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Title: Vorlage 175/ 69/2018
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00314987.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 19:16:45 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
Vorlage 175/ 69/2018
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X öffentlich nicht öffentlich
CDU-Fraktion
der Bezirksvertretung 5
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5
04.04.2018
## Anfrage
Sanierungsarbeiten am Kaiserswerther Markt
(Anfrage Herr Golißa, CDU-Fraktion, vom 04.04.2018)
In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 27.02.2018 wurde durch die Fachver-waltung mitgeteilt, dass es zu zusätzlichen Kosten bei den Sanierungsarbeiten des Kaiserswerther Marktes kommen wird. In der Informationsvorlage heißt es dazu:
„Es ha ndelt sich dabei um ein mindestens 900jähriges Archiv des Kaiserswerther Marktlebens, wo die Beschaffenheit und die eingelagerten Funde der erhaltenen Erd-schichten detailliert Auskunft über die jeweilige Nutzung und Zeitstellung dieses zen-tralen Ortes geben können. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass diese Schichten
großflächig sehr gut erhalten sind. Das macht diese „weichen Befunde“ zu einer äußerst wertvollen Quelle für die Ortsgeschichte.“
Weiterhin heißt es: „Erfahrungsgemäß wird die Genehmigungsbe hörde die Stadt Düsseldorf dazu verpflichten, die von Eingriffen betroffenen Schichten archäologisch untersuchen und dokumentieren zu lassen. Dies führt zu einer erheblichen Kosten-
erhöhung und zu einer deutlichen Verlängerung der Bauzeit.“
Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen gebeten:
1. Welche Ergebnisse haben die bisherigen Untersuchungen am Kaiserswerther Markt ergeben, wieso haben frühzeitige Analysen des Erdreiches mittels Ultra-schall und der probeweisen Öffnungen nicht bereits dieses Ergebnis zu Tage befördert und ist nach Abschluss dieses Verfahrens sichergestellt, dass es
keine weiteren „harten Bodendenkmäler“ unter dem Markt mehr gibt?
2. Wie wird die Sicherung und Sichtbarmachung der gefunden Schichten im Vergleich ihres jahrelangen unterirdischen Vorkommens auch vor finanziellen und zeitlichen Folgen für das Gesamtprojekt der Sanierung des Kaisers-Vorlage 175/ 69/2018
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werther Marktes bewertet und wie ist der weitere Zeitplan für die noch not-wendigen Beschlüsse zur Realisierung der Gesamtmaßnahme?
3. Wie können horrende Mehrkosten abgewendet oder anderweitig querfinanziert werden ohne das Gesamtprojekt zu gefährden?
gez. Stefan Golißa
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Bezirksvertretung 5 24.04.201 8 -/-¹
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Title: antwort.top15.bv-sitzung.29-05-2018
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00318703.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 18:42:16 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
175/ 69/2018
Anfrage Herr Golißa, CDU-Fraktion, am 04.04.2018 hier: Sanierungsarbeiten am Kaiserswerther Markt
Frage 1a:
Welche Ergebnisse haben die bisherigen Untersuchungen am Kaiserswerther Markt ergeben?
Antwort:
Der archäologische Fachbeitrag führt dazu folgendes aus: - „Rheintor: Die Georadaruntersuchung zeigte ein flächiges Echo in ca. 0,30m Tiefe. Ob sich noch Keller des Gebäudes erhalten haben, oder ob ein Fußboden / Pflaster vorliegt ist, bleibt ungeklärt.“ - „Rathaus: Im Georadarbild waren keine Fundamentreste nachweisbar. Die Sachverhaltsermittlung durch vier schmale Suchschnitte erbrachte keine sicheren Spuren des Gebäudes. Es ist somit sehr unwahrscheinlich, dass umfangreiche Reste des Rathauses im Boden erhalten sind.“ - „Markt: Das Kulturschichtpaket des 13. bis 16. Jahrhunderts ist nur im Straßenraum und im nördlichen Randbereich der Mittelinsel heute noch völlig ungestört. Es liegt ca. 0,30 bis 0,40m unter dem heutigen Straßenpflaster und ist zwischen 0,70m und 1,70m mächtig. Diese „weichen Befunde“ sind wichtige Quellen zur Ortsgeschichte.“
Frage 1b:
Wieso haben frühzeitige Analysen des Erdreiches mittels Ultraschall und der probeweisen Öffnungen nicht bereits dieses Ergebnis zu Tage befördert?
Antwort:
Diese Ergebnisse lagen direkt nach Durchführung der archäologischen Untersuchungen vor. Die erheblichen Auswirkungen auf die archäologischen Schichten durch die Erneuerung der Fahrbahn ergaben sich aus den Ergebnissen der Baugrunduntersuchung. War man bisher von einem Regelaufbau (60cm) ausgegangen, so fordert der Baugrundgutachter aufgrund der sehr schlechten Tragfähigkeit des Untergrundes eine Dicke des so genannten „Oberbaus“ (Tragschichten inklusive Pflaster) von mindestens 90cm, stellenweise sogar 100cm. Alternative Bauweisen werden zurzeit geprüft.
Frage 1c:
Ist nach Abschluss dieses Verfahrens sichergestellt, dass es keine weiteren „harten Bodendenkmäler“ unter dem Markt mehr gibt?
Antwort:
Im Bereich der Georadaruntersuchung kann das oberflächennahe Vorliegen von Objekten (z.B. Mauern / Fundamente) nahezu ausgeschlossen werden. Entlang der Gebäudekanten sowie östlich der Einmündung „An Sankt Swidbert“ dagegen können durchaus noch weitere archäologisch relevante Funde auftreten. Frage 2a:
Wie wird die Sicherung und Sichtbarmachung der gefunden Schichten im Vergleich ihres jahrelangen unterirdischen Vorkommens auch vor finanziellen und zeitlichen Folgen für das Gesamtprojekt der Sanierung des Kaiserswerther Marktes bewertet?
Antwort:
Die finanziellen Auswirkungen sowie die Auswirkungen auf die Bauzeiten werden zurzeit durch einen externen Berater ermittelt.
Frage 2b:
Wie ist der weitere Zeitplan für die noch notwendigen Beschlüsse zur Realisierung der Gesamtmaßnahme?
Antwort:
Aussagen zum Zeitplan können zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden, da die Ergebnisse der oben genannten Ermittlungen noch nicht vorliegen. In jedem Fall kann die Ausführungsplanung erst nach der gesamtstädtischen Ratsentscheidung zur Gasbeleuchtung starten. Vorher können die endgültigen Leuchtenstandorte nicht festgelegt werden, da Gasleuchten weit mehr Restriktionen unterworfen sind als LED-Leuchten. Diese Entscheidung wird voraussichtlich Ende 2018 getroffen.
Frage 3:
Wie können horrende Mehrkosten abgewendet oder anderweitig querfinanziert werden ohne das Gesamtprojekt zu gefährden?
Antwort:
Die Verwaltung lässt zurzeit verschiedene technische und planerische Möglichkeiten prüfen mit dem Ziel, die Eingriffe in das Bodendenkmal soweit wie möglich zu minimieren und somit die Kosten möglichst gering zu halten. Nach Vorliegen aller Ergebnisse und Rahmenbedingungen können die Kosten ermittelt und gegenüber gestellt werden. Hiernach wird die Verwaltung berichten und Lösungsvorschläge vorstellen.