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BV2/102/2023
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Düsseldorf, 25.04.2023
Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
der Bezirksvertretung 2
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 2
Herrn Philipp Schlee
Betrifft:
Anwachsen der Taubenpopulation um die Düssel an der Kühlwetterstr./Innenhof
an der Boltensternstraße, Gengerstraße, Weselerstraße und Mühlheimerstraße
- Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
1. Was unternimmt die Verwaltung zur Steuerung der Taubenpopulation an
der Düssel im Stadtbezirk 2 im Bereich der Kühlwetterstraße?
2. Gibt es ein Taubenmonitoring?
3. Welche Ergebnisse hat das Taubenmonitoring bisher erzielt und welche
Perspektiven ergeben sich daraus?
Sachdarstellung:
Es werden vermehrt Taubenansiedlungen beobachtet. Da Tauben zudem sehr
standorttreu sind, ist keine sichtbare Reduktion der Taubenpopulation
erkennbar.
gez. Dr. Angela Scaglione
gez. Brigitte Reich
Fraktionssprecherin
Beantwortung BV2 102 2023 Anwachsen der Taubenpopulation um die Düssel.... als Text anzeigen
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Sitzung: 11.02.2025
Vorlagennummer BV2/102/2023
Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 25.04.2023
hier: Anwachsen der Taubenpopulation um die Düssel an der
Kühlwetterstr./Innenhof an der Boltensternstraße, Gengerstraße,
Weselerstraße und Mühlheimerstraße
Frage 1:
Was unternimmt die Verwaltung zur Steuerung der Taubenpopulation an der Düssel
im Stadtbezirk 2 im Bereich der Kühlwetterstraße?
Frage 2:
Gibt es ein Taubenmonitoring?
Frage 3:
Welche Ergebnisse hat das Taubenmonitoring bisher erzielt und welche Perspektiven
ergeben sich daraus?
Sachdarstellung:
Es werden vermehrt Taubenansiedlungen beobachtet. Da Tauben zudem sehr
standorttreu sind, ist keine sichtbare Reduktion der Taubenpopulation erkennbar.
Antwort zu Frage 1:
Bisher waren durch die Verwaltung im Rahmen des Taubenmanagements in
Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Düsseldorf im Bereich der
Kühlwetterstraße keine Maßnahmen zur Regulierung der Taubenpopulation
vorgesehen. Um die richtige und wirksame Vorgehenswe ise bestimmen zu können,
wurde die Umgebung der Kühlwetterstraße über mehrere Monate durch amtliche
Tierärzte/Tierärztinnen immer wieder beobachtet.
Taubenschwärme, die sich auf bestimmte Futterquellen, z.B. durch unerlaubte
Fütterung oder unsachgemäß gelagerte Abfällen konzentrierten, waren über den
gesamten Beobachtungszeitraum nicht zu erkennen. Gleichwohl ist eine deutliche
Stadttaubenpopulation, die nicht in Schwärmen bestimmte Bereiche aufsuchen, zu
beobachten. Dies trifft aber auch für andere Vogelarten, wie beispielsweise
Rabenvögel und Elstern zu. Dies spricht zunächst für ein generell attraktives Gebiet
für Vögel mit ausreichend Grün, Futter und Rückzugs- bzw. Nistplätzen. Immer
wieder konnten Stadttauben beobachtet werden, die sich beispielsweise im Innenhof
an der Boltensternstraße aufhielten und sich anschließend in Bereiche der „Inneren
Nördlichen Düssel" zurückzogen. Neben diesen Beobachtungen konnten im
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genannten Bereich keine deutlichen Verschmutzungen durch Tauben auf Gehwegen,
Gebäuden oder geparkten Autos festgestellt werden.
Da unter diesen Bedingungen nicht sicher ist, ob die Errichtung eines Taubenschlags,
der mit einem erheblichen Kosten- und Arbeitsaufwand verbunden ist, zu einer
Verbesserung führen wird, wird hier folgende Vorgehensweise durchgeführt:
Wie auch im Bereich der Krahestraße wird zunächst über eine betreute Futterstelle
der Umfang und die Schwarmbildung von Stadttauben eruiert. Danach kann
entschieden werden, ob die Errichtung und Betreuung eines Taubenschlags zum
Eiaustausch die Situation verbessern kann.
Antwort zu Frage 2:
Nein, es gibt kein Taubenmonitoring. Der personelle Aufwand wäre weder durch den
Tierschutzverein, noch durch die Verwaltung zu leisten. Vor einigen Jahren wurden
an einem Taubenschlag im Stadtgebiet Düsseldorf die dort betreuten Stadttauben
beringt und über Monate beobachtet und gezählt. Dabei wurde erfreulicherweise
festgestellt, dass die Tiere ausgesprochen standorttreu sind und sich die Population
bei strikter Einhaltung des Fütterungsverbots und einer tierschutzkonformen
Vergrämung im Umfeld zum Schlag von ca. 300 m nicht weiter vergrößerte, sondern
leicht zurückging.
Damit konnte bewiesen werden, dass das städtische Taubenmanagement, sofern die
Bedingungen gut sind, eine funktionierende und tierschutzgerechte Form zur
Regulierung der Taubenpopulation darstellt.
Antwort zu Frage 3:
Siehe Antwort zu Frage 2.