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Title: Vorlage 66/ 11/2019
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00332092.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 13:39:55 GMT
Number of Pages: 3
Markdown Content:
Vorlage 66/ 11/2019
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> RSD Vorlage
X öffentlich nicht öffentlich
## Beschlussvorlage
Betrifft:
Konzept Fahrradhäuschen
Beschlussdarstellung:
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschließt die Beibehaltung der Schaffung von dauerhaften privaten Fahrrad-Abstellanlagen im öffentlichen Raum durch Fahrradhäuschen im Rahmen eines Förderprogramms. Zum Einsatz kommen sollen
– je nach Antrag und Realisierbarkeit – vorläufig entweder das bisherige Modell
„Düsseldorfer Fahrradhäuschen“ oder das Modell „Sund“.
Die Begrenzung auf 10 Häuschen jährlich wird aufgehoben; es werden pro Jahr insgesamt maximal 200.000,- Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt.
Die Förderung erfolgt grundsätzlich nur im Rahmen vorhandener Haushaltsmittel und nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge.
Die Warteliste sowie neue Anträge werden wie folgt abgearbeitet:
Der Zuschuss je Fahrradhäuschen beträgt – entsprechend dem Beschluss des Ausschusses vom 23.11.2016 - 90 % der Kosten für Herstellung, Transport und Montage für die ersten 10 Häuschen seit Beginn des Förderprogramms (2017).
Weitere genehmigungsfähige Häuschen werden innerhalb des jährlichen Maximal-Förderrahmens mit 80 % der v.g. Kosten im Jahr 2019 bezuschusst, 70 % im Jahr 2020, 60 % in 2021, und 50 % ab dem Jahr 2022.
Sachdarstellung:
In der Sitzung des Ausschusses am 23.11.2016 hat der Ausschuss zu Drucksache 66/51/2016 die Genehmigung und Bezuschussung der Fahrradhäuschen auf 10 Häuschen begrenzt und die Verwaltung aufgefordert, Alternativen zum von der Verwaltung beim Architekt urbüro Fritschi beauftragten Modells „Düsseldorfer Fahrradhäuschen“ zu entwickeln. Berücksichtigt werden sollten dabei möglichst ein
dezenteres Erscheinungsbild, eine geringere Höhe zur Vermeidung von Sichtblockaden und eine generelle Anpassung an die vorhandene Stadtbildgestaltung.
Die Prüfung der Alternativen ist aus Anlage 1 ersichtlich. Ähnlich wie bei der Suche eines Herstellers für das Fritschi-Modell wurden auch für das Alternativmodell verschiedene mögliche Hersteller angefragt, die letztlich kein Interesse an der Entwicklung eins solchen Modells hatten bzw. sich gar nicht zurückgemeldet haben. Deshalb wurde der Markt auch auf bestehende Modelle geprüft.
Hierbei muss auch berücksichtigt werden, dass in Bezug auf die Stabilität und damit verbundene Diebstahlsicherheit im öffentlichen Raum höhere Anforderungen an ein Modell gestellt werden als auf einem Privatgrundstück.
Festzuhalten ist, dass nicht alle gewünschten Anforderungen in einem Modell zu verwirklichen sind.
So wurde beispielsweise das Fritschi-Modell in seinen Maßen eigens dafür entwickelt, auch im knappen öffentlichen Raum speziell in allen Parkständen aufgestellt werden zu können. Außerdem wurde eine flexible Innenaufteilung gewählt, um auch Lasten- oder Sonderräder unterbringen zu können. Vorlage 66/ 11/2019
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In der Praxis hat sich herausgestellt, dass die Aufstellung wegen der Höhe, Sichtbehinderungen oder Verschattung nicht überall möglich ist. Die hohe Zahl vorliegender Anträge zeigt aber grundsätzlich, dass eine Nachfrage für dieses auch recht stabile Modell besteht.
Die alternativen am Markt befindlichen Modelle gehen von ihren Maßen her immer über eine Parkstandsgröße hinweg. Die Fahrräder werden darin nicht aufgehängt sondern allenfalls etwas höhenversetzt angeordnet, was damit die volle Länge eine Fahrrades von rd. 2 m erfordert. Damit sind eine Aufstellung teils auf dem Gehweg, teils auf dem Parkstand und eine entsprechende Herstellung eines Bodens im Fahrradhäuschen und höhenverstellbare Füße erforderlich.
In dieser Hinsicht muss das empfohlene Model l „Sund“ noch nachgerüstet werden,
was auch den Preis noch verändern wird.
