtig positioniert, zum anderen fehlt es in manchen Bereichen an Ausleuchtung, vor allem nördliche Hälfte des Grünzugs und Seitenstraßen (Lüderitz-straße bis Peter-Behrens-Straße)
• auf Nebenwegen zu wenig.
Bepflanzung im Grünzug Süd-West
• mehr Wechselbeetbepflanzung • schwerpunktmäßig qualitativere/attraktivere
Bepflanzung • Obstbäume und -sträucher an Spielplätzen (mit Patenschaften)
• Pflanzkübel möge die Stadt bepflanzen.
Möblierung im Grünzug Süd-West
• komplette Möblierung austauschen
• Sitzecken gestalten mit hoher Aufenthaltsqualität
• viel mehr Sitzgelegenheiten.
Nutzung und Nutzergruppen im Grünzug Süd-West
• viele Radfahrer, Kinder und Spaziergänger, das ist auch gut so
• am Abend auf den Spielplätzen unerwünschte Gruppen von Jugendlichen und Drogenproblematik.
Weitere Ideen
• Zufahrten sind alle veraltet
• Sanierung der in die Jahre gekommenen Fassaden
• unterirdische Container (weniger Müll)
• Jugendangebot damit sie sich nicht Abends auf den Spielplätzen aufhalten. 11
Grünzug Garath Nord-Ost
Die Arbeitsphase des Workshops wurde mit einer Vorstellungsrunde begonnen. Es waren Vertreter der Fachämter und der Jugendarbeit sowie einige Bürge-rinnen und Bürger anwesend. Direkte Anwohner des Grünzuges waren nicht vertreten. Ergänzend zu den vorbereiteten Arbeitsmaterialien hatte das Jugend-zentrum Anne-Frank-Haus noch weitere Plakate mitgebracht, diese wurden als Ergänzung im Zuge der Kinder- und Jugendbeteiligung aufgehängt. Nach der Vorstellungsrunde wurden kurz die Ergeb-nisse der vorangegangenen Kinder- und Jugend-beteiligung vorgestellt. Die Plakate der Kinder und Jugendlichen beinhalten Ideen für Spielplätze und Begrünung, die den Grünzug und Garath insge-samt aufwerten sollen. Ebenso sind hier Wünsche für vielfältige Spielgeräte aufgezeigt. Des Weiteren ist der Wunsch groß, die geplante Parcour-Anlage umzus
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Dokumentation Planungsworkshop vom 30.08.2018 als Text anzeigen
Title: Wohn:Raum – Garath 2.0 – Planungsworkshop 3
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00342394.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 19:10:49 GMT
Number of Pages: 16
Markdown Content:
ohn: Raum
Düsseldorf
Nähe trifft Freiheit
Garath 2.0
Planungsworkshop 3 Ergebnisse vom 30. August 2018 Anlage 4 zu Vorlage 70/23/2019 2
Auftraggeber Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtplanungsamt Brinckmannstraße 5 40225 Düsseldorf Ansprechpartnerin Claudia Kaiser Telefon 0211 89-96926 E-Mail [email protected]
Moderation und Koordination ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH
Zur Pumpstation 1 42781 Haan Jochen Füge Telefon 02129 566209-0 E-Mail [email protected] Claudia Dick Telefon 02129 566209-44 E-Mail [email protected]
Referenten Michael Herz
foundation 5 + landschaftsarchitekten + planer
Karten und Luftbilder Landeshauptstadt Düsseldorf Stand: 12. September 2018 3
# Inhalt
Seite
Einleitung 4Zeitpunkt, Ort und Teilnehmende 4Zielsetzung der Veranstaltung 4Ablauf 5
Ergebnisse des offenen Eingangs 6
Analyseergebnisse 8Ergebnisse der Kleingruppenarbeit 10 Diskussionsinhalte der Fish-Bowl-Diskussionsrunde 13 4
# inleitung
Mit dem integrierten Handlungskonzept Garath 2.0 – Den Wandel gestalten hat die Landeshauptstadt Düs-seldorf im Jahr 2016 ein wichtiges Projekt initiiert, um
den grünen Stadtteil Garath zu stärken und zukunfts -
fähig zu machen. Auf dieser Grundlage wurde Garath in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Ein wichtiger Bestandteil in diesem Maßnahmen-paket ist die Erstellung eines Freiraumkonzepts für
den gesamten Stadtteil. Zu den Stärken Garaths zählt
das Grün – sowohl innerhalb der Siedlung selbst als auch in der umgebenden Landschaft – und damit das Wohnen im Grünen. Nach 50 Jahren besteht
hier jedoch Erneuerungsbedarf, um geänderten
Anforderungen gerecht zu werden. Das Konzept soll unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewoh-
ner Aussagen treffen, wie der vorhandene Freiraum
ertüchtigt und weiterentwickelt werden kann und gleichzeitig untersuchen, wo und wie dringend benö-tigter neuer und auf die Bedürfnisse Garaths abge-stimmter Wohnraum integriert werden kann, ohne die
Freiraumqualitäten zu beeinträchtigen.
