Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 02/ 8/2016

Anfrage der CDU-Ratsfraktion: Aufklärungsarbeit in Schulen zur sexualisierten Gewalt

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Marktplatz 1 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 2Dokumente 19. Mai 2016veröffentlicht

Themen

Beschluss & Empfehlung

  • Grundsätzlich wird Sexualerziehung in Grundschulen und weiterführenden Schulen als fächerübergreifendes Prinzip verstanden. Sexualpädagogische Themen, u. a. sexueller Missbrauch von Kindern, Sexualität in den Medien, Pornografie und sexuelle Vielfalt werden aufgegriffen und in Fächern wie Biologie, Sachunterricht, Ethik, Religion, Projektwochen und/oder Politik bearbeitet. In der Regel beziehen die Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen jugendtypische Diskussionen und gesellschaftliche Veränderungen mit ein, wie z. B. K.O.-Tropfen. Die Förderung der Widerstandskraft gegen sexuelle Übergriffe und die Prävention sind im Schulcurriculum fest verankert, dies beinhaltet die Partizipation und Rechte von Kindern und Jugendlichen auf sexuelle Selbstbestimmung, Selbstbehauptung, Elternarbeit, Fortbildung, Sexualerziehung, geschlechterorientierte Präventionsarbeit und anderes. Die Ergebnisse einer Online-Befragung zu gewaltpräventiven Maßnahmen und Programmen an Schulen des Zentrums für Schulpsychologie, vorgestellt am 29.09.2015 im Schulausschuss, bestätigte, dass die Düsseldorfer Schulen zunehmend auf systemische und strukturelle Prävention setzen und Präventions- und Interventionsstrategien auf mehreren Ebenen umsetzen. Viele Düsseldorfer Institutionen bieten dazu flankierende Programme, Fortbildungen, Fachtage, Maßnahmen und soziale Kompetenztrainings gegen sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen an. In den Angebotsstrukturen, Methoden und Art der Prävention sind diese vielfältig, stehen allen Schulen nach Bedarfslage zur Verfügung. Erwiesenermaßen mindern soziale Kompetenz- und Selbstbehauptungstrainings die Risikofaktoren in den Institutionen und die der Kinder und Jugendlichen, bei gleichzeitiger Erhöhung der Schutzfaktoren für alle. In 80% aller Düsseldorfer Schulen werden entsprechende Angebote umgesetzt, darüber hinaus verfügen die Offenen Ganztagsschulen über 35 weitere Bildungsangebote in 25 Schulen. Im Folgenden werden einige Initiativen aufgelistet:
  • Materialien wie Flyer, Informationsblätter für Eltern und Fachkräfte, Empfehlungen von Schutzkonzepten, diverse Kampagnenspots und Video-Clips werden vor Ort durch Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit eingesetzt. In Zusammenarbeit mit den Bundesländern wird derzeit eine Infomappe und Online-Plattform „Schule gegen sexuelle Gewalt“ entwickelt, die ab Herbst 2016 allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden.

URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00271098.pdf Published Time: Fri, 05 Jul 2019 17:48:11 GMT Number of Pages: 3 Markdown Content: Vorlage 02/ 8/2016 Oberbürgermeister Geisel Ausschuss für Gleichstellung am 28.06.2016 Anfrage der CDU-Ratsfraktion hier: Aufklärungsarbeit in Schulen zur sexualisierten Gewalt Frage 1: Welche Präventionsangebote gibt es an Düsseldorfer Schulen, um sexualisierte Gewalt zu verhindern, wie werden diese Angebote in die sexuelle Aufklärungsarbeit eingebunden, und wie wird eine wirksame Aufklärung in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen sichergestellt? Antwort: Grundsätzlich wird Sexualerziehung in Grundschulen und weiterführenden Schulen als fächerübergreifendes Prinzip verstanden. Sexualpädagogische Themen, u. a. sexueller Missbrauch von Kindern, Sexualität in den Medien, Pornografie und sexuelle Vielfalt werden aufgegriffen und in Fächern wie Biologie, Sachunterricht, Ethik, Religion, Projektwochen und/oder Politik bearbeitet. In der Regel beziehen die Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen jugendtypische Diskussionen und gesellschaftliche Veränderungen mit ein, wie z. B. K.O.-Tropfen. Die Förderung der Widerstandskraft gegen sexuelle Übergriffe und die Prävention sind im Schulcurriculum fest verankert, dies beinhaltet die Partizipation und Rechte von Kindern und Jugendlichen auf sexuelle Selbstbestimmung, Selbstbehauptung, Elternarbeit, Fortbildung, Sexualerziehung, geschlechterorientierte Prävent…

