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Title: 00520396.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00520396.pdf
Published Time: Wed, 15 May 2024 12:34:19 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
AUS/027/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 15.05.2024
An den Vorsitzenden
des Ausschusses für Umwelt -, Klima - und Verbraucherschutz
Herrn Philipp Thämer
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des AUS am
06.06.2024
Betrifft:
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE: Klimaanpassungsmaßnahmen bei
Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaften
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
zur Sitzung Ausschusses für Umwelt -, Klima - und Verbraucherschutz am 6. Juni.
2024 stellt DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf folgende Anfrage:
Laut Beteiligungsbericht 2021 hat die Landeshauptstadt Stadt Düsseldorf
unmittelbare Anteile an 29 Unternehmen. Weiterhin engagiert sich die
Landeshau ptstadt maßgeblich in zwei Zweckverbänden und ist als Mitstifterin an
6 selbständigen Stiftungen beteiligt.
Mit dem Ratsbeschluss zur Klimaneutralität 2035 wird die Umsetzung der
Maßnahmen erheblich beschleunigt, denn im Beschluss “Pfad zur Erreichung der
Klimaneutralität bis 2025” (RAT/115/2019) wird dargelegt, dass die Umsetzung
der Maßnahmenvorschläge somit 15 Jahre früher durchgeführt werden muss.
Der Sektor Gewerbe/Handel/Dienstleistungen/Industrie (Sektor GHD und
Industrie) lag 2016 bei der Erhebu ng der CO 2-Bilanz bei 41 Prozent mit 1.731
Tausend Tonnen. Ziel ist, die Emissionen bis 2035 um 67 Prozent auf 569
Tausend Tonnen zu senken. Der größte Hebel im Sektor GHD und Industrie ist
die Erhöhung des Ökostromanteils am Strommix.
Laut Ergebnis der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag
der Wirtschaftswoche und Immobilien Scout 24 liegt die Stadt Düsseldorf im
Städteranking auf Platz 67 von 71 Großstädten. (Wirtschaftswoche:
Städteranking 2023, Deutschlands zukunftsfähige Städt e, 13. November 2023:
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/staedteranking -2023 -deutschlands -
zukunftsfaehigste -staedte/294673 42.html )
Mit dem Beschluss des Rates am 29.04.2021 „Solaroffensive – Wir machen
Düsseldorf zur Sonnenstadt“ wurde die Verwaltung beauftragt, alle städtischen
Liegenschaften auf ihr Solarpotential hin zu analysieren sowie in einem nächsten
Schritt alle gee igneten Dächer und Fassaden städtischer Gebäude mit
Photovoltaik -Anlagen nachzurüsten. Dieser Sektor macht im Gesamtaufkommen Seite 2
gerade mal 2 Prozent der CO 2-Bilanz aus. Bei der Berechnung bleiben die
Beteiligungsfirmen, Zweckverbände und Stiftungen außen vor .
Das Solarpotentialkataster und das Gründachpotentialkataster zeigen deutlich,
dass der Bereich des Sektor GHD und Industrie erhebliches Potential bei der
Verbesserung des Stadtklimas zur Verfügung hat. Dennoch bewegt sich dieser
Sektor zu wenig in Ric htung Klimaanpassung. Denn bisher stehen dem
Flächenpotential gerade beim Ausbau der Photovoltaik Hemmnisse gegenüber.
Laut dem Maßnahmenbericht fehlt vielen Unternehmen zum einen noch immer
das Wissen über Photovoltaik - und Speicherlösungen. Zum anderen s ind für
große Industrieunternehmen die geringen Strompreise ein Argument gegen PV -
Anlagen, weil sie zu keiner größeren Wirtschaftlichkeit führt (Klimaschutzkonzept
Düsseldorf 2025 – Handlungsprogramm 2025 und Masterplan 2050, S. 88).
Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, sich am Prozess zur Klimaneutralität aktiv
zu beteiligen.
„Die Landeshauptstadt muss in allen Feldern, in denen sie
Einwirkungsmöglichkeiten hat, konsequent Klimaschutz fordern“ (Beschluss
RAT/115/2019).
DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldor f fragt an:
1. Wie werden die Beteiligungsgesellschaften, Zweckverbände und
Stiftungen in den Prozess aktiv eingebunden?
2. In welchen Bereichen haben welche Beteiligungsgesellschaften,
Zweckverbände und Stiftungen Anpassungen zur Klimaneutralität
vorgenommen? (Aufgeschlüsselt nach Mobilität, nachhaltige
Beschaffungspolitik, Abfallwirtschaft, PV -Anlagen, Dach - und
Fassadenbegrünung, Entsiegelung von Flächen, Umstellung auf
LED, Schulungen)
3. Was braucht die Verwaltung, um Verbindlichkeiten zu schaffen,
damit die Beteiligungsgesellschaften, Zweckverbände und
Stiftungen stärker bei der Umsetzung des Klimaziels eingebunden
werden?
Mit freundlichen Grüßen
Sigrid Lehmann Rita Kiwitt Dominik Dörr
f.d.R. Sönke Voigt