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Beschlussvorlage
Betrifft:
Konrad-Adenauer-Platz
Kooperatives Workshopverfahren
Beschlussdarstellung:
' BV 1 Die Bezirksvertretung nimmt Kenntnis von dem Inhalt der Vorlage.
' APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die
Durchführung eines kooperativen Workshopverfahrens für den Konrad-
Adenauer-Platz entsprechend den nachfolgenden Ausführungen.
Sachdarstellung:
1. Rückblick
In der APS-Sitzung am 17.11.2004 wurde die Verwaltung beauftragt, einen begrenzt
offenen Wettbewerb mit Realisierungsteil (Platzfläche) und Ideenteil (ehemalige Auto-
Reisezug-Anlage) durchzuführen. 5 interdisziplinäre Planungsteams aus den Disziplinen
Stadtplanung, Architektur und Freiraumplanung wurden gesetzt (Beschluss 21.12.2005 )
und 15 weitere Teams zugelost. Die Hinzuziehung eines Verkehrsplaners wurde
empfohlen. Die Wettbewerbsaufgabe wurde in einem ausführlichen Auslobungstext
(Beschluss 19.01.2005) zusammengefasst. 20 Arbeiten wurden abgegeben. Das
Preisgericht hat in seiner Sitzung am 21.04.2005 einstimmig entschieden, keine Preise zu
vergeben. Maßgeblich für diese Entscheidung war die Tatsache, dass keiner der Entwürfe
die gestalterischen und die funktionalen Anforderungen in angemessener Weise
zusammenführen konnte. Auch die Möglichkeit, mit einem Teil der Entwürfe in eine
Überarbeitungsphase zu gehen, hat das Preisgericht nach intensiver Diskussion
verworfen, da in allen Fällen zu erwarten war, dass in einer Überarbeitung die jeweilige
Grundidee des Entwurfs nicht mehr zu halten sein würde. Die weitere Teilnahme am
Landeswettbewerb "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze" wird aus Sicht des
Preisgerichtes durch den Ausgang des Wettbewerbs in Frage gestellt. Die Preisgelder
von 28.000 € wurden entsprechend den Bedingungen der RAW an die 10 Verfasser des
zweiten Rundgangs zu gleic hen Teilen ausgeschüttet. Damit ist das
Wettbewerbsverfahren formal abgeschlossen und der Auslober in der weiteren Verfolgung
der Planungsaufgabe in seiner Entscheidung frei.
2. Kooperatives Workshopverfahren
Unabhängig vom unbefriedigenden Ausgang des Wettbewerbsverfahrens besteht
weiterhin aus Sicht der Stadt das Erfordernis und der Wille zur Neugestaltung dieses
wichtigen Platzes. Inhaltlich anknüpfend an die nach wie vor zutreffende Aufgabenstellung
soll daher unter Auswertung der aus dem Wettbewerbsverfahren gew onnenen
Erkenntnisse ein kooperatives Workshopverfahren für den Konrad-Adenauer-Platz
durchgeführt werden.
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Dabei sollen die im Preisgericht positiv herausgestellten Ansätze der räumlichen
Gestaltung des Platzes aufgegriffen und in neuen Entwürfen durch drei Planungsteams
weiter untersucht und ausgearbeitet werden. Die durch das Preisgericht festgestellten
funktionalen und verkehrlichen Mängel werden durch den kooperativen Prozess in
enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachleuten vermieden. Weiterhin ist
nunmehr ein Verkehrsplaner je Team verpflichtend erforderlich. Eine Analyse der
Wettbewerbsergebnisse hat gezeigt, dass das unbefriedigende Ergebnis nicht darauf
zurückzuführen ist, dass wesentliche Rahmenbedingungen in der ausgelobten
Aufgabenstellung gefehlt hätten. Vielmehr lagen die Schwierigkeiten in der Komplexität
der Verbindung einer überzeugenden städtebaulich-räumlichen Gestaltung des Platzes
mit der Erfüllung der bestehenden verkehrlichen Anforderungen. Deshalb behalten die
Rahmenbedingungen und formulierten verkehrlichen Anforderungen aus der Auslobung
des Wettbewerbsverfahrens ihre Gültigkeit. Für die weitere Bearbeitung werden die
verkehrlichen Rahmenbedingungen und die festgestellten typischen Fehlerquellen aus
den Entwürfen des Wettbewerbs ergänzend geschärft herausgearbeitet und plakativ
dargestellt, um den Entwurf-Teams ein verbessertes H andwerkszeug für die
Entwurfserarbeitung zur Verfügung zu stellen.
Im Rahmen des Ideenteils des Wettbewerbsverfahrens wurden Anregungen für einen
Umgang mit dem BLB/Vivico-Areal aufgezeigt. Als vorrangiges Ziel des vertiefenden
Workshops soll jedoch ausschließlich die Platzfläche betrachtet werden. Der frühere
Ideenteil wird daher im Rahmen des kooperativen Workshopverfahrens ausgeklammert.
Durch die Definition einer Schnittstelle wird der Anschluss einer Neubebauung an die neu
zu gestaltende Platzfläche erbracht.
