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Title: S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\61_ 167_2004_20301.wpd
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00071652.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 13:12:02 GMT
Number of Pages: 6
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Ö Vorlagen - Nr. 61/ 167/2004
Seite 1 von 6 Stand: 20.10.2004, Anlage zur Vorlage Nr. 61/167/2004
Beschlussvorlage Betrifft:
Konrad-Adenauer-Platz Teilnahme am Landeswettbewerb Stadt macht Platz - NRW macht Plätze
Beschlussdarstellung:
” BV 1, 3 Die Bezirksvertretung nimmt Kenntnis von dem Inhalt der Vorlage.
” OVA Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung im Rahmen seiner Vorberatung gemäß § 12 Abs. 2 der Zuständigkeitsordnung eine vorlagegemäße Beschlussfassung.
” APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt - vorbehaltlich der Empfehlung des OVA - die Teilnahme der Stadt Düsseldorf am Landeswettbewerb “Stadt macht Platz - NRW macht Plätze” mit dem Konrad-Adenauer-Platz und beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung der Bewerbungsphasen gemäß der vorgestellten Vorgehensweise und Zeitplanung.
Sachdarstellung: I. Konrad-Adenauer-Platz - Bestandssituation und aktuelle Entwicklungen
Der Konrad-Adenauer-Platz - zuletzt umgebaut 1986 - ist als “Visitenkarte” und wichtigster Begrüßungsplatz vor dem Hauptbahnhof in die Jahre gekommen und wird den vielfältigen Nutzungs- und Gestaltanforderungen nicht mehr gerecht. Das Bahnhofsgebäude von 1932-1936 gehört mit seiner kubistischen Gliederung und dem Uhrenturm zu den bedeutendsten Bahnhofsgebäuden des Backsteinexpressionismus in Deutschland und steht unter Denkmalschutz (Fassade). Verschiedene Initiativen und aktuelle Planungsansätze bestätigen den dringenden Handlungsbedarf. Darunter unter anderem die PLATZDA-Ideenbörse 07/2001, die Anliegerkonferenz Graf-Adolf-Straße 11/2002, der BDA-Workshop 04/2003 und der Lichtmasterplan Düsseldorf. Im Bahnhofsumfeld sind bereits einige Projekte zur Gestaltverbesserung des öffentlichen Raumes in der konkreten Planung bzw. in der Umsetzung. - Der Worringer Platz wird Ende 2004 fertig gestellt, - die Installation des Lichtprojektes Unterführung Erkrather Straße ist in 12/2004 vorgesehen, - es werden in den nächsten Jahren vereinzelte Aktivitäten zur Aufwertung der Graf-Adolf-Straße und ihren Plätzen folgen, - die Planung zum Bau einer Fahrradstation im Bereich der Willi-Becker-Allee RSD AllVorlg.WPT Ö Vorlagen - Nr. 61/ 167/2004
Seite 2 von 6 Stand: 20.10.2004, Anlage zur Vorlage Nr. 61/167/2004 befindet sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium. Hier sollen ca. 450 betreute Fahrradstellplätze realisiert werden. Unabhängig davon werden mittelfristig am Bahnhofsvorplatz ( Ko n r a d - Ad e n a u e r - Pl a t z) weitere Fahrradstellplätze in einer Größenordnung von ca. 200 Stellplätzen als notwendig angesehen. Eigentümerin des Konrad-Adenauer-Platzes ist zu ca. 95% die Deutsche Bahn AG. Diese Tatsache setzt voraus, dass die Vertreter der DB AG den Entwicklungsprozess befürworten und einvernehmlich in alle Planungsaktivitäten eingebunden werden. Erste Gespräche mit dem Bahnhofsmanagement, DB Station & Service AG in Düsseldorf, haben ergeben, dass in Kürze Umstrukturierungen im Inneren des Bahnhofs vorgenommen werden. Die Notwendigkeit zur Entwicklung des Vorplatzes wird bestätigt. Weiterhin besteht von Seiten der DB AG die Erwartung, dass sich zur Optimierung des Außenbereiches die Stadt Düsseldorf an Planung und Umsetzung einer Umgestaltung beteiligt. Die zunehmenden Verpachtungsinteressen durch die DB AG auf dem Vorplatzbereich und die vermehrte Aufstellung von Buden führt zu einer Überfrachtung mit wahllos zusammengestellten Ausstattungselementen. DB AG und Stadt Düsseldorf sind sich darin einig, dass Klärungsbedarf z. B. bezüglich der Art, Anzahl, Ausstattung und Gestalt der Verkaufsstände besteht.
