Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 52/ 43/2004

Vermarktung Sportveranstaltungen

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Josef-Kleesattel-Straße 13 · Stadtbezirk 10 (Garath)örtlicher Bezug 1Dokument 28. Mai 2004veröffentlicht

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Seite 1 von 4 Beschlussvorlage Betrifft: Sportmarketing in der Landeshauptstadt Düsseldorf Beschlussdarstellung: Der Rat überträgt der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH (DMT) das zentrale Sportmarketing für die Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der DMT die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen zur Erfüllung dieser Aufgabe zu schaffen. Sachdarstellung: Der Sport ist in den letzen Jahren zunehmend zu einem Image- und Wirtschaftsfaktor für die Städte und Gemeinden geworden. Aufsteigende Clubs, Traditionsvereine und Bundes- ligisten belegen auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf Potentiale im Bereich Sport, welche im Sinne eines Standortmarketings verstärkt genutzt werden können. Gleichzeitig werden Sportstätten ausgebaut; im Januar steht mit der Multifunktionsarena eine neue Spielstätte mit internationalem Niveau zur Verfügung. Unabhängig von der Förderung des Breitensports, der Vereine und Clubs sowie des gewinnorientierten Betriebs der Sport- stätten, Hallen und Arenen, ist eine Intensivierung und ganzheitliche Darstellung der Sportaktivitäten- und Standortpotentiale notwendig. Sportmarketing ist dabei - wie das Marketing im allgemeinen -marktorientierte Stadtentwicklungspolitik. Mit der Hinzunahme des Handlungsfelds Sport wird das Standortmarketing um ein wesentliches Struktur- element ergänzt. Insbesondere über Sportevents können die Botschaften "professionelle Sportstadt", "erlebnisorientierte Unterhaltung", "attraktive Spielstätten" aufgebaut und transportiert werden. Events haben die größte Kommunikationswirkung und sind deshalb das ge- eignete Marketinginstrument für eine stärkere Profilierung der Sportstadt Düsseldorf. Events sind generell Ausdruck der wachsenden Suche nach neuen Erlebniswelten und einer allgemeinen Dynamik im Besucherverhalten, welcher es zu entsprechen gilt. Die Kommunikation muss dabei nach innen (in die Landeshauptstadt) wie nach außen, d.h. national wie international, erfolgen. Durch die nationale/internationale Kommunikation soll auch die touristische Attraktivität gesteigert und sollen potenzielle Besucher nach Düsseldorf geführt werden. Die in der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH (DMT) einzugliedernde Sportagentur schafft die organisatorische Klammer zur Verfolgung des Zieles, die Sportstadt Düsseldorf mit zu entwickeln, zu vermarkten und das Profil zu schärfen. Dadurch wird den vielfältigen inhaltlichen Schnittstellen und Bezügen zwischen Sportmarketing/Sportevents/Stadt- marketing/Veranstaltungsmanagement/Besucheransprache und Tourismus Rechnung getragen. RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 4 In Bezug auf die von der DMT bereits organisierten, koordinierten und vermarkteten Stadt- und Kulturevents sowie auf die allgemeinen Marketingaktivitäten- und aufgaben können Synergien erzielt, (Termin-)Abstimmungen erleichtert und Steuerungsmaßnahmen verein- facht werden. Die Synergien liegen zum einem im allgemeinen Geschäftsbetrieb (EDV, Buchhaltung, Controlling, Bürodienste), welcher im Gegensatz zur Gründung einer eigenständigen Sportagentur nicht neu aufzubauen ist und durch weitere Aufgaben eine stärkere Auslastung erreicht. Wesentlich sind allerdings die in der DMT vorhandenen fachspezifischen Kenntnisse, Strukturen und personelle Ausstattung für die operativen Tätigkeiten, wobei der Sport grundsätzlich kein in sich geschlossener Bereich der DMT darstellen soll. Synergiepotentiale lassen sich nur durch die Vernetzung mit bereits vorhandenen Funktionen erzielen. Nachfolgend aufgeführte Synergieeffekte werden durch die Arbeit der Sportagentur erwartet: Synergiefelder Vorhandenes DMT Know-how Sportevents (vornehmlich aus Stadt-, Kultur- und touristischen (aus dem operativen Ablauf) Events) Einwerbung Erstellung/Raster/Bausteine