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Title: Vorlage 56/ 7/2019
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00333828.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 13:57:07 GMT
Number of Pages: 6
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Vorlage 56/ 7/2019
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X öffentlich nicht öffentlich
Eftalya Cinkilinc
Lukas Mielczarek
Mitglieder des Jugendrates
An den
Düsseldorfer Jugendrat
07.01.2019
## Antrag
Verkehrswende anpacken: Verbesserung der Infrastruktur für RadfahrerInnen und FußgängerInnen und der Aufenthaltsqualität auf der Unterrather Straße
Der Jugendrat bittet die Verwaltung folgende verkehrliche Umgestaltungsmaßnahmen auf der Unterrather Straße sowie Hamborner Straße vorzunhemen, um die Infrastruktur für FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen, die Verkehrssicherheit (insbesondere für Kinder) und die Lebensqualität im Stadtteil Unterrath zu erhöhen, sowie den Verkehrsraum gerechter aufzuteilen:
1. Einrichtung einer Radfahrspur auf der Unterrather Straße und Hamborner Straße in westlicher Fahrtrichtung zwischen der Kreuzung Hamborner Straße/Parsevalstraße und dem bestehenden Radweg ab der Brücke über den Kittelbach auf dem derzeit dem Autoverkehr gewidmeten rechten Fahrstreifen (siehe Anhang 1, Bild 1-2)
2. Verbreiterung des nördlichen BürgerInnensteigs zwischen der Kreuzung Unterrather Straße/Karthäuserstraße/Am Röttchen und der Einmündung Unterrather Straße/Ahornallee durch Inanspruchnahme der rechten Fahrspur und dafür Öffnung der derzeit der Straßenbahn (Fahrtrichtung Innenstadt) vorenthaltenen mittleren Spur für den Verkehr (siehe Anhang 1, Bild 3); anschließende punktuelle Bepflanzung (u.U. nur Kübelbepflanzung)
3. Einrichtung einer Radfahrspur auf der Unterrather Straße in östlicher Fahrtrichtung, anschließend an den bestehenden Radweg auf der Kalkumer Straße und mündend im bestehenden Radweg ab Höhe Am Röttchen auf dem derzeit dem Autoverkehr gewidmeten rechten Fahrstreifen (siehe Anhang 1, Bild 4-5)
Auf der Höhe von Bushaltestellen sind Fahrrad- und ÖPNV-verträgliche Verkehrsführungen einzurichten. Wir beantragen ebenfalls, zu prüfen, inwiefern die Einrichtung von Umweltspuren (Sonderfahrspuren für Busse, Fahrräder, Taxen und Elektroautos) wie zurzeit für die Merowinger Straße und die Strecke Werstener Kreuz bis Innenstadt debattiert, ein sinnvoller Kompromiss darstellt, um die oben beschriebenen Ziele einer verkehrlichen Umgestaltung zu erreichen.
Sachdarstellung:
Der Wunsch nach sauberer Luft sowie die Tendenz hin zu klimatisch nachhaltigem Handeln führen dazu, dass wir die Frage der Mobilität in unserer Stadt neu denken müssen. Die Anregung verstärkter Nutzung von Verkehrsmitteln abseits des Personenkraftwagens liegt zunehmend im öffentlichen Interesse – ebenso, wie eine Verbesserung der Bedingungen der NutzerInnen von Bus, Bahn und Fahrrad hin zu einer Gleichberechtigung der Verkehrsmittel und weg von einer Dominanz des Autos. Vorlage 56/ 7/2019
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Neben der Wirkung in Bezug auf die drängende Thematik der Luftverschmutzung, insbesondere der Überschreitung von Stickoxidemissionen vornehmlich durch dieselbetriebene Fahrzeuge, sowie Aspekten des Ressourcenverbrauchs, soll eine
„Verkehrswende“ gesellschaftlichen und städtischen Problemen auch durch einen
niedrigeren Platzverbrauch (weniger PKW-Parkplätze), sinkende Lärmemissionen, geringere Unfallrisiken und eine Steigerung der allgemeinen Lebensqualität Antworten entgegensetzen. Es wird deutlich, dass Maßnahmen im Sinne einer Verkehrswende von zentraler Bedeutung sind. Wir müssen Verkehr neu denken.
Im Kontext besonders für Kinder schädlicher Stickoxidbelastung durch Dieselfahrzeuge sowie klimaschädlicher Treibhausausstoße durch den allgemeinen motorisierten Individualverkehr, wird vielfach nach Lösungen gesucht. Hier ist die Entwicklung der Verkehrswende ein zentrales Mittel, das neben den schädlichen Umwelteinflüssen unseres aktuellen Mobilitätsverhaltens auch die Lebens- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erhöht, die Verkehrssicherheit verbessert und das städtische Platzproblem verringern kann.