II. Einbindung in die Aktion PLATZDA!
Die Stadt Düsseldorf verfolgt seit längerer Zeit - nicht zuletzt mit der Aktion PLATZDA! -die Aufwertung des öffentlichen Raumes. Ziele sind dabei zum einen die Erarbeitung von Handlungskonzepten und Planungen zum Umbau von Plätzen und zum anderen die Belebung von Plätzen.
III. Landeswettbewerb “Stadt macht Platz - NRW macht Plätze”
Die Auslobung des Landeswettbewerbes “Stadt macht Platz - NRW macht Plätze” ist ein Modellvorhaben des Landes NRW und hat zum Ziel, Anstöße für einen innovativen Umgang mit dem öffentlichen Raum zu geben. Neben qualitätsorientierter Gestaltung und Nutzung sollen eine neue Stadt- und Platzkultur und zeitgemäße Nutzungsformen erprobt werden. Gefördert werden Projekte, die einen innovativen Planungsprozess vorsehen, kreative Gestaltung und Nutzung aufweisen und Bewusstseinsschärfung für den öffentlichen Raum erreichen. Der Konrad-Adenauer deckt sich mit den Anforderungen und Wettbewerbszielen des Landeswettbewerbes in idealer Weise. Er ist durch seine Bedeutung, seine Funktion, die Vielfalt der Akteure, die Gestaltungserfordernis, die bisherigen planerischen Bemühungen und den Sanierungsbedarf prädestiniert für eine Bewerbung im Rahmen des Landeswettbewerbes “Stadt macht Platz - NRW macht Plätze”. Der Landeswettbewerb wird in zwei Phasen durchgeführt:
Phase 1: Die Bewerbung der Phase 1 enthält die Begründung für die Auswahl des Platzes und die Darstellung der grundsätzlichen Konzeption des Verfahrens. Im Dezember 2004 werden die Städte und Projekte zur weiteren Bearbeitung (Phase 2) ausgewählt.
Phase 2: Innerhalb dieser Phase wird durch die ausgewählte Stadt ein Entwurf des Platzes im Rahmen eines offenen Verfahrens erstellt. Dieser Entwurf wird beim Land im Ö Vorlagen - Nr. 61/ 167/2004
Seite 3 von 6 Stand: 20.10.2004, Anlage zur Vorlage Nr. 61/167/2004 Juni 2005 zur weiteren Förderung eingereicht. Im August 2005 wird entschieden, welche Projekte eine Landesförderung erhalten.