Im Modell „Sund“ können keine Lasten -/Sonderräder untergebracht werden und es
ist aus etwas weniger robustem Material gebaut wie das „Düsseldorfer Fahrradhäuschen“.
Die Fachgruppe Radverkehr hat der Verwaltung empfohlen, eventuelle weitere Modelle, die z.B. von Bürgern oder Firmen entwickelt oder beantragt werden, nach den Kriterien für den öffentlichen Raum und den eingangs genannten Vorgaben des Ausschusses auf ihre Genehmigungsfähigkeit zu prüfen.
Für die Standortwahl aller Fahrradhäuschen sind Einzelfallprüfungen erforderlich. Das in der Vorlage 66/51/2016 dargestellte Prüfverfahren der Verwaltung mit Genehmigung der Sondernutzung und der finanziellen Zuwendung aus Stellplatzablösebeträgen oder dem bezirklichen Bauunterhalt nach einem vorangehenden Beschluss der jeweils zuständigen Bezirksvertretung soll beibehalten werden.
Derzeit liegen Anträge für 36 Standorte vor. Bisher wurden nur die vom Ausschuss bewilligten ersten zehn Standorte im Detail geprüft.
Zwei Standorten davon wurde von den zuständigen Bezirksvertretungen 1 und 3 zugestimmt; diese wurden Ende Dezember 2018 realisiert. Ein Standort wurde von der Bezirksvertretung 2 abgelehnt. Bei zwei möglichen Standorten hat der Antragsteller seinen Antrag zurückgezogen. Ein Häuschen-Standort wurde aus Gründen des Denkmalschutzes abgelehnt. Ein Standort muss mit dem Antragsteller nochmal besprochen werden. Die restlichen drei Standorte sind wegen der Höhe des Häuschens und damit einhergehender Sichtbehinderung oder Verschattung nicht realisierbar. Alle von den ersten zehn bisher nicht realisierten Standort-Anträge können mit dem niedrigeren Alternativmodell nochmal neu geprüft werden.
Ebenso werden alle Antragsteller darüber informiert, dass zukünftig ein weiteres Fahrradhäuschen-Modell beantragt werden kann. Die Entscheidung, welches Modell realisiert werden kann, hängt von den Einzelfallprüfungen ab. Vorlage 66/ 11/2019
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> RSD Vorlage
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ordnungs - und
Verkehrsausschuss
09.01.2019 -/-²
> 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen: x beigefügt nicht vorhanden
Nr. Anlage
1 Alternativenprüfung
Amt:
Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin:
Beigeordnete Zuschke
Anlage 1 als Text anzeigen
Title: 181213 Präsentation_OVA-neu
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00332697.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 19:00:38 GMT
Number of Pages: 18
Markdown Content:
Landeshauptstadt Düsseldorf
Amt für Verkehrsmanagement
Alternativen
Fahrrad-
häuschen
Ordnungs- und Verkehrsausschuss 09.01.2019
Anlage 1 zu 66/11/ 20192 Amt für Verkehrsmanagement
OVA Beschluss vom 23.11.2016
Konzept Düsseldorfer Fahrradhäuschen 66/51/2016
1. Auszug aus der Niederschrift:
„Das Design der Fahrradhäuschen (Atelier Fritschi + Stahl) soll
überarbeitet werden, um für interessierte Bürgerinnen und
Bürger weitere Auswahlmöglichkeiten zu schaffen (Stichwort:
Dezenteres Erscheinungsbild, geringere Höhe wegen der
Sichtblockade, generelle Anpassung an die vorhandene
Stadtbildgestaltung).“3 Amt für Verkehrsmanagement
Düsseldorfer Fahrradhäuschen
Entwurf 2016
Atelier Fritschi + Stahl, Architektur und Stadtraum4 Amt für Verkehrsmanagement
Atelier Fritschi + Stahl
Architektur und Stadtraum / Hersteller Fa. VelopA
1. Abmessung: Länge 4,64/ 4,90 m x Breite 1,50 m x Höhe 3,00 m
2. Kosten ohne/mit Sitzbank:rd. 22.700/23.000€ brutto (ca.2.300/Rad)
3. Bis zu 10 „normale“ Fahrräder/Pedelecs
4. Auch Lastenräder möglich durch flexible Inneneinteilung
5. Passt auch in Parkstand
6. Stabile Ausführung, nicht einsehbar, wind- und wettergeschützt5 Amt für Verkehrsmanagement
Grundlagen
Für ein alternatives Fahrradhäuschen zum „Fritschi-Modell“
1. Dezenteres Erscheinungsbild
2. Geringere Höhe wegen der Sichtblockade
3. Generelle Anpassung an die vorhandene Stadtbildgestaltung6 Amt für Verkehrsmanagement
Grundlagen
Für ein alternatives Fahrradhäuschen
1. Dezenteres Erscheinungsbild
2. Geringere Höhe wegen der Sichtblockade
3. Generelle Anpassung an die vorhandene Stadtbildgestaltung
Abfallbehälter
Fa. ESE “Tara100“
Bank Fa. Benkert
Sicorum „M900“
Bank Fa. Benkert
Sicorum „Model Düsseldorf“
Fahrradbügel
Fa. HDS „Erfurt“7 Amt für Verkehrsmanagement
Prüfung möglicher Varianten
Anfrage bei Herstellerfirmen Metallbau/Schlossereien u.ä.