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Teams
Zur Teilnahme an dem kooperativen Workshopverfahren sind 3 neue Teams aufgefordert,
die sich bereits für das Wettbewerbsverfahren beworben hatten, nicht ins Verfahren gelost
wurden und sich durch ihre beigelegten Referenzen bezüglich bedeutender Freiräume
oder Plätze für die Aufgabe qualifizieren:
1. Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, Berlin / David Chipperfield, Berlin
2. W + P Landschaftsarchitekten Berlin, Knoche Architekten, Stuttgart
3. Atelier Dreiseitl, Überlingen / Schilling Architekten, Köln
Die Hinzuziehung eines Verkehrsplaners ist nunmehr zwingend erforderlich. Die
Zusammenarbeit mit weiteren Fachplanern oder Künstlern ist den zur Teilnahme
aufgeforderten Teams freigestellt. Diese sind namentlich zum Verfahrensbeginn zu
nennen.
Verfahrensablauf, Beteiligung der Öffentlichkeit (s. auch Anlage 1)
In einem Startermin mit allen Teams, der Empfehlungskommission sowie Fachleuten aus
den berührten Ämtern der Stadtverwaltung wird die Aufgabenstellung gemeinschaftlich
intensiv erörtert. In Zwischenpräsentationen stellen die Teams ihre Entwurfsideen vor
und diskutieren diese mit den anwesenden Fachleuten und Mitgliedern der
Empfehlungskommission. Die Zwischenpräsentationen erfolgen ohne Beteiligung der
Öffentlichkeit, da hier insbesondere die Lösung technischer und funktionaler Detailfragen
im Vordergrund steht. Die seitens der Landeshauptstadt Düsseldorf gepflegte intensive
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung ist durch verschiedene
Veranstaltungen im Rahmen des vorangegangenen Wettbewerbsverfahrens in einer
ersten Stufe erfolgt. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung liegen den Teilnehmern und
der Empfehlungskommission vor. Nach Abgabe der Entwürfe werden diese auf
Einhaltung der formulierten inhaltlichen Vorgaben geprüft. Anschließend erfolgt eine
öffentliche Schlusspräsentation der Entwürfe durch die Teams. Die
Empfehlungskommission beurteilt in nichtöffentlicher Sitzung die Beiträge und schlägt
einen Beitrag zur Umsetzung vor.
Empfehlungskommission
Am Ende des kooperativen Workshopverfahrens soll eine Kommission eine der zu
entwickelnden Entwurfsarbeiten zur Realisierung empfehlen. Die Empfehlungskommision
setzt sich aus folgenden Personen zusammen:
Vertreter und Vertreterinen der Landeshauptstadt Düsseldorf:
- Oberbürgermeister Joachim Erwin (Stellvertreter: N.N.)
- Dr. Gregor Bonin (Stellverteter: N.N.)
- Richard Erben, Leiter Amt 61 (Stellvertreter: Dirk Baackmann)
- Andrea Blome, Leiterin Amt 66 (Stellvertreter: Michael Klöckner)
- CDU-Fraktion im Stadtrat: N.N., Stellvertreter: N.N.
- SPD-Fraktion im Stadtrat: N.N., Stellvertreter: N.N.
- Bündnis 90/Grüne-Fraktion im Stadtrat: N.N., Stellvertreter: N.N.
- FDP-Fraktion im Stadtrat: N.N., Stellvertreter: N.N.
Externe Fachleute
- Prof. Petzinka (Stellvertreter: Prof. Ringel, RKW), Architekt
- Dr. Kipar (Stellvertreter: N.N.), Landschaftsarchitekt
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Vertreter der DB Station & Service AG (Grundstückseigentümerin):
- Bernhard Hansen, Vorstand Betrieb/Entwicklung (Stellvertreter: Jörg Seelmeyer,
Bahnhofsmanager)
Betreuung des Verfahrens
Da das kooperative Workshopverfahren als Fortführung des durchgeführten begrenzt
offenen Wettbewerbes anzusehen ist, wird für die Betreuung ebenfalls die Niemann +
Steege GmbH beauftragt. Die Niemann + Steege GmbH unterstützt die Verwaltung bei der
Koordination des gesamten Verfahrens. Vorbereitende Leistungen wurden im vorherigen
Verfahren bereits erbracht. Dadurch ist gewährleistet, dass eine zeitnahe Umsetzung des
Verfahrens erfolgen kann.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 15.06.2005 -/-
2
Bezirksvertretung 1 -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt
Alternative:
Keine
Amt:
Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin
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Anlage 1
Verfahrensablauf des kooperativen Workshopverfahrens
Termin Zeitpunkt Beteiligte
Beschluss APS 15.06.2005
APS, Verwaltung
Versand Unterlagen an Teamsab 16.06.2005 Verwaltung
Kenntnisnahme BV 1 24.06.2005
BV 1, Verwaltung
Starttermin 01.07.2005 Teams, Empfehlungskommission,
1. Zwischenpräsentation 01.08.2005 Teams, Empfehlungskommission,
2. Zwischenpräsentation 23.08.2005 Teams, Empfehlungskommission,
Abgabe der Arbeiten 07.09.2005
Teams
Inhaltliche Prüfung bis 21.09.2005 Verwaltung, Niemann + Steege
Abschlussveranstaltung mit
öffentlicher
Schlusspräsentation
26.09.2005 Öffentlichkeit, Teams,
Empfehlungskommission,
Sitzung der
Empfehlungskommission
07.10.2005 Empfehlungskommission,