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Informationsvorlage
Betrifft:
Neuausrichtung des Zentrums für Personalentwicklung .- Amt 15
Sachdarstellung:
Ausgangslage
Das Amt 15 - Zentrum für Personalentwicklung (ZfP) - besteht aus dem Studieninstitut für
kommunale Verwaltung Düsseldorf und der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie
(VWA). Es ist mit 28,08 Stellen ausgestattet und in vier Abteilungen gegliedert:
Abt. 15/1 - Service und Controlling
Abt. 15/2 - Ausbildung und Prüfung
Abt. 15/3 - Fortbildung/Personalförderung
Abt. 15/4 - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie/externe Fortbildung
Die Standorte des Zentrums für Pers onalentwicklung befinden sich auf der
Lacombletstraße 9 (Studieninstitut) und Brinckmannstraße 4 (VWA).
Aufgabe des Zentrums für Personalentwicklung ist neben dem Betrieb der VWA vor allem
die Ausbildung der Nachwuchskräfte (Angestellte, Anwärter des mittleren allgemeinen
Verwaltungsdienstes) der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Umlandgemeinden sowie
die Durchführung der Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der Personalentwicklung.
Gleichartige Angebote richten sich auch an externe Interessenten. Der Aus- und
Fortbildungsbetrieb wird durch haupt- und nebenamtliche Dozenten sichergestellt.
Der Wettbewerb im Bereich der Aus- und Fortbildung ist intensiver geworden. Neben den
Angeboten anderer Studieninstitute bestehen Angebote privater Anbieter, die die
öffentliche Verwaltung als Kunde entdeckt haben. Insbesondere aufgrund hoher
Fixkostenanteile befindet sich Amt 15 hierbei in einer ungünstigen Wettbewerbssituation:
S Der Anteil hauptamtlicher Dozenten ist relativ hoch (Ausbildung: 4,7 Stellen,
Fortbildung: 6,0 Stellen).
S Es werden Aufgaben wahrgenommen, die in anderen Kommunen an anderer Stelle
erfüllt werden (Inhaltliche Seminar- und Fortbildungsplanung).
S Das z.Z. genutzte ehemalige Schulgebäude Lacombletstraße 9 (Fläche: 5.477 qm,
Gebäudekosten: rd. 560.680,00 EUR/Jahr) ist deutlich zu groß für den Bedarf des
ZfP.
Angesichts der Wettbewerbssituation wurden bereits Möglichkeiten untersucht, mit
anderen Studieninstituten zu fusionieren. Insbesondere aufgrund der hohen
Personalkosten sind diese Gespräche mit Essen und Duisburg sowie mit Köln und
Münster letztlich gescheitert. Diese Gespräche machten deutlich, dass das ZfP
neustrukturiert und wettbewerbsfähig gemacht werden muss. Eine eigene Ausbildung und
die selbst gesteuerte Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für ein
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modernes Dienstleistungsunternehmen unverzichtbar. Neben der Qualitätssicherung und
der flexiblen Anpassung an veränderte Herausforderungen sind vor allem die hohe
Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Stadtverwaltung Düsseldorf und
ihren Zielen wichtige Argumente. Diese Aufgaben müssen aber wirtschaftlich und effizient
wahrgenommen werden. Deshalb beabsichtigt die Verwaltung folgende Maßnahmen
umzusetzen:
Personal/Aufgaben
Sowohl im Ausbildungs- als auch im Fortbildungsbereich werden künftig verstärkt
nebenamtliche Dozentinnen und Dozenten eingesetzt. Im Ausbildungsbereich
werden dauerhaft noch 2,7, im Fortbildungsbereich noch 3,0 Stellen für
hauptamtliche Dozentinnen und Dozenten ausgewiesen. Im Bereich Ausbildung
werden zwei Stellen, im Bereich der Fortbildung wird eine Stelle für hauptamtliche
Dozentinnen und Dozenten nach Freiwerden gestrichen. Durch ein von Amt 15 zu
entwickelndes Qualitätsmanagement wird die Beibehaltung des hohen fachlichen
Standards sichergestellt.
Im Fortbildungsbereich sollen von den Dozentinnen und Dozenten die Aufgaben
'Inhaltliche Planung von Seminaren, Konzeption von Seminarreihen, Evaluation'
von Amt 15 auf Amt 11/3 - Abteilung Personalentwicklung - übergehen. Hierfür
sollen zwei Stellen für hauptamtliche Dozenten, die diese Aufgaben als
Seminarbereichsleitung bisher im Amt 15 wahrgenommen haben, sowie eine
weitere Stelle von Amt 15 nach Amt 11/3 verlegt werden. Bei Amt 15 verbleibt bei
den Dozentinnen und Dozenten die Aufgabe 'Vorbereitung und Durchführung von
Fortbildungsveranstaltungen'.
