Beschlussvorlage Aktenzeichen AGS/050/2025

Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 5. November 2025veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Beschlussdarstellung“

1. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt den als Anlage beigefügten Hitzeaktionsplan (HAP). Er dient als Orientierungsrahmen für den gesundheitlichen Hitzeschutz in Düsseldorf.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, zunächst die Maßnahmenvorschläge, für die keine zusätzlichen Ressourcen erforderlich sind, umzusetzen.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Sachdarstellung“

1. Hintergrund und Zielsetzung Die Häufung und Intensität von Hitzeereignissen stellen eine wachsende Herausforderung für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Bund, Länder und die WHO empfehlen daher die Entwicklung kommunaler Hitzeaktionspläne. Der HAP ergänzt das Klimaanpassungskonzept Düsseldorf, das Hitzevorsorge als Ziel definiert, insbesondere im Hinblick auf gesundheitliche und soziale Aspekte. Während Klimaanpassungskonzept Düsseldorf vo r allem langfristige baulich-technische Maßnahmen (z. B. Begrünung, Entsiegelung, Trinkbrunnen) adressiert, setzt der HAP auf Sensibilisierung, Unterstützung und akute Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 5. November 2025. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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AGS/050/2025 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf Fachbereich: 53 - Gesundheitsamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Christian Zaum Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz 20.11.2025 Vorberatung Ausschuss für Gesundheit und Soziales 25.11.2025 Vorberatung Haupt- und Finanzausschuss 01.12.2025 Vorberatung Rat 11.12.2025 Entscheidung Beschlussdarstellung: 1. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt den als Anlage beigefügten Hitzeaktionsplan (HAP). Er dient als Orientierungsrahmen für den gesundheitlichen Hitzeschutz in Düsseldorf. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, zunächst die Maßnahmenvorschläge, für die keine zusätzlichen Ressourcen erforderlich sind, umzusetzen. 3. Sind für die Umsetzung der im HAP vorgesehenen Maßnahmen zusätzliche Ressourcen (Personal- oder Finanzbedarfe) erforderlich, wird die Verwaltung beauftragt, diese im Rahmen einer konkreten Zeit-, Personal- und Kostenplanung je Maßnahme darzustellen und zu prüfen, inwieweit die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden können. Dabei s ind auch Fördermöglichkeiten zu prüfen. Seite 2 Sachdarstellung: 1. Hintergrund und Zielsetzung Die Häufung und Intensität von Hitzeereignissen stellen eine wachsende Herausforderung für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Bund, Länder und die WHO empfehlen daher die Entwicklung kommunaler Hitzeaktionspläne. Der HAP ergänzt das Klimaanpassungskonzept Düsseldorf, das Hitzevorsorge als Ziel definiert, insbesondere im Hinblick auf gesundheitliche und soziale Aspekte. Während Klimaanpassungskonzept Düsseldorf vo r allem langfristige baulich-technische Maßnahmen (z. B. Begrünung, Entsiegelung, Trinkbrunnen) adressiert, setzt der HAP auf Sensibilisierung, Unterstützung und akute Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. 2. Charakter und Weiteren twicklung Der HAP ist als dynamisches Instrument konzipiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, um flexibel auf sich wandelnde Bedarfe reagieren zu können. