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Title: Vorlage 06/ 53/2018
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00327012.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 20:32:54 GMT
Number of Pages: 7
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Vorlage 06/ 53/2018
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# Informationsvorlage
Betrifft:
Zwischenbericht zum Umsetzungsstand des gesamtstädtischen Integrationskonzeptes
Zum Selbstverständnis des gesamtstädtischen Integrationskonzeptes (GIK)
Das gesamtstädtische Integrationskonzept (GIK) legt ein gemeinsames Verständnis von Leitlinien und Zielen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund fest. Übergeordnete Zielsetzung ist es, allen Einwohnerinnen und Einwohnern gleiche Zugangschancen zum und eine umfassende Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Zur Begleitung der Umsetzung des GIK wurde eine Koordinationsstruktur implementiert. Der Lenkungskreis Integration unter Vorsitz der Verwaltungsführung berät die strategische Ausrichtung der kommunalen Integrationsarbeit. Der einmal pro Quartal tagende Koordinierungskreis begleitet und beobachtet Prozesse, stimmt das gemeinsame Vorgehen der Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik und Wohlfahrtsverbänden ab und spricht Empfehlungen aus. Diese Schwerpunkte werden in der Integrationskonferenz unter Beteiligung der Zivilgesellschaft weiterentwickelt.
Zentrales Anliegen des GIK ist es, Integration gesamtstädtisch als Querschnittsaufgabe organisatorisch und in allen Fachkonzepten zu verankern und mit weiteren Diversitätsaspekten zu verknüpfen. Hierzu wurden sowohl bezogen auf die Verwaltung als auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit relevanten Akteurinnen und Akteuren in acht ausgewählten Handlungsfeldern Ziele und Vorhaben abgestimmt. Diese Ziele dienen der langfristigen Ausrichtung der kommunalen Integrationsarbeit. Sie stellen keine operationalisierten, anhand von Kennzahlen zu bemessenden Zielsetzungen dar, sondern dienen mit ihren qualitativen Zielaspekten in erster Linie als Orientierungsrahmen. Der folgende Zwischenbericht beleuchtet einen aktuellen Ist-Stand anhand handlungsfeldübergreifender Zielsetzungen und will als Einstieg in den Prozess einer kontinuierlichen Evaluation und Weiterentwicklung des GIK verstanden werden.
Zentrale Zielaspekte des gesamtstädtischen Integrationskonzeptes
Im gesamtstädtischen Integrationskonzept wurden acht Handlungsfelder - „Kinder, Jugend, Familie“, „Bildung, Weiterbildung“, „Wirtschafts - und Erwerbsleben“, „Kultur“,
„Sport und Gesundheit“, „Seniorinnen und Senioren“, „Wohnen“, „Zivilgesellschaftliches Engagement“ - formuliert. Für den Zwischenbericht wurde jedoch aufgrund der zum Teil sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen und der Prozessorientierung vieler Vorhaben eine Gliederung gewählt, die sich an handlungsfeldübergreifenden Fragestellungen orientiert. Daher ist die Darstellung gemäß den folgenden qualitativen Zielaspekten gegliedert, die für alle Vorhaben und Zielsetzungen der Handlungsfelder maßgeblich sind: Vorlage 06/ 53/2018
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Zielgruppenspezifische Angebote zur Integration, um besonderen Bedarfslagen gerecht zu werden.
Interkulturelle Öffnung bestehender Regelangebote, die die Ebenen
„Organisation“, „Personal“, „Angebote“ und „Kundinnen und Kunden“ umfasst.
Transparenz , um den Zugang aller Zielgruppen zu bestehenden Angeboten zu optimieren.
Empowerment zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und Partizipation von Migrantinnen und Migranten in allen Lebensbereichen der Stadtgesellschaft.
Vernetzung und Kooperation aller relevanten Akteurinnen und Akteure, auch verwaltungsintern durch Ämteransprechpartnerinnen und -partner, die bei Angelegenheiten der interkulturellen Öffnung als direkte Kontaktpersonen fungieren.