Etwaige Maßnahmen dürfen sich nicht auf die Innenstadt beschränken. So brauchen wir beispielsweise eine Verbesserung der Verkehrslage für Fahrräder auch in Stadtteilen abseits der Innenstadt, um eine attraktive und sichere Anbindung für PenderInnen einzurichten. In vielen Stadtteilen ist das Fahrradfahren bisher nur sehr eingeschränkt und mit verkehrlichen Risiken, auch und besonders für Kinder und Jugendliche, verbunden – beispielsweise in Unterrath, besonders auf der Unterrather Straße. Auf der vier- bis fünfspurigen Straße ist der Radweg stark unterbrochen und abschnittsweise nur einseitig oder gar nicht vorhanden. Ausweichrouten sind mit großen Umwegen verbunden.
Deshalb sprechen wir uns für eine Erweiterung der Radinfrastruktur auf der Unterrather Straße, wie oben beschrieben und in Anhang 1 Bild 1-2 und 4-5 gezeigt, aus. Es ist notwendig, dass den Radfahrerinnen und Radfahrern ihr eigener Raum auf der Straße zuteilwird. Aufgrund der Beschränktheit des Straßenraums, ist dies nur durch Umwidmung einer bestehenden Fahrspur möglich. Durch die Attraktivitätssteigerung des Fahrradfahrens und die allgemeinen städtischen Entwicklungen zum Ausbau der Radinfrastruktur (Erweiterung des Radwegehauptnetzes), rechnen wir nicht damit, dass die Maßnahme zur großen Einschränkungen für das Vorankommen des motorisierten Individualverkehrs führen wird. Die Maßnahme ist zudem verhältnismäßig, da die Unterrather Straße/Hamborner Straße im Gegensatz zur Danziger Straße oder dem Nördlichen Zubringer keine direkte und zentrale Einfahrtsstraße in die Stadt darstellt und die erfolgreiche Entschleunigung im Kreuzungsbereich Unterrather Straße/Kalkumer Straße mit Beschränkung auf einen Fahrstreifen in Fahrtrichtung Innenstadt die Anwendbarkeit von Maßnahmen dieser Art demonstriert hat.
Der Wegfall von Autoparkplätzen ist zudem marginal. An einzelnen Stellen würden Parkplätze in einstelliger Zahl wegfallen, an anderen könnten die Parkplätze zwischen MIV-Spur und Fahrradspur platziert werden, sofern sie notwendigerweise erhalten bleiben sollen.
Um darüber hinaus der unsicheren und beengten Situation für FußgängerInnen auf dem schmalen nördlichen BürgerInnensteig zwischen der Kreuzung Unterrather Straße/Karthäuserstraße/Am Röttchen und der Einmündung Unterrather Straße/Ahornallee, der rege von GrundschülerInnen als Schulweg genutzt wird und zudem eine Straßen- und Bushaltestelle beherbergt, Abhilfe zu schaffen, bitten wir um seine Verbreiterung, indem die bestehenden beiden MIV-Spuren um eine Spur in südlicher Richtung verschoben werden, die bisherige alleinige Straßenbahnfahrspur Vorlage 56/ 7/2019
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also künftig ebenfalls durch den motorisierten Individualverkehr befahren werden kann. Der entstehende Freiraum soll den FußgängerInnen sowie Qualitätssteigernden
Maßnahmen (Bepflanzung, …) zugutekommen. Zudem soll die Möglichkeit von
Außengastronomien zumindest in Form von Stehtischen geprüft werden.
Die Abschaffung des alleinigen Straßenbahnfahrstreifens ist praktikabel, da ein zügigeres Voran-kommen der am Verkehr Beteiligten durch die in dem Teilstück vor der Kreuzung befindliche Halte-stelle ohnehin nicht möglich ist. Durch die Ausfahrtregelung aus der Unterrather Straße (Schleife) für Straßenbahnen, die ein rotes Ampellicht für Fahrzeuge von der Hamborner Straße vorsieht, ist ohnehin geregelt, dass Straßenbahnen vor dem MIV die Kreuzung Unterrather Straße/Am Röttchen erreichen. Etwaige noch vor der Straßenbahn befindliche Fahrzeuge fahren bei grün an der Kreuzung ab, sodass ein ordnungsgemäßes Erreichen der Haltestelle keine Schwierigkeiten mit sich bringen würde. Die Situation ist in Anhang 1 Bild 3 nochmal bebildert.
Die beschriebenen Maßnahmen würden einen deutlichen Modellcharakter haben und die vielfach beschriebenen angestrebten verkehrlichen Entwicklungen tatsächlich in die Tat umsetzen. Um die Praktikabilität zu testen ist es zudem möglich, die Fahrradspuren erst nur provisorisch auszuweisen. Außerdem ist die Sinnhaftigkeit von kombinierten Umweltspuren zu erörtern.
Es sind zahlreiche positive Folgen für den Verkehr und den Stadtteil zu erwarten, sodass wir jetzt die notwendigen Weichen für eine nachhaltig lebenswerte Stadt stellen können.
Diese Maßnahme haben wir in ähnlicher Fassung gegenüber der Bezirksregierung in unserer Stellungnahme zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans vorgeschlagen und beantragen sie nun auf kommunaler Ebene.