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken durch Hitze frühzeitig zu erkennen und wirksam zu minimieren. Der Plan soll den gesundheitlichen Hitzeschutz dauerhaft im Verwaltungshandeln verankern - im Sinne eines „Health-in-all-Policies"-Ansatzes. Im Mittelpunkt stehen:  die Reduktion hitzebedingter Erkrankungen und Todesfälle,  die Stärkung der individuellen Hitzekompetenz,  die Schaffung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen bei Hitze. 3. Entstehung und Beteiligung Die Erstellung des HAP erfolgte im Rahmen des Förderprojekts „Plan°C - Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktio nsplänen in der kommunalen Praxis" (BMUV), gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe und dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Die Projektphasen umfassten:  Akteurs-, Bestands- und Bedarfsanalyse auf Basis nationaler und internationaler Leitfäden (z. B. WHO 2008, GAK 2017, FH Fulda 2021, VDI 2025) sowie von Good-Practice-Beispielen aus dem In- und Ausland.  Einbindung lokaler Akteure aus Stadtverwaltung, Gesundheits- und Sozialwesen sowie der freien Wohlfahrtspflege durch Umfragen, Workshops und bilaterale Gespräche.  Erarbeitung von Maßnahmenentwürfen , differenziert nach Gesamtbevölkerung und Risikogruppen.  Wissenstransfer durch bundesweite Öffentlichkeitsarbeit, Städtedialoge und Publikationen 4. Umsetzung und Organisation Die Umsetzung und Verstetigung des HAP ist eine kommunale Daueraufgabe, die nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit gelingen kann und erfolgt nach politischem Beschluss schrittweise und priorisiert nach WHO -Empfehlungen und Düsseldorfer Seite 3 Rahmenbedingungen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern und relevanten Schlüsselakteur*innen. Die Fachämter sind zentrale Partner der Umsetzung. Sie übernehmen die Dokumentation laufender und geplanter Maßnahmen, die Mitarbeit im Monitoring und in der Evaluation und die Teilnahme am „Runden Tisch Hitze" und an ämterübergreifenden Abstimmungen. Die Koordinierungsstelle im Gesundheitsamt übernimmt die federführende Steuerung mit folgenden Aufgaben:  ämterübergreifende Koordinierung,  Leitung des „Runden Tisch Hitze",  Verantwortung für eigene Maßnahmen,  Monitoring und Evaluation,  Fortschreibung des Plans,  zentrale Ansprechstelle für Fachämter Der „Runde Tisch Hitze" begleitet den Prozess strategisch und fachlich und trifft sich zweimal jährlich. Während der jährlichen Warnsaison (1. Mai - 15. September) dokumentieren Fachämter den Stand ihrer Maßnahmen. Nach Saisonende erfolgt die Auswertung durch die Koordinierungsstelle. Ergebnisse fließen in die kontinuierliche Fortschreibung des HAP ein. 5. Einbettung in bestehende Strategien Der HAP wird in die bestehenden städtischen Strategien eingebettet. Dazu gehören u.a. das Klimaanpassungskonzept (baulich-technische und ökologische Maßnahmen), und der Bevölkerungsschutz (Katastrophenvorsorge). Ziel ist eine effiziente, interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Doppelstrukturen vermeidet und Ressourcen schont. 6. Fazit Mit dem Beschluss des HAP setzt die Landeshauptstadt Düsseldorf ein deutliches Signal für Gesundheitsschutz, Prävention und Klimaanpassung. Der Pla n zeigt auf, dass die Stadt bereits viele Maßnahmen etabliert hat, diese nun systematisch weiterentwickelt und zugleich neue Handlungsfelder erschließt. Zugleich wird die Handlungsfähigkeit der Stadt in einem drängenden Zukunftsthema sichtbar. Anlagen: Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf
