Anfrage Bündnis 90/Die Grünen Aktenzeichen AWIR/024/2025

Anfrage der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 5. Juni 2025veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage, nicht aus einer Feststellung der Verwaltung. Zugeordnete und geprüfte Antworttexte stehen gesondert auf dieser Seite.

Aus dem Original

einzelne Branchen haben auch 3,5 Jahre nach der Corona-Pandemie hohen wirtschaftlichen Druck. Insbesondere die Gastronomie steht vor großen Herausforderungen. Die städtische Wirtschaftsförderung hat bereits im letzten Jahr gezielt mit einem Unternehmensservice Gastronomie und Hotellerie reagiert: zum einen als direkten Ansprechpartner in der Verwaltung und zum anderen, um mit weiteren Events und Formaten wie beispielsweise den Chef In Town mit der IHK, Düsseldorf als lebendigen Gastro-Hotspot mit seinem vielfältigen, internationalen Angebot zu unterstützen. Die aktive Förderung der Gastronomie, einschließlich Bars, Kneipen und Szeneevents, erstreckt sich auch auf die Stadtteile. Allerdings sind in den vergangenen Wochen mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Anträge auf Sondergenehmigungen für Außengastronomie von der Verwaltung abgelehnt wurden. Als Begründung wurde seitens der Verwaltung das Auslaufen der "Corona-Sonderregelung" sowie ein "besonders hoher Parkdruck" in den betreffenden Gebieten angeführt. Zudem wurde ein "sukzessives Zurückfahren" der aktuellen Genehmigungspraxis für Außengastronomie angekündigt. Diese Entwicklung wirft aus unserer Sicht mehrere grundsätzliche Fragen auf, insbesondere welche objektive Kriterien oder nachvollziehbare Datengrundlage für diese Einschätzung dargelegt werden und welche Entscheidungslage zu Grunde liegt. Eine transparente Darlegung der Entscheidungskriterien wäre im Sinne der Nachvollziehbarkeit von Verwaltungshandeln geboten. Es scheint unklar, nach welchen Maßstäben die Verwaltung bei ihrer Entscheidungsfindung die unterschiedlichen Interessen - einerseits das Interesse an Parkraum, andererseits die wirtschaftlichen Interessen der Gastronomie und das Interesse der Bürger*innen an attraktiven Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum - gegeneinander abwägt. Die aktuellen Entscheidungen erwecken den Eindruck, dass dem ruhenden Verkehr pauschal Vorrang vor anderen Nutzungsformen des öffentlichen Raums eingeräumt wird. Ganz im Gegensatz bei der zuletzt erneuten Genehmigung der großen Außenterrasse des Restaurants „Palmieri" im Hofgarten; unterstützt durch Oberbürgermeister Keller.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 5. Juni 2025. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Amtliche Inhalte · AWIR/024/2025

Weitere Unterlagen zum Inhalt

Hier lesen Sie den vollständigen ausgelesenen Text der zugeordneten Dokumente, keine neu erzeugte Zusammenfassung. Die Angaben beschreiben den damaligen Stand und belegen keine spätere Umsetzung.

AWIR_024_2025_Antwort

Dateidatum im RIS: Datum nicht angegeben · Amtliches Original (PDF)

Weitere zugeordnete Unterlage; nicht als vollständige Beantwortung oder Beschluss eingeordnet.

AWIR/024/2025 Beigeordneter Zaum Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gastronomie unter Druck - Parkplätze versus Außengastronomie

Frage 1

Gibt es eine Änderung der seit etwa fünf Jahren gängigen Praxis, nach der Gastronom*innen relativ unbürokratisch Sondergenehmigungen für die Nutzung von öffentlichen Stellplätzen für außengastronomische Angebote erhalten bzw. bestehende Sondergenehmigungen im Regelfall einfach verlängern können? Falls ja, in welcher Form und mit welcher Begründung? Antwort Die Entscheidung, Außengastronomie im Rahmen sogenannter Sondernutzungserlaubnisse nicht nur auf Gehwegen und Plätzen, sondern auch auf Straßenflächen zuzulassen, die als öffentliche Stellplätze gewidmet sind, hat sich grundsätzlich bewährt. Die Praxis wird deshalb unverändert beibehalten.

