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Informationsvorlage
Betrifft:
Perspektiven der Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf
hier: Informationsvorlage
In seiner Sitzung am 13.01.2004 hat der Fachausschuss den Bericht der Arbeitsgruppe
Pflege in der Gerontopsychiatrie der Pflegekonferenz mit dem Titel "Perspektiven der
Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf" zur Kenntnis genommen und
die Verwaltung gebeten, die Ergebnisse in der Gesundheitskonferenz zu beraten.
Außerdem hat der Fachausschuss unter Einbeziehung des Ergänzungsantrages der
Ratsfraktionen von CDU und FDP vom 13.01.2004 (Ö Vorlage 50/ 7/2004) den Beschluss
gefasst, die Verwaltung aufzufordern, als erste Maßnahmen nach Kenntnisnahme der
Perspektiven in der Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf schon jetzt
durch das Gesundheitsamt bzw. das Sozialamt folgende Handlungsempfehlungen
kurzfristig motivierend anzugehen:
1. Alle Maßnahmen sind zu veranlassen, die die Frühdiagnostik von
Demenzerkrankungen verbessern.
2. Angebote von Pflegekursen und Pflegeberatung für Angehörige sind zu
intensivieren.
3. Bestehende Betreuungsgruppen zur Entlastung pflegender Angehöriger sind zu
vernetzen, neue zu implementieren sowie der Aufbau einer Vermittlung von
Betreuungsleistungen anzugehen.
Am 10.02.2004 hat der Fachausschuss den Antrag der SPD-Ratsfraktion vom 23.01.2004
zur Pflege von Demenzkranken in Düsseldorf (Ö Vorlage 50/ 8/2004) beraten mit dem
Ergebnis, die Inhalte des SPD-Antrages zusammen mit dem Bericht und dem
Ergänzungsantrag in die Gesundheitskonferenz einzubringen.
Die Gesundheitskonferenz und die zuständige Arbeitsgruppe haben sich mit dem Bericht
sowie den Ergänzungsanträgen befasst und sehen den Bericht als Einstieg in die weitere
Bearbeitung und Spezifizierung des Themas durch alle Beteiligten an. Die aufgrund der
politischen Anträge vom Fachausschuss formulierten Maßnahmen werden als sinnvoll
angesehen.
Die Umsetzung soll durch beide Konferenzen in Abstimmung und unter Berücksichtigung
der jeweiligen Rechtsgrundlagen der Konferenzsysteme erfolgen. Auf Vorschlag des
Vorsitzenden der Gesundheitskonferenz - Herrn Beigeordneten Kruse - hat ein
Abstimmungsgespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der beiden Konferenzen
und der jeweiligen Arbeitsgruppen stattgefunden.
Als Ergebnis sind die Aufgaben im Bereich der Gerontopsychiatrie zwischen der
Düsseldorfer Gesundheitskonferenz und der Pflegekonferenz wie folgt abgestimmt
worden:
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Aufgaben mit gemeinsamer Beteiligung:
• Verbesserung der Aus-, Fort- und We iterbildung aller an der geronto-
psychiatrischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen:
< Medizin (Federführung Gesundheitskonferenz)
< Pflege (Federführung Pflegekonferenz)
< Sozialarbeit - außer Gesundheitshilfe (Federführung Pflegekonferenz)
Sozialarbeit - soweit Gesundheitshilfe-/Therapie (Federführung
Gesundheitskonferenz)
< Zusammenarbeit aller Professionen bei der Patientenüberleitung, bezogen
auf Gerontopsychiatrie (Federführung nach Absprache wegen der
Komplexität des Themas)
• Öffentlichkeitsarbeit
Beispiele: Psychosoziales Adressbuch (Federführung Gesundheitsamt)
Pflegeatlas (Federführung Sozialamt)
ggf. gegenseitige Beteiligung
• Einrichtung von Gesprächs- und Betreuungsgruppen für Angehörige und
Pflegebedürftige
'Angehörigengruppen des Sozial Psychiatrischen Dienstes
(Federführung Gesundheitsamt)
•Projekt Betreuungsgruppe, Entlastung, (pflegende) Angehörige,
trägerübergreifend, Einrichtung kurz BEAtE
in Trägerschaft der freien Wohlfahrtspflege *)