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Title: Hitzeaktionsplan - Gesundheitlicher Hitzeschutz zur lokalen Anpassung an den Klimawandel URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00568311.pdf Published Time: Wed, 12 Nov 2025 09:00:19 GMT Number of Pages: 52 Markdown Content: itze aktions lan Düsseldorf ## Nähe trifft Freiheit Gesundheitlicher Hitzeschutz zur lokalen Anpassung an den Klimawandel Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf 4 # Inhalt Klimaanpassung und Hitzeaktionsplanung in Düsseldorf. Zwei Konzepte, ein gemeinsames Ziel 8 Das Projekt Plan °C 10 Ziele, Aufgaben und Inhalte eines Hitzeaktionsplans 11 Methodisches Vorgehen zur Erstellung des Hitzeaktionsplans in Düsseldorf 14 Bestands- und Bedarfsanalyse 14 Maßnahmenplanung 15 Struktur und Aufbau des Maßnahmenteils 15 Umsetzung des Hitzeaktionsplans 18 Maßnahmenpriorisierung und dezentrale Ansiedelung der Umsetzung in verschiedenen Dienststellen 18 Koordination und interdisziplinäre Zusammenarbeit 20 Monitoring, Evaluation und Fortschreibung 21 Handlungsfelder für die Gesamtbevölkerung 24 Kommunikation der Hitzewarnungen 24 Informationskampagnen zu Hitze und Gesundheit 25 Kühle Räume 26 Hitzeschutz an und in Gebäuden 27 Bürgerservice 28 Gesundheitlicher Hitzeschutz in der Gesundheits- und Notfallversorgung 28 Gesundheitlicher Hitze- und UV-Schutz bei Veranstaltungen 29 Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf 5 Handlungsfelder für ausgewählte Risikofaktoren 32 Risikofaktor Schwangerschaft, Stillzeit und Säuglingsalter 32 Risikofaktoren Klein- und Schulkindalter 32 Risikofaktor Hochaltrigkeit 35 Risikofaktor chronische und akute Erkrankungen 35 Risikofaktor Suchtmittelkonsum 36 Risikofaktor Pflegebedürftigkeit 36 Risikofaktoren Wohnungs- oder Obdachlosigkeit 39 Risikofaktoren Arbeitsumfeld und Sport 39 Risikofaktoren fehlende soziale Teilhabe oder finanzielle Ressourcen 40 X. Anhang 44 A1 Klimawandel und Gesundheit 44 A2 Hintergrundinformationen zu Risikofaktoren und Hitze 45 A3 Hitzeaktionsplanung in Frankreich 45 A4 Glossar 49 6 # Klimaanpassung und Hitzeaktions-planung 7 © 35007/ iStock Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf 8 # Klimaanpassung und Hitzeaktions-planung in Düsseldorf. # Zwei Konzepte, ein gemeinsames Ziel Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist als Großstadt im niederrheinischen Tiefland entlang des Rheins besonders stark von sommerlicher Wärmebelastung betroffen. Im Zuge des Klimawandels ist künftig mit häufigeren, länger andauernden und intensiveren Hitzeperioden zu rechnen – oftmals begleitet von ausbleibender nächtlicher Abkühlung. Hitzeereignisse stellen ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar, insbesondere für als besonders vulnerabel geltende Bevölkerungsgruppen aufgrund eines oder mehrerer Risikofaktoren (vergleiche Anhang A1. Klimawandel und Gesundheit und A2. Hintergrundinformationen zu Risikofaktoren ). 1 Düsseldorf verfolgt einen integrativen Ansatz zur Ver - besserung des Hitzeschutzes und zur Stärkung der Hitzeresilienz ihrer Bevölkerung. Ergänzend zu dem bestehenden Klimaanpassungskonzept und dessen Fortschreibung hat die Kommune im Rahmen des vom BMUKN geförderten Verbundprojekts Plan °C (2022 – 2025, Fördernummer 67DAS261A) gemein - sam mit der Stadt Karlsruhe und dem Deutschen Institut für Urbanistik einen Hitzeaktionsplan (HAP) entwickelt. Beide Konzepte – Klimaanpassung und Hitzeaktionsplan – sind eigenständig, jedoch inhalt - lich und strategisch eng miteinander verknüpft. Gemeinsam tragen beide Konzepte zu einem ganz - heitlichen Schutz der Düsseldorfer Bevölkerung vor Hitzeereignissen bei. Klimaanpassungskonzept: Konzentriert sich vor allem auf langfristige baulichökologische Maßnahmen zur Minderung urbaner Wärmeinseln. Dazu zählen unter anderem Begrünungs- und Entsiegelungsmaß - nahmen, energetische Gebäudenachrüstungen sowie der Ausbau des