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SEBD/007/2025
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Beschlussvorlage
zur Herbeiführung eines Ausführungs - und
Finanzierungsbeschlusses
Betrifft:
Klärwerk-Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik (I-8030614003) -
Fachbereich:
67 - Stadtentwässerungsbetrieb
Dezernentin / Dezernent:
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bauausschuss 11.02.2025 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Betriebsausschuss beschließt die Ausführung und Finanzierung des Projektes
„Klärwerk-Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik" (I-8030614003)
- Teil A - Lufterzeugung -
mit Gesamtkosten in Höhe von 4.798.036 Euro (brutto).
Beschlusslage:
Bedarfsbeschluss des Rates vom 27.06.2024
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Sachdarstellung:
Kosten
konsumtive Kosten EUR
+ investive Kosten 4.798.036 EUR
= Gesamtkosten 4.798.036 EUR
jährliche Nettofolgekosten 50.968 EUR
Ausgangssituation
Das Klärwerk Düsseldorf-Süd (KWS) wird seit 1975 als mechanisch -biologische
Anlage betrieben und leitet die Abwässer des südlichen, circa 6.000 Hektar
umfassenden Stadtgebietes sowie kleinere Abwassermengen anderer Kommunen,
gereinigt in den Rhein ab. Für die Unterhaltung und den Betrieb des Klärwerks ist der
Stadtentwässerungsbetrieb (SEBD) zuständig.
Zentrale Verfahrensstufe zur Kohlestoff-, Stickstoff- und Phosphorelimination aus
dem Abwasser ist die biologische Reinigungsstufe. Diese besteht auf dem KWS im
Wesentlichen aus den 5-straßigen Belebungsbecken mit zugehöriger Gebläsestation.
In der zentralen Gebläsestation wird die benötigte Prozessluft mittels vier
Turboverdichtermaschinen erzeugt. Diese Prozessluft wird dann auf die
Belebungsbecken verteilt und über Membran -Belüfterplatten am Boden der Becken
eingeblasen.
Um den Abwasserreinigungsprozess verfahrenstechnisch und energetisch optimal zu
gestalten, ist eine bedarfsgerechte Lufterzeugung und -verteilung auf die fünf
Belebungsbecken sicherzustellen. Diese erfolgt daher automatisiert mittels
Regulierschiebern in Abhängigkeit von der jeweiligen Sauerstoffkonzentration im
Becken.
Mit dem Projekt erfolgt die Optimierung der zentralen Verfahrensstufe des
Klärwerkes. Diese Maßnahme soll sowohl zur weiteren energetischen Optimierung
des Klärwerkes beitragen, als auch als Vorbereitung für weitergehende
Reinigungsanforderungen dienen, wie sie in der Novelle der EU -
Kommunalabwasserrichtlinie definiert werden.
Darstellung der Maßnahme
Die Gesamtplanung teilt sich in die Bereiche:
Teil A: Lufterzeugung
Teil B: Luftverteilung (ist nicht Bestandteil dieses Beschlusses)
Teil A - Lufterzeugung:
Die bestehenden Turboverdichtermaschinen besitzen ein Alter von über 20 Jahren.
Der Hersteller hat das Ende der Ersatzteilbereitstellung angekündigt. Dadurch hat die
Beschaffung von Ersatzmaschinen eine hohe betriebliche Dringlichkeit erhalten und
wird als separater Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für Teil A des Projektes
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vorweggenommen. Der Terminplan berücksichtigt dabei die zu erwartenden
Lieferzeiten von circa einem Jahr für die Hauptaggregate.
Im Rahmen von Teil A des Projektes wird die Erneuerung der Ausrüstung zur
Lufterzeugung in der bestehenden Gebläsestation vorgenommen. Dies beinhaltet den
Ersatz der vier Turboverdichtermaschinen, inklusive Laststromversorgung,
Steuerung, Kühlung, Zuluft sowie Ableitung der Druckluft bis zum Anschluss an die
bestehenden Rohrleitungen im darunterliegenden Medienkanal.
Die Planung der Maschinen - und Elektrotechnik ist abgeschlossen und eine
Kostenberechnung sowie ein Rahmenterminplan sind erstellt.
Teil B - Luftverteilung:
Teil B ist nicht Bestandteil dieses Beschlusses.
Im Teil B des Projektes ist für einen späteren Zeitpunkt die bedarfsgerechte
Erneuerung der Luftverteilung bis in die Belebungsbecken einschließlich der
Optimierung der Sauerstoffregelung vorgesehen.
Auswirkungen auf die Klimabilanz
Aktuell beträgt der Stromverbrauch für die Turboverdichter circa 6 Mio. kWh/a.
Hieraus resultierte eine CO2-Produktion von etwa 2.520 t CO2/a (bei 420 gCO2/kWh
gemäß Angabe Umweltbundesamt für das Jahr 202 1). Durch den vorgesehenen
Einsatz neuer Motoren der Energieeffizienzklasse IE4 mit einem besseren
Wirkungsrad wird zukünftig von einer Einsparung des Stromverbrauchs von circa
1,5 % ausgegangen.
Weitere Einsparungen werden mit Teil B des Projektes durch die optimierte
Luftverteilung und Sauerstoffregelung erwartet.
Gesamtkosten
konsumtiv (EUR) investiv (EUR)
netto brutto netto brutto
Bauwerk - Baukonstruktion 42.631
Bauwerk - Technische
Anlagen
3.877.956
Baunebenkosten 877.449
Summe Gesamtkosten 4.798.036
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Finanzierung
Im Rahmen der aktuellen Kostenberechnung wurden für den Teil A der Maßnahme
Gesamtkosten in Höhe von 4.798.036 Euro ermittelt.
Die Maßnahme ist im Wirtschaftsplan 2025 und der Wirtschaftsplanung 2024 - 2028
mit Gesamtkosten in Höhe von 13.969.199 Euro für Teil A und Teil B enthalten.
Damit ist die Maßnahme in 2025 in Höhe von 4.798.036 Euro ausfinanziert.
Terminplan:
Baubeginn 2. Quartal 2026
Bauzeit ca. 16 Monate
Fertigstellung ca. 4. Quartal 2027
Erfüllung der Voraussetzungen des § 13 KomHVO:
BIC-Empfehlung RPA geprüft Kämmerei geprüft Zustimmung der
Kämmerin
am: am: 13.12.2024 am: am:
Die Prüfung des Rechnungsprüfungsamtes führte zu folgendem Ergebnis:
Die Unterlagen entsprechen den Anforderungen des §13 (2) KomHVO.
Anlagen:
Anlage 1 Luftbild