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Beschlussvorlage
Betrifft:
Jugendschützende und -fördernde Aktionen und Projekte - Prävention von Gewalt und
Verwahrlosung - Vergabebeschlüsse
Beschlussdarstellung:
Der Jugendhilfeausschuss beschließt Zuschüsse in Höhe von 176.018 EUR für Projekte
im Rahmen des Aktionsprogramms "jugenschützende und -fördernde Aktionen -
Prävention von Gewalt und Verwahrlosung".
Er nimmt die Anregungen des Arbeitskreises "Vorbeugung und Sicherheit" vom
02.04.2004 zur geschlechtsspezifischen Ausrichtung der Förder ung und zu
ehrenamtlichen Patenschaften im Rahmen der Jugendgerichtshilfe zustimmend zur
Kenntnis.
Sachdarstellung:
Status der Position 4510 76028 - Projekte zur Gewaltprävention bei Jugendlichen:
1. Haushaltsansatz 2004 269.100,00 €
2. Haushaltsausgabereste 2003 269.844,85 €
Summe der Finanzmittel 2004: 538.944,85 €
3. Vertraglich gebundene Mittel 2004 157.000,00 €
d) Sportaktionsbus 107.000,00 €
e) Fanprojekt 50.000,00 €
Zwischensumme 1) der Finanzmittel 2004 Rest 381.944,85 €
4. Zahlungsverpflichtungen aus bereits bewilligten
Zuschüssen aus 2003 - Vornotierung - 137.406,49 €
Zwischensumme 2) der Finanzmittel 2004 Rest 244.538,36 €
5. Empfehlungen des
Arbeitskreises Vorbeugung + Sicherheit v. 02.04.2004 176.018,00 €
Summe der ungebundenen Mittel für Neuanträge 2004 68.520,36 €
Der Arbeitskreis " Vorbeugung und Sicherheit" hat am 02.04.2004 die in der Anlage
zusammengestellten Anträge zur kommunalen Mitfinanzierung von Aktionen und
Projekten zur Gewaltprävention bei Jugendlichen beraten und den beantragten
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Zuschusssummen zugestimmt. Die Gesamtsumme der beantragten Zuschüsse beträgt
176.018 EUR.
Bei der Beratung im Arbeitskreis " Vorbeugung und Sicherheit" wurde deutlich, dass bei
den Aktionen und Projekten stärker als bisher auf eine gemeinschaftliche Zielgruppe von
Mädchen und Jungen statt einer geschlechtsspezifischen Ausrichtung der Angebote
geachtet werden müsse.
Eine finanzielle Förderung ehrenamtlicher Patenschaften im Rahmen der
Jugendgerichtshilfe wird vom Arbeitskreis derzeit abgelehnt. Im Zuge einer
Neukonzeption des Arbeitsfeldes Jugendgerichtshilfe soll dieses Thema erneut beraten
werden.
Alle Projekte sind qualitativ hinsichtlich der Wirkungsorientierung und Nachhaltigkeit nach
Abschluss durch die Veranstalter zu bewerten. Hierzu sollen bei der Bewilligung
Grundlagen vereinbart werden.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Jugendhilfeausschuss 21.04.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt
Alternative:
Keine
Amt:
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Hintzsche
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40 Fachstelle für Gewaltprävention16. Juli 2007
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Mittelvergabe jugendschützender und fördernder Aktionen und Projekte - Prävention von Gewalt und Verwahrlosung
Die nachfolgenden Anträge sind in der Fachstelle eingegangen und werden der Lenkungsgruppe zur Abstimmung vorgelegt:
Freie Träger
:
Arbeiterwohlfahrt e.V.
Berufsbildungszentrum gGmbH
"Gewaltprävention in den Stadtteilen
Mörsenbroich und Rath"
In Kooperation mit dem Jugendamt, JFE Ekkehard-
straße, soll die Vernetzung zwischen Jugendhilfe,
Schule und Sport in den sozialen Brennpunkten des
Schwitzke Geländes, der Mannesmannsiedlung, der
Säckinger Siedlung und der Sahle Siedlung neu
aufgelegt werden.
Unter Einbeziehung der jugendlichen Interessen und
der lebensweltlichen Voraussetzungen, wie sie im
Sozialraum vorgefunden und erlebt werden, soll den
Cliquen, aber auch an einzelnen Kindern und
Jugendlichen Alternativen zu ihrer destruktiven
Freizeitgestaltung angeboten werden. Die Desorien-
tierung der Jugendlichen und der Rückgriff auf
gewaltsame Handlungsmuster verhindern häufig
alternative und gewaltfreie Problemlösungen. In Form
der aufsuchenden Arbeit in Verbindung mit
Methodenvielfalt soll die Ich-, Sozial- und
Lebenskompetenz von Kindern und Jugendlichen
ausgebaut werden, um langfristig und nachhaltig auch
die Anbindung in Regelangebote zu ermöglichen.
