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BV1/268/2024
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Informationsvorlage
Betrifft:
Stadtbaumkonzept, Handlungsfeld 2 „Sanierung vorhandener Baumstandorte unter
Erhalt des Baumbestandes„, hier: Berty-Albrecht-Park
Fachbereich:
68 - Garten-, Friedhofs- und Forstamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 1 24.01.2025 Kenntnisnahme
Beschlusslage:
Beschlüsse des Rates zum Stadtbaumkonzept (RAT/221/2019) sowie zu Kommunale
Maßnahmen zur Klimaanpassung und Verbesserung der Biodiversität (RAT/681/2021)
Sachdarstellung:
Im 2012 fertig gestellten Berty-Albrecht-Park sind entlang der westlichen Wegeachse
und im nördlichen Bereich vor der Franklinbrücke Schäden in der Asphaltfläche
aufgetreten, welche die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Die Schäden zeigen sich
durch erhebliche Anhebungen des Asphalts und der Metall -Wegeeinfassungen, die
durch die Wurzeln verursacht werden. Der nördliche Platzbereich (Pappelplatz) an
der Brücke wurde aus Gründen der Verkehrssicherheit bereits überarbeitet. Hier
konnte die Standsicherheit der Bäume (Pappeln) nicht gewährleistet werden, so dass
alle Bäume gefällt, ein Bodenaustausch und eine Neupflanzung durchgeführt werden
mussten.
Nach weiteren Untersuchungen durch punktuelle Aufgrabungen und Freilegungen im
Mittelteil der Wegeachse wurde festgestellt, dass die Bäume nicht in das Substrat
unter der Wegeflä che eingewurzelt sind. Alle untersuchten Bäume haben
ausschließlich direkt unterhalb dem zweischichtigen Asphaltaufbau gewurzelt, was
auf eine zu starke Verdichtung des Baumsubstrats und ungenügende
Bodeneigenschaften der Tragschicht darunter hinweist. Der mäßige Zuwachs der
Bäume seit Fertigstellung der Parkanlage bei ausreichender Vitalität unterstützt diese
Annahme.
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Es ist vorgesehen, auch die Schäden entlang der Achse zu beheben, indem die
Asphaltfläche zurückgebaut und in leicht verschobener Lage du rch eine
wassergebundene Wegedecke mit zweizeiliger Granit -Kleinsteinpflaster-Einfassung
ersetzt wird. Zudem werden die Baumgruben durch einen Substrataustausch mittels
Saugbagger saniert und vergrößert, damit ausreichend belüfteter und
durchfeuchteter Wurzelraum zur Verfügung steht. Die Bäume entlang der Achse
(Gleditschien) haben ein größeres Regenerationspotential als die bereits gefällten
Pappeln. Hier kann daher vom Erhalt der Bäume ausgegangen werden. Oberflächig
werden die aktuell bestehenden wasserg ebundenen Baumbeete zu großen,
begrünten Vegetationsflächen zusammengefasst. Notwendige Querungen zu den
westlich gelegenen Spiel- und Aufenthaltsbereichen werden dabei ausgespart. Im
Zuge des Substrataus- und -wiedereinbaus werden die Wurzeln der Bäume ab etwa
0,75-1,0 m Abstand vom Stamm um bis zu circa 30 cm abgesenkt. Gleichzeitig wird
die neue Wegedecke um 5 cm höher hergestellt, um den Abstand zwischen Wurzeln
und Oberfläche weiter zu vergrößern. Sollten die Bäume im Laufe der künftigen
Entwicklung wieder Anhebungen verursachen, lassen sich diese in der
wassergebundenen Wegedecke wesentlich leichter beseitigen.
Einzelmaßnahmen:
1. Pappelplatz
Dieser Bereich musste kurzfristig saniert werden, da die Standsicherheit der
Bäume nicht mehr gewährleistet werde n konnte. Die Sanierung der
Baumstandorte ist bereits abgeschlossen, so dass in der Pflanzsaison 2024/2025
insgesamt 12 Platanen der Sorte Tremonia gepflanzt werden können.
2. Mittlerer Abschnitt der Wegeachse
Aufgrund der ebenso schwerwiegend mangelhaften Verkehrssicherheit und im
Zuge der parallel stattfindenden Modernisierung des Kinderspielplatzes wird der
mittlere Bereich der Wegeachse aktuell saniert.
3. Südlicher Abschnitt der Wegeachse
Dieser Bereich umfasst eine Länge von etwa 80 Metern und betrifft 12
Baumstandorte. Die Sanierung dieses Abschnitts ist für das 1. Quartal 2025
vorgesehen.
4. Nördlicher Abschnitt der Wegeachse
Dieser Bereich umfasst eine Länge von etwa 200 Metern und betrifft 18
Baumstandorte. Die Sanierung des Abschnitts ist ebenfalls fü r das 1. Quartal
2025 vorgesehen.
5. Teilbereich am mittleren Abschnitt
Im mittleren Abschnitt der Wegeachse wird im Rahmen der Sanierung des
südlichen und nördlichen Abschnitts eine gepflasterte Fläche von etwa 150 m²
entsiegelt.
Die Maßnahmen werden über das Stadtbaumkonzept finanziert sowie im Rahmen des
Förderprogramms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (444)" gefördert.