Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 170/ 82/2018

Baumfällungen im Stadtbezirk 10

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Fritz-Erler-Straße 21 · Stadtbezirk 10 (Garath)örtlicher Bezug 2Dokumente 15. Mai 2018veröffentlicht

Themen

Beschluss & Empfehlung

  • Wie viele satzungsgeschützte Bäume sind seit dem Sturm Ela im Stadtbezirk 10 wegen Maßnahmen im Wohnungs- oder Straßenbau bzw. durch sonstige durch die Stadtverwaltung veranlasste oder genehmigte Maßnahmen gefällt worden?
  • Im Zeitraum 01.01.2015 bis zum 01.05.2018 wurden insgesamt Ersatzpflanzungen in Höhe von 8100,- Euro gefordert. Mit dem vorgenannten Betrag können bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 800,- Euro pro Jungbaum ca. 10 Bäume gepflanzt werden. Hierbei handelt es sich um eine höhere Anzahl als die zur Fällung genehmigten Bäume, da die Sachwertermittlung die Baumart, die Funktion, die Größe und das Alter der Bestandsbäume berücksichtigt.
  • Erst nach Vorlage des Prüfergebnisses können die vorbereitenden Maßnahmen wie das Ausfräsen des Wurzelstubbens und die Anlage einer ausreichend dimensionierten Baumgrube vorgenommen werden.

URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00326407.pdf Published Time: Fri, 05 Jul 2019 18:44:33 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: Beantwortung zur Vorlage 170/ 82/2018 # Bezirksvertretung 10 Anfrage der Bezirksvertreterin Frau Kraft-Dlangamandla (Die Linke) vom 29.05.2018 Baumfällungen im Stadtbezirk 10 Frage 1: Wie viele satzungsgeschützte Bäume sind seit dem Sturm Ela im Stadtbezirk 10 wegen Maßnahmen im Wohnungs- oder Straßenbau bzw. durch sonstige durch die Stadtverwaltung veranlasste oder genehmigte Maßnahmen gefällt worden?

