Vorlage aus der Politik
Aktenzeichen 41/ 105/2004
Antr. Bü90/Grüne u. SPD-Fr.: Beirat f. Film u. Mu
Termine abgeschlossen
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Bolkerstraße 53 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug
1Dokument
16. November 2004veröffentlicht
Aus der amtlichen Vorlage
Antrag Bündnis 90/Grüne und SPD-Fraktion: Beirat für Film und Multimedia Der Kulturausschuss beschließt, die Verwaltung zu bitten, einen Beirat für Film und Multimedia, analog zu den Beiräten für Tanz und Theater, Musik, Literatur und Bildende Kunst einzurichten und eine Satzung zu schaffen. Die Besetzung soll den anderen Beiräten gleichen. 80 000 € sollen für die Förderung zur Verfügung gestellt werden.
Auszug aus „Antrag“. Der Dokumenttext allein belegt keinen gefassten Beschluss. Originaldokument
Verfahrensstand
Beratungsweg
25.11.2004
Endgültige Beratung
Kulturausschuss
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Ö Vorlagen - Nr. 41/ 105/2004
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
SPD-Fraktion
An
Friedrich G. Conzen
Vorsitzender des
Kulturausschusses 11. November 2004
Antrag
Antrag Bündnis 90/Grüne und SPD-Fraktion: Beirat für Film und Multimedia
Der Kulturausschuss beschließt, die Verwaltung zu bitten, einen Beirat für Film und
Multimedia, analog zu den Beiräten für Tanz und Theater, Musik, Literatur und Bildende
Kunst einzurichten und eine Satzung zu schaffen.
Die Besetzung soll den anderen Beiräten gleichen.
80 000 € sollen für die Förderung zur Verfügung gestellt werden.
Sachdarstellung:
Düsseldorf ist eine Stadt mit großer Filmtradition (frühe Produktionsfirmen, Harry Piel in den
zwanziger Jahren, Gerry Schumm in den siebziger Jahren, Ole John usw.).
Die letzten Jahrzehnte mit ihren rasanten technischen Fortschritten haben auch die künstlerisch-
filmischen Ausdrucksformen verändert. Es ist eine neue, vielfältige, multimediale Bildsprache
entstanden. Die KünstlerInnen sind nicht mehr nur auf 8mm oder 16mm-Filme angewiesen. Die
Filmtechnik der Zukunft hat sich zu einem Medium entwickelt, das ergänzt wird durch Fernsehen,
Video, Computer, Internet, die Möglichkeit von digitaler Vorführung oder
Filmsatellitenübertragung.
Mit der geplanten Einrichtung eines Medienarchivs an der Stiftung Kunstpalast wird bestätigt,
dass sich in den letzten 30 Jahren eine ganz neue Kunstform gebildet hat.
Im Anhang wird aufgezeigt, wie breit das Spektrum ist, das sich in Düsseldorf schon gebildet hat.
Es ist eine Szene da, die sich mit den neuen Medien innovativ und unkonventionell
auseinandersetzt.. Düsseldorf als Kunst- und Medienstadt muss hier, wie mit den anderen
Beiräten auch, Talentförderung betreiben.
Dafür beantragen wir einen Beirat für Film und Multimedia
Marit v. Ahlefeld Walburga Benninghaus
RSD AllVorlg.WPT
Ö Vorlagen - Nr. 41/ 105/2004
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Anhang (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Ein Überblick über die Film- und Multimedia-Aktivitäten in Düsseldorf
Die Schulen haben Filmerziehung in den Lehrplan aufgenommen
Medienpädagogik wird zum festen Lehrprogramm schulischer Einrichtungen (z.B. KünstlerInnen
in offenen Ganztagsschulen.)
Lernort Studio, AKKI, Medienzentrum Rheinland, VHS bieten Video- und Film-Unterricht an.
Die Fachhochschule Düsseldorf hat im Fachbereich Mediendesign viele Diplomanden
Die Musikhochschule unterhält den Fachbereich Bild und Ton.
Die Kunstakademie hat ihre legendäre Filmklasse, die schon in den 70igern mit Lutz
Mommartz und Günter Uecker neue Formen und Möglichkeiten des Filmens und damit eine neue
Sicht auf die Wirklichkeit propagierte. Unvergessen die Kultkneipe Cream Cheese, (heute im
Museum Kunstpalast)-
Auch heute ist der Film im Lehrplan (Gastprofessor Vadim Glowna)
Die Filmwerkstatt, hervorgegangen aus der Filmklasse der Kunstakademie. Hier wird der
Nachwuchs geschult. Die Seminare haben größeren Zulauf, als Platz vorhanden ist. Regelmäßige
Veranstaltungen, die Kurz-, Dokumentar- und Experimentalfilme und Medienkunst präsentieren,
spiegeln das vielfältige regionale und internationale Schaffen wieder.
Bahnhof Eller: Kurzfilmvorführungen.
Die Kunsthalle: u.a. Gerry Schum, in Planung 2005: „Daumenkino".
K20,K21: Ausstellungen von KünstlerInnen mit bedeutenden Videoarbeiten.
Stiftung Museum Kunstpalast richtet ab 2005 ein Medienarchiv ein.
NRW-Forum: „Mediathek", Ausstellung „Video" (2004)
„Kunstraum" im Salzmannbau: Video-Installationen
Tanzhaus: Multi-Media Tanzprojekte
triggerfish: Wettbewerb um das beste Band-Video
Schlingensiepen: Stummfilm und Livemusik
Touch town: Wettbewerb für junge StadtfilmerInnen im Rahmen des „PlatzDa!Sommerauftritts"
Kurzfilmfestivals 2004 in Düsseldorf:1.An der Universität im Bereich Kultur und
Medienwissenschaften (80 Einreichungen) und 2. im Metropol (40 Einreichungen)
Die freie Szene: ONOMATO ist der Zusammenschluss von Video- und KlangkünstlerInnen im
eigenen Projektraum in Bilk. Dort finden auch Workshops im Bereich Videokunst und Klangdesign
statt.
Zahlreiche freie KünstlerInnen, die sich laufend mit Videokunst und Multimedia-Konzepten
beschäftigen. Soeben erhielten drei Düsseldorfer KünstlerInnen bei „Naim June Paik Award 2004"
den Förderpreis für ihr Multimedia-Werk. (Musik, Video, Live-Performance)
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Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 41/ 105/2004