IV. Bewerbung der Stadt Düsseldorf
Im Rahmen der Ziele des Landeswettbewerbes wird vorgeschlagen, zum einen eine groß angelegte Auftaktveranstaltung mit Beteiligung aller Akteure und zum anderen einen Planungswettbewerb durchzuführen. Aus diesem Wettbewerb geht der Entwurf für den Platz hervor, der im Juni 2005 beim Land zur Förderung eingereicht werden soll. Die Schritte des Verfahrens sind wie folgt geplant:
1. Geltungsbereich (vgl. Deckblatt der Vorlage) Der Geltungsbereich innerhalb der Bewerbung des Landeswettbewerbes umfasst: a. den Platzbereich des Konrad-Adenauer-Platzes bis zu den gegenüberliegenden Fassaden b. die Nebengebäude im Süden im Anschluss an den Uhrenturm (z. Z. Bundesgrenzschutz) c. die Brache der Auto-Reisezug-Anlage südlich des Hauptbahnhofes d. das Grundstück mit Landesrechnungshof und Finanzamt Düsseldorf-Mettmann (Harkortstr. 2, Graf-Adolf-Str. 93 und Konrad-Adenauer-Platz 13)
2. Ziele der Entwicklung und Bauabschnitte
Hauptziele für die Entwicklung des gesamten Areals sind: - Definition und Abstimmung der Funktionen - Neuordnung der Gestaltungs- und Funktionselemente - Schaffung von Aufenthaltsqualität - Städtebauliche Entwicklung Da der Platz im Süden untrennbar mit dem Landesgrundstück verzahnt ist und eine unabhängige Entwicklung von Freifläche und Städtebau nicht vorstellbar ist, wird der Geltungsbereich und die Bearbeitung innerhalb des Planungswettbewerbes an dieser Stelle um die Entwicklung des Städtebaus erweitert. Die Förderung im Rahmen des Landeswettbewerbes bezieht sich zwar nur auf die Freifläche des Platzes, der Entwurf als Ergebnis des Planungswettbewerbes formuliert aber die grundsätzlichen städtebaulichen Entwicklungsziele, die - unabhängig von der reinen Freiflächengestaltung - in Bauabschnitten umgesetzt werden können.
3. Bausteine Auftaktveranstaltung und Wettbewerb Auftaktveranstaltung 01/2005
Die groß angelegte Veranstaltung erstreckt sich über mehrere Tage und wird aus verschiedenen Bausteinen bestehen. Dazu gehören unter anderem - eine Reihe von Stadtspaziergängen “rund um den Konrad-Adenauer-Platz”. Künstler, BDA, Bahnhofsmanagement, Stadtverwaltung, Anlieger führen zu verschiedenen Themen, machen die Nutzungsvielfalt und Sichtweisen auf den Platz deutlich und erläutern die aktuellen Entwicklungen und Probleme im Umfeld des Bahnhofs Ö Vorlagen - Nr. 61/ 167/2004
Seite 4 von 6 Stand: 20.10.2004, Anlage zur Vorlage Nr. 61/167/2004 - eine Ideenbörse aller Nutzungsgruppen dient der Meinungsforschung, die in das Profil des Planungswettbewerb eingeht - durch Interviews auf dem Platz werden Meinungsbilder aller Nutzungsgruppen auf dem Platz gesammelt. - im Rahmen einer Podiumsveranstaltung mit Vertretern des Landes und aller Akteure werden die Ziele der Entwicklung zusammengefasst und diskutiert Ö Vorlagen - Nr. 61/ 167/2004
Seite 5 von 6 Stand: 20.10.2004, Anlage zur Vorlage Nr. 61/167/2004 - die geplante Bahnhofskonferenz der DB Station + Service Düsseldorf wird als Baustein in diese Veranstaltungsreihe integriert und verdeutlicht die enge Zusammenarbeit zwischen Bahn und Stadt - ein “Auftaktfest” schließt die Auftaktveranstaltung ab
Wettbewerb ab 02/2005
Ein begrenzt offener Wettbewerb nach RAW setzt 5 interdisziplinäre Teams aus Stadtplanung, Architektur, Freiraumplanung und Kunst fest. 15 weitere Teams werden zugelost. Die Hinzuziehung eines Verkehrsplaners wird jedem Team empfohlen. Nach Durchführung des Wettbewerbs werden die Entwürfe in der Politik beraten und der Bürgerschaft vorgestellt.
