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Title: Vorlage 01/ 24/2019
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00334654.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 14:04:16 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
Vorlage 01/ 24/2019
> LINKSFRAKTION Düsseldorf •Luegallee 65 •40545 Düsseldorf
> Tel. (0211) 89 95123 •Fax (0211) 89 29588
> [email protected] www.linksfraktion-duesseldorf.de
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> RSD Vorlage
Düsseldorf, den 22.01.2019
An den
Oberbürgermeister
Herrn Thomas Geisel
Antrag zur Ratssitzung am 31.01.2019
Düsseldorf wird „Solidarity City“
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 31. Januar 2019 stellt DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf folgenden Antrag:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt, dass die Stadt dem
internationalen Städtenetzwerk „Solidarity Cities“ beitritt. Der Rat der Stadt
fordert die Verwaltung auf, bis zur nächsten Sitzung konkrete Maßnahmen
zu erarbeiten, um Düsseldorf zu einer „Solidarity City“ zu machen.
Begründung:
In Düsseldorf hat die Zivilgesellschaft mit Kundgebungen, Demonstrationen und
Flashmobs vor allem im Rahmen der „Seebrücke“ -Aktionen Solidarität mit
Geflüchteten gezeigt und gegen die „Festung Europa“ protestiert. Die Stadt selbst
erklärte sich zusammen mit Bonn und Köln zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten bereit. Auch hat sich der Oberbürgermeister wiederholt positiv auf die Solidarität der italienischen Stadt Palermo mit Geflüchteten bezogen und klar die humanitäre Notwendigkeit der Rettung von Menschen angesprochen, die über das Meer nach Europa flüchten.
Es ist aber nicht damit getan, Geflüchtete aus akuter Not zu retten. Solidarität mit Vorlage 01/ 24/2019
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> RSD Vorlage
geflüchteten Menschen bedeutet, sie nicht nur einmalig willkommen zu heißen, sondern sie, unabhängig von Aufenthaltsstatus und Bleibeperspektive, in die Gesellschaft aufzunehmen. Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte das Netz großer europäischer Städte Eurocities im Mai 2015 („EUROCITIES statement on asylum in cities“). Auch Düsseldorf ist Mitglied der Eurocities. In einem offenen Brief
anlässlich des Weltflüchtlingstags 2016 forderten die Bürgermeister der Eurocities zudem die Europäische Union und die Staaten Europas auf, die grundlegenden europäischen Werte von Solidarität, Humanität und Würde zur Leitlinie bei der Aufnahme von Geflüchteten zu machen und nicht den auf Abschottung zielenden Rechtsrahmen.
Eine Selbstverpflichtung der Stadt Düsseldorf zur Solidarität mit Geflüchteten kann
durch eine Mitgliedschaft im Städtenetzwerk der „Solidarity Cities“ festgeschrieben
werden – sie muss aber vor allem konsequent in Praxis überführt werden. Dies bedeutet mehr als gegenseitigen Austausch und Unterstützung zwischen den
„Solidarity Cities“. Die Stadt soll daher konkrete Maßnahmen ergreifen, um die
Wahrung der Rechte, der Würde und der Teilhabe aller ihrer EinwohnerInnen, unabhängig von deren Aufenthaltsstatus, sicherzustellen.
Sie müssen sich frei und ohne Furcht vor Abschiebung in der Stadt bewegen können. Ihr Aufenthaltsstatus sollte für die Stadt kein Thema sein; alle Menschen sollten gleich behandelt werden, soweit es in den Möglichkeiten der Stadt liegt. Auch in der Öffentlichkeit sollte eine positive Wahrnehmung dieser Gleichberechtigung gefördert
werden. Düsseldorf soll zur „Solidarity City“ werden.
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Kraft-Dlangamandla Lutz Pfundner
f.d.R. Carina Limper
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsd atum Ergebnis
Rat 31.01.2019 -/-¹ -/-²
> 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
> 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen: beigefügt nicht v orhanden
Nr. Anlage