Umsetzungsstand nach Zielaspekten:
Dem Bericht liegt eine Abfrage der abgeschlossenen, in Umsetzung oder in Planung befindlichen Maßnahmen, Projekte und Prozesse bei den jeweiligen Fachämtern zu Grunde, die sich auf die im GIK formulierten Vorhaben beziehen und hier beispielhaft dargestellt werden. Insgesamt kann hier lediglich ein Ausschnitt aus der vielfältigen kommunalen Integrationsarbeit abgebildet werden.
Zielgruppenspezifisches Angebot zur Integration
Die Konzeption von zielgruppenspezifischen Angeboten zielt darauf, insgesamt stärker an den Lebenswelten der Zielgruppe anzusetzen, auf deren Nutzen zu verweisen und zur Wahrnehmung der Regelangebote hinzuführen. Hierzu zählen der Aufbau von Begleit- und Beratungsstrukturen sowie die Schaffung von Angeboten speziell für Zugewanderte.
Begleit- und Beratungsstrukturen zeichnen sich durch einen besonderen Zuschnitt auf die Zielgruppe aus – so beispielsweise durch Mehrsprachigkeit, kultursensiblen Umgang mit Kundinnen und Kunden und Kenntnisse über wichtige Netzwerke. Sie sollen den Zugang zu bestehenden Regelangeboten ermöglichen oder erleichtern. Hier wurden bereits zahlreiche Angebote in unterschiedlichen Fachbereichen eingerichtet: So die Lotsenstelle des Jugendamtes, das Beratungs- und Vermittlungsangebot des Sportamtes in den Welcome Points und in den Unterkünften für Geflüchtete, die Beratung von geflüchteten Frauen der Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte und Gewaltopfer, entsprechende Kontakt- und Beratungsstellen des Gesundheitsamtes oder der Expat-Service des Wirtschaftsförderungsamtes zur Beratung von internationalen Fachkräften.
In den Düsseldorfer Beratungsstellen ist für Ratsuchende ein freier und unbürokratischer Zugang zu den Angeboten und Unterstützungsleistungen möglich. Durch offene Sprechstunden in Beratungsstellen, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und teilweise aufsuchender Leistungserbringung vor Ort ist eine unmittelbare niederschwellige Erreichbarkeit gerade für zugewanderte Familien gewährleistet.
Das Kommunale Integrationszentrum übernimmt die Seiteneinsteigerberatung für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler. Nach individueller Beratung werden neuzugewanderte Kinder und Jugendliche einer entsprechenden Schulform und Schule zugewiesen. Vorlage 06/ 53/2018
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Besondere Gruppenangebote für Neuzugewanderte finden sich unter anderem in der Familienberatungsstelle, in den Angeboten des Sportamtes (z. B. Schwimmkurse für geflüchtete Frauen) und im kulturellen Bereich (durch VHS und die Kulturinstitute).
Eine besonders wichtige Stellung nehmen die Angebote aus dem Bereich der Sprachförderung, auch unter Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit als Potenzial ein. Dies trifft insbesondere auf die Bereiche KiTa/ Familienzentren, Schulen aber auch das Gesundheitsamt (Fachbereich Logopädie) zu. Zielgruppenspezifische
Angebote gibt es mit dem „Integration Point“ und dem „Fokusteam Flüchtlinge“ des
Jobcenters außerdem im Bereich der Förderung des Arbeitsmarktzugangs.
Eine besondere Rolle nimmt das Modellprojekt „Ausbildung -Chance-Düsseldorf“ der
Landeshauptstadt Düsseldorf in Kooperation mit dem Jobcenter und der Jugendberufshilfe ein. Junge Geflüchtete erhalten hier im Vorfeld einer möglichen Ausbildung bei der Stadtverwaltung die Gelegenheit, ihren Ausbildungsberuf in einer sechsmonatigen Vorbereitungsphase kennenzulernen.
Weitere zielgruppenspezifische Angebote, wie die Einrichtung von Intensiv- und Aufbauschwimmkursen (durch Sportamt und Bädergesellschaft) oder einer Konflikt-und Beratungsstelle für psychisch belastete Zugewanderte befinden sich im Planungsprozess.