öffentlichen Trinkbrunnennetzes. Diese thematische Abgrenzung erfolgt bei gleich - zeitig enger interdisziplinärer Zusammenarbeit in den Schnittstellenbereichen. Ziel ist es, klare Zuständig - keiten und Maßnahmenstrukturen zu etablieren und ineffiziente Doppelstrukturen zu vermeiden. Darüber hinaus werden weitere städtische Strategien berück - sichtigt und verzahnt, um Synergien in der Klima- anpassung bestmöglich zu nutzen und Zielkonflikte zu vermeiden. Zentrales Anliegen der Hitzeaktionsplanung ist neben der Senkung von hitzebedingter Mortalität und Mor - bidität vor allem der präventive Schutz der mensch - lichen Gesundheit und die Sicherung der Lebensqua - lität. Wesentliche Bausteine sind die Förderung von Hitzekompetenz sowie die Schaffung und Sicherung gesundheitsfördernder Rahmenbedingungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffent - lichte bereits 2008 Leitlinien zur Entwicklung von Hitzeaktionsplänen, die bis heute als Grundlage dienen. Im Jahr 2017 griff eine Bund/Länder-Arbeits - gruppe (GAK-AG) diese Empfehlungen auf und entwickelte konkrete Handlungsempfehlungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit. 2 > 1https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-hitze#gesundheitsrisiko-hitze Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf 9 Hitzeaktionsplan: Legt den Fokus auf die gesundheitliche und soziale Prävention sowie die Abmilderung von Hitzefolgen. Hierzu gehören die Verbreitung von Hitzewarnungen, zielgruppenspezifische Sensi- bilisierungskampagnen und konkrete Unterstützungsangebote für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Im Projekt Plan °C wurden die bestehenden Handlungs- empfehlungen in ein lokal angepasstes Konzept zur Hitzeaktionsplanung als Orientierungshilfe und Leit - faden für Verwaltungshandeln übertragen und aus - gearbeitet, um Hitzeschutzmaßnahmen zu verankern. Zu Beginn erfolgte eine umfassende Bestands- und Bedarfsanalyse bestehender Maßnahmen und An - gebote zur Hitzebewältigung. Dazu wurden verschie - dene Austauschformate genutzt, darunter Umfragen und Workshops mit verwaltungsinternen und -exter - nen Akteur*innen 3, ämterübergreifende Austausch - treffen sowie bilaterale Gespräche. Begleitend fand ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit anderen deutschen Kommunen wie Dresden, Köln, Mannheim, Worms und Nürnberg sowie mit dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen statt. Ergänzend wurden bewährte Ansätze und langjährige Erfahrun - gen französischer Städte wie Nancy, Toulouse und Straßburg berücksichtigt. Auf Basis dieser Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis wurden konkrete Handlungsfelder für Düsseldorf entwickelt. Diese gliedern sich in zwei zentrale Kate - gorien: • Handlungsfelder für die Gesamtbevölkerung • Handlungsfelder für besonders vulnerable Personengruppen Die einzelnen Maßnahmen der Handlungsfelder rei - chen von Informationskampagnen und der Bereitstel - lung kühler Aufenthaltsorte über Bildungsangebote bis hin zu aufsuchender Sozialarbeit. Erste Maß - nahmen wurden bereits umgesetzt. Weitere folgen entsprechend ihrer Priorisierung – vielfach inter- disziplinär und ämterübergreifend. Ein begleitendes Monitoring gewährleistet die kon - tinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung an neue Herausforderungen. Der Hitzeaktionsplan (HAP) folgt einem agilen Projektmanagementansatz und versteht sich als dynamisches Dokument , das flexibel auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Stadtgesell - schaft reagiert. Im Zentrum der Handlungsfelder stehen: • Vernetzung: Integration in bestehende Strukturen