1. Verwaltung hat Maßskizze für mögliche Räder-
Diagonalaufstellung in einem Parkstand erstellt und 9
Firmen für entsprechenden Umbau angefragt.
2. Herstellerfirma des Fritschi-Häuschens und eine weitere
Firma haben Entwicklungsskizzen und grobe Preisangebote
abgegeben
3. Eine weitere Firma hat Interesse bekundet, sich eventuell zu
einem späteren Zeitpunkt mit dem Projekt zu befassen.
4. 7 Firmen haben – u.a. wegen hoher Auslastung – letztlich
kein Interesse bzw. sich nicht rückgemeldet.
5. Fazit: weitere Suche bestehender Modelle auf dem Markt8 Amt für Verkehrsmanagement
Prüfung möglicher Varianten
Ausschlusskriterium Erscheinungsbild
1. Dezenteres Erscheinungsbild
Alle klobigen und extremen Formen sowie Farben scheiden aus.
1. Geringere Höhe wegen der Sichtblockade
2. Generelle Anpassung an die vorhandene Stadtbildgestaltung9 Amt für Verkehrsmanagement
Prüfung möglicher Varianten
Ausschlusskriterium Höhe
1. Dezenteres Erscheinungsbild
2. Geringere Höhe wegen der Sichtblockade
Alle begehbaren Modelle – auch gängige Fahrradhäuschenmodelle
aus HH oder DO - scheiden aus, da eine Höhe von min. ca. 2,40m
erreicht wird.
3. Generelle Anpassung an die vorhandene Stadtbildgestaltung10 Amt für Verkehrsmanagement
Prüfung möglicher Varianten
Ausschlusskriterium Design
1. Dezenteres Erscheinungsbild
2. Geringere Höhe wegen der Sichtblockade
3. Generelle Anpassung an die vorhandene Stadtbildgestaltung
Alle Farben, Formen und Materialien, die nicht zum
Düsseldorfer Stadtmöblierungskatalog passen, scheiden aus.11 Amt für Verkehrsmanagement
Prüfung möglicher Varianten
Weitere Ausschlusskriterien
Erhöhte Anforderungen an die Aufstellung im öffentlichen
Raum:
- Unterhaltung, Nachhaltigkeit, Vandalismusunanfälligkeit
> keine Modelle privater Haushalte nutzbar12 Amt für Verkehrsmanagement
Prüffähige Varianten
1. Selly-Pally.com, Fahrradgarage rund
2. ERWIE Metallbau (Vorgaben Amt 66)
3. Metallgestaltung Lüsch, Modell Sund
4. VelopA, kleine Variante des „Fritschi-Häuschens“ (Vorgaben
Amt 66)
1. 2. 3. 4.
Hinweise zu 1.-3.:
