Berichtsvorlage Aktenzeichen RAT/004/2025

Bericht aus der Kleinen Kommission Kö-Bogen & KAP

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 5. Februar 2025veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Berichtszeitraum: 12. Dezember 2024 - 05. Februar 2025 Der Ratsbeschluss vom 13.12.2007 über die Bildung einer Kleinen Kommission Kö- Bogen sieht neben der Einsetzung dieser Kommission auch die Berichterstattung in jeder Ratssitzung vor. Durch Ratsbeschluss vom 07.05.2024 ist der Aufgabenbereich der Kleinen Kommission Kö-Bogen um den Konrad-Adenauer-Platz (KAP) erweitert worden (Rat/123/2024).

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RAT/004/2025 X öffentlich nicht öffentlich Bericht Betrifft: Bericht aus der Kleinen Kommission Kö-Bogen & KAP Fachbereich: 03/0 - Dezernat für Planen, Bauen, Wohnen und Grundstückswesen Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Cornelia Zuschke Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Rat 06.02.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Berichtszeitraum: 12. Dezember 2024 - 05. Februar 2025 Der Ratsbeschluss vom 13.12.2007 über die Bildung einer Kleinen Kommission Kö- Bogen sieht neben der Einsetzung dieser Kommission auch die Berichterstattung in jeder Ratssitzung vor. Durch Ratsbeschluss vom 07.05.2024 ist der Aufgabenbereich der Kleinen Kommission Kö-Bogen um den Konrad-Adenauer-Platz (KAP) erweitert worden (Rat/123/2024). Im Berichtszeitraum hat die Kommission einmal getagt, nämlich am 22. Januar 2025. Die Sitzung wurde in Präsenz durchgeführt. 1. Teil - KAP Zur Anbindung des Konrad-Adenauer-Platzes an das Radhauptnetz tagten die Kleinen Kommissionen Kö-Bogen/KAP und Radverkehr bisher separat. Die Sondersitzung erfolgte zu diesem Tagesordnungspunkt gemeinsam mit abschließender Beratung und Abgabe einer Empfehlung je Kommission an die Verwaltung, wobei die KK Rad vorberatend zu der KK Kö-Bogen/KAP gehört wurde. Die Verwaltung stellt den Sachstand vor: Zur Zusammenführung der Vorplanung wurden die Prüfaufträge der Ratssitzung vom 22.2.2024 (OVA 146/2023/1) bearbeitet. Einzig offen war zu dieser Sitzung noch die Aufgabe der Anbindung des Konrad- Adenauer-Platzes an das Radhauptnetz. Es werden die gefundenen und weiter entwickelten Varianten R1.1, R 4.1 sowie die angepasste Ursprungsvariante aus dem Wettbewerb nochmals vorgestellt. Der Anschluss des Hansahauses als optional zu Seite 2 betrachtenden Fahrradgaragenstandort und die gefundenen konfliktminimierenden Maßnahmen für die Varianten R 1.1 und R 4.1 wurden seitens der Verwaltung unter Hinzuziehung externer Berater in eine Neubewertung eingebracht. Die ursprüngliche Bewertungsgrundlage wurde im Sinne der objektiven Vergleichbarkeit hinsichtlich der Auswahl und der Wichtung der Einzelkriterien beibehalten und somit nicht angepasst. Das Konfliktpotential zwischen Zufußgehenden und Radfahrenden wurde auf 20% sowie das Konfliktpotential zwischen Radfahrenden und Bussen auf 15%, die Platzgestaltung mit insgesamt 15% gewichtet, um den Auftrag zur Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses von 2018 mit in Betracht zu ziehen. Die Vorteile einer möglichen Unterbringung der Fahrradgarage im Hansahaus im Vergleich zur unterirdischen Fahrradgarage werden von der Verwaltung durch die erdgeschossige, von mehreren Seiten mögliche Erschließung, dem