und Prozesse zur effektiven, ressourcenschonen - den Umsetzung unter Nutzung von Synergien und Vermeidung von Zielkonflikten. • Information und Kommunikation: zum Beispiel durch Kampagnen und Fortbildungen für Schlüs - selpersonen im Kontakt mit Risikogruppen. • Unterstützungsangebote: etwa die Bereitstellung und Bekanntmachung kühler Orte oder die Veran - kerung des Hitzeschutzes in Hilfesystemen. Langfristiges Ziel ist die Stärkung der Resilienz der Stadtgesellschaft und die Etablierung eines gesund - heitsorientierten Umgangs mit Hitze im Sinne eines Health-in-All-Policies -Ansatzes. > 2https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/hap_handlungsempfehlungen_bf.pdf > 3Hierunter fallen wichtige Schlüsselakteur*innen außerhalb der Stadtverwaltung, die für eine Umsetzung des Hitzeaktionsplans unbedingt einbezogen wer - > den sollen, beispielsweise die freien Träger. ## Das Projekt Plan °C Der Düsseldorfer Hitzeaktionsplan (HAP) wurde im Rahmen des Verbundprojekts Plan °C 4 (2022 – 2025) zusammen mit der Stadt Karlsruhe und dem Deut - schen Institut für Urbanistik (Difu) als Projektpartner erarbeitet. Gefördert wurde das Vorhaben vom Bun - desministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) als kommunales Leuchtturmvorhaben der Deutschen Anpassungs - strategie (Förderkennzeichen 67DAS261A). 5 Im Zuge dessen konnte für zwei Jahre eine projektbezogene Personalstelle zur Erarbeitung des ersten Düsseldorfer Hitzeaktionsplans durch Bundesmittel finanziert werden. Als fachlich-inhaltliche Grundlage dienten im Projekt die Leitlinien für Hitzeaktionspläne des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 6 sowie die Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen der Bund/Länder-Ad-hoc- Arbeitsgruppe Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des Klimawandels (GAK) des Bundesgesund - heitsministeriums und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Ver - braucherschutz. 7 Nach diesen Handlungsempfehlungen wurden im Rahmen des Projekts Plan °C in den beiden Projekt- städten Düsseldorf und Karlsruhe jeweils lokal an - gepasste Hitzeaktionspläne ausgearbeitet. Das Projekt wurde in beiden Städten und bundesweit durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit be - gleitet und richtete 2023 sowie 2024 den bundes - weiten Austausch im Rahmen des Städtedialogs zu gesundheitlichem Hitzeschutz aus. Projektbegleitend wurde ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch über Runde Tische und trilaterale Austauschgespräche von Düsseldorf und Karlsruhe mit weiteren deutschen Kommunen (unter anderem Dresden, Köln, Mann - heim, Stuttgart, Worms, Würzburg) sowie Behörden (Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW (seit 2025 Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW), Kompetenzzentrum Klimawandel der Landes - anstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), Lan - desgesundheitsamt Baden-Württemberg) gepflegt. Darüber hinaus flossen insbesondere die langjährige Praxiserfahrung ausgewählter französischer Städte mit Hitzeaktionsplänen ein, die in verschiedenen Aus - tauschrunden erfasst wurden. Frankreich gilt weltweit als ein Vorreiter in der Hitzeaktionsplanung (vergleiche Anhang A.3 Hitzeaktionsplanung in Frankreich ). Insbesondere der Austausch mit der mit Düsseldorf befreundeten Stadt Toulouse war hier relevant. Als Klimazwilling werden laut Klimamodellierungen die Temperaturverhältnisse in Düsseldorf ab Mitte bis Ende des Jahrhunderts denen von Toulouse heute entsprechen. > © PPrat / iStock > 4Das Zeichen C verweist zum einen auf den Temperaturaspekt, zum anderen nimmt das Projekt damit Bezug auf die französische Hitzeaktionsplanung ( Plan Canicule ). 