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Ö Vorlagen - Nr. 01/ 133/2004
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SPD-Ratsfraktion
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Herrn Oberbürgermeister
Joachim Erwin 07. Juni 04
Antrag
Antrag der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:
Initiative des Ausländerbeirates zur Einrichtung eines kommunalen Integrationsrates
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der Ausländerbeirat der Stadt Düsseldorf hat am 17.12.2003 beschlossen, dem Rat die
Umwandlung des Ausländerbeirates in einen kommunalen Integrationsrat zu empfehlen
und mit Schreiben vom 18.12.2003 an Herrn Oberbürgermeister Erwin darum gebeten,
diesen Beschluss in den Rat einzubringen, was bisher noch nicht geschehen ist.
Vor diesem Hintergrund bitten die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD
Sie, in der kommenden Ratssitzung über folgenden Antrag abstimmen zu lassen:
1. Der Rat der Stadt Düsseldorf beschließt, sich in der heutigen Sitzung mit dem
Beschluss des Ausländerbeirates, dem Rat die Einrichtung eines
Integrationsrates zu empfehlen, zu befassen und einen Beschluss
herbeizuführen.
2. Der Vorsitzende des Ausländerbeirates erhält dafür in der heutigen Sitzung
Rederecht (§ 27 Gemeindeordnung NW).
Sachdarstellung:
Nach der Gemeindeordnung NW ist auf Antrag des Ausländerbeirates eine Anregung
oder Stellungnahme des Ausländerbeirates dem Rat vorzulegen. Der Vorsitzende des
Ausländerbeirates ist berechtigt, bei der Beratung dieser Angelegenheit an der Sitzung
teilzunehmen; auf sein Verlangen ist ihm dazu das Wort zu erteilen (vergl. § 27, Abs. 8
GO NW).
Allen Fraktionen im Düsseldorfer Stadtrat und dem Oberbürgermeister ist seit Dezember
2003 bekannt, dass der Ausländerbeirat Düsseldorf beantragt hat, bei den im Herbst in
NRW anstehenden Wahlen der komm unalen Migrantenvertretungen anstelle eines
Ausländerbeirates einen kommunalen Integrationsrat einzurichten. Bekannt ist auch, dass
der Rat über diesen Antrag vor den Sommerferien entscheiden muss, damit genügend
Vorbereitungszeit für entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation der Wahlen
etc. bleibt. Diese Wahlen müssen nämlich nach der Gemeindeordnung NW innerhalb von
8 Wochen nach der Kommunalwahl stattfinden.
Da der Anregung des Ausländerbeirates von Dezember vergangenen Jahres und der
schriftlichen Erinnerung vom 26.4. dieses Jahres bisher noch nicht nachgekommen
wurde, die Angelegenheit aber mittlerweile eilbedürftig ist, soll die Anregung des
Ausländerbeirates in der kommenden Ratssitzung behandelt werden.
RSD AllVorlg.WPT
Ö Vorlagen - Nr. 01/ 133/2004
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Zur Verbesserung der politischen Partizipation von Migrantinnen und Migranten haben
sich viele Kommunen Nordrhein-Westfalens mittlerweile entschlossen, ihre
Ausländerbeiräte in Integrationsräte oder in Integrationsausschüsse umzuwandeln. 47
nordrhein-westfälische Städte haben sich demzufolge auch schon seit längerem auf
Wahltermine für die MigrantInnen-Vertretung (früher Ausländerbeirat) für den Herbst des
Jahres festgelegt, z.B. unsere Nachbarstadt Köln. Sie haben entsprechende Schritte
(Antrag beim Innenministerium aufgrund Experimentierklausel § 126 GO) eingeleitet,
damit im Zuge der Kommunalwahl in diesem Herbst die Wahlen/Besetzungen stattfinden
können. Grundlage hierzu bieten die Handlungsempfehlungen des Innenministerium NW,
die aufgrund eines gemeinsamen Beschlusses der Landtagfraktionen von SPD, CDU und
Bündnis 90/Die Grünen erarbeitet wurden. Wir sind der Auffassung, dass die
Zusammenarbeit zwischen Rat und Migrantenvertretung wesentlich verbessert werden
kann, wenn Ratsmitglieder Sitz und Stimme in der MigrantInnenvertretung haben, wie es
bei der jetzigen Konstruktion des Ausländerbeirates nicht vorgesehen ist.
Wir unterstützen das Anliegen des Ausländerbeirates, zu einer besseren Zusammenarbeit
zwischen Migrantenvertretung und Ratspolitik zu kommen und damit die
Integrationsbemühungen der Kommune voranzubringen. Deshalb sollte so schnell wie
möglich über die Anregung des Ausländerbeirates entschieden werden, damit zur
Vorbereitung und Bewerbung einer Wahl im Herbst (spätester Termin ist der 21.11.2004)
noch ausreichend Zeit bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Wurm Marion Enke
Anlage
Beschluss des Ausländerbeirates vom 17.12.2003 und die Schreiben an Herrn OB Erwin
vom 18.12.2003 und 26.4.2004