Berichtsvorlage Aktenzeichen RAT/355/2024

Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 14. November 2024veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Die Kleine Kommission Klimahilfe trat am 24.09.2024 von 17:00 bis 20:00 Uhr im Sitzungssaal Rheinturm zusammen. Die Sitzung wurde hybrid (in Präsenz und online per Videokonferenz) abgehalten.

Aktueller Sachstand Kommunale Wärmeplanung Die umfangreiche Datenerhebung und Auswertung für die Bestands - und Potentialanalyse der Kommunalen Wärmeplanung (bspw. Kehrbuchdaten, Daten zu Abwassernetzen, Daten zu Großverbrauchern) wird fortgeführt. Die Datensammlung ist im Wesentlichen abgeschlossen. Der Zeitplan für die Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung ist trotz Verzögerung durch eine verspätete Bereitstellu ng des Austauschportals für die Kehrbuchdaten durch das Land Nordrhein-Westfalen nicht in Gefahr. Eine Vorstellung der (Teil)Ergebnisse der Bestands- und Potentialanalyse ist für die Kleine Kommission Klimahilfe sowie den Ausschuss für Umwelt -, Klima- und Verbraucherschutz am 29.11.2024 vorgesehen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 14. November 2024. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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RAT/355/2024 X öffentlich nicht öffentlich Bericht Betrifft: Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe Fachbereich: 05/0 - Dezernat für Mobilität und Umwelt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Rat 21.11.2024 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Die Kleine Kommission Klimahilfe trat am 24.09.2024 von 17:00 bis 20:00 Uhr im Sitzungssaal Rheinturm zusammen. Die Sitzung wurde hybrid (in Präsenz und online per Videokonferenz) abgehalten. Aktueller Sachstand Kommunale Wärmeplanung Die umfangreiche Datenerhebung und Auswertung für die Bestands - und Potentialanalyse der Kommunalen Wärmeplanung (bspw. Kehrbuchdaten, Daten zu Abwassernetzen, Daten zu Großverbrauchern) wird fortgeführt. Die Datensammlung ist im Wesentlichen abgeschlossen. Der Zeitplan für die Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung ist trotz Verzögerung durch eine verspätete Bereitstellu ng des Austauschportals für die Kehrbuchdaten durch das Land Nordrhein-Westfalen nicht in Gefahr. Eine Vorstellung der (Teil)Ergebnisse der Bestands- und Potentialanalyse ist für die Kleine Kommission Klimahilfe sowie den Ausschuss für Umwelt -, Klima- und Verbraucherschutz am 29.11.2024 vorgesehen. Vorgelagert zur Bestandsanalyse wurde eine sogenannte Eignungsprüfung durchgeführt. Die Eignungsprüfung liefert Teilgebiete in Düsseldorf, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine Versorgung durch F ernwärme oder Wasserstoff eignen. Diese Gebiete liegen vor Allem in den nördlichen, östlichen und südlichen Randgebieten Düsseldorfs. Bei diesen Gebieten handelt es sich um die folgenden Stadtteile: Seite 2 • Angermund, • Kalkum, • Hubbelrath, • Unterbach, • Itter, • Himmelgeist und • Volmerswerth. Eine Aussage zur möglichen Versorgung mit Fernwärme in den restlichen Stadtgebieten lässt sich auf Basis der Eignungsprüfung jedoch nicht treffen. Neben der Erarbeitung der Bestands- und Potentialanalyse wurde eine umfangreiche Öffentlichkeits- und Stakeholder Beteiligung durchgeführt:  07. Juni: Hybride Bürgerdialogveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung. Teilnahme war vor Ort im Townhouse Düsseldorf oder via Online -Stream möglich. Die Aufnahme der Veranstaltung ist weiterhin abrufbar, sodass sich interessierte auch im Nachhinein über den Projektstand informieren können.  Ämterworkshops zu spezifischen Themen  17. Oktober: Multiplikatoren-Workshop mit Schlüsselakteuren (Netzbetreiber, Handwerk, Wohnungswirtschaft)  Flyer zur KWP wird aktuell erstellt  Kontinuierliche Updates der Website Aktuelle Infos sowie FAQs zur Kommunalen Wärmeplanung in Düsseldorf sind unter www.duesseldorf.de/waermeplanung zu finden. Fernwärmepreise und Kosten der Dekarbonisierung (Stadtwerke Düsseldorf) Das Thema Fernwärmepreise und Kosten der Dekarbonisierung der Fernwärme wurde in der Sitzung durch die Stadtwerke Düsseldorf vorgestellt und mit den Kommissionsmitgliedern diskutiert. Es wurden hauptsächlich folgende Punkte behandelt:  Investitionsbedarfe und Pfad zur Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2035 bzw. 2045. Diese beinhalten vor allem folgende Projekte zur Dekarbonisierung der Fernwärme: - Spitzenlastkessel (Elektrisch oder Biomassen) - Großwärmepumpe Klärwerk - Geothermie - Biomasseheizkraftwerk - Verbesserter Wärmenutzung und CCS* (Abhängig von Ausgestaltung Carbon-Management-Strategie) - Abwärme aus Industrie, Rechenzentren, etc. - Zusätzliche Wasserstoffbetriebene Kraft -Wärme-Kopplung (KWK) für Spitzenlast (Abhängig von Ausgestaltung Kraftwerksstrategie) - Umrüstung GUD -F auf Wasserstoff (Abhängig von Ausgestaltung Kraftwerksstrategie)  Technologievergleich: Fernwärme als wettbewerbsfähige und kostengünstige Alternative zur Wärmeversorgung  Zentrale Herausforderungen: 1. Hohe Kosten der Dekarbonisierung zusammen mit hohem Risiko durch Technologieoffenheit und geringen Anschlussraten beim Netzausbau. 