5https://www.z-u-g.org/fileadmin/zug/Dateien/Foerderprorgamme/DAS_Anpassung_an_den_Klimawande/ 241204_Gefoerderte_Projekte_DAS-Programm_JJ_LS_Dezember_2024_CPS_bf.pdf 6Heat-health action plans: guidance (2008) https://www.who.int/publications/i/item/9789289071918 7Handlungsempfehlungen der Bund/Länder-Ad-hoc-Arbeitsgruppe Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des Klimawandels (2017) https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/hap_handlungsempfehlungen_bf.pdf 10 Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf Ziele, Aufgaben und Inhalte eines Hitzeaktionsplans Die Hitzeaktionsplanung beschreibt den gesamten Prozess des gesundheitlichen Hitzeschutzes – von der Analyse über die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen bis hin zu Monitoring und Evaluation. Ein Hitzeaktionsplan (HAP) stellt dabei das zentrale Konzeptdokument dar, das als Leit faden und Orientie - rungshilfe die wesentlichen Schritte der Hitzeaktions - planung zusammenfasst. Ziel der Hitzeaktionsplanung ist es, Hitzemortalität und Hitze morbidität während akuter Hitzephasen zu redu - zieren – idealerweise sogar zu vermeiden. Darüber hi - naus soll sie durch die Stärkung der Hitzekompetenz zum präventiven Schutz der menschlichen Gesund - heit beitragen und die Lebensqualität auch bei hohen Temperaturen sichern. Mit geeigneten Maßnahmen sollen Rahmenbedingun - gen geschaffen werden, die allen Bürger*innen ein gesundes Leben ermöglichen – selbst unter Extremwet - terbedingungen. Der Hitzeaktionsplan dient als praxisnaher Hand - lungsleitfaden für die Umsetzung der Hitzeaktions - planung. Er definiert konkrete Schutzmaßnahmen sowie zeitliche Abläufe: Was ist vor, während und nach einer Hitzewelle zu tun, um die Bevölkerung wirksam zu schützen? Die inhaltliche Grundlage der Hitzeaktionsplanung bil - den – gemäß den Handlungsempfehlungen der WHO und des Bundes – acht thematische Kernelemente: • Koordination und interdisziplinäre Zusammenarbeit • Hitzewarnsystem • Information und Kommunikation hitzebedingter Gesundheitsrisiken • Hitzereduzierung in Innenräumen • Besondere Maßnahmen für Risikogruppen • Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme • Langfristige Stadtplanung und Bauwesen • Monitoring und Evaluierung Die Umsetzung dieser Kernelemente erfolgt durch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, die sich über vier Zeithorizonte erstrecken (siehe Abbildung 1). > Abbildung 1: Zeithorizonte der kommunalen Hitzeaktionsplanung (Eigene Darstellung nach den Handlungsempfehlungen der Bund/Länder-Ad-hoc-Arbeitsgruppe [2017] ) 11 Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf Abb. 1 Abb. 1 Abb. 1 Schutz während akuter Hitzewellen Schutz während des Sommers Vorbereitung vor dem Sommer Langfristige Planung Steuerung & Koordination Monitoring & Evaluation 12 # Erstellung des Hitzeaktionsplans 13 © FangXiaNuo/ iStock Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf 14 # Methodisches Vorgehen zur Erstellung des Hitzeaktionsplans in Düsseldorf ## Bestands- und Bedarfsanalyse In Düsseldorf wurde zunächst eine Bestands- und Bedarfsanalyse zu Maßnahmen und Angeboten zur Hitzebewältigung durchgeführt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Identifikation potenzieller Schnittstel - len zu bereits vorhandenen Planungen und Konzep - ten – etwa zur Düsseldorfer Starkregenstrategie und potentieller Synergien im Bereich Kommunikation zur Stärkung der Eigenvorsorgefähigkeit in der Bevölke - rung; zu Maßnahmen im Be

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AGS/050/2025