Potential für eine größere Anzahl an Abstellanlagen, die Vereinfachung der Bauabfolge und den Bestandserhalt der Bismarckstraße insgesamt als vorteilhaft angesehen. Eine Herausforderung bei der Anbindung des Hansahauses an die Fahrradstraße Bismarckstraße stellt die Gleisquerung der Graf-Adolf-Straße dar. Bis zum Abschluss der derzeitig in Bearbeitung befindlichen Machbarkeitsstudie für Hansahaus als Fahrradgarage und damit einer Vergleichsbetrachtung zwischen Hansahaus und unterirdischer Fahrradgarage werden beide Optionen parallel geführt. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen möglichst bis Ende 2025 vorliegen (vor dem Bedarfsbeschluss). Mögliche beispielhafte Maßnahmen zur Konfliktminimierung sind bei Variante R1.1 (Radweg über den Platz) die Abgrenzung zwischen Haltestelle und Radweg z.B. mit einer Glastrennwand, das höhenmäßige und farbliche Absetzen des Radweges mit einer Tieferlegung z.B. um 3-6 cm mit Sinus- oder Rampensteinen, das Auftragen von Piktogrammen und die Verdeutlichung der Bevorrechtigung der Zufußgehenden durch niveaugleiche Querungsstellen. Mögliche beispielhafte Maßnahmen zur Konfliktminimierung in der Variante R 4.1 (Radweg östlich des Platzes) sind das Auftragen von Piktogrammen und die Einrichtung von Geschwindigkeitsreduzierungen wie z.B. „Zone 20" oder „Tempo 30". Im Vergleich der Neubewertung unter Einbeziehung des Hansahauses und der konfliktminimierenden Maßnahmen lagen die Varianten R 1.1 (2,48) und R 4.1 (2,55) sehr nahe beieinander. Sowohl innerhalb der Fachverwaltung als auch bei der Hinzuziehung externer Experten war keine eindeutige Empfehlung für eine Variante auszusprechen. Mit Blick auf maximale Flexibilität und Offenheit bezüglich zukünftiger Entwicklungen wird daher seitens der Verwaltung eine Kompromisslösung vorgeschlagen. Diese beruht auf der Variante R 4.1, sieht aber ergänzend die Freihaltung der Trasse für einen Radweg wie in Variante 1.1 vor. Der Radweg könnte nach einer Phase der Evaluation umgesetzt werden, wenn die Ergebnisse/Konflikte zwischen Busverkehr und Radverkehr dies nahelegen. Von den Mitgliedern der beiden Kleinen Kommissionen werden folgende kritische Anmerkungen zum Vergleich der Varianten und zur Kompromisslösung diskutiert: - Das Thema der Anbindung an das Radhauptnetz außerhalb des KAP sei noch weiter zu betrachten, der übergeordnete Anschluss des Radhauptnetzes an das Hansahaus (Graf-Adolf-Straße, Mintropplatz, Harkortstraße) müsse noch erarbeitet werden. - Es wird betont, dass eine gut funktionierende Radverkehrsanbindung an die Versorgungseinrichtungen am Konrad-Adenauer-Platz sichergestellt werden müsse; dies schließe auch eine sinnvolle Radverkehrsführung zu den Seite 3 angrenzenden Nebenstraßen ein. Es wird befürchtet, dass in der vorgestellten Kompromissvariante die Freihaltung der Trasse für Radfahrer zur Benutzung dieses Weges und zur Vermeidung eines Umweges einlädt. - Die Sicherheit des Radverkehrs als oberste Priorität könne bei einer Mitführung des Radverkehrs auf der Busspur nicht erreicht werden. - Die Gewichtung der Bewertungskriterien im Hinblick auf das Konfliktpotential zwischen Zufußgehenden und Radfahrenden sowie zwischen Radfahrenden und dem Busverkehr wurden während der Sitzung kritisch hinterfragt. Da die Aufschlüsselung der Konfliktpotentiale innerhalb der Bewertungsmatrix zum Zeitpunkt