Im Rahmen verschiedener trägerübergreifender Arbeitsgruppen werden zielgruppenspezifische Angebote mit den beteiligten Fachbereichen der Verwaltung bedarfsorientiert entwickelt und gemeinsam abgestimmt. Eine trägerübergreifende, fortlaufend aktualisierte Übersicht zu Angeboten speziell für Flüchtlinge bündelt die städtische Jugend- und Elternberatung. Das Amt für Migration und Integration weist in seinem Internetauftritt auf zielgruppenspezifische Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund hin.
Interkulturelle Öffnung
Ein zentraler Punkt des gesamtstädtischen Integrationskonzeptes ist die Implementierung interkulturell ausgerichteter Angebote innerhalb der Stadtverwaltung. Hierzu gehören unter anderem kultursensible Schulungen der Mitarbeitenden, die Bildung multikultureller Teams, die Anerkennung von interkultureller Kompetenz und Mehrsprachigkeit als Potenzial, die Entwicklung von Konzepten zur Fort- und Weiterbildung, das Einbringen des Fokus Migration in alle Arbeitsbereiche sowie die Einrichtung von Geh- und Begleitstrukturen. Diese soll sich auf vier Ebenen vollziehen.
Die Ebenen „Organisation“ und „Personal“: Hier wurde zunächst im Bereich der Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden zur Schulung interkultureller Kompetenzen angesetzt. Zahlreiche Fachbereiche sind bereits tätig geworden. Beispielhaft zu nennen sind das Fortbildungsangebot des Hauptamtes, ganztägige Schulungen in den Bereichen Vielfalt, Migration und Inklusion für die Künstlerinnen und Künstler durch Schulverwaltungs- und Kulturamt oder Schulungen zur kultursensiblen Arbeit mit Familien des Jugendamtes. Die Fortbildungsangebote der
Stadtverwaltung werden außerdem im Rahmen des Projektes „SoViel – Soziale
Vielfalt produktiv managen“ in Zusammenarbeit mit externen Beratern unter
Diversity-Aspekten evaluiert und kontinuierlich verbessert. Die Erkenntnisse aus dem Projekt und das bestehende Fortbildungsangebot sollen den Ämteransprechpartnerinnen und -partnern Ende 2018 vorgestellt werden. Im Rahmen des Projektes sind außerdem Handlungsbedarfe erfasst und Maßnahmen Vorlage 06/ 53/2018
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entwickelt werden, die das Potenzial haben, Beschäftigte für das Thema Vielfalt zu sensibilisieren. Bereits umgesetzte Maßnahmen sind u. a. fachspezifische Schulungen in englischer Sprache für bestimmte Service-Bereiche. Im Rahmen der Flüchtlingshilfe wurden zusätzlich Arabischkurse angeboten. Auch werden in diesem Jahr erstmalig Mitarbeitende der Personalentwicklung und des Kommunalen Integrationszentrums an einer Schulung der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunaler Integrationszentren (LaKI) zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung teilnehmen. Hier sollen u. a. neue Impulse und Strategien zur Umsetzung des gesamtstädtischen Integrationskonzeptes gewonnen werden.
Die Ebenen „Kundinnen und Kunden“ und „Angebote“: Ein wichtiges Mittel zur Heranführung an Regelstrukturen bildet der Einsatz von mehrsprachigem Informationsmaterial und entsprechenden Beratungsangeboten. Informationsmaterialien in unterschiedlichen Sprachen werden mittlerweile in zahlreichen Fachbereichen zur Verfügung gestellt (siehe auch Zielaspekt
„Transparenz“). Sprach - und Kulturmittlerinnen und -mittler begleiten Neuzugewanderte, die die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen, zu amtlichen Terminen – beispielsweise zur Schuleingangsuntersuchung und Antragsstellungen - oder sie kommen zum Einsatz bei der Beratung über Sportangebote, im Gesundheitsamt oder bei der Wohnungsakquise. Über das
interkulturelle Demenznetzwerk geschulte „Brückenbauerinnen und -bauer“
übernehmen eine Lotsen-Funktion; in bestimmten Bereichen kommen auch Video-oder Telefondolmetscherinnen und -dolmetscher zum Einsatz (beispielsweise im Gesundheitsamt). Außerdem werden bereits bestehende Angebote ab- und angefragt – z. B. interkulturelle und fremdsprachige Leistungen bei Pflegediensten und stationären Einrichtungen oder im Bereich der Psychiatriekoordination zur geplanten Darstellung in einem Online-Hilfeportal. In Düsseldorfer Kulturinstituten wurde der Stellenwert und das Bewusstsein für interkulturelle Öffnung gestärkt und im Rahmen eines Strategie- und Praxisforums der fachlich-inhaltliche Austausch zwischen den Instituten vertieft (siehe Ö-Vorlage 41/31/2018).
