Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 51/ 55/2005

Zwischenbericht Haus des Kindes

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Kaiserswerther Straße 209 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 30. März 2005veröffentlicht

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Ö Vorlagen - Nr. 51/ 55/2005 JHA am 12.04.2005 Seite 1 von 3 Informationsvorlage Betrifft: Zwischenbericht Modellprojekt Haus des Kindes - Schmiedestraße 53-55 Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 10.04.2002 dem Modell "Haus des Kindes Schmiedestraße" zugestimmt. Dies beinhaltete die Zusammenlegung der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Schmiedestraße 53 (Abteilung Jugendförderung) und der städt. Kindertageseinrichtung Schmiedestraße 55 (Abteilung Kindertageseinrichtungen) zu einem Haus mit einer integrativen Gesamtkonzeption und einem erweiterten Leistungsspektrum. Das ganzheitliche Konzept ermöglicht die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen optimal zu realisieren, indem • die Bandbreite der altersübergreifenden Angebote erweitert wurde (gemeinsame Übermittagbetreuung für Schul- und Kindergartenki nder, Sprachförderkurse für Frauen im Haus und extern, Trödelmarkt, Sommerfest, altersübergreifende Projekte zu Arbeitsschwerpunkten, z.B. Gewaltprävention) • Ressourcen optimaler eingesetzt werden können (Räume, Personal, Finanzen, Außengelände) • Kompetenzen durch Professionsvielfalt erweitert wurden (Diplom Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Studentinnen und Studenten im kontinuierlichen und intensiven fachlichen Austausch) • pädagogische Unterstützung und Beratung der Eltern durch Fachpersonal angeboten wird (Frauencafe, Sprechstunde des Bezirkssozialdienstes, Elternsprechstunde und Familienberatung) • Betreuungskontinuität und -flexibilität ermöglicht wurde (z.B. Betreuungsnotfällen bei Schul- und Kindergartenkindern) • verstärkte Vernetzung der Einrichtung im Stadtteil stattfindet (Stadtteilarbeitskreise, Kindertageseinrichtungen und Jugendfreizeiteinrichtungen, Kooperation mit Schulen, Vereinen und dem Stadtteilbüro, LOS Projekte, gemeinsame Veranstaltungen verschiedener Institutionen im Stadtteil, z.B. Sonnenparkeröffnung ) Das ganzheitliche Konzept nimmt die Familie und die Sozialraumressourcen (im Sinne der Strategie " stadtteilorientierte Jugendhilfe") gezielt ins Blickfeld. Auf die Einbeziehung der Eltern wird dabei besonderen Wert gelegt, indem: • die Identifizierung mit der Einrichtung gefördert wird RSD AllVorlg.WPT Ö Vorlagen - Nr. 51/ 55/2005 JHA am 12.04.2005 Seite 2 von 3 (Motivierung der Eltern, sich bei verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten des Hauses zu beteiligen, wie z.B. Renovieren, Raum gestalten, Kochen als Angebot im offenen Bereich, Eltern zum Mitmachen anregen, z.B. bei Sommerfesten, Weihnachtsfeiern etc.; Förderung des ehrenamtlichen Engagements durch das Mitwirken von älteren Jugendlichen an Angeboten bzw. durch die Übernahme von Zuständigkeiten, Bereitstellen von Praktikantenstellen, Familienfahrten, Frauen - Gala - Abende in Kooperation mit der Jugendfreizeiteinrichtung "V 24") • "Serviceangebote" für Familien in das Angebotsspektrum aufgenommen wurden (Sprachförderprogramme für Frauen und Kinder, Raumüberlassung für private Feiern, Werkstattnutzung und Geräteverleih, Frauencafé mit Kleinkinderbetreuung als Kommunikations- und Informationsort) • sozialräumliche Orientierung durch aufsuchende Angebote in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen und Institutionen stattfindet (z. B. durch aufsuchende Jugendarbeit am Gangelplatz in einem System der Vernetzung). Im Rahmen der Konzeptentwicklung wird das Modellprojekt "Haus des Kindes" regelmäßig weiterentwickelt, fortgeschrieben und evaluiert: • Kooperation mit der FH Düsseldorf zur Lebenswelt- und Sozialraumanalyse (Erstellung von Zielgruppenbefragungen im Stadtteil und sog. Experteninterviews) • Reflexion der bestehenden Angebote, u.a. auch Vereinbarungen von Zielen und Leistungen für das nächste Jahr • Teilnahme an Fortbildungen und Informationsveranstaltungen. Die Erfahrungen in der Entwicklung und Gestaltung des Modellprojektes unter den angegebenen fachlichen Punkten zeigen, dass sich der Zusammenschluss von altersübergreifenden Angeboten unter einem Dach und aus einer Hand gut bewährt hat. Das erweiterte Leistungsspektrum ermöglicht eine wesentlich bessere Betreuung der Kinder, gerade auch durch die intensive Einbeziehung der Eltern. Die Eltern begrüßen insbesondere den reibungslosen Übergang der Vorschulkinder in die Schulkinderbetreuung und in den Freizeitbereich. Natürlich kommt ihnen auch die Flexibilität bei Betreuungsnotfällen sehr zugute (Schulkinder können auch am Vormittag versorgt werden, die Vorschulkinder bleiben "notfalls" auch länger beim Nachmittagsprogramm). Aus Sicht der beteiligten Fachkräfte ist eine deutliche Entspannung der teils konflikthaften Familiensituationen festzustellen, da die Eltern gezielt in ihrer Erziehungskompetenz unterstützt werden. Die sozialen Dienste nehmen auch einen Rückgang des Beratungsbedarfes wahr, da bereits im Haus des Kindes intensive Beratung "vor Ort" stattfindet sowie gezielte Vermittlung an spezielle Fachstellen nun besser funktioniert. Neben der Absicherung und Verankerung der beschriebenen Angebote und Schwerpunkte liegt ein besonderes Augenmerk künftig im Bereich Prävention. Hier wird Ö Vorlagen - Nr. 51/ 55/2005 JHA am 12.04.2005 Seite 3 von 3 zusätzlich • die konzeptionelle Verankerung des Arbeitsschwerpunktes Kinderschutz und sexualisierte Gewalt in Kooperation mit ProMädchen erfolgen (das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt) • ein Ausbau der gewaltpräventiven Angebote folgen, durch die Erweiterung der Flagfootball-Liga und der aufsuchenden Jugendarbeit. Da das Modellprojekt zunächst bis Ende 2005 befristet ist, wird dem JHA ein Abschlussbericht zum Jahresende vorgelegt. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatu m Ergebnis Jugendhilfeausschuss 12.04.2005 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Amt: Jugendamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Hintzsche RSD AllVorlg.WPT

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 51/ 55/2005