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Ö Vorlagen - Nr. 02/ 28/2004
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SPD - Ratsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen - Ratsfraktion
An
Ratsfrau Angelika Wien-Mroß
Vorsitzende des
Frauenausschusses 24. Juni 2004
Antrag
Antrag der Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen zum Gender Budgeting
Sehr geehrte Frau Wien-Mroß,
wir bitten Sie, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Frauenausschusses am 8.7.2004 zu
nehmen:
"Der Frauenausschuss fordert die Verwaltung auf, bis zum 31. Dezember 2004 eine
Entscheidungsgrundlage über eine modellhafte Erprobung des Konzeptes zur nach Geschlechtern
differenzierenden Analyse, Bewertung und Folgenabschätzung von Haushaltsentscheidungen vorzulegen."
Sachdarstellung:
Die Haushaltsplanung ist eines der wichtigsten demokratischen Instrumente zur Gestaltung des
Gemeinwesens. Mit den öffentlichen Haushalten werden bestimmten Politikbereichen definierte Beträge
zugewiesen. Mit dieser Verteilung von Ressourcen im Haushaltsplan werden Aufgabenstellungen verbunden
und Prioritäten gesetzt. Aus den Budgets oder Haushalten ergeben sich so auch die finanziellen
Möglichkeiten von AkteurInnen. Die Einnahmen- und Ausgabenstruktur des Haushalts ist das Ergebnis
politischer Entscheidungen darüber, wie und von wem Mittel erhoben und wofür sie eingesetzt werden
können. Noch kann nur in wenigen Fällen festgestellt werden, in welchem Maße Frauen und/oder Männer
von den öffentlichen Mitteln profitieren. Insbesondere in Zeiten knapper Kassen ist es nicht nur ein Gebot
der sozialen Gerechtigkeit, hier Transparenz herzustellen und so die Grundlage für einen ausgewogenen,
geschlechtergerechten Haushalt zu schaffen. Gender Budgeting hilft auch, die knappen finanziellen Mittel
zielgerichtet und somit ökonomisch effektiv auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerung
auszurichten. Für die Herstellung von echter Chancengleichheit von Frauen und Männern können
geschlechtergerechte öffentliche Haushalte einen wesentlichen Beitrag leisten. Grundlage und
Voraussetzung von geschlechtssensibler Haushaltspolitik im Sinne des Gender Budgeting ist zunächst die
Erhebung und laufende Aktualisierung von nach Geschlecht aufgeschlüsselten Daten und Informationen.
Ziel von Gender Budgeting ist die Umgestaltung des Haushalts im Sinne von Gleichberechtigung für beide
Geschlechter. Öffentliche Gelder sollen so eingesetzt werden, dass sie Frauen und Männern gleichermaßen
zugute kommen. Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und die Förderung von
Wirtschaftlichkeit beim Einsatz öffentlicher Mittel sind dabei keineswegs Ziele, die sich gegenseitig
ausschließen, sondern sich sehr gut verbinden lassen. Umso differenzierter Bedarfe erfasst werden, umso
zielgenauer und effektiver kann der Mitteleinsatz erfolgen. Eine Haushaltsplanung auf der Basis
geschlechtsdifferenziert aufbereiteter Daten erfüllt genau diese Anforderung.
Mit freundlichen Grüßen
Marina Spillner Angela Hebeler
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
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Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Frauenausschuss -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.