Breite entspricht nicht STP-Breite Längsparker,
Inanspruchnahme Gehweg bei allen
Modellen erforderlich
= Einschränkung möglicher Standorte
= Stellfüße, ggf. Boden, nötig um
Höhenversatz zu überbrücken13 Amt für Verkehrsmanagement
Modell 1: Fahrradgarage rund
Firma: Selly-Pally.com
1. Abmessung: Länge 2,00m x Breite 2,00m x Höhe 1,30m
2. Kosten: 5.390€ (ohne Aufbau!)
3. Preis pro Fahrrad rd. 1.100,-€
4. bis zu 5 Fahrräder
5. Schließsystem: Die Haupttür kann mit einem Schlüssel oder einer
programmierbaren Karte versperrt werden
6. Material: Stahl.
7. Beschichtet mit 2 Schichten:
8. Epoxy-Lack Polyesterfarbe
Nachteile:
• Montage durch den Kunden
• Individuelle Anpassungen nicht möglich
• Einsehbar für Dritte
• Nicht vollständig wind- u. wettergeschützt14 Amt für Verkehrsmanagement
Modell 2: Konzept 66/2, Sonderanfertigung
Firma: ERWIE Metallbau
1. Abmessung: Länge 2,30m x Breite 5,00m x Höhe 1,80m
2. Kosten: rd. 14.000€ (Brutto) ohne Fahrradhalterungen
3. Preis pro Fahrrad rd. 2000,-€
4. Bis zu 7 Fahrräder bei höhenversetzter Aufstellung
5. Stellfüße, 20 cm höhenverstellbar
6. Material: feuerverzinkter Stahl/
HPL Platten
4. Transportösen
5. Individuelle Lösung
Nachteile:
• Ist noch nie umgesetzt worden
(Erfahrungswerte fehlen)
• Detailierung fehlt15 Amt für Verkehrsmanagement
Modell 3: Sund
Firma: Metallgestaltung Lüsch
1. Abmessung: Länge 2,00m x Breite 2,00m x Höhe 1,42m
2. Kosten: rd. 6000€ (brutto) inkl. Fahrradständer im Inneren
3. Preis pro Fahrrad rd. 1.200,-€
4. Bis zu 5 Räder bei höhenversetzter Aufstellung
5. Aluminiumprofile, mit 2mm starkem Aluminiumblech verkleidet
6. Klappdeckel mit Hydraulikdämpfern -leichtes Öffnen/leises Schließen
7. verschließbarer Drehknauf mit Dreipunktverriegelung
7. Gurtband als Zuziehhilfe
8. Boxenboden offen, Befestigungslöcher
zur Verankerung im Boden
Hinweis:
Anpassungen noch erforderlich (Boden, Füße) für
Ausgleich bei Gehweg-/Parkstandsaufstellung16 Amt für Verkehrsmanagement
Modell 4: Konzept 66/2, Sonderanfertigung
Firma: VelopA, gleicher Hersteller wie das „Fritschi-Häuschen“
1. Abmessung: Länge 1,75m x Breite 5,30m x Höhe 1,50m
2. Kosten: rd. 20.000 € (Brutto) ohne Fahrradhalterungen, inkl.
Transport (Stand 09/2017)
3. Preis pro Fahrrad rd. 2.800,-€
4. Bis zu 7 Fahrrädern bei höhenversetzter Diagonalaufstellung
5. Passt knapp in Parkstand
6. Material: Stahl / HPL Platten
7. Individuelle Lösung
Nachteile:
• Ist noch nie umgesetzt worden
(Erfahrungswerte fehlen)
• Detailierung fehlt
• Teuerstes Modell (ohne F.halterungen)17 Amt für Verkehrsmanagement
Empfehlung Amt für Verkehrsmanagement
Modell 3: Metallgestaltung Lüsch, Modell Sund
Vorteile
• geringere Höhe
• dezentes Erscheinungsbild
• > solide wirkend, funktional, unaufdringlich
• passt sich generell an die vorhandene Stadtbildgestaltung an
• > kann im gleichen RAL Farbton pulverbeschichtet werden,
wie das umgebende Stadtmobiliar
• Ist bereits umgesetzt worden, Erfahrungswerte liegen vor
• Kann individuell noch angepasst werden
Voraussetzung:
• Anpassung des Modells mit Boden und höhenverstellbaren Füßen
(oder Befestigung des Untergrunds auf Bordsteinniveau durch Stadt)18 Amt für Verkehrsmanagement
Weiteres Vorgehen – Vorschlag der Verwaltung
Beschluss Ordnungs- und Verkehrsausschuss
1. Der Ausschuss stimmt dem Alternativmodell „Sund“ zu.
2. Der Ausschuss stimmt dem weiteren Einsatz des „Fritschi-
Häuschens“ zu, dort wo vom Antragsteller gewünscht und
möglich.
3. Der Ausschuss hebt die Deckelung auf 10 Fahrradhäuschen auf.
4. Der Ausschuss bestätigt das bisherige Verfahren lt. Vorlage
66/51/2016 mit Antragstellung, Verwaltungsprüfung,
Zustimmung Bezirksvertretung und Genehmigungen für
Sondernutzung und Zuwendung.
5. Der Ausschuss setzt die Höhe der Zuwendung jährlich
abschmelzend auf 90 bis 50 % der Kosten für ein Fahrradhaus
inkl. Transport fest – Details sh. Vorlage!