Das Projekt lief bereits
und konnte wegen der
fehlenden Weiter-
finanzierung nicht
fortgesetzt werden.
€ 49.00,00
Sachkosten:
€ 9.800,00
-4-
Arbeiterwohlfahrt
Düsseldorf e.V.
"Lebendige Ghettos in Wersten" - Aufsuchende
Straßensozialarbeit
Es handelt sich um die Fortsetzung des seit Septem-
ber 1999 durchgeführten Projektes. Zielgruppen sind
ca. 70 Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren, die
rivalisierenden Cliquen angehören. Durch Street-
work, Vernetzung und Methodenvielfalt (u.a.Konflikt-
training, sportive und kulturelle Aktionen) soll die
Kommunikation angeregt werden, um über den
Kontakt die Konflikte zwischen den rivalisierenden
Gruppen abzubauen.
Honorar:
Sachkosten:
€ 5.000,00
Diakonie in Düsseldorf
Reisholz
"Zivilcourage"
Der Koordinierungskreis Reisholz beabsichtigt
verschiedene Einzelprojekte zum Thema Zivilcourage
durchzuführen:
1. "Rap gegen Gewalt" Musikwerkstatt für Jugendliche
mit dem Ziel, eine gemeinsame CD zu produzieren,
Jugendclub Reisholz
2. Theaterpädagogischer Workshop für Kinder,
Bürgerhaus Reisholz
3. Mitmachtheater für Kinder, Kinder- und Jugend-
bücherei Hassels
Dabei handelt es sich um Folgeprojekte aus dem Jahr
2003, die sich positiv auf die pädagogische Arbeit
ausgewirkt haben und die weiteren Kindern und
Jugendlichen ebenfalls ermöglicht werden soll.
Januar 2004 bis
Dezember 2004
Vorschlag zur
Bewilligung:
Die Rechte an der
produzierten CD sind
der Stadt Düsseldorf zu
übertragen.
€ 4.730,00
(1. € 3.500,00)
3. € 430,00)
€ 4.730,00
-5-
Jugendring/
Düsseldorfer Appell
Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Birkenau
In Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte
Düsseldorf soll für Schülerinnen, Schüler und
Auszubildende des Franz-Jürgens-Berufskollegs eine
Fahrt in die Gedenkstätten stattfinden. Über
Führungen, Reflexionen, Gespräche mit Zeitzeugen
und dem Besuch einer Synagoge wird die
Auseinandersetzung mit den Verbrechen des NS-
Regimes gesucht. Die Jugendlichen sollen zu
verantwortlichen und demokratischen Handeln ermutigt
werden und Vorurteile abbauen.
07.10.2004 bis
12.10.2004
Kabawil e.V.
Mitglied des Deutschen
Paritätischen
Wohlfahrtsverbands
hungryfeet.de
Streetdance -Tanztheaterprojekt für Jugendliche von
13-18 Jahren
Modifizierter Antrag, Beschreibung und Einschätzung
durch die Fachstelle - siehe Anlage
Ende März 2004 - Ende
Dezember 2004
davon wurden
bereits durch
andere
Institutionen als
Zuschuss
bewilligt.
-6-
Kinder- und Jugendtheater
Düsseldorfer Schauspielhaus
"Gewalt - Sprache - Körpersprache"
Die Theaterstücke „Der Schwächere" und „Ich knall
euch ab" des Kinder- und Jugendtheaters Düsseldorf
thematisieren die Entstehung von Gewalt. Es gibt eine
große Nachfrage von Schulen nach vertiefender
Begleitung, theaterpädagogischer Nachbereitung und
Fortbildung. Der Antrag bezieht sich auf:
1. die Nachbereitung der Theaterstücke in
zweistündigen Workshops an 15 Schulen durch
externe Theaterpädagoginnen und -pädagogen.
2. die Durchführung einer halbjährigen theaterpäda-
gogischen Fortbildung für pädagogische Fachkräfte
aus Schule und Jugendhilfe zu Sprache, Körper-
sprache und Vermittlung von Deeskalationstechniken.
In Kooperation mit der Fachstelle für Gewaltprävention
werden Moderator/innen ausgebildet, die vernetzt und
kostenneutral nachbereitende Workshops in Schule
und Jugendhilfe zukünftig anbieten.
April 2004 - Juni 2005€ 41.965,00 € 17.565,00
Stadt Düsseldorf:
Jugendförderung
"Streetwork unter Migrationsjugendlichen aus den
ehemaligen GUS Staaten"
Ziel ist, die aufsuchende Arbeit mit ca. 80
Migrationsjugendlichen weiter auszubauen. Die bereits
entstandenen Kontakte und die konkreten Freizeit- und
Beratungsangebote sollen über Honorarkräfte aufrecht
erhalten und verstärkt werden, insbesondere die
Angebote für Mädchen. Die Anbindung an die JFE
Altenbrückstraße gewährleistet langfristig und nach-
haltig die Orientierung der Jugendlichen zum
Regelangebot.