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Title: Vorlage 02/ 8/2016 URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00267041.pdf Published Time: Tue, 13 Aug 2019 15:31:03 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: 02/ 8/2016 > Seite 1 von 2 > RSD Vorlage X öffentlich nicht öffentlich 09.05.2016 An die Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung Ratsfrau Claudia Bednarski Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung am 24. Mai 2016 Anfrage der CDU-Ratsfraktion: Aufklärungsarbeit in Schulen zur sexualisierten Gewalt Sehr geehrte Frau Bednarski, im Namen unserer Fraktion bitte ich Sie, nachfolgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen. 1. Welche Präventionsangebote gibt es an Düsseldorfer Schulen, um sexualisierte Gewalt zu verhindern, wie werden diese Angebote in die sexuelle Aufklärungsarbeit eingebunden, und wie wird eine wirksame Aufklärung in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen sichergestellt? 2. Gibt es unter den genannten Programmen spezielle Angebote für besondere Zielgruppen – wie z. B. minderjährige Asylsuchende und Geflüchtete? Begründung: Die Übergriffe an Silvester des letzten Jahres in Köln haben deutlich gezeigt vor welchen Herausforderungen unsere pluralistische Gesellschaft in Deutschland steht. Gesellschaft und Staat dürften diese offen zur Schau gestellte Aggressivität und Gewalt nicht hinnehmen. Vielmehr müssen gemeinsame Werte wie Freiheit, Gewaltfreiheit, körperliche Unversehrtheit, Gleichberechtigung und Toleranz verteidigt werden. Deshalb möchte sich die CDU-Ratsfraktion über die derzeitige Aufklärungsarbeit an den Düsseldorfer Schulen. Dabei geht es uns sowohl um die Einbeziehung unterschiedlicher Themenfelder als auch die Ansprache besonderer Zielgruppen. Mit freundlichen Grüßen 02/ 8/2016 Seite 2 von 2 > RSD Vorlage Sabine Schmidt Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ausschuss für Gleichstellung 24.05.2016 -/-² 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
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Title: Antwort der Verwaltung URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00271098.pdf Published Time: Fri, 05 Jul 2019 17:48:11 GMT Number of Pages: 3 Markdown Content: Vorlage 02/ 8/2016 Oberbürgermeister Geisel Ausschuss für Gleichstellung am 28.06.2016 Anfrage der CDU-Ratsfraktion hier: Aufklärungsarbeit in Schulen zur sexualisierten Gewalt Frage 1: Welche Präventionsangebote gibt es an Düsseldorfer Schulen, um sexualisierte Gewalt zu verhindern, wie werden diese Angebote in die sexuelle Aufklärungsarbeit eingebunden, und wie wird eine wirksame Aufklärung in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen sichergestellt? Antwort: Grundsätzlich wird Sexualerziehung in Grundschulen und weiterführenden Schulen als fächerübergreifendes Prinzip verstanden. Sexualpädagogische Themen, u. a. sexueller Missbrauch von Kindern, Sexualität in den Medien, Pornografie und sexuelle Vielfalt werden aufgegriffen und in Fächern wie Biologie, Sachunterricht, Ethik, Religion, Projektwochen und/oder Politik bearbeitet. In der Regel beziehen die Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen jugendtypische Diskussionen und gesellschaftliche Veränderungen mit ein, wie z. B. K.O.-Tropfen. Die Förderung der Widerstandskraft gegen sexuelle Übergriffe und die Prävention sind im Schulcurriculum fest verankert, dies beinhaltet die Partizipation und Rechte von Kindern und Jugendlichen auf sexuelle Selbstbestimmung, Selbstbehauptung, Elternarbeit, Fortbildung, Sexualerziehung, geschlechterorientierte Präventionsarbeit und anderes. Die Ergebnisse einer Online-Befragung zu gewaltpräventiven Maßnahmen und Programmen an Schulen des Zentrums für Schulpsychologie, vorgestellt am 29.09.2015 im Schulausschuss, bestätigte, dass die Düsseldorfer Schulen zunehmend auf systemische und strukturelle Prävention setzen und Präventions- und Interventionsstrategien auf mehreren Ebenen umsetzen. Viele Düsseldorfer Institutionen bieten dazu flankierende Programme, Fortbildungen, Fachtage, Maßnahmen und soziale Kompetenztrainings gegen sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen an. In den Angebotsstrukturen, Methoden und Art der Prävention sind diese vielfältig, stehen allen Schulen nach Bedarfslage zur Verfügung. Erwiesenermaßen mindern soziale Kompetenz- und Selbstbehauptungstrainings die Risikofaktoren in den