Interkulturelle Öffnung ist außerdem mittlerweile ein fester Bestandteil der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung. Beispielsweise werden bei der Bildungskonferenz mit dem Ziel der interkulturellen Öffnung die wesentlichen Akteurinnen und Akteure – so z. B. der Integrationsrat oder das Elternnetzwerk – mit eingebunden. Der Übergang Schule – Beruf wird kultursensibel ausgestaltet. Z. B. wird das Landespr ogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) an die
Erfordernisse einer diversen Schülerschaft angepasst. Hier wurde gemeinsam mit der Vodafone-Stiftung bereits die Düsseldorfer Potenzialanalyse migrationssensibel weiterentwickelt. Insbesondere die Elternarbeit soll in Zukunft noch näher in den Fokus rücken. Auch das Handlungskonzept Zukunft.Wohnen.Düsseldorf wird zurzeit evaluiert und soll zukünftig den Aspekt der interkulturellen Sensibilität berücksichtigen.
Auch in diesem Bereich sind weitere Projekte geplant. So entsteht zurzeit durch Zusammenarbeit des KI und des Schulamtes ein umfassendes Förderkonzept für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler. In der Seniorenarbeit wird auf Grundlage eines Beschlusses des Ausschusses für Gesundheit und Soziales aus November 2017 derzeit ein Konzept zur modellhaften Weiterentwicklung der Arbeit
der „zentren plus “ unter inklusiven Gesichtspunkten erarbeitet. Die VHS arbeitet an
einem Konzept zur ethnischen und kulturellen Vielfalt in der Stadt und weiteres Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen soll erstellt werden. Hier erarbeitet beispielsweise das Kinderhilfezentrum des Jugendamtes in einem Projekt Vorlage 06/ 53/2018
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gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen einen illustrierten Rechtekatalog, der 2019 mehrsprachig übersetzt sein soll.
Vernetzung/ Kooperation
Vernetzungen und Kooperationen sollen die Wirksamkeit von Maßnahmen und Projektvorhaben stärken und Synergieeffekte erzielen. Je nach Vorhaben wird die Expertise unterschiedlicher Kooperationspartnerinnen und -partner einbezogen; insgesamt bilden sie auch auf institutioneller Ebene die Vielfalt in der Stadtgesellschaft ab:
So wurden im letzten Jahr die Kooperationsstrukturen und die Netzwerkarbeit sukzessive ausgebaut. Verschiedene Arbeitskreise berücksichtigen den Fokus Migration bei ihrer Arbeit. Es besteht ein Netzwerk von Ämteransprechpartnerinnen und -partnern innerhalb der Stadtverwaltung, auf das bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Kooperationen bestehen aber auch über Verwaltungsgrenzen hinaus mit den Trägern der freien Wohlfahrt – v. a. in den Bereichen der Sprachförderung, Beratung und Ehrenamtskoordination. Weitere Kooperationspartner sind Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, das Jobcenter, die Arbeitsagentur, Vertreter der Wirtschaft (Kammern, Verbände, Unternehmerschaft), Vereine – besonders Migrantenorganisationen – Initiativen und Forschungseinrichtungen.
Seit Juni 2018 besteht eine Kooperation von Kommunalem Integrationszentrum, Kompetenzteam und Zentrum für Schulpsychologie zur gemeinsamen Fortbildungsplanung, Weiterentwicklung von Beratungsangeboten, Unterstützung von Lehrkräften und Verbesserung der Kooperations- und Vernet
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
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Title: SKM_C36818100915500
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00327717.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 18:55:33 GMT
Number of Pages: 7
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