Personal-, Organisations- und Haushaltsangelegenheiten des Amtes 15 können
von Amt 11 - Personalservice und zentrale Dienste - übernommen werden. Hierfür
soll eine Stelle nach Amt 11 verlegt werden. Eine halbe unbesetzte Stelle kann
sofort, eine weitere nach Freiwerden gestrichen werden.
Die Aufgabe IT-Betreuung kann vom Amt 10 - Informationstechnik und
Organisationsentwicklung - übernommen werden. Eine der beiden Stellen für IT-
Betreuung soll dem Amt 10 zugeordnet, die zweite Stelle kann gestrichen werden.
Der Hausmeister des Objektes Lacombletstraße 9 soll - wie die Hausmeister für die
Bürodienstgebäude - dem Amt 23 - Gebäudemanagement - unterstellt werden.
Für das Amt 15 werden im Stellenplan durch kurz- und mittelfristige Reduzierungen um
11,5 Stellen statt 28,08 Stellen lediglich 16,58 Stellen ausgewiesen. Weitere
Einsparungen werden untersucht. Die Personalkosten werden durch diese Maßnahmen
von rd. 1,3 Mio. EUR im Jahr 2004 auf rd. 770 TEUR/Jahr sinken.
Gebäude/Räume
An den Schwerpunktstandorten 'Auf'm Hennekamp' und 'Hauptbahnhof' werden
kundenorientiert zwei Räume zur Verfügung gestellt und für allgemeine
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Fortbildungszwecke ausgestattet. In diesen Räumen sollen die
Fortbildungsangebote dezentral durchgeführt werden. Darüber hinaus soll Amt 15
bereits vorhandene Besprechungsräume in den Fachämtern, die entsprechend
ausgestattet werden müssen, gegen Kostenerstattung nutzen.
Für IT-Fortbildungsveranstaltungen/Seminare werden beim Amt 10 - Informations-
technik und Organisationsentwicklung - zwei Räume eingerichtet und gegen
Kostenerstattung vorrangig dem Amt 15 zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus
wird eine Mitnutzung des EDV-Bildungszentrums der Volkshochschule geprüft.
Für die Bereiche 'Leitung, Ausbildung und Prüfung, verwaltungsmäßige
Vorbereitung und Durchführung von Seminaren, Koordination der fachlichen
Fortbildung' sucht die Verwaltung ein anderes, entsprechend geringer
dimensioniertes Gebäude. Hier sind nur noch die Unterrichtsräume für die
Ausbildung und für längerfristige Fortbildungsveranstaltungen sowie einige
Büroarbeitsplätze erforderlich. Dieses Gebäude sollte gut an den ÖPNV
angeschlossen sein. Der dauerhafte Flächenbedarf für das Studieninstitut sinkt
nach Umsetzung der organisatorischen Maßnahmen von bisher rd. 5.500 qm auf
rd. 1.100 qm (Flächenreduzierung um rd. 80 % ) zzgl. der vier dezentral
vorgesehenen Räume. In ähnlichem Verhältnis werden voraussichtlich die
Gebäudekosten sinken. Das exakte Einsparpotenzial ist z.Zt. noch nicht zu
quantifizieren, da es von dem noch zu findenden Objekt abhängt. Das Grundstück
Lacombletstraße 9 steht nach einem Umzug des ZfP der Stadtentwicklung zur
Verfügung und kann durch das Immobilienmanagement verwertet werden.
Fazit:
Durch die Übertragung von Aufgaben an Amt 11 - Personalservice und zentrale Dienste -
werden Schnittstellen beseitigt und eine klare Abgrenzung zur Konzeption der städtischen
Fortbildung erreicht. Die Stellenreduzierungen und die Reduzierung des Raumbedarfs
bringen erhebliche Kosteneinsparungen im Fixkostenbereich. Zugleich wird das
Angebot im Fortbildungsbereich kundenorientierter und -näher. Dadurch entstehen auch
Arbeitszeitvorteile für die Fachämter, da die An- und Abfahrt der Beschäftigten zum ZfP
häufig entfällt oder erheblich reduziert wird. Da das Studieninstitut durch die
beabsichtigten Maßnahmen erheblich wirtschaftlicher betrieben wird, können auch
Angebote an externe Interessenten wesentlich kostengünstiger erbracht werden.
Die Beteiligung des Personalrates ist eingeleitet.
Alternativen:
keine
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Personal- und Organisationsausschuss 24.02.2005 -/-
2
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
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Amt:
Amt für Informationstechnik und Organisationsentwicklung
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Ulrike Löhr