2. Kommunikation/Erklärung. Zusätzliche Investitionen verändern Kosten und Struktur der Fernwärmepreisformel. Seite 3  Mögliche Unterstützung seitens Politik und Stadt: Risiken reduzieren, Anschlussgrad steigern, Erklären und Fördern. Pilotprojekt Fernwärmeausbau Jahnstraße Bereits vor Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Düsseldor f soll im Rahmen einer Fernwärmeoffensive der Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes aktiv vorangetrieben werden. Mit dem Reallabor Fernwärme Jahnstraße sollen in enger Kooperation mit den Stadtwerken Düsseldorf, der Netzgesellschaft Düsseldorf sowie dem lokalen Handwerk Maßnahmen zur Erhöhung der Anschlussquote an die Fernwärme entwickelt und getestet werden. Ziel des Reallabors Fernwärme Jahnstraße ist es, mit aktivierenden Maßnahmen auf einem Straßenabschnitt in einem Fernwärme -Bestandsgebiet eine Vollerschließung aller Gebäude mit Fernwärme zu erreichen und daraus wertvolle Rückschlüsse für den weiteren Ausbau der Fernwärme und die Kommunale Wärmeplanung in Düsseldorf ziehen zu können. Hierbei sollen Erkenntnisse gewonnen werden, unter welchen Bedingungen sich Eigentümerinnen und Eigentümer dazu entscheiden, frühzeitig auf die klimafreundliche Fernwärme umzusteigen und so eventuell noch funktionsfähige Gasheizungen auszutauschen. Ein gleichzeitiger Anschluss aller Anliegenden an das Fernwärmenetz reduziert die Anzahl der Baustellen in einem Straßenabschnitt erheblich und fördert somit ein effizientes Baustellenmanagement. Zusätzlich könnte im Erfolgsfall einer lückenlosen Vollerschließung die vorhandene Gasversorgungsleitung stillgelegt werden, sodass auf die anstehende Sanierung dieser Gasleitung verzichtet werden könnte. Für das Reallabor wurde der Straßenabschnitt Jahnstraße 88 bis 119 mit rund 20 Hausanschlüssen ausgewählt. Durch die Straße verläuft neben der bestehenden Gas - auch bereits eine Fernwärme-Versorgungsleitung, an die aktuell lediglich ein Gebäude angeschlossen ist. Die angrenzende städtische Grundschule hat bereits einen Fernwärme-Versorgungsvertrag unterschrieben und wird im Rahmen des Projektes an die Fernwärme angeschlossen. Im übrigen Bestand erfolgt die Wärmebereitstellung zu etwa gleichen Teilen über Gasetagen - und Gaszentralheizungen. Das vorhandene Gasnetz ist sanierungsbedürftig. Der Straßenabschnitt liegt im innenstädtischen Fernwärme -Verdichtungsgebiet und ist sowohl von Seiten der Eigentums- als auch der Gebäudestruktur als beispielhaft anzusehen. Für die Umsetzung wurde von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Düsseldorf, der Netzgesellschaft und den Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks eine Reihe von Maßnahmen entwickelt:  Individuelle Beratung und beschleunigte Verfahren  Kommunikation  Verlegung von Blindanschlüssen  Austauschprämie für Gasheizungen (Gaszentral- und Gasetagenheizung) Um möglichst viele und genaue Erkenntnisse für die Wärmeplanung aus dem Reallabor zu gewinnen, ist eine entsprechende Evaluation nach und während des Reallabors vorgesehen. Die Ergebnisse des Reallabors sollen direkt in die Erarbeitung bzw. Fortschreibung der Kommunalen Wärmeplanung und die weitere Fernwärmestrategie einfließen. Seite 4 Im Anschluss an das Reallabor Fernwärme Jahnstraße ist die Umsetzung eines vergleichbaren Wärmepumpenprojektes in einem als dezentrales Versorgungsgebiet klassifizierten Gebiet angedacht. Das Reallabor Jahnstraße soll dem Ausschus s für Umwelt -, Klima- und Verbraucherschutz am 29.11.2024 vorgestellt werden. Weitere Tagesordnungspunkte Die weiteren geplanten Tagesordnungspunkte  Evaluation und Fortführung Klimakampagne  Sonstiges - Sachstand FöPro Klimafreundlich Wohnen und Arbeiten - Sachstand Controlling-Tool zur Klimaneutralität - Start 9te Staffel ÖKOPROFIT konnten im Rahmen der Sitzung nicht mehr behandelt werden. In Abstimmung mit den Kommissionmitgliedern wurden die Präsentationen zu den betreffenden Punkten im Nachgang der Sitzung zur Verfügung gestellt. Die nächste Sitzung der KK Klimahilfe findet am 22.11.2024 statt.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/355/2024