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Ö Vorlagen - Nr. 50/ 29/2005
AGS am 5. April 2005
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Informationsvorlage
Betrifft:
Obdachlose und Nichtsesshafte in Düsseldorf
hier: Anfrage zur Obdachlosenstatistik von Ratsherrn Laubenburg vom 12.02.2005,
Vorlagen-Nr. 50/19/2005
Mit der amtlichen Obdachlosenstatistik werden dem Landesamt für Datenverarbeitung und
Statistik NRW (LDS) zum jeweiligen Stichtag 30.06. eines Jahres
! die Zahlen der untergebrachten Personen,
! die Art der Unterbringung und
! der Grund der Obdachlosigkeit
gemeldet (anhand eines vorgegebenen Meldeformulars "Berichterstattung über
Obdachlose" des LDS).
Die gemeldeten Daten werden durch das Landesamt gezielt aggregiert. Das heißt, das
LDS veröffentlicht die Gesamtzahlen obdachloser Menschen sowie einige ausgewählte
Merkmale, nämlich fristlose Kündigungen wegen Zahlungsverzug / unzumutbares
Mietverhältnis, in einer Zeitreihe. Obdachlosigkeit aus sonstigen Gründen wird nicht
ausgewertet und auch nicht bekannt gegeben. Hier sind folgende Zahlen zu nennen: 652
Personen zum Stichtag 30.06.2003 und 9 Personen zum Stichtag 30.06.2004.
Aktuell weist die amtliche Berichterstattung des LDS zum Stichtag 30.06.2004 in der Stadt
Düsseldorf 1.274 registrierte Personen aus, denen zum Vergleichsstichtag 30.06.2003
1.474 Personen gegenüberstehen. Das entspricht einer Abnahmequote von 13,9 % und
damit einer Größenordnung von 200 Menschen.
Die Vergleichsbetrachtung zu den Personenzahlen, die wegen fristloser Kündigung
gemeldet sind, liegt bei 807 Personen zum Stichtag 30.06.2003 zu 1.210 Personen per
30.06.2004 und damit um 403 Personen höher im Jahr 2004. Die ausgewiesene
Zunahmequote von 49,9 % ist rechnerisch richtig, entspricht jedoch nicht der realen
Obdachlosensituation in Düsseldorf.
Eine Überprüfung der Datenlage hat ergeben, dass als ein Effekt der Einrichtung der
Zentralen Fachstelle im Sommer 2003 auch die präzisere Erfassung der Lebenslagen
betroffener Menschen möglich ist. So konnten zum Stichtag 30.06.2004 die
Unterbringungsgründe konkreter zugeordnet werden und im Vergleich zu 2003 die unter
"Sonstige Gründe" erfassten Zahlen wirklichkeitsnah gemeldet werden.
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Festzustellen ist, dass die Gesamtzahl der wegen fristloser Kündigungen obdachlos
gewordener Menschen zum Stichtag 30.06.2003 auf rd. 1.400 Personen anzusetzen ist
(gemeldet waren nur 807 Personen). Die tatsächlichen Fallzahlen in Relation zum
Stichtag 2004 sind also unter Einbeziehung der "Sonstigen Gründe" mit einer
Abnahmequote von ca. 13 % rückläufig. Dies entspricht der Entwicklung der
Gesamtzahlen. Eine Korrektur der Daten erfolgt zur nächsten Stichtagsmeldung.
Vor diesem Hintergrund entfällt eine Beantwortung der Fragen 2 und 3 der Anfrage
"Obdachlose und Nichtsesshafte in Düsseldorf" des Ratsherrn Laubenburg vom
12.02.2005 (siehe Anlage 1). Zur Frage 1 wird wie folgt Stellung genommen:
Frage 1: Wie viele Personen bzw. Haushalte sind in Düsseldorf als zu den Gruppen
a) bis d) gehörend bekannt ( bzw. auf welche Größe wird die jeweilige
Gruppe geschätzt )?
Gruppe a): Personen, die nicht sesshaft sind und "nach ihrer Lebensart auch keine
Anzeichen für eine künftige Sesshaftigkeit erkennen lassen".
Antwort: Die Anzahl der Menschen, die in Düsseldorf nicht sesshaft, d.h. ohne feste
örtliche Bindung sind, ist nach Einschätzung mit den freien Trägern mit rd.
200 bis 250 Personen zu beziffern.
Gruppe b): Personen, die unter einem W ohnungsnotstand leiden, weil aufgrund
des Gesundheitszustandes, Alters oder anderer Umstände in
Verbindung mit Mittellosigkeit die von ihnen bewohnten Räume
unzureichend sind.
Gruppe c): Pers onen, mit deren Unterbringung die kommunalen
Ordnungsbehörden nicht befasst waren.
Gruppe d): Pers onen, die aufgrund sozialhilferechtlicher Maßnahmen mit
Wohnraum versorgt wurden.
Antwort: Zu den beschriebenen Teilgruppen b) bis d) werden keine spezifischen, auf
die Wohnungslosenproblematik bezogenen Daten erfasst, da sie nicht als
obdachlos im Sinne der Erhebung gelten. Als ein Teilaspekt wird das
Wohnungsproblem im Rahmen einer komplexen sozialen Bedarfslage mit
gelöst.
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Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für Gesundheit und Soziales -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Anfrage von Ratsherrn Laubenburg vom
12.02.2005
Amt:
Sozialamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Hintzsche