Eftalya Cinkilinc Lukas Mielczarek
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Jugendrat 24.01.2019 vertagt
Jugendrat 21.02.2019 mehrheitlich
beschlossen
Anlagen: X beigefügt nicht vorhanden Vorlage 56/ 7/2019
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Anlage
## Bild 1:
## grün: Fahrradspur
## Quelle: http://maps.duesseldorf.de/Gesamt/
## Bild 2:
## grü grün: Fahrradspur rot: bestehender Fahrradweg
## Quelle: http://maps.duesseldorf.de/Gesamt/ Vorlage 56/ 7/2019
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## Bild 3:
## blau: Verbreiterung BürgerInnensteig; orange: Öffnung von Straßenbahnspur für MIV
## Quelle: http://maps.duesseldorf.de/Gesamt/
## Bild 4:
## grün: Fahrradspur rot: bestehender Fahrradweg
## Quelle: http://maps.duesseldorf.de/Gesamt/ Vorlage 56/ 7/2019
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## Bild 5:
## grün: Fahrradspur rot: bestehender Fahrradweg
## Quelle: http://maps.duesseldorf.de/Gesamt/
Antworten der Verwaltung zu 56/7/2019 als Text anzeigen
Title: Dokument1
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00344977.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 19:02:28 GMT
Number of Pages: 2
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# 1
Antworten der Verwaltung zu 56/ 7/2019
Jugendrat am 16.05.2019 Antrag der Jugendratsmitglieder Eftalya Cinkilinc und Lukas Mielczarek Hier: Verkehrswende anpacken: Verbesserung der Infrastruktur für RadfahrerInnen und FußgängerInnen und der Aufenthaltsqualität auf der Unterrather Straße Antrag:
Der Jugendrat bittet die Verwaltung folgende verkehrliche Umgestaltungsmaßnahmen auf der Unterrather Straße sowie Hamborner Straße vorzunhemen, um die Infrastruktur für FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen, die Verkehrssicherheit (insbesondere für Kinder) und die Lebensqualität im Stadtteil Unterrath zu erhöhen, sowie den Verkehrsraum gerechter aufzuteilen: 1. Einrichtung einer Radfahrspur auf der Unterrather Straße und Hamborner Straße in westlicher Fahrtrichtung zwischen der Kreuzung Hamborner Straße/Parsevalstraße und dem bestehenden Radweg ab der Brücke über den Kittelbach auf dem derzeit dem Autoverkehr gewidmeten rechten Fahrstreifen (siehe Anhang 1, Bild 1-2). 2. Verbreiterung des nördlichen Bürgersteigs zwischen der Kreuzung Unterrather Straße/Karthäuserstraße/Am Röttchen und der Einmündung Unterrather Straße/Ahornallee durch Inanspruchnahme der rechten Fahrspur und dafür Öffnung der derzeit der Straßenbahn (Fahrtrichtung Innenstadt) vorbehaltenen mittleren Spur für den Verkehr (siehe Anhang 1, Bild 3); anschließende punktuelle Bepflanzung (u.U. nur Kübelbepflanzung). 3. Einrichtung einer Radfahrspur auf der Unterrather Straße in östlicher Fahrtrichtung, anschließend an den bestehenden Radweg auf der Kalkumer Straße und mündend im bestehenden Radweg ab Höhe Am Röttchen auf dem derzeit dem Autoverkehr gewidmeten rechten Fahrstreifen (siehe Anhang 1, Bild 4-5) Auf der Höhe von Bushaltestellen sind Fahrrad- und ÖPNV-verträgliche Verkehrsführungen einzurichten. Wir beantragen ebenfalls, zu prüfen, inwiefern die Einrichtung von Umweltspuren (Sonderfahrspuren für Busse, Fahrräder, Taxen und Elektroautos) wie zurzeit für die Merowinger Straße und die Strecke Werstener Kreuz bis Innenstadt debattiert, ein sinnvoller Kompromiss darstellt, um die oben beschriebenen Ziele einer verkehrlichen Umgestaltung zu erreichen.
Stellungnahme des Amtes für Verkehrsmanagement (66/2.1):
Grundsätzlich bestätigt die Verwaltung den beschriebenen Handlungsbedarf. Die genannte Achse Unterrather Straße/Hamborner Straße ist aber nicht Teil des Radhauptnetzes. Aufgrund anderer, höher zu bewertenden Maßnahmen im Radhauptnetz, kann mit der Planung konkreter Maßnahmen (evtl. sogar einer Komplettüberplanung) im Bereich Unterrather Straße/Hamborner Straße nicht begonnen werden. Die Verwaltung wird, den Jugendrat informieren, wenn mit der Planung begonnen wurde und sobald dann ein entsprechender Planungsstand erreicht ist. Ein Zeitpunkt hierfür kann aber nicht genannt werden. 2
Die beantragte Prüfung von Umweltspuren wird bis zur Auswertung der vorgesehenen Umweltspuren Merowinger- und Prinz-Georg-Straße zurückgestellt .