Anlage 1
zu Vorlage ABA/046/2026
Eingabe nach § 24 GO:
Konzept 2026 des Judo-Sport-Vereins Düsseldorf e.V.
Eingabe vom 03.09.2026
Von: JSV Düsseldorf
Gesendet: Dienstag, 1. September 2026 05:18
An: lhd.B01-Beschwerdeausschuss <
[email protected]>
Cc: lhd.52-Sportamt <
[email protected]>; Keller, Stephan
<
[email protected]>
Betreff: Anregung gemäß § 24 GO NRW - Prüfung und mögliche Umsetzung des "Konzept
2026" des JSV Düsseldorf e.V.
An den Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf
über den Anregungs- und Beschwerdeausschuss
Anregung gemäß § 24 GO NRW
Prüfung und mögliche Umsetzung des „Konzept 2026" des Judo-Sport-Verein
Düsseldorf e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Judo-Sport-Verein Düsseldorf e.V. wendet sich mit einer Anregung gemäß § 24 der
Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen an den Rat der Landeshauptstadt
Düsseldorf.
Wir bitten um eine förmliche und inhaltliche Prüfung des vom Verein entwickelten
„Konzept 2026 - Unsere Investitionen. Die beste Sporthalle. Das stärkste Team."
und um Prüfung der Möglichkeiten seiner praktischen Umsetzung in der Landeshauptstadt
Düsseldorf.
1. Ausgangssituation
Der Judo-Sport-Verein Düsseldorf e.V. leistet seit mehr als 20 Jahren kontinuierliche
sportliche, soziale und pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Düsseldorf.
Sportlerinnen und Sportler unseres Vereins wurden Westdeutsche Meister und Deutsche
Meister sowie Medaillengewinner bei europäischen Wettbewerben. Der Verein wurde
mehrfach von der Landeshauptstadt Düsseldorf für seine sportlichen Leistungen und sein
gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet und war über mehrere Jahre als offizielles
Bundeszentrum im Rahmen des Programms „Integration durch Sport" anerkannt.
Das Konzept 2026 beruht damit nicht auf abstrakten Zukunftsvorstellungen, sondern auf
mehr als zwanzig Jahren praktischer Erfahrung, einer bestehenden sportlichen Struktur und
nachgewiesenen Ergebnissen in der Kinder- und Jugendarbeit.
2. Ziel des Konzept 2026
Ziel des Konzept 2026 ist die Schaffung einer dauerhaft ausgestatteten, spezialisierten
Judosporthalle in Düsseldorf, die
- einen gleichberechtigten Zugang zum Sport für Kinder ermöglicht,
- stabile Trainings- und Entwicklungsbedingungen schafft,
- soziale Integration fördert,
- Konflikt- und Gewaltprävention unterstützt und
- eine nachhaltige Entwicklung des Kinder- und Jugendsports gewährleistet.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um die ausschließliche Bereitstellung einer Sportstätte für
einen einzelnen Verein.
Anlage 1
zu Vorlage ABA/046/2026
Das Konzept sieht eine gemeinsame Nutzung der Sporthalle durch zwei bis drei
Düsseldorfer Judovereine vor.
Perspektivisch ist der Aufbau einer gemeinsamen Trainings- und Organisationsstruktur unter
dem Arbeitstitel „Judo Team Düsseldorf" vorgesehen. Ziel ist die Bündelung sportlicher
Ressourcen, die Verbesserung der Trainingsqualität und die Entwicklung einer
leistungsfähigen und wettbewerbsfähigen Struktur, die Düsseldorf auf der Ebene des Landes
Nordrhein-Westfalen und perspektivisch auch bundesweit erfolgreich vertreten kann.
3. Eigeninvestitionen des JSV Düsseldorf
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzept 2026 ist die Bereitschaft des JSV Düsseldorf,
Eigeninvestitionen von bis zu 50.000 Euro in die sportliche Ausstattung und
Materialien zu leisten.
Der JSV Düsseldorf beantragt keine zusätzliche städtische Finanzierung für die im
Konzept vorgesehene Anschaffung der sportlichen Ausstattung.
Die erforderliche spezialisierte Sportausstattung und die entsprechenden Materialien ist der
Verein bereit, im Rahmen der genannten Eigeninvestitionen selbst zu finanzieren.
Hierzu gehören insbesondere eine dauerhaft installierte Tatami-Fläche sowie die für einen
qualifizierten Trainingsbetrieb erforderliche Sportausstattung.
Darüber hinaus ist der JSV Düsseldorf bereit, vorhandenes Sportequipment bereitzustellen,
den Trainingsbetrieb zu organisieren, Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten und im
Rahmen seiner Möglichkeiten zur ordnungsgemäßen technischen und organisatorischen
Unterhaltung der Sportstätte beizutragen.
Gegenstand der vorgeschlagenen Prüfung durch die Landeshauptstadt Düsseldorf ist daher
in erster Linie die Möglichkeit der Bereitstellung einer geeigneten bestehenden
Sportinfrastruktur sowie die Entwicklung eines tragfähigen organisatorischen
Nutzungsmodells, nicht die Finanzierung der sportlichen Ausstattung des Projekts.
4. Nutzung der Sportstätte
Das vorgeschlagene Modell beschränkt sich nicht auf den Trainingsbetrieb in den
Abendstunden.
In den Vormittags- und Mittagsstunden kann die Sportstätte insbesondere genutzt werden für
- Schulsport,
- koordinative und motorische Trainingsangebote,
- kommunale Sport- und Sozialprojekte sowie
- Integrations- und Präventionsprogramme.