Die Erarbeitung des Freiraumkonzepts startete
Anfang 2018. In drei Workshops im März, Mai und
August 2018 haben die Bewohnerinnen und Bewoh-
ner des Stadtteils mit den Experten der städtischen Fachämter und der beauftragten Planungsbüros
Foundation 5+ Landschaftsarchitekten + Planer aus Kassel sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung AG aus Haan intensiv diskutiert und konkrete Ideen
und Gestaltungsvorschläge eingebracht. Die Inhalte
und Ergebnisse der einzelnen Workshops sind in den jeweiligen Dokumentationen zusammengestellt.
# eitpunkt, Ort und Teilnehmende
• 30. August 2018 von 17.30 bis 20 Uhr
• SOS Kinderdorf Düsseldorf, Mehrgenerationen-haus Hell-Ga, Carl-Severing-Straße 4, 40595 Düsseldorf Garath
• Moderation und Dokumentation: Jochen Füge und Claudia Dick, ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH
Rund 80 Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker sowie Kollegen und Kolleginnen aus der
Fachöffentlichkeit folgten der Einladung zur Beteili -gung.
# ielsetzung der Veranstaltung
Die Bürgerinnen und Bürger werden über den aktu-ellen Arbeitsstand im Projekt Wohn:Raum für Garath informiert und können in Kleingruppen Ideen für eine
neue Wohnbebauung auf der Freifläche Am Kappeler Feld 60 in Düsseldorf Garath entwickeln. Anschlie-
# A
ßend können die Bürgerinnen und Bürger mit Exper-ten und Expertinnen in großer Runde über die Ge-staltung von neuen Wohnbauten im ganzen Stadtteil diskutieren. 5
# blauf
Offener Eingang ab 17.30 bis 18 Uhr
• Verortung auf einem Plakat: Wo wohnen Sie?
• Meinungsbildung zur Frage, wie neue Wohnge-
bäude in Garath gestaltet werden sollen, die Besu -cherinnen und Besucher erhalten die Möglichkeit, einer der folgenden Thesen zuzustimmen:
These 1: Weiter so
Viele Gebäude in Garath haben eine Klinker-Fassade.
Das soll auch in Zukunft so bleiben.
These 2: Neue Impulse
Garath braucht neue Impulse. Neue Wohngebäude
sollen auch anders aussehen und sich durch andere Materialien abheben. Um 18 Uhr begrüßt Frau Orzessek-Kruppa die Bürge-rinnen und Bürger. Die Moderatorin Claudia Dick vom Büro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan begrüßt ebenso und stellt das Programm der Veranstaltung vor:
• 18 Uhr – Begrüßung
• 18.15 Uhr – Neue Wohnungen für Garath
• Ergebnisse zu Wohnraumpotenzialen aus dem Freiraumkonzept Garath. Welche Potenziale gibt
es? Wo kann tatsächlich noch gebaut werden?
• 18.25 Uhr – Wohnen
am Kappeler Feld 60
• Arbeiten am Modell in Kleingruppen, 30 Minuten.
