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KUA/139/2026
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Beschlussvorlage
Betrifft:
Förderprogramm „Initialförderung nachhaltige Kultur„
Fachbereich:
41 - Kulturamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Miriam Koch
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Kulturausschuss15.10.2026Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf (LHD) beschließt die Bereitstellung
von 25.000 EUR für das Förderprogramm „Initialförderung nachhaltige Kultur".
Die Mittel sind im Kulturetat eingestellt und stehen auf dem Produktsachkonto 2528101 zur
Verfügung.
Das Förderprogramm wird gemeinsam mit der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse
Düsseldorf realisiert. Der Beschluss gilt vorbehaltlich einer positiven Gremienentscheidung
der Stiftung.
Sachdarstellung:
1. Kurzdarstellung
Um Düsseldorfer Kulturakteur*innen bei der Umsetzung von Maßnahmen des Umwelt- und
Klimaschutzes zu unterstützen, hat das Kulturamt das Förderprogramm „Initialförderung
nachhaltige Kultur" entwickelt, welches eine Gewährung von Projektförderungen an
Kulturakteur*innen vorsieht. Die Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf
konnte, vorbehaltlich finaler Gremienentscheidung, als Kooperationspartnerin gewonnen
werden und beteiligt sich zu 50 Prozent am Förderbudget.
2. Ausgangslage
Die Kunst- und Kulturszene hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend mit Umwelt-
und Klimaschutz in der Produktion und Vermittlung, also auf betriebsökologischer Ebene,
auseinandergesetzt. Vielfältige Fortbildungs-, Informations- und Vernetzungsangebote,
insbesondere gefördert von der und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und
Medien und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen,
haben Kulturakteur*innen dazu befähigt, eigenes Handeln zu reflektieren und nachhaltige
Veränderungen anzustoßen. Die Themenfelder sind vielfältig und bedürfen einer für den
Kulturbetrieb im Allgemeinen wie im Besonderen spezifischen Betrachtung. Nachhaltigkeit im
Kulturbetrieb beschäftigt sich mit energieeffizienter Nutzung von Strom und Wärme,
ressourcenschonendem/ kreislauffähigem Materialeinsatz in Produktion und Präsentation
von Kunst und Kultur genauso wie mit dem Reiseverhalten der Mitarbeitenden, der Anreise
der Besuchenden und anderem mehr. Auf der anderen Seite spielt die Sensibilisierung der
Besuchenden beispielsweise durch begleitende Kommunikationsmaßnahmen und einer
inhaltlichen Auseinandersetzung im Kulturprogramm im Kulturbereich eine viel diskutierte
Rolle.
Mit einer Dialogveranstaltung zur Nachhaltigkeit in der Kultur im März 2023 im Forum Freies
Theater hat das Kulturamt einen Austausch mit der Düsseldorfer Kulturszene begonnen.
Angebote im Rahmen der Veranstaltungsformate „Der Kurze Dienstweg" (2024) sowie
„Forum nachhaltige Kultur" (seit 2025) folgten. Neben der Informationsvermittlung
beabsichtigt das Kulturamt hiermit den Erfahrungsaustausch innerhalb der Szene und eine
Zusammenarbeit zu fördern.
Neben öffentlichkeitswirksamen Projekten (wie zum Beispiel die „Green Mondays" in der
Tonhalle in 2024) ist es der Szene wichtig, Nachhaltigkeit mehr und mehr als
Querschnittsaufgabe im Betrieb zu verstehen und zu verankern.
Ein Um- und Neudenken von Strukturen und Prozessen ist dabei vielfach derart komplex,
dass von einem Transformationsprozess gesprochen werden kann.
Transformationsprozesse und vielfach auch das Voranbringen von einzelnen nachhaltigen
Maßnahmen sind für die Kulturbetriebe mit kommunikativen und personellen wie finanziellen
Herausforderungen verbunden.
3. Geplante Maßnahmen
Um die Bemühungen der Kulturszene zu unterstützen, wurde das Förderprogramm
„Initialförderung nachhaltige Kultur" konzipiert. Dieses Förderprogramm soll bedarfsgerecht
und flexibel Maßnahmen fördern, die einen bestimmbaren Beitrag zum Klima- und
Umweltschutz leisten oder einen nachhaltigen ökologischen Bewusstseins- und
Verhaltenswandel fördern. Es beruht auf der Feststellung, dass vielfach schon
verhältnismäßig geringe zusätzliche Budgets Kulturakteur*innen in die Lage versetzen, neue
Wege zu erproben. Ist eine Maßnahme erfolgreich, liegen oft auch die nötigen Argumente
vor, um intern überzeugen und Veränderungen im kontinuierlichen Betrieb implementieren
zu können.
Für die Umsetzung des Förderprogramms konnte die Stiftung Nachhaltigkeit der
Stadtsparkasse Düsseldorf gewonnen werden. Ursprünglich sollte die Hauptfinanzierung aus
dem Klimaschutzetat der LHD erfolgen. Da dies nicht möglich ist, wird nun mit einem
Förderbudget in Höhe von 50.000 EUR geplant, das sich jeweils zur Hälfte aus Mitteln des
Kulturetats sowie Fördermitteln der Stiftung Nachhaltigkeit finanziert. Über einen
entsprechenden Änderungsantrag entscheidet die Stiftung Nachhaltigkeit im Oktober dieses
Jahres.
Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen in öffentlicher oder privater Trägerschaft der LHD
sowie kulturelle Initiativen mit Wirkungsort in Düsseldorf, die gemeinnützige Zwecke
verfolgen. Über die innerhalb der ersten sechs Wochen eingehenden Anträge wird in der
Gesamtbetrachtung, anschließend soll kurzfristig über eingehende Zuschussanträge
entschieden werden. Den Projektentscheidungen werden Prüfungskriterien zu Grunde
gelegt. Dabei wird vor allem der tatsächliche Nutzen der Maßnahme bewertet,
Kooperationsprojekte oder Maßnahmen mit einem ausgeprägten Vorbildcharakter sind
wünschenswert.
Das Kulturamt und die Stiftung Nachhaltigkeit werden die Förderung gemeinsam
ausschreiben. Die operative Umsetzung übernimmt das Kulturamt. Bei den
Förderentscheidungen wird die Stiftung Nachhaltigkeit sowie das Amt für Umwelt- und
Verbraucherschutz einbezogen sein. Der Kulturausschuss wird über die Entscheidungen
informiert werden.
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4. Finanzielle Auswirkungen
☒ Ja ☐ Nein
Der Betrag in Höhe von 25.000 EUR ist bereits im Haushalt etatisiert.
5. Weiteres Vorgehen
Nach positivem Beschluss der Stiftung Nachhaltigkeit und des Kulturausschusses der LHD
sowie abschließenden Vorbereitungen werden das Kulturamt und die Stiftung Nachhaltigkeit
das Förderprogramm „Initialförderung nachhaltige Kultur" gemeinsam mit einem
Gesamtvolumen von 50.000 EUR ausschreiben.
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