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Ö Vorlagen - Nr. 50/ 49/2005
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Beschlussvorlage
Betrifft:
Schlaganfallwissen - Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage 2004
Beschlussdarstellung:
Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales nimmt den Bericht der Verwaltung über die
Ergebnisse einer repräsentativen telefonischen Bevölkerungsbefragung aus dem Jahr
2004 zum Thema Schlaganfallwissen und Schlaganfallprävention zur Kenntnis.
Sachdarstellung:
Aus dem Düsseldorfer Schlaganfallprojekt, einer Fachtagung der Düsseldorfer
Gesundheitskonferenz im Jahr 2000, und einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im
Jahr 2000 in Düsseldorf zum Schlaganfallwissen wurde die Notwendigkeit deutlich, die
Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger umfassend über den Schlaganfall zu informieren
und zu beraten.
In seiner Sitzung am 21.11.2001 beauftragte der Ausschuss für Gesundheit und Soziales
die Verwaltung, auf der Basis des von ihr vorgelegten Präventionskonzeptes Maßnahmen
zur Information und Aufklärung der Bevölkerung durchzuführen und beschloss hierzu die
Einrichtung des Schlaganfall-Informationsbüros, zunächst als befristetes Projekt.
Das Schlaganfall-Informationsbüro führt seit 2002 kontinuierlich umfassende,
öffentlichkeitswirksame Aufklärungs- und Präventionskampagnen durch, mit denen die
Bevölkerung über Risiken, Symptome und das richtige Verhalten bei Eintritt eines
Schlaganfalls informiert wird. Ein ausführlicher Bericht über die bisherige Arbeit des
Schlaganfall-Informationsbüros wurde dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales in
seiner Sitzung am 30.03.2004 vorgelegt.
Im Oktober/November 2004 wurde vom Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem
Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst eine repräsentative telefonische
Bevölkerungsumfrage in Düsseldorf durchgeführt, in der auch Fragen zum
Schlaganfallwissen und zu den Aktivitäten des Schlaganfall-Informationsbüros gestellt
wurden. Die Ergebnisse sind im beiliegenden Bericht ausführlich dargestellt.
Die Auswertungen zeigen unter anderem, dass sich durch die Präventionsarbeit des
Schlaganfall-Informationsbüros das Wissen der Bevölkerung insbesondere in Bezug auf
das richtige Verhalten bei Eintritt eines Schlaganfalls erheblich verbessert hat. So
wussten 2004 bereits 51 % der Bevölkerung, dass bei Eintritt eines Schlaganfalls sofort
der Notruf 112 angerufen werden muss, im Jahr 2002 war dies lediglich bei 33% der
Bevölkerung bekannt. Folglich würden heute auf Grund der Aufklärungskampagnen des
Schlaganfall-Informationsbüros 18 % mehr Düsseldorferinnen und Düsseldorfer den
Notruf wählen, als noch vor vier Jahren, 49% allerdings noch nicht.
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Eine moderne Schlaganfalltherapie ist nur dann möglich, wenn Patientinnen und
Patienten ihre Symptome korrekt interpretieren können und binnen kürzester Zeit nach
Auftreten der ersten Symptome in stationäre Versorgung gelangen. In allen zu spät
behandelten oder unbehandelten Fällen drohen die Patientinnen und Patienten zu
versterben oder es verbleiben Folgeschäden, die einschneidende Beeinträchtigungen für
die Betroffenen und deren soziales Umfeld darstellen und erhebliche Kosten verursachen.
Durch die hier erzielte Wissensverbesserung werden Folgeschäden verhindert und
Folgekosten reduziert.
Die Ergebnisse der Befragung zeigen auch, dass das Schlaganfall-Informationsbüro als
solches mittlerweile bei 15 % der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger bekannt ist, was
unter Berücksichtigung der relativ kurzen Existenz der Einrichtung einen erfreulich hohen
Anteil darstellt.
Diese erhebliche Verbesserung des Schlaganfallwissens und des Kenntnisstandes in der
Bevölkerung bleibt nur erhalten, wenn die Präventions- und Aufklärungsarbeit dauerhaft
fortgeführt werden kann, denn Präventionskampagnen sind nur wirksam und nachhaltig,
wenn diese kontinuierlich erfolgen.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für Gesundheit und Soziales -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Alternative:
Keine
Amt:
Gesundheitsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Kruse
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