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Beschlussvorlage
Betrifft:
Neuausrichtung der Seniorenhilfe
Beschlussdarstellung:
Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales (AGS) stimmt dem Projektentwurf der Ver-
waltung zur wirkungsorientierten Neuausrichtung der Seniorenarbeit zu.
Sachdarstellung:
Ausgangssituation:
Die demografischen Veränderungen und der Wandel der Lebensformen und Lebensstile
in unserer Gesellschaft machen es notwendig, die Inhalte und die Ausrichtung der Arbeit
für und mit Seniorinnen und Senioren in Düsseldorf zu überprüfen. Die Rahmenbedingun-
gen für die Lebenssituation älterer Menschen sollen ein weitestgehend selbstbestimmtes,
sozial eingebundenes Leben ermöglichen.
Die Neuausrichtung der Seniorenarbeit in Düsseldorf erfolgt vor dem Hintergund des
Haushaltsbegleitantrages vom 24.11.2003, mit dem die Verwaltung aufgefordert wurde, in
Zusammenarbeit mit den Verbänden, den Kirchen und den politischen Vertreterinnen und
Vertretern der im Rat vertretenen Fraktionen bündige Konzepte zu entwickeln, die sicher-
stellen, dass bereitstehende Haushaltsmittel effektiv eingesetzt werden und direkt beim
Hilfesuchenden ankommen. Rahmenrichtlinien und strategische Ziele sollten erarbeitet,
ein politisches Controlling soll aufgebaut werden.
Darüber hinaus wurden in 2004 Anträge der Ratsfraktionen zur Seniorenarbeit in Rat und
AGS erörtert. In der AGS-Sitzung am 22.06.04 wurde nach entsprechender Beratung
folgender Beschluss gefasst:
Die Verwaltung wird gebeten, für eine der ersten Sitzungen nach der Kommunalwahl eine
Diskussionsgrundlage zur Ausrichtung der zukünftigen Seniorenpolitik zu erarbeiten und
dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales zu Beratung vorzulegen.
Mit dem nachfolgend vorgestellten Konzept eines Projektes zur Neuausrichtung der
Seniorenarbeit kommt die Verwaltung diesen Aufforderungen nach. Ziel dieses Projektes
ist es, eine leistungsfähige, bedarfsgerechte und wirtschaftliche Angebotsstruktur für die
Arbeit für und mit Seniorinnen und Senioren in Düsseldorf zu gewährleisten. Extern
begleitet wird es durch die Dr. Jan Schröder Beratungsgesellschaft mbH (JSB).
Vorgehen im Projekt:
Im Rahmen des Projektes ist folgende Vorgehensweise geplant:
G Zunächst ist eine Entscheidung über die strategische Ausrichtung der Senioren-
arbeit in Düsseldorf herbeizuführen.
RSD AllVorlg.WPT
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G Wirkungsorientierte Steuerungsinstrumente sind zu entwickeln und für die Umset-
zung notwendige Rahmenbedingungen sind zu schaffen.
G Die Leistungserbringung ist an die strategische Positionierung anzupassen.
G Ein Wirkungscontrolling ist zu erarbeiten.
Projektelemente:
Der Prozess der Neuorientierung wurde durch eine Planungsklausur am 23.02.05
eingeleitet, an der Vertreterinnen und Vertreter der Düsseldorfer Ratsfraktionen, der
Wohlfahrtsverbände, des Seniorenbeirates und der Verwaltung teilgenommen haben.
Im Rahmen dieser Klausur wurde ein "Düsseldorfer Wirkungsdreieck" erarbeitet, das den
Rahmen vorschlägt, in dem die strategische Neuorientierung stattfinden soll.
Bei den Eckpunkten des Wirkungsdreiecks stehen jeweils unterschiedliche Zielgruppen
im Fokus der zu erzielenden Wirkung. Über eine Schwerpunktfestlegung in diesem
Dreieck erfolgt dann die grundsätzliche Entscheidung über die zukünftige strategische
Ausrichtung der Seniorenhilfe in Düsseldorf.
Im Rahmens eines Fachtages soll eine breite Basis an Akteuren aus der Arbeit für und
mit Seniorinnen und Senioren in das Projekt einbezogen werden. Im Rahmen dieses
Fachtages soll ein Vorschlag für die strategische Positionierung erarbeitet werden. Die
Ernsthaftigkeit der Partizipation der Beteiligten ist wichtig für die Motivation der Akteure im
weiteren Prozess.
Kommunale Seniorenhilfe und Seniorenarbeit in Düsseldorf umfasst die Handlungsfelder ...
Stärkung der Eigeninitiative und
selbstbestimmter Lebensführung
Stärkung sozialer Erhalt der und Rückführung
Netzwerke in die Häuslichkeit
Wirkungsdiagramm der Seniorenarbeit in der Stadt Düsseldorf
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Geplant ist eine Teilnahme von rd. 100 Vertreterinnen und Vertretern des Seniorenbeira-
tes, aus den Begegnungsstätten, den Netzwerken, den Altenclubs, der Altenerholung, aus
den Ratsfraktionen und der Verwaltung. Der Vorschlag für die strategische Positionierung
soll dem AGS in seiner Sitzung im Juni 2005 vorgelegt werden.
Im Rahmen eines Ideenwettbewerbes sollen die über den Rahmenvertrag mit der Liga
der freien Wohlfahrtsverbände erfassten Träger der Seniorenarbeit die Möglichkeit
erhalten, ihre eigenen Ideen zur Verwirklichung der angestrebten Wirkungsziele für ältere
Menschen in Düsseldorf einzubringen. Ziel ist die Erarbeitung von sogenannten Wir-
kungspaketen. Die Ergebnisse dieses Ideenwettbewerbes werden dem AGS zur politi-
schen Entscheidung über die zukünftige Seniorenarbeit vorgelegt.
Durch die Erarbeitung eines Wirkungscontrollings soll ein Überprüfungsrahmen zur
kritischen Reflektion der Wirkungspakete geschaffen werden. Das Wirkungscontrolling ist
als kontinuierlicher Prozess zur stetigen Verbesserung des Gesamtsystems der Düssel-
dorfer Seniorenarbeit zu verstehen.
Sehr wichtig ist eine kontinuierliche projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit zur Dar-
stellung des Projektes nach innen und außen.
Zeitrahmen:
Die Planungsklausur hat am 23.02.2005 stattgefunden.
Die Durchführung des Fachtages ist für den 21.04.2005 geplant.
Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbes sollen bis Anfang Oktober 2005 vorliegen.
Das Wirkungscontrolling soll bis Ende 2005 entwickelt sein.
Projektstruktur:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Planungsklausur bilden die Projektlenkungs-
gruppe. Sie steuert den Gesamtprozess und wird geleitet von Herrn Beigeordneten
Hintzsche.
Die Koordinierung der Teilschritte, die Überwachung der Termine und die Berichte an die
Projektlenkungsgruppe soll über die Projektleitung sichergestellt werden. Sie setzt sich
zusammen aus je einer Vertreterin oder einem Vertreter der LIGA, der Verwaltung und der
Firma JSB. Daneben sind Arbeitsgruppen u.a. für die Durchführung des Fachtages, für
den Ideenwettbewerb und die Öffentlichkeitsarbeit geplant.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für Gesundheit und Soziales -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Alternative:
Keine
Amt:
RSD AllVorlg.WPT
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Sozialamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Hintzsche