Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 50/ 9/2005

Gerontopsychiatrie Infovorlage

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Flurstraße 47 · Stadtbezirk 2 (Flingern, Düsseltal)örtlicher Bezug 1Dokument 14. Februar 2005veröffentlicht

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Seite 1 von 4 Informationsvorlage Betrifft: Perspektiven der Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf hier: Informationsvorlage In seiner Sitzung am 13.01.2004 hat der Fachausschuss den Bericht der Arbeitsgruppe Pflege in der Gerontopsychiatrie der Pflegekonferenz mit dem Titel "Perspektiven der Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf" zur Kenntnis genommen und die Verwaltung gebeten, die Ergebnisse in der Gesundheitskonferenz zu beraten. Außerdem hat der Fachausschuss unter Einbeziehung des Ergänzungsantrages der Ratsfraktionen von CDU und FDP vom 13.01.2004 (Ö Vorlage 50/ 7/2004) den Beschluss gefasst, die Verwaltung aufzufordern, als erste Maßnahmen nach Kenntnisnahme der Perspektiven in der Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf schon jetzt durch das Gesundheitsamt bzw. das Sozialamt folgende Handlungsempfehlungen kurzfristig motivierend anzugehen: 1. Alle Maßnahmen sind zu veranlassen, die die Frühdiagnostik von Demenzerkrankungen verbessern. 2. Angebote von Pflegekursen und Pflegeberatung für Angehörige sind zu intensivieren. 3. Bestehende Betreuungsgruppen zur Entlastung pflegender Angehöriger sind zu vernetzen, neue zu implementieren sowie der Aufbau einer Vermittlung von Betreuungsleistungen anzugehen. Am 10.02.2004 hat der Fachausschuss den Antrag der SPD-Ratsfraktion vom 23.01.2004 zur Pflege von Demenzkranken in Düsseldorf (Ö Vorlage 50/ 8/2004) beraten mit dem Ergebnis, die Inhalte des SPD-Antrages zusammen mit dem Bericht und dem Ergänzungsantrag in die Gesundheitskonferenz einzubringen. Die Gesundheitskonferenz und die zuständige Arbeitsgruppe haben sich mit dem Bericht sowie den Ergänzungsanträgen befasst und sehen den Bericht als Einstieg in die weitere Bearbeitung und Spezifizierung des Themas durch alle Beteiligten an. Die aufgrund der politischen Anträge vom Fachausschuss formulierten Maßnahmen werden als sinnvoll angesehen. Die Umsetzung soll durch beide Konferenzen in Abstimmung und unter Berücksichtigung der jeweiligen Rechtsgrundlagen der Konferenzsysteme erfolgen. Auf Vorschlag des Vorsitzenden der Gesundheitskonferenz - Herrn Beigeordneten Kruse - hat ein Abstimmungsgespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der beiden Konferenzen und der jeweiligen Arbeitsgruppen stattgefunden. Als Ergebnis sind die Aufgaben im Bereich der Gerontopsychiatrie zwischen der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz und der Pflegekonferenz wie folgt abgestimmt worden: RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 4 Aufgaben mit gemeinsamer Beteiligung: • Verbesserung der Aus-, Fort- und We iterbildung aller an der geronto- psychiatrischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen: < Medizin (Federführung Gesundheitskonferenz) < Pflege (Federführung Pflegekonferenz) < Sozialarbeit - außer Gesundheitshilfe (Federführung Pflegekonferenz) Sozialarbeit - soweit Gesundheitshilfe-/Therapie (Federführung Gesundheitskonferenz) < Zusammenarbeit aller Professionen bei der Patientenüberleitung, bezogen auf Gerontopsychiatrie (Federführung nach Absprache wegen der Komplexität des Themas) • Öffentlichkeitsarbeit Beispiele: Psychosoziales Adressbuch (Federführung Gesundheitsamt) Pflegeatlas (Federführung Sozialamt) ggf. gegenseitige Beteiligung • Einrichtung von Gesprächs- und Betreuungsgruppen für Angehörige und Pflegebedürftige 'Angehörigengruppen des Sozial Psychiatrischen Dienstes (Federführung Gesundheitsamt) •Projekt