Vorlage als Text anzeigen
Title: Vorlage 19/ 44/2016
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00268393.pdf
Published Time: Tue, 13 Aug 2019 08:21:59 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
Vorlage 19/ 44/2016
> Seite 1 von 2
> RSD Vorlage
X öffentlich nicht öffentlich
An den
Vorsitzenden des Umweltausschusses Ratsherrn Philip Tacer
Düsseldorf, den 30.05.2016
Anfrage
Anfrage der Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER: Fleisch aus Massentierhaltung in Kitas und öffentlichen/städtischen Einrichtungen
Sachdarstellung:
Mehrere Vertreter der sog. Ampel-Koalition in Düsseldorf setzen sich für den Einsatz von Fleisch bzw. Tierprodukten aus ökologischer Erzeugung ein. Von daher ist zu erwarten, dass im „eigenen Haus“ diese Produkte auch verstärkt eingesetzt werden.
Nach unseren Informationen werden jedoch in Düsseldorf in genannten Einrichtungen vielfach minderwertige Tierprodukte/Billig-Fleisch aus der Massentierhaltung angeboten und verzehrt. Unter welchen Bedingungen die Tiere für diese Form der Verwertung gehalten werden ist bekannt. Über die langfristigen Gesundheitsfolgen durch den Verzehr von Fleisch oder sonstigen Tierprodukten aus der Massentierhaltung muss an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden. Stichwörter: Multiresistente Keime durch den Einsatz von Antibiotika, Beimischung von Gammelfleisch, Einsatz von Pestiziden, Nitratbelastungen des Grundwassers um einige Punkte zu nennen.
Anfrage:
1. Wie hoch ist der prozentuale Anteil von Bio-Fleisch gem. der EG-Öko-Verordnung im Verhältnis zum Fleisch aus konventioneller Massentierhaltung, welches in Kantinen von öffentlichen Einrichtungen und städtischen Unternehmen angeboten wird? (Kitas, Schulen, Uni-Mensa, Krankenhäuser, Stadtverwaltung, städtische Beteiligungsgesellschaften*) Bitte getrennt aufschlüsseln. Der Betrachtungszeitraum ist 1.1.2015 bis 31.05.2016. Vorlage 19/ 44/2016
Seite 2 von 2
> RSD Vorlage
2. In welchem Umfang wurden dort im gleichen Zeitraum Eier aus ökologischer Erzeugung (Code 0) angeboten?
* = sofern für die Mitarbeiter eine Kantine zur Verfügung steht: Awista, Deutsche Oper am Rhein, Flughafen Düsseldorf, IDR, Messe Düsseldorf, Neuss Düsseldorfer Häfen, Neue Schauspiel-Gesellschaft, Rheinbahn, Sana-Kliniken, sonstige Krankenhäuser, Stadtverwaltung (alle Bereiche), Stadtwerke Düsseldorf AG, Polizeidienststelle Jürgensplatz, Bereiche der Justiz, und andere.
Claudia Krüger F.d.R.
Ratsfrau Torsten Lemmer
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum
Ausschuss für Umweltschutz -/-¹
Beantwortung als Text anzeigen
Title: 00274099.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00274099.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 17:49:05 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
1
Vorlagen-Nr. 19/44/2016
Beigeordnete Stulgies
Anfrage der Ratsfraktion Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER am 25.08.2016
hier: „Fleisch aus Massentierhaltung in Kitas und öffentlichen/städtischen Einrichtungen“
Frage 1:
Wie hoch ist der prozentuale Anteil von Bio-Fleisch gemäß der EG-Öko-Verordnung im Verhältnis zum Fleisch aus konventioneller Massentierhaltung, welches in Kantinen von öffentlichen Einrichtungen und städtischen Unternehmen angeboten wird? (Kitas, Schulen, Uni-Mensa, Krankenhäuser, Stadtverwaltung, städtische Beteiligungsgesellschaften) Bitte getrennt aufschlüsseln. Der Betrachtungszeitraum ist 1.1.2015 bis 31.5.2016:
Antwort:
Die Anfrage zum Angebot von Bio-Fleisch gemäß der EG-Öko-Verordnung im Verhältnis zum Fleisch aus konventioneller Tierhaltung kann nur für die städtischen Einrichtungen beantwortet werden. Dazu wurden die Rückmeldungen aus dem dafür zuständigen Jugendamt, dem Schulverwaltungsamt sowie dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement ausgewertet.