Frage 2

Welche Gründe werden zukünftig zu einer Ablehnung des Antrags führen und welche Kriterien werden zugrunde gelegt bei der Entscheidung? Antwort Die Kriterien für die Erlaubnis sind unverändert, sie ergeben sich insbesondere aus dem Straßenrecht und dem Gaststättenrecht. In verkehrlicher Hinsicht darf die Einrichtung die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht gefährden. Zu dieser Frage wird regelmäßig das Amt für Verkehrsmanagement um Stellungnahme gebeten. Ablehnungsgründe können dabei insbesondere geplante Baumaßnahmen sein, in deren Kontext die Flächen umgestaltet oder für andere Zwecke benötigt werden. In gaststättenrechtlicher Hinsicht darf die Außengastronomiefläche nicht größer sein als die genehmigte Schankfläche im Innenraum und sie muss sich grundsätzlich vor der eigenen Immobilie befinden, damit benachbarte Betriebe nicht benachteiligt werden.

Frage 3

Inwieweit kann der neu geschaffene Unternehmensservice Gastronomie & Hotellerie im Amt für Wirtschaftsförderung die verschiedenartigen Interessen der Anwohnenden zwischen Parkraum oder urbanem Lebensgefühl als auch der wirtschaftlichen Nöte der Gastronom*innen innerhalb der Verwaltung moderieren und dabei die Unternehmer*innen aktiv unterstützen? Antwort Das Wirtschaftsförderungsamt ist ein wichtiger Kooperationspartner der Düsseldorfer Wirtschaft und unterstützen Unternehmen dabei, die örtlichen Potentiale zu nutzen, ihr wirtschaftliches Engagement am Standort zu sichern und auszubauen. So hilft der Ansprechpartner für die lokale Gastronomie, zwischen den Vorgaben und Prozessen der Stadtverwaltung und den wirtschaftlichen Zielen der Gastronominnen und Gastronomen zu vermitteln. Dabei schafft er die Möglichkeit, einen Dialog zwischen beiden Parteien konstruktiv zu gestalten. Er fördert das Verständnis für die jeweilige Sichtweise und kann so unterstützend tätig werden - etwa, wenn es um Fragen des Lärmschutzes, der Außengastronomie oder der Betriebszeiten geht. Indem er z. B. über Sachstände informiert, schafft der Ansprechpartner der lokalen Gastronomie mehr Transparenz in laufenden behördlichen Verfahren und betreibt dadurch ein realistisches Erwartungsmanagement. Bei einer frühzeitigen Einbindung in Planungs- oder Genehmigungsprozesse kann er alle an einem solchen Prozess beteiligten Ämter zusammenbringen und so durch offene Kommunikation und klare Abstimmungen etwaigen Herausforderungen während eines Genehmigungsverfahrens vorbeugen. Da die Unterstützungsangebote des Wirtschaftsförderungsamtes grundsätzlich auf den Bereich B2B abzielen, sind bei Problemfällen mit Anwohnerinnen und Anwohnern vorrangig die Ombudspersonen und das Beschwerdemanagement des entsprechenden Fachamtes in der Federführung. Anfragen aus dieser Richtung liegen dem Wirtschaftsförderungsamt bisher nicht vor. Häufig wird eine neue Gastronomie oder zusätzliche Terrasse von den Anwohnenden als Aufwertung empfunden.

Bei Tabellen und abweichender Lesereihenfolge ist das Original-PDF maßgeblich. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

Vorgang · AWIR/024/2025

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Weitere Unterlage

    AWIR_024_2025_Antwort · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Vorlagendatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 6.5

    Ausschuss für Wirtschaftsförderung, internationale und regionale Zusammnearbeit. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Originale durchsuchen