der Sondersitzung für die Kommissionsmitglieder nicht einsehbar war, konnte keine Diskussion zur konkreten Bewertung erfolgen. - Die Akzeptanz des Hansahauses als Fahrradgarage wird von einzelnen Mitgliedern der KK Rad angezweifelt, da eine größere Entfernung der Fahrradgarage zum Haupteingang des Bahnhofes bestehe. Eine Unterbringung der Fahrradgarage im Hansahaus erfordere zudem mehr oberirdische Abstellplätze für Fahrräder auf dem Platz. Dies wird von anderen Anwesenden völlig gegenteilig eingeschätzt. - Im Gegensatz zu den kritischen Anmerkungen wird von anderen Vertretern der Kleinen Kommission an die Aufgabenstellung erinnert, den Platz an das Radhauptnetz anzuschließen, nicht ihn zum Teil des Radhauptnetzes zu machen, also den Platz längs zu queren. Die Längsquerung berge erhebliche Risiken für die Zufußgehenden. Die vorgeschlagenen Konfliktminimierungsmaßnahmen seien nicht ausreichend, um diese angemessen zu reduzieren. Auch stelle sich die Frage, wie hoch der Bedarf der Radfahrenden an einer Längsquerung des Platzes überhaupt sei. Die Fragen u. a. zur prozentualen Gewichtung der Bewertungskriterien wurden von der Verwaltung beantwortet. Die Matrix wie auch die Präsentation gehen den Kleinen Kommissionen im Nachgang zur Sitzung zu. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zum Hansahaus und weitere relevante Themen werden künftig entsprechend der Zuständigkeiten in den Kleinen Kommissionen vorgestellt und beraten, sobald diese vorliegen. Nach ausführlicher Diskussion erfolgt die Abstimmung. Die Kleine Kommission Radverkehr stimmt mit 7 Stimmen für die Variante R 1.1. (3 Gegenstimmen) und wird aus der Sitzung verabschiedet. Die Kleine Kommission Kö-Bogen und KAP stimmt mit 6 Stimmen für die Variante R 1.1. (3 Gegenstimmen). Somit wird die Variante R1.1 zur weiteren Bearbeitung weiterverfolgt. Die vorgeschlagene Kompromissvariante kommt somit nicht zum Einsatz. Mit der Variante R1.1. als Ergebnis der Abstimmung wird die Verwaltung als nächste Schritte die Zusammenführung der Bausteine der Vorplanung (Unterirdische Fahrradgarage und Platzfläche) veranlassen, zur Machbarkeitsstudie zum Hansahaus hinsichtlich des Themas Fahrradgarage zuarbeiten und den für Ende 2025 geplanten Bedarfsbeschluss als Meilenstein des Projekts vorbereiten Seite 4 2. Teil: Kö-Bogen Die Bauarbeiten liegen weiterhin im Zeitplan. Die Auftragsvergaben für die Teilprojekte 43.1 Hofgarten West und 45.7 Ende Hofgartenpromenade wurden im Dezember 2024 abgeschlossen. Der Baubeginn ist für Ende Januar vorgesehen. Die Ausschreibung für das letzte Teilprojekt 45.5 Tuchtinsel wird derzeit vorbereitet. Die Tuchtinsel soll dabei vor dem Hintergrund zukünftiger Baumaßnahmen ordentlich, aber ohne allzu großen Aufwand wiederhergestellt werden Zu den getätigten und vorgesehenen Vergaben gibt es keinen neuen Sachstand. Im Termin- und Kostencontrolling haben sich keine weiteren Veränderungen ergeben; nach derzeitigem Stand wird das Kostenbudget eingehalten. Es ist ein zweiter Nachtrag zur LED-Wand am Kö-Bogen II erforderlich. Das Thema wird in der nächsten Kleinen Kommission Kö -Bogen/KAP diskutiert und zur Abstimmung im Rat vorbereitet. Die nächste Sitzung der KK Kö-Bogen & KAP findet am 25.03.2025 um 14 Uhr digital per Videokonferenz statt. Cornelia Zuschke

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/004/2025