Das Verpflegungskonzept der städtischen Kitas sieht eine ausgewogene Mischkost aus Tiefkühlkomponenten sowie frisch zubereiteten Nahrungsmitteln vor. Verbindliche Grundlagen bei der Kita-Verpflegung sind die im Jugendhilfeausschuss veröffentlichten Leitlinien zur ausgewogenen Ernährung, die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die sogenannte „Bremer Checkliste“.
Der Hersteller der angebotenen Tiefkühlkost ist DGE zertifiziert. Laut DGE-Zertifikat ist der „Bezug von Fisch aus bestandserhaltener Fischerei sowie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung“ für den Hersteller der Ware verpflichtend. Von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle wird der Hersteller auf die Einhaltung dieser Vorgaben regelmäßig auditiert.
In den städtischen Kantinen Brinckmannstraße, Willi-Becker-Allee und Erkrather Straße wird kein Bio-Fleisch angeboten, jedoch Fleisch von regionalen Anbietern und nicht aus konventionellen Massentierhaltungen.
Bei der Schulverpflegung muss grundsätzlich zwischen Schulen der Primarstufe und Schulen der Sekundarstufe I unterschieden werden.
Die Mittagsverpflegung in der Primarstufe wurde auf Kooperationspartner übertragen. Hier liegen der Verwaltung keine Informationen über das Angebot von Bio-Fleisch vor. 2
In der Sekundarstufe I organisieren die 50 städtischen Schulen (ohne Abendschulen) im Rahmen ihrer schulischen Selbstständigkeit und Eigenverantwortung die Mittagsverpflegung zum überwiegenden Teil mit Unterstützung des Schulträgers selbst. Die Catering-Anbieter werden selbst ausgesucht, somit liegen der Schulverwaltung auch dazu keine Informationen über das Angebot von Bio-Fleisch vor. Im Bedarfsfall übernimmt der Schulträger in Abstimmung mit der jeweiligen Schule die Beauftragung von Caterern. Diese sind die Jugendberufshilfe oder die Werkstatt für angepasste Arbeit.
Die Jugendberufshilfe achtet auf Regionalität, Saisonalität, Nachhaltigkeit und ein Mindestmaß an Bio-Lebensmitteln. Bio-Fleisch wird nach eignen Angaben selten angeboten. Die Hauptlieferanten für Fleisch und Gemüse sind Landwirte und Metzger aus der Region.
Die Werkstatt für angepasste Arbeit bietet kein Bio-Fleisch an, achtet aber auf Regionalität der Produkte.
Frage 2:
In welchem Umfang wurden dort im gleichen Zeitraum Eier aus ökologischer Erzeugung angeboten (Code 0)?
Antwort:
In den städtischen Kitas bezieht sich die Verwendung von Produkten aus ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft nach dem DGE-Zertifikat auch auf die Verwendung von Eiern.
In den städtischen Kantinen werden nur auf der Erkrather Straße Eier mit dem Code 0 angeboten. Dort werden keine Eier aus anderen Haltungsformen verwendet.
Für die Schulen liegen aus den bereits genannten Gründen für die 86 städtischen Grundschulen keine Informationen vor. Für die Sekundarstufe I verwendet die Jugendberufshilfe, da es sich um eine Gemeinschaftsverpflegung handelt, vorwiegend pasteurisiertes Vollei an.
Die Werkstatt für angepasste Arbeit bietet keine Eier aus ökologischer Erzeugung an.
Beigeordnete Stulgies