4. Organisation und Betreuung der Bausteine
Die Organisation und Betreuung der genannten Veranstaltungen und des Wettbewerbes werden an ein externes Büro vergeben. Diese externe Beauftragung ist erforderlich aufgrund des vorgegebenen straffen Zeitplans und der Terminvorgaben des Landes. Bis Januar 2005 müssen die Veranstaltungen vorbereitet werden. Neben den inhaltlichen Themen wie Auslobungstext etc. führt die Bearbeitung bis zur Suche der Räumlichkeiten, der Organisation des Catering usw. Diese Aufgaben können durch die Verwaltung allein nicht geleistet werden. Von 6 angeschriebenen Büros haben 5 ihr Angebot abgegeben. Nach fachlicher und rechnerischer Prüfung wurde daraus das Büro Niemann + Steege mit dem günstigsten Angebot ausgewählt. Die wesentlichen Auswahlkriterien waren dabei Preis, Flexibilität und Umfang der angebotenen Leistungen im Rahmen einer Bearbeitungskonzeption. Durch den zweiphasigen Ablauf des Landeswettbewerbes, ist es notwendig, die Beauftragung in zwei Teilen vorzunehmen: 1. Teil Vorbereitung der Inhalte, Veranstaltungen und des Wettbewerbes 2. Teil Durchführung der Veranstaltungen und des Wettbewerbsverfahren
5. Zeitplanung
Die Zeitplanung ist wie folgt vorgesehen:
PHASE I PHASE II Sept. 04 Okt. 04 Nov. 04 Dez. 04 Jan. 05 Feb. 05 März 05 April 05 Mai 05 Juni 05 Juli 05 Aug. 05 Sept. Okt. 05 etc. Ö Vorlagen - Nr. 61/ 167/2004
Seite 6 von 6 Stand: 20.10.2004, Anlage zur Vorlage Nr. 61/167/2004 .................... Beauftragung “externe Betreuung”, Teil 1 ............................... November APS / OVA / BV1 / BV 3, Kenntnisgabe, Beschluss Gesamtszenario ....................................... Abgabe Wettbewerbsbeitrag “Stadt macht Platz” Phase 1
................................................ Jury “Stadt macht Platz” Phase 1, 17.12.2004 _________________________________________________________________________________________________ .............................................................. Beauftragung “ ext. Wettbewerbsbetreuung” über Dringlichkeitsbeschluss ................................................................... Auftaktveranstaltung “Stadt macht Platz”, evtl. Veranstaltungsreihe, Führungen, .......................................................................... Bahnhofskonferenz 19.01.2004 .................................................................................... Start Planungswettbewerb Bearbeitungsphase ............................................................................................ Planungswettbewerb Kolloquium ..................................................................................................... Abgabe der Ergebnisse / Vorprüfung ............................................................................................................ Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe (anonym) .................................................................................................................. Jury ...................................................................................................................... April APS / OVA / BV1 / BV 3 Vorlage: Entwurf ............................................................................................................................ Bearbeitung Realisierungsergebnis ........................................................................................................................................ Vorbereitung Realisierung .............................................................................................................................................. Abgabe Entwurf - Phase 2
...................................................................................................................................................................... Jury NRW ...........................................................................Abschlussveranstaltung “Stadt macht Platz ...” ist im September 2005
6. Politische Beteiligung und Beschlüsse
Durch den straffen Zeitplan müssen externe Aufträge kurzfristig vergeben werden. Die Ausschüsse APS und OVA beschließen bei Vergaben von Leistungen an Externe im Rahmen ihrer Zuständigkeiten durch Dringlichkeitsbeschlüsse. Innerhalb der Veranstaltungen und während der Wettbewerbsdurchführung übernehmen Vertreter aller Fraktionen wichtige Aufgaben (Podium, Jury, Preisgericht). Die politischen Gremien werden über den Fortlauf des Verfahrens informiert.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 17.11.04 -/- 2Ordnungs- und Verkehrsausschuss -/- 1 -/-2Bezirksvertretung 1 -/- 1 -/-2Bezirksvertretung 3 -/- 1 -/-21) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Alternative:
Keine
Amt:
Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin RSD AllVorlg.WPT