• 18.30 bis 19 Uhr – Kleingruppenarbeit
• Erarbeiten einer städtebaulichen Entwurfsidee
für neues Wohnen am Kappeler Feld 60 am Arbeitsmodell
• Diskussion: Wie kann Wohnen hier aussehen?
• 19 Uhr – Ende der Kleingruppenarbeit, Zusammenfassung im Plenum
• Vorstellung der erarbeiteten Entwürfe der Kleingruppen durch Moderatoren.
• 19.15 Uhr – Vorstellung der Diskussionsrunde
im Fish-Bowl zum Thema Gestaltung neuer
Wohngebäude in Garath
• 19.30 Uhr – Diskussion im Fish-Bowl zum Thema
Gestaltung neuer Wohngebäude in Garath
• 20.40 Uhr – Fazit/Ausblick
• circa 20.45 Uhr – Ende der Veranstaltung
Vorbereitung Analyse Planungs-workshop I 2. März 2018 Planungs-workshop II 4. Mai 2018 Vorbe -
reitung
Freiraum -konzept
Fertig -
stellung
Freiraum -konzept Umsetzung
# →→→→ →→→
Planungs-workshop III 30. August 2018 6
# rgebnisse des
# offenen Eingangs
Auf dem Plakat In welchem Teil von Garath wohnen Sie? ist deutlich erkennbar, dass die meisten Besu-
cher und Besucherinnen in der Nähe des Plangebie -tes wohnen. Das Interesse der Anwohner und An-wohnerinnen spiegelt sich auch im weiteren Verlauf des Abends wider. Bei der Beantwortung der dargestellten zwei Thesen,
welche später als Einstieg in die Diskussion dienen
sollen, kristallisierte sich der Schwerpunkt zu „Neuen
Impulsen“ heraus. Dennoch finden sich auch Mei -
nungen, die das aktuelle Fassadenbild schätzen und
erhalten möchten. Die Personen, die Ihren Punkt auf der Mittellinie platzieren, wünschen sich zwar eine Modernisierung der Fassaden, würden aber die Klinkeroptik in einer moderneren Erscheinung bevorzugen. 7
Begrüßung
Information 8
# orstellung der Analyseergebnisse
Im Rahmen der Analyse wurden mögliche Potenzial-
flächen für ergänzenden Wohnraum in Garath ermittelt. Zunächst wurde das bestehende Planungsrecht ausge -wertet sowie die Potenziale nach Landesbauordnung
NRW ermittelt und anschließend die ausgewählten Flächen auf Restriktionen wie Lärm, Landschafts- und
Naturschutz, Eigentümerstruktur, et cetera untersucht. Aufgrund der aufgeführten Kriterien verbleiben die in
der Abbildung dargestellten Potenzialflächen.
Stand: 30. August 2018 9
Die Fläche Am Kappeler Feld 60 ist im Arbeitspro -zess nach dem 2. Workshop am 4. Mai 2018 als
weitere Potenzialfläche gefunden und näher betrach -tet worden. Dieser Raum bildet die Grundlage für die folgende Kleingruppenarbeit. 10
# rgebnisse der Kleingruppenarbeit
Innerhalb einer Arbeitsphase von 30 Minuten haben die Teilnehmenden der Veranstaltung die Möglich-keit an drei unterschiedlich moderierten Tischen ihre Anregungen und Ideen zu der potenziell bebaubaren
Fläche Am Kappeler Feld 60 zu sammeln. An den
Workshoptischen stehen unterschiedliche Arbeits-materialien zur Verfügung, unter anderem jeweils ein Arbeitsmodell im Maßstab 1 : 500 mit entsprechen-den Hausmodellen zum Einsetzen. Die Moderation der Tische erfolgt durch das Moderationsbüro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan.
Ergänzend sind Vertreter und Vertreterinnen der Fachämter und vom Planungsbüro Foundation 5+ an
den Arbeitstischen anwesend. Im Folgenden werden die Anregungen und Ideen, die in den jeweiligen Gruppen aufgenommen wurden, zusammenfassend dargestellt.