Betreuungsgruppe, Entlastung, (pflegende) Angehörige, trägerübergreifend, Einrichtung kurz BEAtE in Trägerschaft der freien Wohlfahrtspflege *) Federführung: freie Wohlfahrtspflege in Kooperation mit Sozialamt, bei Bedarf mit Gesundheitsamt •Projekt Demenz-Service-Zentrum für die Region Düsseldorf kurz DSZ *) (Federführung Sozialamt) *) mit Informationsweitergabe an beide Konferenzen • Kooperation und Vernetzung zwischen allen Leistungsanbietern Abstimmungsgespräche zwischen den Konferenzsystemen nach Bedarf • Anregung von Konzepten für die Versorgung chronisch kranker älterer Menschen • Zukunft der integrierten gesundheitlichen Versorgung/ Krankenhausplanung (Federführung Gesundheitsamt) Aufgaben der gesundheitlichen Versorgung: (Gesundheitskonferenz) • Verbesserung der Frühdiagnostik und Diagnostik von psychischen Erkrankungen im Alter • Stärkung gerontopsychiatrischer Basiskompetenz bei niedergelassenen Ärzten u. a. Berufsgruppen Seite 3 von 4 • Bestandsaufnahme aller Anlaufstellen mit gerontopsychiatrischer Kompetenz* *) gehört auch zum Projektauftrag des DSZ Absprache zwischen dem Sozial- und Gesundheitsamt ist vorgemerkt • Sucht im Alter • Berücksichtigung der Bedürfnisse psychisch kranker älterer Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung • Verbesserung der Dokumentation in der medizinischen Betreuung psychisch kranker älterer Menschen Aufgaben der Pflege: (Pflegekonferenz) • Bedarfsermittlung in der ambulanten Pflege psychisch kranker älterer Menschen • Verbesserung der Dokumentation in der gerontopsychiatrischen Pflege • Weiterentwicklung des Leistungsangebotes in der Pflege im Hinblick auf die Bedürfnisse psychisch kranker älterer Menschen (bei Bedarf in Kooperation mit der Gesundheitskonferenz) • Berücksichtigung der Pflegeproblematik psychisch kranken älteren Menschen in der Systematik leistungsbegründender Merkmale des Sozialgesetzbuches XI • Begleitung der Projekte BEAtE und DSZ Die im CDU/FDP-Antrag formulierten Maßnahmen zur Verbesserung der Frühdiagnostik von Demenzerkrankungen wurden von der Arbeitsgruppe Gerontopsychiatrie der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz durch Fortbildungsveranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte, die von der Ärztekammer Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein organisiert wurden, bereits umgesetzt. Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind in Planung. Mit der Bestandsaufnahme der in der Region Düsseldorf verfügbaren Hilfeangebote ist im DSZ begonnen worden. Mit einem Flyer werden Ratsuchende und pflegende Angehörige über Beratungs- und Hilfemöglichkeiten informiert. In diesem Jahr wird damit begonnen, eine Betreuungsagentur zur Vermittlung Ehrenamtlicher zur Entlastung in der Pflege zu Hause aufzubauen und einen Wegweiser Demenz zu erstellen. In der Pflegekonferenz hat die Caritas für Düsseldorf das in Bau befindliche Pflegeheim in Lörick vorgestellt, in dem nach dem Hausgemeinschaftsmodell Demenzkranke betreut und gepflegt werden sollen. Im Rahmen der Umsetzung des Haushaltsbegleitantrages wird auch die Einrichtung von sogenannten „Runden Tischen" in jedem Stadtbezirk behandelt, was auch vom Seniorenbeirat begrüßt wird. Seite 4 von 4 Im Rahmen des von den Verbänden betriebenen BEAtE- Projektes werden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer geschult. Über den Fortgang der Projekte wird in den beiden Konferenzen zeitnah berichtet. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatu m Ergebnis Ausschuss für Gesundheit und Soziales -/- 1 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Amt: Sozialamt / Gesundheitsamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Hintzsche / Beigeordneter Kruse RSD AllVorlg.WPT

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 50/ 9/2005