Dokumenttexte

Anfrage als Text anzeigen
AWIR/024/2025 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 04.06.2025 An den Vorsitzenden Ratsherrn Jörk Cardeneo Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, internationale und regionale Zusammenarbeit am 17. Juni 2025 Betrifft: Anfrage der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Gastronomie unter Druck: Parkplätze versus Außengastronomie Sehr geehrter Herr Cardeneo, einzelne Branchen haben auch 3,5 Jahre nach der Corona-Pandemie hohen wirtschaftlichen Druck. Insbesondere die Gastronomie steht vor großen Herausforderungen. Die städtische Wirtschaftsförderung hat bereits im letzten Jahr gezielt mit einem Unternehmensservice Gastronomie und Hotellerie reagiert: zum einen als direkten Ansprechpartner in der Verwaltung und zum anderen, um mit weiteren Events und Formaten wie beispielsweise den Chef In Town mit der IHK, Düsseldorf als lebendigen Gastro-Hotspot mit seinem vielfältigen, internationalen Angebot zu unterstützen. Die aktive Förderung der Gastronomie, einschließlich Bars, Kneipen und Szeneevents, erstreckt sich auch auf die Stadtteile. Allerdings sind in den vergangenen Wochen mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Anträge auf Sondergenehmigungen für Außengastronomie von der Verwaltung abgelehnt wurden. Als Begründung wurde seitens der Verwaltung das Auslaufen der "Corona-Sonderregelung" sowie ein "besonders hoher Parkdruck" in den betreffenden Gebieten angeführt. Zudem wurde ein "sukzessives Zurückfahren" der aktuellen Genehmigungspraxis für Außengastronomie angekündigt. Diese Entwicklung wirft aus unserer Sicht mehrere grundsätzliche Fragen auf, insbesondere welche objektive Kriterien oder nachvollziehbare Datengrundlage für diese Einschätzung dargelegt werden und welche Entscheidungslage zu Grunde liegt. Eine transparente Darlegung der Entscheidungskriterien wäre im Sinne der Nachvollziehbarkeit von Verwaltungshandeln geboten. Es scheint unklar, nach welchen Maßstäben die Verwaltung bei ihrer Entscheidungsfindung die unterschiedlichen Interessen - einerseits das Interesse an Parkraum, andererseits die wirtschaftlichen Interessen der Gastronomie und das Interesse der Bürger*innen an attraktiven Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum - gegeneinander abwägt. Die aktuellen Entscheidungen erwecken den Eindruck, dass dem ruhenden Verkehr pauschal Vorrang vor anderen Nutzungsformen des öffentlichen Raums eingeräumt wird. Ganz im Gegensatz bei der zuletzt erneuten Genehmigung der großen Außenterrasse des Restaurants „Palmieri" im Hofgarten; unterstützt durch Oberbürgermeister Keller. Die restriktivere Genehmigungspraxis bei der Umwandlung von Parkplätzen zu gastronomischen Außenterrassen hingegen steht im Widerspruch zu den formulierten Zielen seitens der Stadt und der Verbände zu einer lebendigen, attraktiven Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Außengastronomie trägt nachweislich zur Belebung des öffentlichen Raums und zur Attraktivität von Quartieren bei und erhöht nicht zuletzt die Umsätze der Unternehmen in den Monaten der Nutzung Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie daher um Beantwortung folgender Fragen in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, internationale und regionale Zusammenarbeit am 17. Juni 2025: 1. Gibt es eine Änderung der seit etwa fünf Jahren gängigen Praxis, nach der Gastronom*innen relativ unbürokratisch Sondergenehmigungen für die Nutzung von öffentlichen Stellplätzen für außengastronomische Angebote erhalten bzw. bestehende Sondergenehmigungen im Regelfall einfach verlängern können? Falls ja, in welcher Form und mit welcher Begründung? 2. Welche Gründe werden zukünftig zu einer Ablehnung des Antrags führen und welche Kriterien werden zugrunde gelegt bei der Entscheidung? 3. Inwieweit kann der neu geschaffene Unternehmensservice Gastronomie & Hotellerie im Amt für Wirtschaftsförderung die verschiedenartigen Interessen der Anwohnenden zwischen Parkraum oder urbanem Lebensgefühl als auch der wirtschaftlichen Nöte der Gastronom*innen innerhalb der Verwaltung moderieren und dabei die Unternehmer*innen aktiv unterstützen? Eine weitere Begründung erfolgt ggf. mündlich. Mit Dank und freundlichen Grüßen Dietmar Wolf Claudia Gelbke-Mößmer Heike Nabert de Lobo Iris Bellstedt Seite 2 Für die Richtigkeit: Heike Rybienski Weitere Informationen / Quellen RP „Italienisches Lebensgefühl" - Hofgarten-Terrasse soll größer und schöner werden (13.05.2025) https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/restaurants-und-cafes/duesseldorf-palmiere-im-hofgarten- terrasse-soll-schoener-und-groesser-werden_aid-127314399 Unternehmensservice https://www.duesseldorf.de/wirtschaftsfoerderung/newsletter/newsletter-detailseite/newsdetail/erster- gastronomie-workshop-der-wirtschaftsfoerderung-duesseldorf RP Interview Düsseldorfs Wirtschaftsdezernent Christian Zaum und Jörn Topel, Beauftragter für Gastronomie und Hotellerie (10.01.2025) https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/restaurants-und-cafes/duesseldorf-christian-zaum-und- joern-topel-im-interview-wirtschaftsfoerderung-gastronomie_aid-120879033 DEHOGA Themenseite: Attraktivität der Innenstädte sichern und fördern https://www.dehoga-bundesverband.de/branchenthemen/innenstaedte/ IHK Chefs in Town 2024 https://www.ihk.de/duesseldorf/standort/branchen/gastgewerbe2/chefs-in-town-6254560 Seite 3

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AWIR/024/2025