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Title: Vorlage 170/ 82/2018 URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00317604.pdf Published Time: Mon, 12 Aug 2019 19:28:02 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: Vorlage 170/ 82/2018 > Seite 1 von 2 > RSD Vorlage X öffentlich nicht öffentlich Angelika Kraft-Dlangamandla (Die LINKE) der Bezirksvertretung 10 An den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 10 13.05.2018 # Anfrage Baumfällungen im Stadtbezirk 10 - Anfrage der Bezirksvertreterin Frau Kraft-Dlangamandla - Die Bezirksvertretung 10 bittet die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie viele satzungsgeschützte Bäume sind seit dem Sturm Ela im Stadtbezirk 10 durch die Stadtverwaltung wegen unterschiedlicher Wohnungs- oder Straßenbau und ähnliches veranlasste oder genehmigte Maßnahmen gefällt worden? 2. Wie viele Ersatzplanzungen wurden angekündigt und wie viele davon wurden durchgeführt? 3. Wie schätzt die Verwaltung die Klimarechnung auf Grund der Baumfällungen ein? Begründung: Bäume neutralisieren Schadstoffe, die wir Menschen ausatmen und produzieren und wandeln sie in Atemluft um. „Wir haben keine Wahl, sondern müssen lernen und akzeptieren, dass unser Leben nur gemeinsam mit Bäumen zu scha ffen ist.“ Und „Wie wir mit der Natur, mit den Bäumen und Wäldern umgehen, ist weder logisch noch ökonomisch oder ästhetisch nachvollziehbar“ , Zitate Conrad Amber „Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt“. Michael Kohl und sein Team der Universität Hamburg haben nachgewiesen, dass alte Bäume im letzten Viertel ihres Lebens bis zu 50 % ihres gesamten Kohlenstoff-Anteils aufnehmen. Somit sind sie ungeheuer wichtig in einer sich ständig verdichtenden Stadt wie Düsseldorf. Auch wenn der Stadtbezirk 10 von viel Grün, von vielen Bäumen umgeben ist, ist jeder vor allem ältere Straßenbaum wichtig. Neu gepflanzte Bäumchen brauchen Jahre, um zum Beispiel Kohlendioxid zu vernichten wie ein älterer Baum. Vorlage 170/ 82/2018 > Seite 2 von 2 > RSD Vorlage Der Sturm Ela hat am 9. Juni 2014 im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet über 30.000 Bäume vernichtet. Trotz vieler Baumspenden von Düsseldorferinnen und Düsseldorfern sind diese bei weitem noch nicht ersetzt. Ganz im Gegenteil. Bäume werden vernichtet! Hier nur 3 Beispiele: Baumfällungen für den Metropavillion, der lediglich für 6 Wochen aufgebaut war, Am Trippelsberg 100 wurden 70 gesunde Bäumen für den Bau einer Spedition gefällt, die von Anwohner*innen, der Bezirksvertretung 9 sowie des Stadtrats abgelehnt wurde. Oder aktuell die Pläne für ein Musik-Event an der Messe, dem über 100 Bäume zum Opfer fallen sollen und es ebenfalls breite Proteste gibt. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Bezirksvertretung 10 29.05.2018 Anlagen: beigefügt X nicht vorhanden
Beantwortung der Anfrage 170/ 82/2018 als Text anzeigen
Title: 00326407.pdf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00326407.pdf Published Time: Fri, 05 Jul 2019 18:44:33 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: Beantwortung zur Vorlage 170/ 82/2018 # Bezirksvertretung 10 Anfrage der Bezirksvertreterin Frau Kraft-Dlangamandla (Die Linke) vom 29.05.2018 Baumfällungen im Stadtbezirk 10 Frage 1: Wie viele satzungsgeschützte Bäume sind seit dem Sturm Ela im Stadtbezirk 10 wegen Maßnahmen im Wohnungs- oder Straßenbau bzw. durch sonstige durch die Stadtverwaltung veranlasste oder genehmigte Maßnahmen gefällt worden? Antwort: a) Entfernung von Bäumen im Rahmen der Baumschutzsatzung: Im Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 01.06.2018 sind im Stadtbezirk 10 insgesamt 8 Bäume von der Baumschutzsatzung befreit worden. b) Entfernung von städtischen Bäumen auf Straßen und in Grünanlagen: Im Zeitraum von 2015 bis 2018 wurden insgesamt 219 Fällungen von städtischen, nicht mehr verkehrssicheren, kranken oder abgestorbenen Straßen- und Anlagenbäumen durchgeführt, über die die Bezirksvertretung 10 informiert wurde. Entsprechende Pressemitteilungen wurden veröffentlicht, ebenso wurden diese Informationen im Internet bereitgestellt. Frage 2: Wie viele Ersatzpflanzungen wurden angekündigt und wie viele dieser Ankündigungen wurden durchgeführt? Antwort: a) Ersatzpflanzungen im Rahmen der Baumschutzsatzung: Im Rahmen der Befreiung von der Baumschutzsatzung werden monetäre Bewertungen nach dem anerkannten Sachwertverfahren von Werner Koch (Baumsachverständiger) vorgenommen, um bei größeren Bauvorhaben (Mehrfamilienhäuser, Gewerbegebäude) den Umfang für Ersatzpflanzungen festzulegen. Im Zeitraum 01.01.2015 bis zum 01.05.2018 wurden insgesamt Ersatzpflanzungen in Höhe von 8100,- Euro gefordert. Mit dem vorgenannten Betrag können bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 800,- Euro pro Jungbaum ca. 10 Bäume gepflanzt werden. Hierbei handelt es sich um eine höhere Anzahl als die zur Fällung genehmigten Bäume, da die Sachwertermittlung die Baumart, die Funktion, die Größe und das Alter der Bestandsbäume berücksichtigt. Bisher wurden Ersatzpflanzungen in Höhe von insgesamt 2100,- Euro durchgeführt. Noch anstehende Ersatzpflanzungen werden seitens der Verwaltung regelmäßig überprüft und ggfls. angemahnt. b) Ersatzpflanzungen auf städtischen Grundstücken: Nach dem Orkan Ela im Jahr 2014 wurden die vertraglichen Vereinbarungen mit den Leitungsträgern aktualisiert und überarbeitet. Bei allen vorzunehmenden Nachpflanzungen sind sogenannte Umlaufverfahren durchzuführen, bei denen die Leitungsträger wie die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb als auch die Telekom etc. die Gelegenheit erhalten, die entsprechenden Standorte hinsichtlich vorhandener Leitungstrassen zu überprüfen. Nach dieser Standortüberprüfung werden entweder Schutzmaßnahmen im Wurzelbereich der Bäume eingebaut oder aber bei einem zu geringen Abstand zu den Leitungen auf eine Nachpflanzung verzichtet. Die Prüfung von jährlich 600 bis 800 Nachpflanzungen und die Anzahl der zu beteiligenden Träger führen zu längeren Bearbeitungszeiten. Erst nach Vorlage des Prüfergebnisses können die vorbereitenden Maßnahmen wie das Ausfräsen des Wurzelstubbens und die Anlage einer ausreichend dimensionierten Baumgrube vorgenommen werden. Die insgesamt 11 Straßenbäume, die im Stadtbezirk 10 durch den Orkan Ela ausgefallen sind, wurden bereits in den Folgejahren ersetzt. Frage 3: Wie schätzt die Stadt die Klimarechnung auf Grund der Ergebnisse in Fragen 1 und 2 ein? Antwort: Stadtbäume tragen mit Ihren Eigenschaften zu einem positiven Stadtklima bei und leisten sowohl einen Beitrag zur Klimaanpassung als auch zum Klimaschutz: · Klimaanpassung: Durch ihre Verschattungs- und Verdunstungskühlleistung wirken Stadtbäume an heißen Tagen kühlend auf ihre Umgebung. Diese positiven Eigenschaften auf das Mikroklima sind für die Anpassung an den Klimawandel besonders wichtig und können dazu beitragen, die Belastung für die Bevölkerung durch zunehmende Hitzeperioden abzumildern. Aus diesem Grund ist das „Düsseldorfer Stadtbaumkonzept“ als eine Schlüsselmaßnahme im Klimaanpassungskonzept der Landeshauptstadt Düsseldorf festgeschrieben worden. Mit der Umsetzung dieser Schlüsselmaßnahme soll der Baumanteil in der Stadt erhöht werden. · Klimaschutz: Stadtbäume entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid (CO 2) und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Für den Biomasseaufbau wird im Zuge der Photosynthese der Kohlenstoff (C) aus dem Kohlendioxid (CO 2) verwendet und Sauerstoff wieder freigesetzt (O 2). Wie viel ein Baum zum Klimaschutz beiträgt, hängt von der Art, vom Alter und von der Größe ab. Mit dem Merkblatt 27 „Kohlenstoffspeicherung von Bäumen“ der Bayerischen Landesanstalt für Forstwirtschaft von 2011 wird dieser Beitrag exemplarisch dargestellt. So kann eine Linde mit einer Höhe von 25 Meter und einem Stammdurchmesser von etwa 125 Zentimetern in einem Meter Höhe in ihrer Lebenszeit bereits 1.500 bis 2.500 kg CO 2 in ihre Biomasse einbauen und damit zum Klimaschutz beitragen.

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 170/ 82/2018