Institutionen und die der Kinder und Jugendlichen, bei gleichzeitiger Erhöhung der Schutzfaktoren für alle. In 80% aller Düsseldorfer Schulen werden entsprechende Angebote umgesetzt, darüber hinaus verfügen die Offenen Ganztagsschulen über 35 weitere Bildungsangebote in 25 Schulen. Im Folgenden werden einige Initiativen aufgelistet: − Der Schulausschuss beauftragte in seiner Sitzung am 05.02.2013 die Verwaltung, die Düsseldorfer Schulen auf die Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ – eine Kampagne zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt“ des unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindermissbrauchs hinzuweisen und die Schulen zu unterstützen. Vorlage 02/ 8/2016 Oberbürgermeister Geisel Materialien wie Flyer, Informationsblätter für Eltern und Fachkräfte, Empfehlungen von Schutzkonzepten, diverse Kampagnenspots und Video-Clips werden vor Ort durch Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit eingesetzt. In Zusammenarbeit mit den Bundesländern wird derzeit eine Infomappe und Online-Plattform „Schule gegen sexuelle Gewalt“ entwickelt, die ab Herbst 2016 allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. − Der Kriminalpräventive Rat fördert mit dem Projekt Schutzengel die Angebote Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück e. V.. In 2015 wurden 45 Aufführungen des Stückes „Große Nein-Tonne“ an 18 Grundschulen sowie an weiteren 23 Grundschulen das Präventionstheaterstück „Mein Körper gehört mir“ in 115 Klassen gespielt. − Das Zentrum für Schulpsychologie bietet Schulen der Sekundarstufen I und II (SEK I und II) im Rahmen der Fortbildung „Krisenkompetenz und Bildung schulinterner Krisenteams“ ein Modul zum „Umgang mit sexualisierter Gewalt in Schulen“ an. Bisher wurden 50 Schulen der SEK I und II ausgebildet. In Vorbereitung ist eine Informationsbroschüre zum Umgang mit sexuellen Übergriffen in der Schule sowie eine Fortbildungsreihe zu Prävention und Intervention von sexuellen Übergriffen im System Schule. − Zum Schutz vor sexuellen Missbrauch in den Chaträumen der Kinder und Jugendlichen im Internet wird seit 2006 das Präventionstheaterstück ‚Click it 2!‘ von Zartbitter e. V. Köln, im 5. – 8. Jahrgang eingesetzt. An 31 Schulen wurden langfristig Medienscouts im 8. – 9. Jahrgang ausgebildet, die Informations- und Beratungsangebote für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler (eventuelle auch Eltern und Lehrer) entwickeln und durchführen. − Diverse Institutionen, Bildungsserver und ausgewählte Internetseiten bieten dazu aktuelle Beiträge und Unterrichtsreihen für alle Schulformen an, die nach Bedarf abgerufen werden, unter anderem o „Kinderschutz in der Schule – Kindeswohlgefährdung durch sexuellen Missbrauch? Wie verhalte ich mich als Lehrkraft? Ein Leitfaden für den konkreten Fall“, Bezirksregierung Düsseldorf o „Leitfaden zum Umgang mit Verdachtsfällen sexueller Grenzverletzungen, Übergriffe und Straftaten durch Lehrkräfte und weitere Beschäftigte in der Schule“, Bezirksregierung Arnsberg o „Schulische Prävention gegen sexualisierte Gewalt“, Kinderschutzportal o „Umgang mit sexuell auffälligen Jungen ● erkennen ● verstehen ● handeln“, Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalens o „Gemeinsam stark sein“, Methodenbox mit Übungseinheiten für Kinder und Jugendliche gegen sexualisierte Gewalt, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendrotkreuz, Düsseldorf o ‚Nein heißt Nein‘, Unterrichtsreihe zur Prävention von sexuellen Missbrauch bei Kindern mit geistiger Behinderung, Schulsozialarbeit der Caritas Düsseldorf Vorlage 02/ 8/2016 Oberbürgermeister Geisel Frage 2: Gibt es unter den genannten Programmen spezielle Angebote für besondere Zielgruppen – wie z. B. minderjährige Asylsuchende und Geflüchtete? Antwort: Angebote, die sich nur auf die Gruppe minderjähriger Asylsuchender oder der Geflüchteten beziehen, erscheinen aus pädagogischen Gründen an Schulen nicht sinnvoll. Vielmehr gilt es, die gesamte Seiteneinsteigerklasse in bereits vorhandene sexualpädagogische Angebote mit einzubeziehen. Zielgruppenspezifische Informationen für den Unterricht und die Beratung erhalten die Schulen u. a. über das Online-Aufklärungsportal Zanzu „Mein Körper in Wort und Bild“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Sensoa, dem flämischen Expertenzentrum für sexuelle Gewalt.

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 02/ 8/2016