Ö Vorlagen - Nr.66/ 10/2005
Düsseldorf, den 30. Dezember 2004
Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf
E-Mail:
[email protected]
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An
Herrn Rolf-Jürgen Bräer
Vorsitzender des
Ordnungs- und Verkehrsausschusses
Anfrage
Straßenbahnbeschleunigung durch Fahrbahnmarkierungen
Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Sehr geehrter Herr Bräer,
die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Anfrage auf die Tagesord-
nung der Sitzung am 12. Januar 2005 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten
zu lassen:
1. Auf welchen Linien hat die Einrichtung von Sonderspuren für Busse und Bahnen
durch Abschraffuren zur Beschleunigung und Pünktlichkeit des öffentlichen
Personennahverkehrs (ÖPNV) beigetragen?
2. Welche spezifischen Gründe haben den Verkehrsdezernenten dazu bewogen, diese
recht wirkungsvolle Beschleunigung des ÖPNV, die nach seiner Auskunft dem Auto-
fahrer nur wenig Disziplin abverlangt, an der Oberbilker Allee weder für erforderlich
noch für sinnvoll zu erachten?
3. An welchen Linien sind nach Ansicht der Rheinbahn die Einrichtung von
Sonderspuren für Bus und Bahn sinnvoll und mit welchen Kosten ist dies nach
Einschätzung der Verwaltung verbunden?
Begründung:
Die schriftliche Beantwortung einer Anfrage in der Sitzung der BV 3 am 7. Dezember
durch das Amt für Verkehrsmanagement sagte aus, dass es nach Abschluss der
Baumaßnahme an der Kölner Straße weder erforderlich noch sinnvoll sei das ursprüng-
liche Überholverbot zugunsten des ÖPNV wieder einzuführen. Im September 2000 sah
der Verkehrsdezernent Leonhardt ein Überholverbot für PKW auf der Grafenberger Allee
zugunsten einer Sonderspur für den ÖPNV als eine recht wirkungsvolle Maßnahme zur
Beschleunigung des ÖPNV, die mit geringem Aufwand durchgeführt werden kann, zumal
sie dem Autofahrer nur ein wenig Disziplin abverlangt. Eine Veränderung des Verkehrs-
durchsatzes konnte er dort nicht erkennen.
RSD AllVorlg.WPT
Ö Vorlagen - Nr.66/ 10/2005
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Diese amtlichen Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Beschleunigung des ÖPNV schaden der
Akzeptanz der Maßnahmen und kann schlimmstenfalls zur Aufhebung der Sonderspuren
führen. Dann besteht die Gefahr, dass in Folge die Fahrpläne nicht eingehalten werden
können und sogar neue Fahrzeugumläufe eingerichtet werden müssen, weil die Linien-
fahrtzeit sich verlängert. Dies ist mit hohen öffentlichen Kosten und einem Imageverlust
für den ÖPNV verbunden. Angesichts der durch den PKW- und LKW-Verkehr
verursachten Luftverschmutzung und der europaweiten Bemühungen diese
gesundheitsgefährdeten Belastungen zu senken, wäre eine derartigen Entwicklung
kontraproduktiv.
Mit freundlichen Grüßen
Norbert Czerwinski Falko Stampa
RSD AllVorlg.WPT