Projekttische
• Kleingruppenarbeit 30 Minuten
• Projekttisch nach Wahl, denn alle Tische bearbei-ten das gleiche Thema
• an jedem Projekttisch sind ein Moderator und Fachvertreter anwesend
• Wechsel der Projekttische wurde nicht vorgege-ben, waren aber nach Wunsch jederzeit möglich.
Tisch 1: Hinweise und Themen
Neubau
• die Bestandsgebäude sind günstig – Neubau ist oft nicht finanzierbar als Mieter • starke Lärmbelastung durch die Kita, wenn neue
Bebauung entsteht. Freiraum
• Spielfläche, auch Hügel werden sehr gut ange -nommen, sonst kein vergleichbares Angebot in der
Nähe vorhanden • freie Fläche schaffen – Spielplatz ausbauen –
Parklandschaft errichten
• Waldangebot als Spielbereich wird divergent betrachtet
• aufgrund des Klimawandels sind Freiflächen
erwünscht, die sich nicht erhitzen – keine Gebäude -riegel, die die Luftzufuhr verhindern
• Grün macht Garath aus – Image aufwerten.
Gebäudebestand • die Nahversorgung ist sehr schlecht in diesem Bereich
• eher die vorhandenen Gebäude auflockern –
gesamte Neustrukturierung von Garath
• Bestand in barrierefreies Wohnen umbauen. Sonstiges
• architektonisch ist es möglich nachzuverdichten, aber es ist von den Nachbarn nicht gewünscht
• weiße Fassaden verdrecken schneller als Klinker-fassaden
• dieses kleine Bauvorhaben löst nicht das Gesamt-problem. 11
Modellbau
Die Diskussionsteilnehmer und Teilnehmerinnen an
Tisch 1 stellten eine Bebauung der Fläche grundsätz -lich in Frage und sahen diesen Bereich als zukünftig besser genutzten Freiraum an. Den Vorschlag, dass
die bauliche Ergänzung in Form von zwei Gebäu -deriegeln für neue Wohnungen gestaltet wird, sah die Mehrheit als vorstellbar und realistisch an. Die neuen Wohnungen sind hier in West-Ost-Richtung ausgerichtet und dadurch gut belichtet. Gleichzeitig
rücken die neuen Gebäuderiegel an die nördliche
Grundstücksgrenze heran und halten hierdurch einen Abstand zur Bestandsbebauung. In Verbindung mit der Anordnung der Stirnseiten zu der angrenzenden Wohnfassade, werden ungewollte Einblicke vermie-den und der Ausblick ins Grüne bleibt für alle Bewoh-ner und Bewohnerinnen gewahrt. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass eine
Bebauung der heutigen Grünfläche grundsätzlich von
den Anwohnern und Anwohnerinnen kritisch gesehen wird und divers diskutiert wurde.
Tisch 2 Hinweise und Themen
Neubau
• barrierefreie kleinere Wohnungen schaffen, welche
aber trotzdem bezahlbar sein müssen
• mehr Bewohner bedeuten automatisch auch mehr
Lärm.
Freiraum
• Grün und Bäume erhalten • Grünfläche wird abends von Nachbarn genutzt • Kinderspielplatz erhalten. Sonstiges
• Parkplatzproblem heute vorhanden, Lösung dafür
finden • Belichtung und Besonnung beachten
• Keinem reinschauen, Sichtschutz oder Ähnliches
schaffen. Modellbau
Da die Besucherinnen und Besucher an Tisch 2 sich
grundsätzlich gegen eine Bebauung der vorhande -
nen Grünfläche aussprachen, wurde kein Modell mit
einem Bebauungsvorschlag erstellt.
Tisch 3 Hinweise und Themen
Neubau
• Parkplatz bebauen, Beispiel F95 Leistungszentrum. Freiraum
• grüne Dächer schaffen • Luftaustausch optimieren
• Klima durch Bäume optimieren. Gebäudebestand • Bestand durch Fahrstühle barrierefrei umbauen
• Terrassen- und Fassadenbeleuchtung ausbauen. Sonstiges
• Autos unterirdisch unterbringen
• Logistik und Umzugsmanagement anbieten
(wenn Umbau stattfindet und allgemein für ältere
Bewohner und Bewohnerinnen)
• Trend weg vom Auto, ÖPNV stärken, Elektro-mobilität für Alle.