Januar 2004 bis
Dezember 2004
Materialkosten:
-7-
Jugendfreizeiteinrichtung
Ulmenstraße
Antiaggressionsprojekt zur Gewaltprävention
"Mut tut gut, doch wohin mit meiner Wut"
Ziele sind die Förderung der Konfliktfähigkeit, Stärkung
des Selbstbewusstseins und die aktive Auseinander-
setzung mit den Erscheinungsformen von Gewalt. Das
Anti-Aggressionstraining soll wöchentlich für 10-12
Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren, die regelmäßig
die JFE Ulmenstraße besuchen, angeboten werden.
Juni 2004
4 Trainingseinheiten
€ 300,00
Jugendfreizeiteinrichtung "V24"
Velberter Straße
Hiphopworkshop für Jungen
Für ca. 15 Jungen im Alter von 12 - 16 Jahren soll
wöchentlich ein Breakdance-Workshop in Kooperation
mit dem Tanzhaus durchgeführt werden.
Die Bildung einer festen Gruppe mit den Stilmitteln der
Jungen, Tanz und HipHop, soll den Rahmen schaffen,
in dem Solidarität erlebt und auf ein gemeinsames Ziel
hingearbeitet wird. Vertrauen, eigene und fremde
Grenzen, kreative Ausdrucksmöglickeiten, Selbstwert
und interkulturelles Erleben soll die Jungen in ihrer Ich-
Sozial- und Lebenskompetenz fördern. Die pädago-
gische Begleitung der Mitarbeiter der V 24 sichern die
langfristige und nachhaltige Anbindung und
Auseinandersetzung.
April - Dezember 2004€ 2.762,00 € 1.635,00
€ 1.260,00
Sachkosten:
€ 375,00
-8-
Tageseinrichtungen für Kinder
"FAUSTLOS" - Kindergarten
Fortbildung und Einführung in das Curriculum für
Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesein-
richtungen.
Impulsives und aggressives Verhalten bei Kindern im
Vorschulalter wird nachweislich durch das Curriculum
vermindert und soziale und emotionale Kompetenz
gesteigert. Evaluierte positive Erfahrungen mit dem
Programm sind im Grundschulbereich gegeben. Auf
Anregung des Arbeitskreises "V&S" wird das
Programm zunächst in sieben Modelleinrichtungen
implementiert.
Ab Frühjahr 2004€ 5.685,00 € 5.685,00
Schulen:
Paul-Klee-Schule
Städt. Kath. Grundschule
Gerresheimer Straße
Stadtmitte
Anti-Aggressionstraining "Fair-Play"
In Kooperation mit dem Verein "Sportgeister" werden
wöchentlich Trainings für verhaltensauffä llige Kinder,
die zu gewalttätigen Konfliktlösungen neigen, ange-
boten.
Ziel ist das eigene Verhaltensrepertoire in Konflikt-
situationen zu modifizieren und ein pro-soziales
Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen zu erlernen.
Das Angebot findet im Rahmen der Schule statt.
Schuljahr 2004/2005€ 1.800,00
2004:
€ 900,00
2005:
€ 900,00
€ 1.500,00
Honorar:
€ 1.500,00
Insgesamt: € 176.018,00
-9-
Der nachfolgende Antrag wird nicht zur Abstimmung vorgeschlagen, da unseres Erachtens die Antragsbedingungen nicht eingehalten
wurden:
Zuschuss
Arbeiterwohlfahrt e.V.
Familienglobus gGmbH
einstimmig abgelehnt
"Ehrenamtliche Paten" für nichtdeutsche
straffällige Jugendliche und Heranwachsende
In Kooperation mit dem Aktivgelände Wersten
sollen Mehrfach- und Intensivtäter durch
Einbeziehung von "Paten" der gleichen Ethnie
stabilisiert und reintegriert werden. Das Angebot
soll die jungen Täter bewegen, ihre schulische-,
berufliche- und Lebensperspektive positiv und
nachhaltig zu verändern und ihre Verantwortung
wahrzunehmen. Eine Koordinatorin wird die
Paten unterstützen und pädagogisch begleiten
sowie Kontakte zu Gerichten, der Polizei, der
Jugendgerichtshilfe und dem Ausländerbeirat
herstellen.
Mai 2004 - April 2006
Nach Rücksprache mit
der Ausländer-
koordinatorin der
Stadt Düsseldorf /
Projektgruppe
Integration sollte die
inhaltliche Planung
des Projektes
modifiziert werden.
Darüberhinaus ist
nicht abzusehen,
welche Mittel in 2005
und 2006 zur
Verfügung stehen.
Daher ist eine
Bewilligung dieses
Antrages zum jetzigen
Zeitpunkt nicht
empfehlenswert.
für 2004:
für 2004: