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Informationsvorlage
Betrifft:
Ausweitung des Dienstleistungsangebotes in den Bürgerbüros
Der Ausschuss für Personal- und Organisationsentwicklung nimmt von dem Konzept der
Verwaltung zur Verbesserung der Dienstleistungen der Bürgerbüros - beginnend mit dem
Bürgerbüro Garath - mit folgenden Maßnahmen zustimmend Kenntnis:
S Zulassung von KFZ bei Neuzuzug
S Installation von Aufrufanlagen (soweit noch nicht vorhanden)
S Schaffung von hellen und freundlichen Rahmenbedingungen
S Transparenz zwischen Warte- und Bedienbereich
S Installation von Infoterminals
Ausgangslage:
An insgesamt 11 Standorten im Stadtgebiet werden durch das Amt für Einwohnerwesen
die originären Aufgaben Melde-, Pass- und Personalausweisangelegenheiten angeboten.
Wegen der guten Erreichbarkeit und der Ortsnähe in den Stadtteilen hat die Verwaltung
in den vergangenen Jahren immer wieder geprüft, inwieweit auch andere häufige und
publikumsintensive Anliegen der Bürgerinnen und Bürger an städtischen Dienststellen in
den Bürgerbüros bearbeitet werden können.
Daraus ist im Laufe der Zeit ein ansehnlicher Katalog verschiedener Leistungen
entstanden.
Auch wenn Meldewesen und Ausweisangelegenheiten weiterhin den Schwerpunkt bilden,
übernehmen die Bürgerbüros erste Kontakte und einfache Anliegen aus den Bereichen
Jugendamt
Sozialamt
Wohnungsamt
Ordnungsamt
Straßenverkehrsamt
Steueramt
Kommunale Ausländerbehörde
Standesamt
Ob eine qualifizierte Beratung oder eine abschließende Bearbeitung möglich ist, hängt ab
von der Komplexität der Anliegen und den notwendigen Fachkenntnissen. In einigen
Fällen fungieren die Bürgerbüros rein als Ausgabestelle für Vordrucke, beantworten
Fragen dazu und stellen Kontakte zu den Fachdienststellen her.
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Dieses Angebot steht in allen Bürgerbüros in gleichem Umfang allen Kundinnen und
Kunden zur Verfügung. Die Bürgerbüros haben entsprechend ihres Kundenaufkommens
eine Beschäftigtenausstattung von 3 bis 5 Personen. Eine Ausnahme hiervon bildet das
Bürgerbüro im Dienstleistungszentrum, das ein Kundenaufkommen zu bewältigen hat, das
in etwa dem Gesamtaufkommen der übrigen Bürgerbüros entspricht.
In dieser größten Einheit wurden auch die Aufgaben konzentriert, die wegen ihrer
rechtlichen Anforderungen spezielle Fachkenntnisse erfordern und wegen der Bedeutung
für die öffentliche Sicherheit und Ordnung besonderen Qualitätsanforderungen genügen
müssen, z.B. die Pass- und Personalausweisstelle für die Ausstellung vorläufiger
Ausweisdokumente.
Generell verfolgt die Verwaltung für die Bürgerbüros ein Konzept , das aus fachlicher und
wirtschaftlicher Sicht eine optimale Kombination zwischen dezentralen und zentralen
Angeboten sicherstellen soll. Das gilt für die eigenen Aufgaben sowie für die Aufgaben
anderer Bereiche.
Beispiele:
Aktuell wird gerade die Ausstellung von Anwohnerparkausweisen in den Bürgerbüros
vorbereitet.
Zuvor haben die Bürgerbüros die abschließ ende Bearbeitung von
Verpflichtungserklärungen für die visapflichtige Einreise von Touristen übernommen.
Bei der Planung des Dienstleistungszentrums Willi-Becker-Allee 7 ist diese Konzeption
um einen anderen Ansatz ergänzt worden. Die Bereiche wurden hier konzentriert, die
wegen ihrer fachlichen Anforderungen und ihrer Bedeutung nur zentral von Spezialisten
bearbeitet werden können und sich deshalb nicht für eine dezentrale Bearbeitung in den
Bürgerbüros eignen, da dort wegen der Breite der Fachkenntnisse und der geringen
Fallzahlen Generalisten eingesetzt werden.