von/für Bewerbungsunterla- gen/Bid Book, Präsentationen, Vertragsgestaltung Finanzierung Firmenkontak te, Präsentations-, Beteiligungsanfragen Vertragsgestaltung Sponsoring, Fund Raising Planung Marktforschung, Kontakte zu Stadtmarketinggesellschaf- tern zwecks Erfahrungsaustausch bei rollierenden Events, Einbettung in Gesamtmarketingpläne, Arbeits- kreis Großveranstaltungen, u.a. für terminliche Abstim- mung Organisation Genehmigungsanforderungen, Teil- oder Gesamt organisation, Koordination aller am Projekt Beteiligten, Projektsteuerung, Projektüberwachung, Rahmenprogram- me, Bühnenprogramme Kommunikation Regionale Print-Medien (Programm Düsseldorf In) zielgruppen- und eventspezifische Broschüren in bis zu 8 Sprachen, Messebeteiligungen weltweit, internationale Präsentationen, Internet, Presse- und Öffentlichkeits- arbeit, Beflaggung Distribution d:ticket-Ticketing Systembetrieb (Anlegen von Veran- staltungen, Kassensysteme, Abendkassen, Abrechnung) 4 eigene VVK und Tourist Offices, Call Center, Internet Buchungsmaschinen für Tickets, Zimmer, Packages, Package Produkte, Prospekt- und Flyer Logistik Durchführung Disposition von te chnischen und personellen Dienst- leistungen, Versorgung/Entsorgung, Zusammenarbeit mit Seite 3 von 4 Sicherheitskräften, VIP-Betreuung, Betreuung der Akti- ven, Besucherführung Nachfolgende Zielsetzungen sollen mit der Übertragung des Sportmarketings an die Sportagentur erreicht werden: º Attraktivitätssteigerung der Landeshauptstadt - durch werthaltige Sportevents - durch club-/vereinsübergreifende Besucherangebote/Cross-Selling - durch Szene Ansprache bei Trendsportarten - durch Treffpunktbildung für die Wirtschaft - durch Marketingunterstützung und Vertrieb bei Vereinen/Clubs - durch Publikumsangebote im aktiven Sport - durch regionale, nationale, internationale Kommunikation º Erhöhung der sportspezifischen Standortkompetenz und Vorsprung bei Wett- bewerben/Ausschreibungen. º Erhöhung der touristischen Nachfrage durch Sportevents. Durch weitergehende Packageangebote kann dem veränderten Konsumverhalten, wie z.B. dem Wunsch nach komplexen Motiv- und Aktivitätenbündeln, entsprochen werden. º Erhöhung der Auslastung von Sportstätten, Hallen, Arenen (Veranstaltungen und Besucherzahlen). Die jeweils halleneigenen Marketingstrategien in Bezug auf deren Besucherzielgrup- pen, Veranstaltungsschwerpunkte und Hauptnutzer sind durch übergreifende Darstel- lungen und Vermarktungen zu ergänzen. Arbeitsfelder sind zu definieren, um die jewei- ligen Stärken zu betonen und ‚hausgemachtes' Konkurrenzverhalten zu vermeiden. Die DMT kann hierbei eine steuernde und moderierende Funktion übernehmen. Ziele, wie die Vermeidung einer terminlichen Parallelität konkurrierender Events, sind ebenso zu berücksichtigen, wie der Wunsch einer Potenzierung von Aktivitäten mit unterschied- lichen Inhalten, wie z.B. ‚K' & More (FIS Ski-Langlauf-Weltcup Sprint). Demgegenüber können die Spielstätten und Hallen auf die Serviceangebote der DMT, wie das Ticketing, Package-Angebote etc., zurückgreifen und sich mit ihren Kapazitäten auf On-Site-Aktivitäten konzentrieren, um zu einer Veranstaltung den Erlebniswert, die Bequemlichkeit und den Zusatznutzen vor Ort zu intensivieren. Über die vorhandenen Organe der DMT hinaus wird für die Sportagentur ein Beirat eingerichtet, der in regelmäßigen Sitzungsintervallen über die Aktivitäten der Sport- agentur bezogen auf Planung, Organisation und Zusammenarbeit mit anderen Institu- tionen regelmäßig unterrichtet wird. Die Mitglieder des Beirates werden durch die Ver- treter des Sportausschusses entsandt. Seite 4 von 4 Aus den im Haushalt 2004 für die "Zuwendung Sportagentur" etatisierten Mitteln von insgesamt 2,5 Mio EUR erhält die DMT zur finanziellen Absicherung ihrer personellen und sachlichen Aufwendungen in der Sportagentur einen Betrag von 1,5 Mio. EUR. Die Auszahlung erfolgt zum 01. Juli 2004. Die veranschlagten Restmittel verbleiben im städt. Sportetat "Allgemeine Sportfördermittel". Alternative: Keine Amt: Sportamt Dezernent: Beigeordneter Kruse RSD AllVorlg.WPT

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 52/ 43/2004