Ö Vorlagen - Nr.01/ 248/2002
Düsseldorf, den 26. September 2002
Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf
E-Mail:
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Herrn Oberbürgermeister
Joachim Erwin
Antrag
Antrag der Ratsfraktion von Bü90/Grü: Das Plus der EUROGA 2002plus weiter nutzen
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der
Ratssitzung am 10. Oktober 2002 zu nehmen:
Die Verwaltung wird aufgefordert bis zum Sommer nächsten Jahres Umsetzungs- und
Finanzierungsvorschläge vorzulegen, wie wichtige Anstöße der erfolgreichen EUROGA 2002plus
aufgenommen und weiterentwickelt werden können. Dies bezieht sich im Wesentlichen auf zwei
Aspekte:
- Die Gartenkunstausstellung "hell-gruen" wird zukünftig alle 10 Jahre im Hofgarten
und/oder in anderen Düsseldorfer Gärten ausgerichtet und
- Die begonnene Biotopvernetzung in Düsseldorf wird fortgesetzt. Die Maßnahmen der
weiterentwicklungswürdigen beziehungsweise der bislang nicht verwirklichten Projekte
"Regionales Biotopverbundsystem", Himmelgeister Rheinbogen" und "Düsseldorfs
Rheinufer" werden in den nächsten sechs Jahren umgesetzt. Da diese Projekte auch
Hochwasserschutzmaßnahmen beinhalten, besteht an ihrer raschen und umfangreichen
Umsetzung ein hohes öffentliches Interesse.
Sachdarstellung:
Die zahlreichen Düsseldorfer EUROGA 2002plus Projekte haben einigen Düsseldorfer
Parkanlagen zu neuem Glanz verholfen und andere stadtnahe Landschaftsräume aufgewertet.
Dies hat insgesamt zur deutlichen Attraktivitätssteigerung der städtischen Naherholungsräume
beigetragen. Diese Impulse dürfen für Düsseldorf nicht verloren gehen.
Mit der EUROGA 2002plus sind das Gartenkunstmuseum und die Gartenkunstausstellung "hell-
gruen" nach Düsseldorf gekommen. Dies war eine einmalige Gelegenheit, historische und
zeitgenössische Gartenkunst zusammenhängend zu studieren. Düsseldorf hat nun die Chance,
sich als Stadt der Gartenkunst zu entwickeln. Das Ausrichtungsintervall von zehn Jahren lässt
die Entwicklung der zeitgenössischen Gartenkunst in ihren Unterschieden anschaulich werden.
Die Stadt Münster hat mit diesem Zeitrahmen bei ihrer Skulpturenausstellung gute Erfahrungen
gemacht.
Mit dem Rotthäuser Bachtal, dem Pillebachbachtal sowie der Urdenbacher Kämpe sind wichtige
Biotope entwickelt und weiterentwickelt sowie der Öffentlichkeit im angemessenen Maße als
Naherholungsraum zugänglich gemacht worden. Es gilt jetzt, dies entlang des Rheins
fortzusetzen. Der Rhein und sein Ufer - auch mit dem Himmelgeister Rheinbogen - spielt eine
wichtige Rolle bei der Biotopvernetzung und dem Hochwasserschutz. Er war als eigenständiges
Projekt in den ursprünglichen Planungen der EUROGA enthalten und konnte aus Kostengründen
nicht fortgeführt werden. Die Fortsetzung der EUROGA-Projekte bietet die Chance, den
Hochwasserschutz integriert weiterzuentwickeln.
Mit freundlichen Grüßen
Iris Bellstedt Werner Marquis
RSD AllVorlg.WPT