Beispiele:
Aufenthaltsgenehmigungen
Einbürgerungen
Einreise
EU-Service
Öffentlich-rechtliche Namensänderungen
Passersatzpapiere
Serviceshop der Stadtwerke Düsseldorf AG
Spezielle Ausländerangelegenheiten
Staatsangehörigkeitssangelegenheiten
Wohnberechtigungsscheine (Beratung)
Wohngeld (Beratung)
Zulassung von KFZ bei gleichzeitiger Neuanmeldung in Düsseldorf
Bei dieser Zentralisierung findet der Kunde jetzt an einer Stelle alle Angebote. Über die
Aufrufanlage wird sichergestellt, dass keine mehrfachen Wartezeiten entstehen, auch
wenn mehrere "Spezialisten" aufgesucht werden müssen.
Bei 800 bis 1000 Kunden täglich sind alle Spezialbereiche ausgelastet. Eine Ausnahme
bildet mit einem Kunden pro Tag der Servicebereich der Stadtwerke.
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Weitere Vorgehensweise:
Für die von Politik und Verwaltung gewünschten Erweiterungen der Dienstleistungen in
den dezentralen Bürgerbüros werden zwei Modelle verfolgt.
Verbreiterung des Angebotes durch weitere Leistungen der Generalisten
Die Erfahrungen im Dienstleistungszentrum haben gezeigt, dass KFZ-Zulassungen im
Zusammenhang mit Neuanmeldungen fachlich durch die Beschäftigten des Bürgerbüros
bearbeitet werden können.
Amt 33 will aufbauend auf diesen Erfahrungen diese Leistung auch dezentral anbieten.
Da eine gewisse Routine erforderlich ist, um die Bearbeitung zügig abwickeln zu können,
soll zunächst der Umfang dieser Aufgabe in den Bürgerbüros ermittelt werden. Amt 33
möchte dies deshalb zunächst im Bürgerbüro Garath sechs Monate erproben.
Ergänzung des Angebotes in den Bürgerbüros durch Anbindung von Spezialisten
Das Angebot des Amtes 33 stellt aus der Sicht der Verwaltung eine optimale Kombination
von dezentralen und zentralen Angeboten dar.
Politik und Verwaltung haben gemeinsam die Konzeption des Dienstleistungszentrums
und auch des neuen Angebotes in der Automeile durch die Ansiedlung von Bürgerbüro
und Straßenverkehrsamt auf einer optimalen Kombination von dezentralen und zentralen
Angeboten aufgebaut. Die Anzahl der Beschäftigten und Größe des Objektes richten sich
nach der seit Jahren relativ stabilen Kundenverteilung zwischen den Bürgerbüros und den
Fachdienststellen.
Gleichzeitig wurde in die Renovierung und falls erforderlich in den Umbau der
Bürgerbüros investiert. Auch hier beruht das bisherige Konzept der Aufgabenverteilung
grundlegend auf den bisherigen Standorten und deren Größe.
Das Dienstleistungszentrum eröffnet durch seine Größe organisatorische Möglichkeiten,
um spezielle Services einzurichten wie die Infotheke, das Kundenmanagement, den
Schnellschalter und die Aktivierung des Backoffice bei Spitzenbelastungen. Dies hat u.a.
zu einer durchschnittliche Wartezeit von 12 Minuten geführt.
Die Verwaltung schlägt vor, die bewährte Basis kontinuierlich weiter zu entwickeln und
sowohl räumliche als auch Standortvorteile zu nutzen, die sich in Zukunft ergeben
können, um Außenstellen von Fachbereichen mit Bürgerbüros zu kombinieren. So werden
auch Konkurrenzen mit nicht kalkulierbaren Verschiebungen von Kundenströmen
vermieden.
Weitere Maßnahmen
Die Reaktionen der Beschäftigten und der Kunden haben gezeigt, dass das klare
Bekenntnis der Verwaltung zur Dienstleistung und zum partnerschaftlichen Umgang
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deutlich mehr Wirkung zeigt, wenn dies auch in der Architektur sichtbar ist. Die
transparente Gestaltung von Warte- und Bedienbereich trägt nach ersten Einschätzung
und Rückmeldungen erheblich zur Kundenzufriedenheit bei. Die Verwaltung möchte
deshalb neben der Ergänzung der Angebote und der kontinuierlichen Entwicklung der
Standorte auch die gestalterische Konzeption des Dienstleistungszentrums auf die
Bürgerbüros übertragen. Dies bietet sich immer dann an, wenn aus anderen Gründen
Renovierungs- oder Baumaßnahmen anstehen. Für die Bürgerbüros Garath und Benrath
steht dies unmittelbar bevor.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Personal- und Organisationsausschuss 20.04.04 -/-
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1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Amt:
Amt für Einwohnerwesen
Dezernentin:
Beigeordnete Ulrike Löhr
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