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RAT/448/2024
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Düsseldorf, 06.12.2024
Ratsfraktion - Die Linke
An den
Oberbürgermeister
Herrn Dr. Stephan Keller
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des
Rates am 12.12.2024
Betrifft:
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Ausgleich von geplanten
Förderungskürzungen des Landes NRW in den Bereichen Soziales und Jugend sowie
Migration und Integration
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2024 stellt DIE LINKE Ratsfraktion
Düsseldorf folgenden Haushaltsantrag:
Der Rat fordert die Verwaltung auf, auf die Träger der freien
Wohlfahrtspflege zuzugehen, um ein Konzept zur Aufrechterhaltung bisher
geförderter Maßnahmen und Projekte in den Bereichen Soziales und Jugend
sowie Migration und Integration zu erarbeiten, die von Kürzungen in der
Planung des Landeshaushalts NRW 2025 betroffen sind. Das Konzept wird
dem Rat im ersten Quartal 2025 vorgestellt.
Für den Finanzierungsanteil der Stadt werden 2 Millionen Euro in den
Haushalt eingestellt und mit einem Sperrvermerk versehen. Über eine
Aufhebung des Sperrvermerks entscheidet der Rat im Fall der Umsetzung
der geplanten Kürzungen.
Weiterhin gleicht die Stadt aus Haushaltsmitteln die Folgen eines Wegfalls
des Landesprogramms KOMM -AN NRW für Düsseldorf aus, indem sie bisher
vom Land getragene Sachmittelkosten übernimmt und weiterhin Vereine
und Verbände in ihrer Integrationsa rbeit durch Fördermittel unterstützt.
Dabei werden die bisher geltenden Förderkriterien angewandt.
Zur Finanzierung werden 250.000 Euro in den Haushalt eingestellt.
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Begründung:
In der Beantwortung einer Anfrage der LINKEN Ratsfraktion (RAT/367/2024)
beschrieb die Verwaltung die Auswirkung angekündigter Mittelstreichungen der
Landesregierung NRW auf gemeinsam mit der LHD geförderte Projekte u.a. der
Wohlfahrtsverbände und Vereine in den Zuständigkeitsbereichen der Ämter für
Soziales und Jugend sowie Migration und Integration.
Die Kürzungen betreffen die Arbeit der Wohlfahrtsverbände besonders in den
Fachbereichen Kinder- und Jugendförderung (im Kontext Beratungsangebote und
Projektförderungen), Soziale Dienste (im Zuschussbereich zur Förderung des Täter-
Opfer-Ausgleichs) und Familienförderung (in Angeboten und Kooperationen zur
Familienbildung und -beratung). Die Höhe der wegfallenden Mittel wurde nicht
beziffert.
Im Bereich Migration und Integration werden vor allem die Folgen der Streichung des
Programms KOMM -AN NRW durch das zuständige Landesministerium spürbar - und
zwar bei der Integrationsförderung und der Förderung von ehrenamtlichem
Engagement.
Es fehlen 20.000 Euro für die Qualifizierung von Ehrenamtlichen und für
Informationsveranstaltungen z.B. zum Aufenthaltsrecht. Vor allem aber fehlen die
Mittel zur Förderung der Integrationsarbeit von Vereinen. 2024 erhielten noch
insgesamt 31 Vereine und Verbände Zuschüsse von insgesamt 223.650 Euro; u. a
Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf, Mosaik e. V., Ukrainisch-europäischer
Kinderverein e. V., Carmen e. V. und KinTop e. V.
Der Wegfall von Begleitungs- und Beratungsangeboten trifft Geflüchtete unmittelbar;
die Beendigung der Werbung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen wird dauerhaft
zu weiteren Einschränkungen in der Integrationsarbeit führen - und damit auch zu
sozialen Folgekosten.
DIE LINKE Ratsfraktion beantragt deshalb, dass die Stadt Düsseldorf gemeinsam mit
den Wohlfahrtsverbänden und Vereinen die gute und notwendige Arbeit im Bereich
Migration und Integration aufrechterhält. 250.000 Euro scheinen angesichts der
Bedeutung dieser Arbeit mehr als gerechtfertigt.
Da die wegfallenden Mittel im Bereich Soziales und Jugend nicht beziffert wurden,
beantragt DIE LINKE, zunächst zwei Millionen Euro zusätzlich für diesen Bereich in
den Haushalt einzustellen und mit einem Sperrvermerkt bis zur Vorstellung eines
Konzepts und der konkreten Kosten zu versehen.
Freundliche Grüße
Julia Marmulla Helmut Born
f.d.R. Sönke Voigt
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Thema
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Maßnahme
Zeile
Konto
Haushaltsjahr
Beträge in EUR
Verbesserung (+)/ Verschlechterung (-)