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AGS/054/2024
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Düsseldorf, 31.10.2024
Ratsfraktion - SPD
An
Ratsherrn Andreas-Paul Stieber
Vorsitzender des Ausschusses
für Gesundheit und Soziales
Antrag der SPD-Ratsfraktion
Zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 05.11.2024
Betrifft:
Ausweitung psychosoziale Krisenversorgung
Sehr geehrter Ratsherr Stieber,
im Namen der SPD Ratsfraktion bitten wir Sie, untenstehenden Antrag zum
Haushaltsplan-Entwurf 2025 des Gesundheitsamtes auf die Tagesordnung der
Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales (AGS) am 05. November 2024
zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:
Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales bittet d ie Verwaltung, ihr
Angebot zur psychosozialen Krisenversorgung außerhalb der üblichen
Geschäftszeiten auszuweiten. So soll zukünftig die telefonische
Erreichbarkeit an 5 Werktagen auch von 18:00 bis 24:00 Uhr und an
Wochenenden und Feiertagen von 18:00 bis 24:00 sichergestellt werden.
Die hierfür benötigten zusätzlichen Personal - und Sachkosten in Höhe von
365 000 EURO werden beim Produkt „Gesundheitsschutz und -pflege"
Konto 5291000 - L5304143500 2) des Gesundheitsamtes für die
Haushaltsjahre 2025 ff zusätzlich bereitgestellt.
Begründung:
Vor dem Hintergrund zunehmender psychischer Erkrankungen und persönlicher
Lebenskrisen kommt der psychosozialen Krisenversorgung eine immer größere Rolle
im Hilfesystem zu. So zeigen beispielsweise Erfahrungen aus anderen Kommunen
das knapp 25% der Krisenfälle, wie Suizidandrohung oder Angststörungen an
Wochenenden und Feiertagen anfallen.
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Der Schwerpunkt der Kriseninterventionen besteht dann überwiegend aus
telefonischen Beratungs- und Entlastungsgesprächen, die durch hierfür geschultes
Personal durchgeführt werden.
Auch der Ausschuss für Gesundheit und Soziales beschäftigt sich seit vielen Jahren
mit dem Ausbau der psychosozialen Krisenversorgung in Düsseldor f außerhalb der
üblichen Geschäftszeiten des Gesundheitsamtes.
So stellte beispielsweise die Heinrich-Heine-Universität dem AGS einen, durch das
Gesundheitsamt Düsseldorf in Auftrag gegebenen, Bericht zur Evaluation und
Objektivierung des Bedarfes an psychosozialer Krisenversorgung außerhalb üblicher
Dienstzeiten in Düsseldorf vor und Vertreter*innen der Stadt Wuppertal wurden in
den Ausschuss eingeladen, um die Arbeit und den Aufbau ihres Krisendienstes
vorzustellen.
Im Juni 2023 legte dann die Verwaltung dem Ausschuss ein Konzept vor, wie eine
Erweiterung der Krisenversorgung in Düsseldorf erreicht werden kann und welche
Vorrausetzungen dafür notwendig wären. Dieses Konzept zielt darauf ab, auch
außerhalb der üblichen Öffnungszeiten des Gesundheitsamtes, eine nachhaltige und
dauerhafte psychosoziale Krisenversorgung in Düsseldorf zu implementieren.
In einem ersten Schritt ging es darum, eine telefonische Erreichbarkeit an 5
Werktagen in der Woche von 8:00 - bis 18:00 Uhr durch bestehendes Personal des
Gesundheitsamtes sicherzustellen. Als Vorrausetzung für diesen Schritt nannte die
Verwaltung die Besetzung vakanter Stellen in der Abteilung Sozialpsychiatrie des
Gesundheitsamtes.
Dies scheint mittlerweile erfolgt zu sein, sodass die SPD-Fraktion nun den zweiten
Schritt des Konzeptes auf den Weg und zur Umsetzung bringen möchte. Dabei
handelt es sich um eine Erweiterung der telefonischen Erreichbarkeit an
Wochenenden und Feiertagen von 8:00 bis 24:00 Uhr und an den 5 Werktagen um
eine Verlängerung von 18:0 0 bis 24:00 Uhr. Vorrausetzung hierfür, so die
Verwaltung, wären 3,95 zusätzliche Stellen was einen finanziellen Mehrbedarf von
365.00 EURO (Stand Mitte 2023) zur Folge hätte.
Mit freundlichen Grüßen
Klaudia Zepuntke Sabine Humpert-Kalb
Thema
Produkt/
Maßnahme
Zeile
Konto
Haushaltsjahr
Beträge in EUR
Verbesserung (+)/ Verschlechterung (-)
Psychosoziale
Krisenversorgung
Gesundheitsschutz-
und pflege