Eine dauerhaft ausgestattete Judosporthalle kann damit über den gesamten Tagesverlauf für
unterschiedliche sportliche, pädagogische und soziale Zwecke sinnvoll genutzt werden.
5. Varianten der Umsetzung
Der JSV Düsseldorf verbindet die Umsetzung des Konzept 2026 bewusst nicht
ausschließlich mit einer bestimmten Sportstätte.
Das Konzept sieht drei mögliche Varianten vor:
1. Sporthalle im Sportpark Niederheid, Paul-Thomas-Straße 35, 40589 Düsseldorf
2. Sporthalle Karweg 24
3. Alternative Sporthalle - eine andere geeignete Sportstätte, die von der
Landeshauptstadt Düsseldorf vorgeschlagen werden kann, gegebenenfalls zur
gemeinsamen Nutzung durch zwei bis drei Judovereine.
Für den JSV Düsseldorf sieht das Konzept folgenden Mindestumfang an Trainingszeiten vor:
Montag, Mittwoch und Freitag jeweils von 16:00 bis 22:00 Uhr
sowie, sofern möglich, einen Wochenendtag zur Durchführung von Wettkämpfen, sportlichen
Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten.
Die verbleibenden Hallenzeiten können im Rahmen eines abgestimmten Nutzungsplans
weiteren beteiligten Vereinen zur Verfügung gestellt werden.
Anlage 1
zu Vorlage ABA/046/2026
6. Anregung des JSV Düsseldorf
Vor diesem Hintergrund bittet der JSV Düsseldorf um eine förmliche und inhaltliche Prüfung
des Konzept 2026 und insbesondere um Prüfung folgender Fragen:
1. Kann das vorgeschlagene Modell einer dauerhaft ausgestatteten spezialisierten
Judosporthalle unter Nutzung der bestehenden Sportinfrastruktur der Landeshauptstadt
Düsseldorf umgesetzt werden?
2. Welche der im Konzept vorgesehenen Varianten - Sportpark Niederheid, Karweg 24 oder
eine andere geeignete Sportstätte - kommt für eine Umsetzung des Projekts in Betracht?
3. Unter welchen sportfachlichen, organisatorischen und infrastrukturellen Voraussetzungen
ist die Umsetzung dieses Modells möglich?
4. Besteht die Möglichkeit, auf dieser Grundlage ein gemeinsames Nutzungsmodell für zwei
bis drei Judovereine zu entwickeln und perspektivisch die Struktur „Judo Team Düsseldorf"
aufzubauen?
5. In welcher Weise können bei der Prüfung des Projekts die Eigeninvestitionen des JSV
Düsseldorf von bis zu 50.000 Euro, die vorhandene Sportausstattung, die mehr als
zwanzigjährige Erfahrung des Vereins sowie seine nachgewiesenen sportlichen und sozialen
Leistungen berücksichtigt werden?
6. Sollten sowohl der Sportpark Niederheid als auch die Sporthalle Karweg 24 aus objektiven
Gründen für die Umsetzung des Konzept 2026 nicht in Betracht kommen, steht eine andere
geeignete Sportstätte zur Verfügung, die seitens der Landeshauptstadt Düsseldorf als
Alternative in die weitere Prüfung einbezogen werden kann?
7. Ziel dieser Anregung
Der JSV Düsseldorf macht nicht geltend, dass sich aus dieser Anregung ein
uneingeschränkter Rechtsanspruch des Vereins auf die Bereitstellung einer bestimmten
Sportstätte ergibt.
Wir halten es jedoch für sachlich gerechtfertigt, dass ein konkret ausgearbeitetes sportliches
Entwicklungskonzept, das auf mehr als zwanzig Jahren Vereinsarbeit, nachgewiesenen
sportlichen Erfolgen und der Bereitschaft zu erheblichen Eigeninvestitionen beruht, objektiv
und inhaltlich durch die Landeshauptstadt Düsseldorf geprüft und beraten wird.
Es geht hierbei nicht ausschließlich um die Interessen eines einzelnen Sportvereins.
Das vorgeschlagene Modell verbindet die gemeinsame Nutzung einer Sportinfrastruktur
durch mehrere Judovereine mit Kinder- und Jugendarbeit, der möglichen Nutzung durch
Schulen und kommunale Programme, Integrations- und Präventionsarbeit sowie der
Perspektive, eine leistungsfähige sportliche Struktur für Düsseldorf zu entwickeln.
Der JSV Düsseldorf bittet daher darum, die Prüfung nicht auf die Frage zu beschränken, ob
eine rechtliche Verpflichtung zur Bereitstellung einer bestimmten Sporthalle besteht.
Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen das
vorgelegte Konzept im Interesse des Kinder- und Jugendsports in Düsseldorf
praktisch umgesetzt werden kann.
Sollte eine Umsetzung des Konzept 2026 an den beiden konkret benannten Standorten nicht
möglich sein, bitten wir um Mitteilung der wesentlichen objektiven sportfachlichen,
organisatorischen oder infrastrukturellen Gründe und um Prüfung einer geeigneten
alternativen Lösung.
Der JSV Düsseldorf ist bereit, das Konzept 2026 persönlich vorzustellen, Fragen der
politischen Gremien und der Stadtverwaltung zu beantworten und mögliche Wege einer
praktischen Umsetzung konstruktiv zu erörtern.
Wir bitten um eine objektive, inhaltliche und lösungsorientierte Beratung unserer Anregung.
Anlage:
Konzept 2026 - „Unsere Investitionen. Die beste Sporthalle. Das stärkste Team."
Mit freundlichen Grüßen
(Name des Einsenders)
1.Vorsitzender