Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 01/ 91/2004

Anfr. Bü90: Unvollständige Familien

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Gräulinger Straße 27 · Stadtbezirk 7 (Gerresheim)örtlicher Bezug 1Dokument 22. April 2004veröffentlicht

Aus der amtlichen Vorlage

Der Familienbegriff der heutigen Zeit ist in seiner allseits (auch bei konservativen Politikern) anerkannten Definition längst auch auf Konstellationen ausgeweitet worden, die nicht mehr dem Modell "Vater, Mutter, Kind(er)" entsprechen. Auch im Familienbericht der Stadtverwaltung Düsseldorf werden andere Lebensformen mit Kindern einbezogen. Immerhin sind mehr als 1/4 aller Düsseldorfer Familien Alleinerziehende mit Kindern. Um Irritationen aufzuheben, die der Verwaltungschef mit seinem veralteten und diskriminierenden Familienbegriff ausgelöst hat, sollten die o.g. Fragen in der öffentlichen Ratssitzung beantwortet werden.

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Ö Vorlagen - Nr.01/ 91/2004 Düsseldorf, den 21. April 04 Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf E-Mail: [email protected] Seite 1 von 1 Herrn Oberbürgermeister Joachim Erwin Anfrage Anfrage der Ratsfraktion von Bü90/Grü: Auswirkungen des von Herrn Oberbürgermeister Erwin verwendeten Begriffes "Unvollständige Familien" Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, in der Ratssitzung am 25. März haben Sie mehrmals den Begriff "unvollständige Familien" gebraucht. Aus dem Kontext ging hervor, dass damit all diejenigen Familien gemeint sind, die nicht dem "klassischen Modell" Vater, Mutter, Kind(er) entsprechen. Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 6. Mai 2004 zu nehmen: 1. Der Begriff "unvollständig" impliziert Wertungen wie "unvollkommen, halbfertig, lückenhaft, bruchstückhaft" - kann der Oberbürgermeister nachvollziehen, dass die von ihm gewählte Bezeichnung "unvollständige Familien" deshalb als diskriminierend empfunden wird? 2. Wie ist der Gebrauch der Bezeichnung "unvollst ändige Familien" durch den Oberbürgermeister zu verstehen, auch vor dem Hintergrund, dass der Familienbericht der Verwaltung andere Lebensgemeinschaften und insbesondere Alleinerziehende mit Kindern einbezieht? Wie kann verhindert werden, dass diese begriffliche Diskriminierung des Verwaltungschefs negative Auswirkungen auf die Arbeit der Verwaltung hat? Begründung: Der Familienbegriff der heutigen Zeit ist in seiner allseits (auch bei konservativen Politikern) anerkannten Definition längst auch auf Konstellationen ausgeweitet worden, die nicht mehr dem Modell "Vater, Mutter, Kind(er)" entsprechen. Auch im Familienbericht der Stadtverwaltung Düsseldorf werden andere Lebensformen mit Kindern einbezogen. Immerhin sind mehr als 1/4 aller Düsseldorfer Familien Alleinerziehende mit Kindern. Um Irritationen aufzuheben, die der Verwaltungschef mit seinem veralteten und diskriminierenden Familienbegriff ausgelöst hat, sollten die o.g. Fragen in der öffentlichen Ratssitzung beantwortet werden. Mit freundlichen Grüßen Marion Enke RSD AllVorlg.WPT

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 01/ 91/2004