12
Modellbau
Das an Tisch 3 erarbeitete Modell zeigt zwei solitäre
Gebäudekuben, die frei in die vorhandene Fläche
hineingestellt werden. Die Höhe der geplanten
Gebäude orientiert sich an der angrenzenden
Bestandsbebauung. Die Gebäudeform ermöglicht
eine Ausrichtung der neuen Wohnungen zu allen
Seiten. Durch die schräge Anordnung der Gebäude -kuben zur Bestandsbebauung stehen sich die Fassa-den nicht unmittelbar gegenüber. Hierdurch werden nicht gewünschte Einblicke, in die gegenüberlie-genden Wohnungen, minimiert. Gleichzeitig werden vorhandene Blickbeziehungen über das Grundstück
hinaus offengehalten.
# D13
# iskussionsinhalte der
# Fish-Bowl-Diskussionsrunde
Ein Fish Bowl ist eine Diskussionsmethode, bei der 4 bis 6 Teilnehmende in einem inneren Stuhlkreis zu einem bestimmten Thema diskutieren. In einem äuße-
ren Stuhlkreis befinden sich diskussionsinaktive Betei -ligte. Sobald eine dieser zuhörenden Personen aktiv an der Diskussionsrunde teilnehmen möchte, wechselt er oder sie den Sitzplatz mit einer Person des inneren Stuhlkreises. Die Methode wird eingesetzt, wenn gezielte Fragestellungen diskutiert werden sollen.
Die Moderation der Diskussionsrunde erfolgt durch Claudia Dick vom Moderationsbüros ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan. Diskussi-onspartner im inneren Stuhlkreis waren als Experten
und Expertin zunächst: • Frau Orzessek-Kruppa, Stadt Düsseldorf, Leiterin des Stadtplanungsamts
• Harald Wennemar, Architekt, BDA
• Dirk Mowinski, Vorstandsmitglied der Wogedo
• Uwe Sievers, Bezirksbürgermeister
• Uwe Sandt, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle 10.
Die im offenen Eingang bewerteten Thesen ( Weiter so
und Neue Impulse ) werden mit der erfolgten Bepunk-tung vorgestellt. Dies stellt die Überleitung zur Dis-kussion im Fish-Bowl dar. Hierfür werden die Exper-ten und die Expertin in dem inneren Stuhlkreis kurz vorgestellt und gebeten, jeweils ein kurzes Eingangs-Statement zum Thema Garaths Gesicht von Morgen
zu formulieren. Sodann wird die Diskussionsrunde für
die Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Diese können
frei in den inneren Stuhlkreis treten und einen der freien Stühle einnehmen, um hier ihre Anregungen und Fragen einzubringen und mit den Experten und der Expertin zu diskutieren. Ist die Frage beantwortet
beziehungsweise diskutiert, wird der Stuhl wieder freigegeben, für weitere Diskussionsteilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem Publikum. Eine Moderatorin notiert wichtige Thesen und Ergeb-nisse für die abschließende Zusammenfassung und Dokumentation der Veranstaltung. Die Anwesenden beteiligten sich rege an der Diskus-sion. Abwechselnd besuchten die Bürgerinnen und Bürger den Kreis um ihre Meinung und Ansichten in die Diskussion einzubringen. Die Diskussion war breit
gefächert und erstreckte sich über mehrere Themen -felder. Der Wunsch nach Modernisierung sowie der Mut und
die Offenheit für neue Entwicklungen in Garath mit
dem Ziel das Image des Stadtteils aufzuwerten bilde-ten zentrale Aspekte der Diskussion. Unter Anderem wurde so über die Möglichkeiten einer Bestands-modernisierung diskutiert, mit dem Ziel den Bedarf
für Neubauten zu verringern und mehr Grünräume erhalten zu können. Die bestehenden Grünflächen
sind den Garatherinnen und Garathern sehr wichtig.
Eine hohe Qualität s
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.