Federführung: freie Wohlfahrtspflege in Kooperation mit Sozialamt, bei Bedarf mit
Gesundheitsamt
•Projekt Demenz-Service-Zentrum für die Region Düsseldorf kurz DSZ *)
(Federführung Sozialamt)
*) mit Informationsweitergabe an beide Konferenzen
• Kooperation und Vernetzung zwischen allen Leistungsanbietern
Abstimmungsgespräche zwischen den Konferenzsystemen nach Bedarf
• Anregung von Konzepten für die Versorgung chronisch kranker älterer
Menschen
• Zukunft der integrierten gesundheitlichen Versorgung/ Krankenhausplanung
(Federführung Gesundheitsamt)
Aufgaben der gesundheitlichen Versorgung: (Gesundheitskonferenz)
• Verbesserung der Frühdiagnostik und Diagnostik von psychischen
Erkrankungen im Alter
• Stärkung gerontopsychiatrischer Basiskompetenz bei niedergelassenen Ärzten
u. a. Berufsgruppen
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• Bestandsaufnahme aller Anlaufstellen mit gerontopsychiatrischer Kompetenz*
*) gehört auch zum Projektauftrag des DSZ
Absprache zwischen dem Sozial- und Gesundheitsamt ist vorgemerkt
• Sucht im Alter
• Berücksichtigung der Bedürfnisse psychisch kranker älterer Menschen in der
gesetzlichen Krankenversicherung
• Verbesserung der Dokumentation in der medizinischen Betreuung psychisch
kranker älterer Menschen
Aufgaben der Pflege: (Pflegekonferenz)
• Bedarfsermittlung in der ambulanten Pflege psychisch kranker älterer
Menschen
• Verbesserung der Dokumentation in der gerontopsychiatrischen Pflege
• Weiterentwicklung des Leistungsangebotes in der Pflege im Hinblick auf die
Bedürfnisse psychisch kranker älterer Menschen (bei Bedarf in Kooperation mit
der Gesundheitskonferenz)
• Berücksichtigung der Pflegeproblematik psychisch kranken älteren Menschen
in der Systematik leistungsbegründender Merkmale des Sozialgesetzbuches XI
• Begleitung der Projekte BEAtE und DSZ
Die im CDU/FDP-Antrag formulierten Maßnahmen zur Verbesserung der
Frühdiagnostik von Demenzerkrankungen wurden von der Arbeitsgruppe
Gerontopsychiatrie der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz durch
Fortbildungsveranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte, die von der Ärztekammer
Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein organisiert wurden,
bereits umgesetzt. Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind in Planung.
Mit der Bestandsaufnahme der in der Region Düsseldorf verfügbaren Hilfeangebote
ist im DSZ begonnen worden. Mit einem Flyer werden Ratsuchende und pflegende
Angehörige über Beratungs- und Hilfemöglichkeiten informiert. In diesem Jahr wird
damit begonnen, eine Betreuungsagentur zur Vermittlung Ehrenamtlicher zur
Entlastung in der Pflege zu Hause aufzubauen und einen Wegweiser Demenz zu
erstellen. In der Pflegekonferenz hat die Caritas für Düsseldorf das in Bau befindliche
Pflegeheim in Lörick vorgestellt, in dem nach dem Hausgemeinschaftsmodell
Demenzkranke betreut und gepflegt werden sollen. Im Rahmen der Umsetzung des
Haushaltsbegleitantrages wird auch die Einrichtung von sogenannten „Runden
Tischen" in jedem Stadtbezirk behandelt, was auch vom Seniorenbeirat begrüßt wird.
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Im Rahmen des von den Verbänden betriebenen BEAtE- Projektes werden
ehrenamtliche Helferinnen und Helfer geschult. Über den Fortgang der Projekte wird
in den beiden Konferenzen zeitnah berichtet.
Beratungsfolge:
Gremium
Sitzungsdatu
m
Ergebnis
Ausschuss für Gesundheit und Soziales -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Amt:
Sozialamt / Gesundheitsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Hintzsche /
Beigeordneter Kruse
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